Der Bäcker ist streng genommen noch viel abhängiger von Kundenzufriedenheit als du von der Zufriedenheit der Eltern mit deinem Unterricht. Wenn Bäcker A dem Kunden blöd kommt, kann der Kunde jederzeit entscheiden, zu Bäcker B zu gehen. Klar, auch als unzufriedener Elternteil hast du ein paar Möglichkeiten bishin zum Schulwechsel, aber bis da tatsächlich etwas passiert, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass der werte Herr Sohn oder die werte Frau Tochter noch eine Weile in deinem Unterricht gastieren darf.
Ganz ausklammern kann man die Eltern aber doch nicht, da der Gesetzgeber ihnen dafür auch viel zu viele Rechte im Bildungskontext einräumt. Davon abgesehen, dass Eltern sehr großen Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes haben. Der Satz "Aber meine Mama/mein Papa hat gesagt, dass..." dürfte im schulischen Bereich viel häufiger fallen als der Satz "Aber mein Lehrer/meine Lehrerin hat gesagt, dass..." im privaten Bereich.