Eigentlich haben wir bereits eine sehr stark gegenderte Sprache. Jedes Substantiv hat einen Artikel, der sich aus der Sprachhistorie und -logik ergibt. Ein Beispiel einer schwach gegenderten Sprache wäre eher Englisch, in welchem so gut wie jedes Substantiv "the" ist und es wiederum kaum Flexionen gibt.
Beiträge von Gymshark
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Solange die Mehrheit (je nach Umfrage zwischen 70 und 80%) behauptet, das generische Maskulinum bezieht sich auf Funktion - bezieht sich folglich auf Männer, Frauen, alles was dazwischen ist, alles was außerhalb des binären Systems liegt und alles gänzlich ohne Geschlechtszugehörigkeit - eine Minderheit jedoch der Meinung ist, dass das generische Maskulinum nur explizit Männer anspricht, und keine Seite bereit ist nachzugeben, kommen wir auf keinen grünen Zweig.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. Seite "pro generisches Maskulinum" gibt nach
2. Seite "contra generisches Maskulinum" gibt nach
3. Es muss eine dritte Lösung gefunden werden mit der hoffentlich beide Seiten leben können.
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Es war "Raum" gemeint. Ich habe es gerade ausgebessert - danke für den Hinweis!
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Soll auf Deutsch übersetzt was genau bedeuten?
2. Person Singular: du, dich (z.B. Wenn du fertig bist...)
2. Person Plural: ihr, euch (z.B. Wenn ihr fertig seid...)
3. Person Plural: Alle Schüler/Schülerinnen... (z.B. Alle Schüler/Schülerinnen, die fertig sind...)
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Wenn man zu einer Gruppe Menschen in einem Raum direkt spricht, macht die 2. Person Plural am meisten Sinn. Sowohl die 2. Person Singular als auch die 3. Person Plural klingen in dem Zusammenhang etwas gestelzt.
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Zitat
Durch integrativen Unterricht werden nicht nur Freundschaften geschlossen
Ernstgemeinte Frage: Hast du Freunde, die früher sonderpädagogisch beschult wurden?
Der Ansatz ist schön, aber mir sind im persönlichen Umfeld keine Fälle bekannt, bei denen derart heterogene Freundschaften über die Schulzeit hinweg beständig blieben, wenn sie je vorhanden waren, da ganz oft die persönlichen Interessen und die Lebensinhalte zu unterschiedlich sind.
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Die verbindliche Grundschulempfehlung wird wie die meisten bildungspolitischen Themen an der Wahlurne entschieden. Gibt es momentan eine oder mehrere Parteien, die eine Rückkehr zu eben dieser im Wahlprogramm stehen haben?
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Es wurden in den letzten Jahren sehr viele Stellen in der frühkindlichen Betreuung geschaffen, weil Eltern möglichst früh wieder in den Job zurückkehren sollten. Man kann natürlich nicht sagen, dass dafür Sonderpädagogen abgezogen wurden, aber ich gehe davon aus, dass sich Schulabsolventen mit Berufswunsch "pädagogischer Bereich" verstärkt in anderen Teilbereichen als der Lehramt Sonderpädagogik bewarben: Soziale Arbeit, Erzieher, andere Lehramtsformen (Vor allem das Gymnasium ist unter allen Lehramtsformen die letzten Jahre sehr beliebt gewesen.), die neuen Studiengänge Kindheitspädagogik, etc.
Entweder hatte das Berufbild "Sonderpädagoge" zuletzt ein schlechtes Image oder es ist Schulabsolventen schlichtweg nicht bekannt, dass diese Option auch besteht. Diese potentiellen Kollegen können dann natürlich wiederum nicht solche ersetzen, bei denen die Pension in absehbarer Zeit ansteht.
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Der Hilfsarbeiter wird sich bedanken, wenn er dank KI stattdessen in einem der oben genannten Bereiche arbeiten "darf". Ich glaube nicht, dass es dafür irgendwelche gesamtgesellschaftliche Mehrheiten geben wird, daher würde ich mich eher darauf fokussieren, was aktuell Stand Dezember 2023 realistisch ist.
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Der letzte Satz vor deiner Frage ist der springende Punkt. So wie aktuell Inklusion im deutschen Bildungsdiskurs verstanden wird (Entweder war die Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention durch die meisten Länder ein reines Lippenbekenntnis oder sie verstehen unter den Forderungen etwas Anderes als hier in Deutschland.), ist es zu personalintensiv, um sinnvoll im Sinne der Befürworter umgesetzt werden zu können. Daher die Frage: Wenn wir nicht alles haben können, wollen wir lieber Inklusion, Migration, frühkindliche Betreuunhg oder IT?
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Ein weitsichtiger Blick auf Bedarfe in der Jobwelt verlangt immer zugleich "Welche Stellen werden gebraucht?" und "Sind diese humanen Ressourcen überhaupt vorhanden?".
Wir haben aktuell 3,9 mio. Bürgergeldbezieher, was natürlich immer noch viel zu hoch ist. Da wäre die Frage, ob ein Teil derer die nötigen Basisqualifikationen mitbringt, um ggf. durch Weiterqualifikation in Schulen eingesetzt werden zu können.
Ein mittelfristiges Ziel könnte sein, dass diese Zahl auf ein absolutes Minimum reduziert wird.
Langfristig sollte aber auch bedacht werden, dass bei einer gleichbleibenden Bevölkerungsanzahl und einer zunehmenden Anzahl an Senioren nicht unendlich viele neue Stellen geschaffen werden können, sondern eher geprüft werden sollte, ob neue Stellen wirklich notwendig sind und wenn ja, ob diese so wichtig sind, dass sie anddre ersetzen können. In den letzten Jahren wurden da doch sehr viele neue Stellen geschaffen, z.B. in den Bereichen frühkindliche Betreuung, Pflege, IT, Migration, Politik/Beratung, Energiewirtschaft, Onlinedienstleistungen und Unterhaltung.
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Nein, die gibts nicht. Also lassen wir es gleich sein, das zu fordern?
Ich finde dieses: Wo soll das Personal herkommen, immer etwas befremdlich. Ja, es gibt grad keins. Trotzdem muss das doch langfristig das Ziel sein. Wie das geht? Ich wüsste einiges: zB bessere Bezahlung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen etc. Geht nicht von jetzt auf gleich, aber wenn da nicht mal irgendwann begonnen wird, ändert sich nie etwas.
Wäre es für dich OK, wenn das Personal dann an anderer Stelle fehlt? Denn darauf würde es hinauslaufen.
Welche Bereiche innerhalb der Berufswelt binden derzeit deiner Meinung nach zu viel Personal, sodass diese Jobs mit weniger Personal zurechtkämen und die x Stellen, die in diesen Bereichen nicht benötigt werden stattdessen in Schulen geschafft werden können?
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Ich gehe davon aus, dass in den allermeisten Alltagssituationen die meisten meiner Mitmenschen als konkrete Einzelperson oder im Rahmen ihrer spezifischen Funktion angesprochen werden. Dass ein konkreter Unterschied zwischen Geschlechtern aufgemacht wird und daher bei der Adressierung einer Gruppe die sprachliche Hervorhebung eines Geschlechts notwendig ist, dazu fallen mir keine geeigneten Anwendungsfälle geben, aber sollte es diese so regelmäßig in deinem Alltag geben, sunshine_:-) , wäre es eigentlich in der Tat konsequent, die Teile, die scheinbar nicht an dich adressiert sind, entsprechend zu überlesen oder -hören - du warst ja schließlich nicht als Adressat intendiert.
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Da muss dann mal einfach mehr Personal her.
Eine schwierige Forderung, weil sie so klingt als säßen nennenswerte Menschenmengen gerade ohne Arbeit zuhause, die nur darauf warten, dass von Kultusministerien verkündet werde, dass mehr Personal eingestellt werde, und sich dann freudestrahlend auf den Weg in die Schulen machen.
Man könnte an anderer Stelle Personal abrufen, sodass anderenorts Aufgaben durch weniger Personal erledigt werden, oder man geht einen anderen Weg, indem man sich einfach mal anschaut, welche Aufgaben im Bildungskontext gerade viel Zeit fressen und überlegt, ob diese nicht besser organisiert werden könnten, sodass entweder diese Aufgaben gar nicht mehr entfallen, diese Aufgaben weniger Zeit in Anspruch nehmen oder die Aufgaben durch weniger Kollegen bearbeitet werden können.
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Und dieser katastrophale Zustand wird uns dann als alternativlos verkauft, weil die UN-Menschenrechtskonvention uns das ja genau so vorschreibt, dass auch Systemsprenger inklusiv zu unterrichten sind.
In der Politik ist nichts alternativlos, weil Politik von Menschen gemacht wird und Menschen jederzeit die Möglichkeit haben, Gesetze durch Knüpfung an Bedingungen oder Ausnahmen einzuschränken, oder sie unter Akzeptanz möglicher Konsequenzen schlichtweg nicht zu befolgen.
Nehmen wir einfach mal an, Deutschland würde sogenannte Systemsprenger einfach nicht mehr inklusiv beschulen - selbst wenn eine UN-Konvention dies vorschreibt. Welche Sanktionen hätte Deutschland zu fürchten?
Nachtrag: Ich habe gerade nachgelesen, dass rund 180 (also fast alle) Länder die Behindertenrechtskonvention ratifizierten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in den allermeisten Ländern der Welt nicht Inklusion praktiziert wird wie er in Deutschland im Bildungskontext zumeist verstanden wird. Ein "alternativloses" Missverständnis, was sich also in Deutschland manifestiert hat?
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Alterra : Kann es sein, dass manche Mitschüler deines Kindes von der mentalen Entwicklung noch nicht so weit sind und daher noch nicht verstehen können, dass Schule wichtig ist, und daher nicht den Sinn hinter der Erfüllung der an sie gestellten Anforderungen (Aufgaben erledigen, pünktlich kommen, Material dabei haben) sehen?
Mit 6 Jahren ist der Weitblick eines Kindes entwicklungsbedingt natürlich begrenzt, aber dennoch scheint ja bei einigen Kindern schon die Vorstellung vorhanden zu sein "Wenn ich die an mich gestellten Anforderungen in der Schule erfülle, profitiere ich in irgendeiner Art und Weise davon." - und bei anderen Kindern wiederum so gar nicht.
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Beruhige dich im ersten Schritt bitte und behalte im zweiten Schritt deine Unterstellungen für dich! Wenn ich schreibe, dass die sächsischen Wähler der Partei davon unbeeindruckt bleiben werden, sage ich nicht , dass ich Extremismus OK finde, sondern dass bei der Sonntagsfrage in 4 Wochen die AfD in Sachsen nicht deutlich schlechter abschneiden wird als jetzt. Oder bist du da anderer Meinung?
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Ich gehe davon aus, dass die sächsischen Wähler der Partei sich davon unbeeindruckt zeigen werden.
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Auch wenn du hier Recht hast, ging es doch fachinformatiker um etwas ganz Anderes.
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Es ist vor allem auch nicht Aufgabe "leistungsstarke[r] Kinder und bildungsnahe[r] und kapitalstarke[r] Familien[,] das leistungsschwache und bildungsferne Klientel positiv [zu] beeinflussen".
Auch leistungsstarke Schüler haben ein Recht darauf, sich auf ihren eigenen Bildungsweg und ihre eigenen -ziele zu konzentrieren, um das Maximale aus ihren vorhandenen Fähigkeiten herausholen zu können.
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