Beiträge von Quittengelee

    Zuerst Grundlagen recherchieren: Schulgesetz mit Erziehungsmaßnahmen und entsprechende Verordnungen zu Leistungsbewertung deines Bundeslandes. Das musst du parat haben.

    Informiere dich auch unbedingt in deiner Schule bei Kolleg*innen über Fachkonferenzbeschlüsse, was sich als sinnvoll eingebürgert hat usw.

    Englischdidaktik: Grundlagenbuch besorgen, Lehrplaninhalte übers Jahr entsprechend dem Lehrwerk verteilen und entlanghangeln.

    Erst Stunde wenig Vorgeplänkel, ein freundliches Gespräch zum Kennenlernen, dann mit den Erwartungen loslegen. Alles gemeinsam im Hausaufgabenheft notieren: Wesentliche Infos anschreiben und Kontrolle, dass abgeschrieben wurde. Anzahl von Tests, benötigte Hefte, Art der Vokabelkontrolle etc.

    Bedenke: 5. Klasse war gerade noch Grundschule, du sprichst mit Kindern und musst alles ansagen, wie du es haben willst. Was soll zu Unterrichtsbeginn auf dem Tisch liegen? Erst anfangen zu reden, wenn alle zuhören und dafür sorgen, dass alle aufmerksam sind. Nicht zu viel und lange reden, keine Fremdwörter, ohne sie zu erklären.

    Beispielsweise gibt es für die Klausurlängen in NRW ein Spektrum. Deutsch Englisch verlangt bei uns immer die maximale Länge. So kann man sich auch selbst schaden.

    Ich kann das für die Schulart/Fächer nicht beurteilen, aber wenn man mehr Leistung fordert, muss man diese auch irgendwie abprüfen. Das geht in Deutsch nur mit Schreiben, würde ich vermuten?

    ... Lesen tue ich es seit dem Ref trotzdem nur einmal. Und wer eine Sauklaue hat, hat nur eine Chance. und wer glaubt, mich auf Schnitzeljagd mit Sternchen, Sternchensternchen und was weiß ich auf nicht nummerierte Seiten zu schicken, wundert sich, dass ich die zusätzlich eingefügte Passage nicht gelesen habe.

    ...und wundert sich nur 1x. Lesbar zu schreiben kann man doch nun wirklich einfordern? Ich habe wahrlich keine schöne Handschrift, aber was nicht lesbar war, gab einfach keinen Punkt.

    Bitte keine Gerüchte ins Land bringen.
    Kein BL hat regulär 22 Stunden am Gymnasium, das Minimum ist (für einen Teil?!) 23 Stunden in BY und Meck-Pomm, wobei da eine Bandbreite angegeben wird, die meisten werden sie also nicht haben.
    Pflichtstunden_der_LehrerInnen_2024_2025.pdf (KMK-Dokument von diesem Schuljahr)

    Meinetwegen, in der Tabelle wird's aber noch deutlicher: in Hamburg sind es je nach Einsatzplanung sogar nur 21 Stunden.

    Da jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht, wird doch besonders deutlich, dass die Grundlage der Rechnerei am Ende auf irgend einer Person beruht. Wäre alles objektiv erfassbar, wäre es doch zumindest je Schulart bundeslandübergreifend gleich.

    Aber echt, da sind Leute abgebildet, manche davon nicht blond. Keine Ahnung, inwieweit das wohlüberlegtes Marketing ist, aber selbst wenn, Menschen haben halt Hautfarben.

    Und wie Junge Freiheit und Konsorten das ausschlachten ist doch das Problem.

    Am Wochenende gibt's Käse oder vegane Ersatzprodukte aus Niedersachsen.

    Auch eine gute Schulleitung kann schwer hinter die Köpfe schauen und herausbekommen, ob die angegebenen Arbeitsstunden in der außerunterrichtlichen Arbeitszeit durch objektiv hohe Belastungen (z.B. Korrekturzeiträume, viele angesetzte Sitzungen u.ä.) enstanden sind oder dadurch, dass das nächste Arbeitsblatt für die 5b noch 3h lang im Layout überarbeitet, mit Zierrand versehen und laminiert wurde.


    Wenn eine künftige (und auch jetzt schon mögliche) Arbeitszeiterfassung wirklich etwas für die sinnvolle Steuerung der eigenen Arbeitszeit bringen soll, muss diese über die reine Zeiterfassung hinausgehen und ausweisen können, für welche Teilaspekte unserer beruflichen Tätigkeiten welche Zeiten aufzuwenden wurden. Dann kann eine gute Schulleitung in Gesprächen auch wirksame Empfehlungen zur Arbeitszeitverteilung geben.

    Die gute Schulleitung muss aber bitte niemandem empfehlen, wie er seine Arbeitsblätter zu erstellen hat. Wenn ich Arbeitsblätter in der Inklusion sehe, macht es nämlich einen großen Unterschied, was Lesbarkeit für Kinder mit diversen Problemen anbelangt.

    Ich weiß, dass das nur ein Beispiel war, aber trotzdem, ich möchte von meiner Schulleitung nicht gesagt bekommen, was sie für effektiv hält, sage ich ihr ja auch nicht.

    Wir unterrichten an Förderschulen weniger als die Grundschulkolleginnen und ich will freilich nicht tauschen. Gleichzeitig halte ich das aber nicht für gerecht, nicht zuletzt das ganze Inklusionsthema ist ein riesen Batzen an Arbeit, der einfach nicht berücksichtigt wird.

    Im Grunde ist das doch alles recht willkürlich verteilt. 22 Stunden am Gymnasium in diesem Bundesland und 28 Stunden an der Grundschule in jenem- das ist am Ende Verhandlungsgeschick von irgendwem gewesen.

    In Sachsen wird ja bereits gekürzt, indem zum Beispiel die Kollegen an den Studienseminaren einfach weniger Ainderungsstunden bekommen. Die Seminare sind natürlich genauso lang und die Fahrten ins Erzgebirge werden nicht weniger, die zu unterichtenden Stunden werden aber einfach hochgesetzt.

    Die Zeiterfasserei, die hier ein Jahr stattgefunden hat, wurde einfach nicht abgewartet, sondern irgendwo gestrichen.

    Meine Einschätzung ist: die SuS sind alt genug, sich dafür zu entscheiden mitzumachen oder aber der Lehrkraft zu sagen, dass sie daran kein Interesse haben. (Edit: v.a. beim Thema "Meditation")

    Es gibt ebenso Eltern wie Lehrkräfte, die Kindern/Jugendlichen zu wenig zutrauen. Ich würde mit meinem Kind darüber reden, wenn es Redebedarf hat und mich ansonsten nicht einmischen.

    Zum Unterpunkt "Anwesenheitsliste führen": was soll die Person mit diesem Dienst genau tun?

    Was verstehst du eigentlich nicht? Es geht den Dienststellenleiter und auch die Sekretärin nichts an, ob dein Bein gebrochen ist oder du eine psychische Erkrankung hast. Wenn du den Anruf beim Beinbruch zur Pflicht erhebst, wird der Nichtanruf automatisch zur Spekulation "der hat doch was Psychisches".

    Auf dem Krankenschein steht nicht ohne Grund keine Diagnose drauf. Es geht Vorgesetzte und Kollegium nichts an, solange die erkrankte Person nicht selbst davon berichten mag.

    Ob es ein Gesetz gibt, das den Anruf durch den AG verbietet ist völlig wurscht, weil es ebenso kein Gesetz gibt, das den Anruf zur Pflicht erhebt.

    Es ist nicht okay, die erkrankte Person zu kontaktieren, schon gar nicht, als Dienststelle mehrfach anzurufen und damit Dringlichkeit zu simulieren.

    Bei der Bewertung, ob ein Telefonat sinnvoll ist, spielt die Erkrankung durchaus eine Rolle. Ich habe nichts davon geschrieben, dass die Schule oder der Dienstherr das wissen soll. Aber wenn Du "nur" ein gebrochenes Bein hast, hast Du wahrscheinlich weniger ein Problem mit einem Telefonat als bei einer psychischen Erkrankung.

    Und genau das werde ich dann tun: "So liebe Schüler, schlagt das Buch auf, S. 78f und beantwortet dann Frage 1-3."

    Da ist lediglich an UV gespart, nicht am Rest.

    Ich finde die hier oft gelesene Bemerkung sowieso wenig hilfreich. Manche Stunden laufen eh so ab, andere werden ausführlicher geplant, Projektwochen etc. Wenn du das alles weglassen willst: wäre mir zu langweilig.

    Nee, ich will nicht am Wesentlichen sparen. Das Deputat muss angepasst werden, Bürokratie verringert etc. Das Ministerium soll Lösungen finden und gerade nicht wieder stillschweigend über die Lehrkräfte Arbeitszeit regulieren lassen, die "heimlich" keine Vorbereitung mehr machen.

    Alpha schrieb im ersten Post:

    ...

    Evtl. auch ein Hinweis auf das Bundesland uns evtl. Interessantes.

    ...


    Jetzt hat's ja jemand erkannt, ich habe gegoogelt und festgestellt, dass der olle Wilhelm keine sonderlichen Freundschaften zu Österreich gehegt hat, im Gegenteil. Dort regelmäßig zu kuren war aber dann offenbar doch recht und billig. Welcher Österreicher will für sowas ein Denkmal finanzieren/verewigen??

    Kapa darf/muss in der Foto-Kiste wühlen :)

    Ich hätte gerne mehr Material in der Schule als zu Hause, einen vernünftigen Arbeitsplatz und Zeit für Absprachen. Ich finde es mühsam, ineffektiv und unorganisiert, im Gruppenchatverlauf mit 15 Leuten irgendwas zu klären. Und aus der Inklusion kenne ich das auch, dass Kolleg*innen schwer nie anzutreffen sind, weil man logischerweise nicht weiß, wer wann wie lange arbeitet.

    Eine Zeit, in der alle mal durchatmen und dienstlich ansprechbar sind, bevor sie nach Hause rennen, scheint mir eine gute Sache zu sein, weil zu unserem Beruf eben mehr gehört als das Deputat vor der Klasse.

    ...
    Nicht direkt in die Augen schauen.
    Nicht füttern.
    Nicht auf der Schulter sitzen lassen etc.

    Aber wie kommt man an seine Gegenstände zurück, wenn man kein Futter geben darf? Durch die Leute, die das dort inzwischen profimäßig betreiben?

    Klingt jedenfalls nicht mehr so lustig wie im Artikel sondern v.a. aggressiv.

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