Beiträge von Gymshark

    Tom, schau mal hier! Hier wird beschrieben, was genau das Problem ist. China hat genauso wie Deutschland aktuell mit einem Überhang an Akademikern zu kämpfen. Ich nehme an, dass für jemanden, der in China akademisch ausgebildet wurde und vorrangig eine Stelle in diesem Bereich sucht, eine Stelle als Koch in Deutschland weniger als Alternative infrage kommt.

    chemikus08: Ich finde deine Antwort aus verschiedenen Gründen schwierig. Einerseits: China hat doch auch Mangel an Arbeitskräften. Steht es uns wirklich zu, China diese Person, die womöglich an anderer Stelle in China dringend gebraucht wird, wegzunehmen? Dann muss ich sagen, dass ich es sehr problematisch finde, dass auch du diesen chinesischen Koch rein auf seine Arbeitskraft reduzierst. Geht es am Ende nur darum, irgendwo humane Ressourcen herzubekommen, die wir 8-9h irgendwo hinstellen und hoffen, dass sie die Arbeitsanweisungen umsetzen, oder gehört da vielleicht doch ein bisschen mehr dazu?

    Es ist vollkommen egal, warum sie herkommen. Am Ende haben Sie bei uns Rechte und werden sich gegen eine Abschiebung wehren. Niemand wird sagen: Ich bin ein Wirtschaftsflüchtling und gehe gerne wieder zurück."

    Wenn es egal ist, dann brauchen wir auch keine Rechtsgrundlage mehr, sondern können gleich ein Schild aufhängen "Bitte alle eintreten!". Das kannst du alles fordern, solltest dann aber auch ehrlich sein, das so zu formulieren: Es soll keine Grenzen mehr geben. Das Individuum entscheidet, wann es wohin migriert. Der Staat hat Kapazitäten in unbegrenztem Umfang zur Befriedigung der Grundbedürfnisse (Nahrung, Schlafmöglichkeit, medizinische Versorgung, Sicherheits- und rechtliche Grundversorgung) zur Verfügung zu stellen. Abschiebung finden nicht mehr statt.

    Der Westen muss seine Probleme selbst lösen und kann nicht ständig outsourcen.

    Wenn die eigene Aufnahme genauso wenig möglich wie das "Outsourcing" an Drittländer möglich ist, bleibt nur noch die Rückweisung, oder? Das klingt zunächst etwas wie eine Forderung von Herrn Spahn im Rahmen einer Talkshow kürzlich. Er beschrieb hierin, dass er sogenannte "illegale Migration" gänzlich auf 0 reduzieren und im Gegenzug ein bestimmtes Kontingent festgelegt werden würde in dessen Rahmen nach vorheriger kriterienorientierter Selektion (z.B. vor allem Kinder und Frauen - Er ging jedoch nicht darauf ein, ob nach seiner Idee die Option auf Familiennachzug weiterhin bestünde oder ob er beabsichtige, Väter von ihren Familien dauerhaft zu trennen.) Menschen auf direktem Weg nach Deutschland kommen dürften.

    Antisemitismus ist aus allen politischen Ecken falsch, egal ob links-, rechtsextrem, islamistisch motiviert. Und natürlich, wie Frapper schon beschrieb, ist sachliche Kritik an staatlichem Handeln jederzeit legitim.

    Dann melde ich im Gegenzug deinen Beitrag aufgrund der enthaltenen Unterstellungen. Es ging darum, einem Land wie Ruanda nicht aus der Entfernung heraus abzusprechen, sich nach entsprechender Abmachung mit Großbritannien angemessen um Migranten kümmern zu können. Der Beitrag diente zum Schutz vor Abwertung des Landes Ruanda und ist so ziemlich das Gegenteil von "kackbraun".

    Ich finde es schwierig, Länder in sichere und nicht sichere Drittländer einzuteilen. Es ist ein Stempel, den Gerichte und Parlamente aus der weiten Entfernung heraus vergeben, der sicherlich irgendwo häufig von einem sehr hohen Stand aus getroffen wird (Deutschland und Großbritannien sind zwei der wirtschaftlich und gesellschaftlich weitest entwickelten Länder). Dennoch sollte vermieden werden, aus einer spätkolonialen Überheblichkeit heraus pauschale Urteile zu verteilen, nur weil andere Länder aktuell nicht auf demselben Stand wie Deutschland oder Großbritannien sind.

    Bevor etwas zu einer "typische(n) AfD-Position" erklärt wird, sollte erst einmal geschaut werden, ob die Positionen der anderen Parteien besser sind. Kritik an der AfD gerne, aber wenn ich manchmal Argumente wie "Die AfD hat keine Lösungen." lese, impliziert das, dass die anderen Parteien schon welche hätten. Wären die Lösungen jedoch bekannt, wären bestehende Probleme bereits angegangen werden. Dem ist bekanntlich nicht so.

    Man könnte aber durchaus die Frage aufwerfen, ob es denn tatsächlich noch einen derartigen Sonderpädagogenmangel gäbe, wenn die Sonderpädagogen an den (wenigen) Förderschulen gebündelt wären statt auf viele einzelne Regelschulen verteilt. Zu deiner Frage bzgl. inklusiver Beschulung: Hier wäre in einzelnen Fällen eine Änderung des Schulgesetzes nötig. Einige Bundesländer wie Bayern und Sachsen schreiben bereits, dass inklusive Beschulung nur unter bestimmten Bedingungen möglich ist, während andere Bundesländer wie Hessen dies zum Regelfall machen (Quelle).

    In Französisch geht es direkt ab der 7. Klasse mit mündlichen Prüfungen los. Das sind ganz kleine Vokabelabfragen oder kurze Dialoge, aber das gehört zum Fremdsprachenunterricht dazu: Schüler müssen mündliche Kommunikation erlernen und dazu gehört auch die Überprüfung der erlernten Kompetenzen. In Mathematik bin ich da ehrlicherweise nicht so konsequent, obwohl es gerade in der Sek II wichtig für die Vorbereitung auf mündliche Abiturprüfungen ist.

    Herrn Reul als Innenminister nehme ich ab, dass er ein ernsthaftes Interesse an der Beseitigung der bestehenden Probleme hat, Stichwort "1.000 Nadelstiche". Nach außen hin bestehen die strukturellen Probleme natürlich immer noch, daher wird der Anschein erweckt, dass immer noch zu wenig passiere, hier kann ich aber schlecht ausmachen, wer genau in der Politik die Verantwortung hierfür trägt. Von Herrn Link als Oberbürgermeister Duisburgs würde ich mir mehr konkretes Handeln wünschen, auch wenn ich mir der Einschränkungen durch die finanziellen Ressourcen der Stadt bewusst bin.

    Es geht irgendwo schon um Verdrängung aus Wohnräumen und damit auch um "Wegnehmen", daher sehe ich da nicht so 100% den Unterschied, aber wir können es zumindest so stehen lassen, dass Marxloh sehr viele strukturelle Probleme hat, die letztendlich bei Wahlen zu einerseits niedriger Wahlbeteiligung und andererseits hohen Wahlergebnissen von extremen Parteien führen.

    In Marxloh kommt auch noch die Dimension "Die Neuen nehmen uns etwas weg." hinzu, die üblicherweise eher von (rechten?) Deutschen gegenüber (muslimischen) Migranten kommt, hier aber das Verhältnis von einigen Türken, die bereits länger wohnhaft in Duisburg/Deutschland sind, und kürzlich eingewanderten Rumänen und Bulgaren, beschreibt. Ausländerfeindlichkeit ist kein deutsches Phänomen, sondern kommt vor allem in Schmelztiegeln auch zwischen unterschiedlichen Migrantengruppen vor.

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