Beiträge von Gymshark

    Du hast in dem Thread mehrere Fragen aufgeworfen, daher noch einmal die Frage an dich: Um welchen Zeitraum geht es dir konkret? Geht es darum, jetzt einen Personalengpass (übergangsweise) zu kompensieren, geht es um demnächst oder reden wir von "in den nächsten paar Jahren"? Je nachdem, was du suchst, führt entsprechend zu der Antwort, die wir dir im Rahmen unseres Brainstormings geben könnten.

    Siehe dazu mein Ausgangsbeitrag:

    Kurzfristig, definitiv, aber langfristig müssen wir uns einfach ehrlich machen, dass wir uns nicht diese ganzen Freizeitstudiengänge nicht leisten können, wenn wir Engpässe haben, die systemrelevanten Bereiche mit Personal auszustatten. Es ist cool, dass man in Deutschland Saxophon, Skandinavistik und byzantinische Archäologie studieren kann, aber geht es im Zweifelsfall auch ohne?

    PS: Es ist echt spannend, zu erfahren, was es alles an Studiengängen gibt. Seit letztem Jahr kann man in München seinen Bachelor of Music in Steirischer Harmonika machen :staun: .

    Ich glaube einfach, dass man Schule ... wie soll ich sagen ... anders denken muss, um der Personalknappheit gerecht zu werden.

    Es müssen, wenn du mich fragst, einfach radikal Ressourcen, die für unsere Gesellschaft von geringer Bedeutung sind, zusammengestrichen werden, um wiederum Ressourcen für unsere systemrelevanten Bereiche zu erhalten. Wir erlauben es uns als Gesellschaft momentan, Studiengänge wie Kulturanthropologie zu haben, während wir Probleme haben, genug Lehrer zusammenzubekommen, um Schulanfängern Rechnen und Schreiben beizubringen. Die Universitäten haben in den letzten Jahren so viele Studiengänge aus dem Boden gestampft. Irgendwie ist da noch keiner auf die Idee gekommen, dass, wenn sich junge Leute für diese Studiengänge entscheiden, sie sich wiederum für andere Studiengänge und Ausbildungen nicht entscheiden.

    Ich kenne keinen AfD-Politiker persönlich, wobei ich vermute, dass es auch hier ein Spektrum gibt. In der AfD gibt es wie in jeder Partei Mitglieder, die sich vorrangig einem bestimmten Schwerpunkt widmen (Sei es Verteidigung, Außenpolitik, Energiewirtschaft, Familie und Jugend, etc.), aber ich gehe mal davon aus, dass Migration eines der Kernthemen der Partei ist und die Mitglieder, also auch diejenigen mit Migrationshintergrund, zumindest mit dem grundsätzlichen Kurs der Partei im Rahmen dieses Themenblocks d'accord gehen.

    Zuletzt häuften sich die Skandale rund um die AfD in auffällig kurzer Zeit. Zuerst die Sache in Potsdam, gefolgt von den Demos gegen Rechts, dann das Gerichtsverfahren rund um Höcke, der Fall um Bystron und Krah. Denkt ihr, dass die Partei nach dem Umfragehoch im letzten Sommer übermütig geworden ist und sich durch ihre Reaktionen auf ihre Umfragewerte verspekulierte?

    Wolfgang, es wäre super, wenn du Menschen nicht nur auf ihre Nützlichkeit für den Arbeitsmarkt reduzieren würdest. Es ist immer super, wenn jemand sich trotz suboptimaler Ausgangsvoraussetzungen "nach oben" kämpft, aber man kann mehr zur Gesellschaft beitragen als "nur" durch Arbeit.

    Ich würde übrigens empfehlen, Arianndis Beitrag noch einmal zu lesen, denn darin ging es inhaltlich um etwas ganz Anderes.

    Direkt mit ausdrücken zu können, dass man unter den 20 Grundschullehrerinnen den einen Grundschullherer meint oder unter den 3 Bäckergesellen die eine Bäckerin ist eine Form sprachlicher Effizienz. Kürzer ist nicht automatisch sprachlich effizienter, wenn es am Ende unter Umständen deutlich längere Relativsätze nach sich zieht, damit man genau genug auszudrücken vermag, was ansonsten eine kleine Endung vermögen würde.

    Ich gebe dir Recht, dass es für die ganz seltenen Fälle, in denen es tatsächlich mal notwendig ist, in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe ein Geschlecht sprachlich hervorzuheben, dies auf effiziente Art und Weise möglich sein sollte.

    Probiere einfach unterschiedliche Methoden aus und wenn du merkst, dass eine absolut nicht zielführend ist, passt du sie an oder ersetzt sie durch eine andere! Wichtig ist am Ende, dass die curricular verankerten Inhalte und Kompetenzen angebahnt und vermittelt wurden. Gerade im BBS-Bereich haben die Schüler schon mehrere Lehrerwechsel erlebt und wissen daher, dass nicht jede Lehrkraft ihren Unterricht gleich gestaltet. Sollten Rückfragen zu deiner didaktischen Vorgehensweise kommen, kannst du diese sicherlich begründen. Sollte hingegen Kritik kommen, kannst du darauf hinweisen, dass die Schüler sich ganz auf ihre Rolle als Schüler konzentrieren können, da du in deinem Job Profi bist und sie darauf vertrauen können, dass du weißt was du tust.

    Um dann täglich 200 Kilometer one-way zu pendeln? Dafür, dass ich als Lehrer über der Verdienstgrenze liege, die meinen Kindern einen Bafög-Anspruch beschert hätte, können diese nix. Dafür, dass beide nun als Ärztin und Lehrerin ihren Beitrag zur Gesellschaft (nicht nur durch Steuern) leisten, durchaus.

    Hast du Kinder? Ich vermute: Nein.

    Ich glaube, dir ist nicht bewusst, dass das nicht bei jeder Familie finanziell drin ist. Es gibt durchaus junge Erwachsene, bei denen es heißt "Ich würde gerne das und das studieren, kann ich mir aber nicht leisten, also mache ich das und das, weil es hier in der Nähe angeboten ist und in mein/unser Budget passt.".

    Zu den Kosten, die Kinder im Studium verursachen muss ich sagen: 1000 € pro Monat? Kommt locker hin: Miete, Studiengebühren, Nahrung, Fachbücher und Fachzeitschriften, Fahrtkosten, Kulturprogramm, Studienabschnitte im Ausland, Urlaubskosten ... u.v.a.m.

    Das sind zugegebenermaßen einige Dinge, die sich nicht alle Kinder im Stidium leisten können. Beim Thema "Miete" kann es heißen: Du darfst zuhause wohnen bleiben, wenn du einen Unkostenbeitrag bezahlst, den du dir verdienen kannst, indem du neben dem Studium einen 540€-Job aufnimmst!

    Nein, du machst das nämlich ständig. Oder als Frage: Könnte es sein, dass du Schüler*innen unterstellst, ihr Verhalten permanent an die von ihnen auf die Lehrkräfte projizierten Erwartungen anzupassen, um schlechte Leistungsbewertung zu vermeiden? Oder ist es vielmehr so, dass du das nur beim Thema "gendern" vermutest, weil du es selbst ablehnst und daher Kolleginnen unterstellen möchtest, sie behandelten SuS ungerecht? Nur eine Frage, die du mit jedem dir zur Verfügung stehenden Ohr hören kannst.

    Da ich Jugendliche als durchaus beeinflussbar durch äußere Faktoren halte, würde ich spontan sagen "ja".

    Es waren keine Unterstellungen, das gerne noch an der Stelle zum zweiten Mal.

    Bei der ersten Thematik ist mir bewusst, dass es von dir keine negativen Konsequenzen geben wird, wenn Schüler nicht gendern - meine Frage ging eher in die Richtung, ob Schüler das für sich vermuten, weil sie hören, dass du diese Formen aktiv verwendest und dann mutmaßen, dass du es auch gut finden würdest, wenn sie dies auch machen. Oder habt ihr darüber mal offen gesprochen? Ich denke, beim ersten Versuch war meine Frage nicht präzise genug gestellt, was hoffentlich jetzt etwas besser gelungen ist.

    Danke für den Bericht, dass Schüler auf dem Pausenhof immer mal wieder gegenderte Formen im Gespräch miteinander verwenden.

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