Beiträge von Gymshark

    Wenn man ein dreigliedriges Schulsystem aufrecht erhalten will, muss man halt auch ernsthaft nach Leistung sortieren.

    Da stimme ich dir zu.

    Es müsste entweder verbindliche Quoten geben oder man müsste Grundschullehrern vertrauen, dass sie nach 3,5-5,5 Jahren einschätzen können, auf welchem Leistungsniveau die jeweiligen Schüler arbeiten.

    Solange der Elternwille zählt, wird es immer Eltern geben, die das Können ihres Kindes deutlich überschätzen und sich für eine Schulform entscheiden, auf der es von Anfang an völlig überfordert ist.

    Als Elternteil darf man sich nun Folgendes fragen:

    Schicke ich mein Kind...

    Wenn du selbst von Migrationsquoten von über 90% bei Säuglingen schreibst, dürfte es das oben beschriebene Szenario doch gar nicht geben, da es Eltern kleiner Kinder ohne Migrationshintergrund in deiner Stadt schlichtweg nicht gibt.

    Der Bäcker ist streng genommen noch viel abhängiger von Kundenzufriedenheit als du von der Zufriedenheit der Eltern mit deinem Unterricht. Wenn Bäcker A dem Kunden blöd kommt, kann der Kunde jederzeit entscheiden, zu Bäcker B zu gehen. Klar, auch als unzufriedener Elternteil hast du ein paar Möglichkeiten bishin zum Schulwechsel, aber bis da tatsächlich etwas passiert, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass der werte Herr Sohn oder die werte Frau Tochter noch eine Weile in deinem Unterricht gastieren darf.

    Ganz ausklammern kann man die Eltern aber doch nicht, da der Gesetzgeber ihnen dafür auch viel zu viele Rechte im Bildungskontext einräumt. Davon abgesehen, dass Eltern sehr großen Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes haben. Der Satz "Aber meine Mama/mein Papa hat gesagt, dass..." dürfte im schulischen Bereich viel häufiger fallen als der Satz "Aber mein Lehrer/meine Lehrerin hat gesagt, dass..." im privaten Bereich.

    Migration verfolgt doch als Ziel die Versorgung des Arbeitsmarktes mit Fachkräften und Begrenzung demographischer Folgen und nicht die Ausbremsung des Bildungssystems.

    Bei allen Entscheidungen sollte immer ein Plan B vorhanden sein. Hast du vor dem Lehramtsstudium eine Ausbildung gemacht, in dessen Beruf du zurückkehren könntest, oder könntest du dir vorstellen, noch einmal die Schulbank zu drücken? Als Lehrer ist es zwar nicht unmöglich, aber doch schwieriger als mit anderen Abschlüssen, eine Stelle im außerschulischen Bereich zu bekommen.

    MarieJ : Möchtest du konkret eine Definition a la "Frauen sind Menschen, die [biologische Merkmale] aufweisen."? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das in eine Richtung abgedriftet, bei der es wieder darum geht, ob Menschen, die [biologisches Merkmal] nicht haben, dennoch Frauen sein können. Bei solchen Unterhaltungen kommt in der Regel kein sinnvoller Ertrag heraus, zusätzlich wird es emotional, da unterschiedliche Mentalitäten und politische Einstellungen aufeinanderprallen. Ich würde hier wirklich auf der Sprachebene bleiben.

    Diese Antwort finde ich nicht. Schreib doch mal bitte, in welchem Beitrag (# ?) ich deine Aufzählung der Merkmale finde.

    Ich habe nicht geschrieben: Eine Frau ist das und das, ein Kind ist das und das. Das ist auch für die Diskussion nicht nötig. Mir ist letztendlich auch egal, welchem Geschlecht sich O. Meier zugehörig fühlt. Der Punkt, der jetzt seit mehreren Seiten anhand diverser Beispiele aufgemacht wurde, ist einzig, dass natürliches Geschlecht und grammatisches Geschlecht zwei Paar Schuhe sind.

    Interessanter Aspekt, aber es ging nicht um biologisches Geschlecht vs. soziales Geschlecht, sondern natürliches Geschlecht vs. grammatisches Geschlecht. Das Mädchen ist grammatikalisch eindeutig sächlich, aber natürlich weiblich. Das Kind ist grammatikalisch eindeutig sächlich, natürlich gibt es mehrere Möglichkeiten.

    Marie, darf ich dich fragen, welches natürliche Geschlecht du hast? Du wirst auf irgendeine Art und Weise darauf gekommen sein - ob es jetzt die äußeren Geschlechtsmerkmale, ein bestimmter Chromosomensatz oder andere Merkmale/Merkmalskombinationen sind. So... Du bist aber gleichzeitig "der Mensch" als auch "die Person", nicht wahr?

    Wenn du dich auf das soziale Geschlecht beziehst, kannst du dieses gerne hinzufügen, wenn dir die strenge biologische Definition nicht ausreicht.

    Die Abgrenzung zwischen natürlichem Geschlecht und grammatischem Geschlecht bleibt ja weiterhin bestehen: "der Mensch" ist grammatikalisch eindeutig maskulin. "die Person" ist grammatikalisch eindeutig feminin. "das Kind" ist grammatikalisch eindeutig sächlich. Ein reales Kind ist sowohl Mensch als auch Person, aber biologisch/sozial nicht gleichzeitig maskulin, feminin und sächlich.

    Nein, da stellst du dich einfach stur. Biologische Realität meint hier einfach natürliches Geschlecht im Vergleich zum grammatischen Geschlecht. Natürliches Geschlecht ist die Zuordnung anhand biologischer Merkmale und das grammatische Geschlecht folgt Sprachlogik. Bestehen dazu deinerseits noch Fragen?

    Was denkst du?

    Schaue ich mir die gesamte Breite der deutschen Sprache an, gibt es wenig Korrelation zwischen grammatischem und natürlichem Geschlecht. Sprachhistorisch bzw. -logisch macht das alles natürlich Sinn, für jemanden ohne linguistische Vorkenntnisse wirkt unser sehr komplexes Sprachsystem chaotisch oder beliebig. Das ist aber in anderen Sprachen auch so - im Englischen z.B. weniger auf der morphologischen Ebene, sondern eher auf der phonologischen.

    Am Ende müssen wir gesamtgesellschaftlich hier einen Konsens finden, was sehr schwierig sein dürfte, da Deutsch in mehreren Ländern Amtssprache ist und natürlich darüber hinaus in vielen Ländern als Fremdsprache gelernt wird. Sprache muss kurz, aber eindeutig sein. Ich sehe Pro- wie Contraargumente auf beiden Seiten, obgleich es natürlich zweifelsfrei so ist, dass wir als Sprecher gelernt haben, mit sprachlichen Widersprüchen zu leben, weil "das halt im Deutschen so ist". Würden wir das so akzeptieren, wäre Variante 1 mit weniger gesellschaftlichem Anpassungsaufwand verbunden als Variante 2.

    Erklär’ ma’, was du damit meinst.

    Es gibt (mindestens) zwei mögliche Argumentationsweisen:

    1. Wir geben dem Wort "Mädchen" den Artikel "das", weil es sprachlogisch so am besten passt.

    2. Wir geben dem Wort "Mädchen" den Artikel "die", weil alle Menschen, Tiere und Pflanzen, Dinge und Abstraktes, die wir im realen Leben als weiblich empfinden, mit diesem Artikel gekennzeichnet werden.

    Diejenigen, die pro Gendern argumentieren: Wünscht ihr euch nur in Bezug auf Menschen, dass Sprachgebrauch an biologische Realitäten statt an sprachinterne Logiken geknüpft, oder wünscht ihr euch eine generelle Abkehr von der aktuellen Verwendung von Pronomen, also auch in Bezug auf Sachen, Tiere und Pflanzen, Abstraktes, etc.?

    Am Ende wird ja jedes einzelne Nomen gegendert, also auch die Liebe, der Zwölffingerdarm, das Eichhörnchen...

    Ich kann mir schon vorstellen, dass es Fälle gibt, bei denen man bewusst Jungs/Männer adressiert, z.B. wenn man die drei Kinder in der letzten Reihe, die gerade Quatsch machen und alle drei Jungs sind, zur Ruhe bitten möchte. Bei der Beispielsmail ans ganze Kollegium, die ja immer wieder als Ausgangslage dient, ist erst einmal nicht das Geschlecht der Adressierten entscheidend, sondern die Funktion. Es sind diejenigen gemeint, die beruflich einer Lehrtätigkeit nachgehen, aber eben nicht die Reinigungskraft. Oder, wenn es um eine Weihnachtsfeier geht, sind alle, die an der Schule tätig sind, gemeint, aber nicht Familie Huber, die schräg gegenüber von der Schule wohnt.

    Immer dann, wenn man sich vorstellt, die Adressierten bestünden ausschließlich aus Frauen oder ausschließlich aus Männern, und die Aussage würde sich inhaltlich nicht ändern, geht es um Funktion statt um Geschlecht.

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