Beiträge von Quittengelee

    Ging es im vorliegenden Fall nicht gar darum, dass einheitliches Material verwendet werden soll?

    Weiß ich nicht, ich verstehe die Person so, dass die Kolleginnen gesagt haben, dass sie alles selbst angeschafft hätten. Die Notwendigkeit, dass alle dasselbe nutzen besteht nicht, allenfalls dass es praktischer ist, wenn das Material zum Lehrwerk passt.

    Das weiß nur Naschkatzeselbst.

    .. Wenn im Rathaus der Kopierer kaputt geht, werden sie auch einen neuen kaufen.

    Wenn in der Schule der Kopierer kaputt geht ebenfalls. Aber wenn Frau X dasselbe Material nutzen möchte wie die anderen Klassen, dann interessiert das niemanden. Wir drehen uns also im Kreis.

    Darum geht es eher nicht, wie ich in #695 schon schrieb.

    Bei einzeln hinzu kommenden Kindern wird übrigens durchaus im laufenden Schuljahr zwischendurch bestellt. Bei ganzen Klassen sollte eine Schulleitung schon gut im Voraus planen können. Das ist hier "aus Gründen" wohl nicht passiert.

    Die Klassenzahl wird bei uns auch kurzfristig festgelegt, hängt davon ab, ob der Teiler ausgereizt wird und wie viele Klasse andere Schulen eröffnen. Aber klar, dafür kann die Kollegin ebenfalls nichts.

    Das Problem ist doch auch folgendes: Du holst dir beim Schleppen einen Bandscheibenvorfall. Der ist so schlimm, dass du anschließend nur noch eingeschränkt dienstfähig bist.
    Der Dienstherr wird sich dann einen schlanken Fuß machen, da er dich sicher nicht dazu aufgefordert hat, das zu tun. Meine Schulleitung würde das strengstens untersagen aus genau diesen Gründen.
    ...

    Gute Schulleitung und richtig so.

    Was schlagt ihr denn nun konkret Naschkatze vor: an wen soll sie bis Schuljahresbeginn welchen Antrag einreichen, um an diese Karten zu kommen? An "den Schulträger" persönlich? Bitte jetzt mal ganz konkret und nicht "irgendwelche Eltern könnten das irgendwie tun".

    Denn ich schreibe es nun zum wiederholten Mal: der Haushalt ist, in meiner Schulart, meiner Kommune so gestrickt, dass man NICHT zu jeder Zeit jedes beliebige Unterrichtsmaterial sofort bestellen kann.

    ...

    Wie ist es bei euch?

    Unterschiedlich, aber eher lose. Ein bisschen Orientierung finde ich nicht verkehrt, zu viel Absprache erleichtert m.E. aber nicht, weil man nicht ständig Kompromisse eingehen will.

    Das Lehrwerksproblem haben wir nicht, weil Lernmittelfreiheit, die Eltern bezahlen also nicht. Aller ings nutze ich zur Zeit auch ein schlechtes Buch, was mindestens 20 Jahre alt ist, weil es eben da ist. Funktioniert auch.

    Ich würde wohl Kompromisse eingehen und das machen, was ich okay finde und dazu kopieren, was m.E. fehlt.

    Es ist ja auch immer ein wenig subjektiv, was man für gut befindet.

    Ja, ich bin super hardcore und korrigiere am 24./25./26. jeweils 40 Aufsätze. Geschenke? Brauch ich nicht. Gebt mir Korrekturen!!!

    Richtig so, der 24.12. ist immerhin kein Feiertag und wer Silvester blaumachen will, muss eben vorher ran ☝️

    WARUM sollen sich die Eltern nicht beschweren sollen?
    ...

    Dürfen sie, haben sie auch?

    Hier geht es doch die ganze Zeit um Unterrichtsmaterial und nicht um marode Gebäude oder Dreck am Boden. Natürlich könnt ihr gerne alle eure Eltern in die Spur schicken, macht doch einfach. Das ändert aber nichts daran, dass viele Lehrkräfte zu Schuljahresbeginn erst erfahren, welche Fächer und Klassen sie haben und dann nicht an das kommen, was sie gerne hätten und daher entweder a) ohne leben müssen oder b) es selbst herstellen oder erwerben. Sonst haben sie es schlicht und ergreifend nicht.

    Ich verstehe unter Weihnachtszeit den Zeitraum 24. bis 26. Dezember.

    Kairos schrieb, dass er/sie 120 Aufsätze "um die Weihnachtszeit herum" korrigieren musste. Dass damit nicht die beiden Feiertage, sondern die ganzen Ferien gemeint waren, ist nicht allzu schwer nachzuvollziehen?

    Es gibt in NDS keine Lernmittelfreiheit. Das Land zahlt diesbezüglich gar nichts. Das dürfen schön die Eltern erledigen.


    Unabhängig davon Quittengelee : Ich lese die weiteren Ausführungen von Tom123 vor allem als Sarkasmus und nicht als ernstgemeinte Ratschläge. Daher gibt es auch keinen Grund, darauf schnippisch zu reagieren. Denn im Kern hat er mit einer Grundaussage Recht: es kann nicht sein, dass Landesbedienstete dafür einspringen müssen, dass die kommunalen Träger ihre Aufgabe nicht hinreichend erfüllen.

    Es ist schon ein bisschen lächerlich, Kolleginnen vorzuschlagen, sie sollten doch gleich Kloputzen, weil sie sich für ein Gerät in ihrem Fach stark machen.

    Ebenso albern ist es, vorzuschlagen , dass Eltern sich doch irgendwo beschweren könnten, weil Frau Nachkatze kein Anlautposter hat.

    Manches ist einfach so realitätsfremd, dass es auch nicht witzig oder gar sarkastisch wäre.

    Tische schleppen bedeutet, dass Du ehrenamtlich Dinge machst, die nicht deine Aufgabe sind.

    Ich habe ein paar Vorschläge:
    Du könntest nach dem Unterricht die Schule putzen. Für das gesparte Geld könnte man dringend benötigte Lehrmittel anschaffen.
    Du könntest die Sekretärin ersetzen.
    Du kannst in den Ferien die Urlaubsvertretung für den Hausmeister geben. Ich meine eigentlich machst Du es sowieso schon.
    Wie sieht es dann handwerklich aus? Klassenräume streichen sollte wohl kein Problem sein. Aber könntest Du auch die Toiletten sanieren?
    Achja, die Schülerbeförderung kosten auch echt viel Geld. Könntest Du vor und nach deinem Unterricht eben ein paar Kinder mit deinem Privatwagen nach Hause bringen bzw. abholen? Das würde echt viel Geld sparen.

    Frag doch noch mal selbst, warum jemand "persönlich" aka schnippisch dir gegenüber wird.

    Hat dieser persönliche Angriffe irgendwelche Hintergründe? ...

    ...das "glaube mir" hat mich genervt, das hat was Gönnerhaftes.

    Zum zweiten Teil:

    Zitat

    Bei kleineren Anschaffungen hat sich bisher immer eine Lösung gefunden. Da reden wir natürlich nicht von größeren Beträgen sondern mal 10.000 € für X oder Y. Und natürlich auch nicht ständig. Aber diese Arbeit gehört für mich auch zur Aufgabe von Schulleitung.

    Für 10.000€ würden wir niemals auch nur irgendwas bekommen.

    In der Frage ging es aber um etwas anderes, nämlich um Ausstattung für den Unterricht wie Bildkarten und Poster und dafür gibt's keine "Handkasse" oder sowas. Bei uns wird einmal im Jahr der Haushalt verteilt und dann, nur dann kann man für ein Fach das zugeteilte Geld ausgeben. Also vielleicht im Mai und ob dann der Zahlenstrahl gekauft wird, den ich schon im September des Vorjahres gebraucht hätte, oder das Kamishibai entscheidet Frau Müller-Lüdenscheid.

    In Baden-Württemberg habe ich es unterschiedlich erlebt.

    Meine vorherige Schule erhielt einen relativ kleinen Etat nur für Verwaltungshaushalt (unter 420 Euro pro Teil), Anschaffungen darüber (Vermögenshaushalt) mussten beim Gemeinderat beantrag werden (Vorteil, gut begründet, erhielt ich alles, neue Chemikalienschränke und Laborspülmaschine benötigten allerdings viel Diskussion und Jahre).

    An meiner jetzigen Schule erhalten wir mehr, es muss aber alles bezahlt werden. Dazu treffen wir Fachvertreter uns einmal im Jahr mit der SL, verteilen die Gelder, ich kann dann für die Chemie frei entscheiden. Wenn dann aber die Laborspülmaschine ersetzt werden muss, wird es problematisch. Dann muss die Schule z. B. auf Austausch von Schülertischen und Stühle verzichten.

    Du sagst es doch selbst, Kris24 , an der alten Schule hast du alles bekommen, was du beantragt hast und an der neuen ist es noch besser ^^

    Mich hat vor Jahren schon eine Freundin aus dem Schwarzwald gefragt, warum ich nicht einfach sage, was ich brauche, sondern für (damals Werken) alles selbst kaufe. Damals wurde ich entrüstet von der sachsen-anhaltinischen Sekretärin angesehen: ich hatte gewagt zu fragen, ob für jedes Kind der Förderschulklasse eine Schürze zum Bedrucken erschwinglich wäre. Entrüstet war sie, weil sie das für egoistisch hielt: So persönliche Sachen für jedes Kind war der im Sozialismus Aufgewachsenen zu individualistisch...

    Aber das nur als Anekdote, die regionalen Unterschiede sind einfach enorm. Mannheim mag da auch anders aufgestellt sein als, let me google, Walldorf. Aber dass Baden-Württemberg wiederum tendenziell anders aufgestellt ist als Sachsen, wirst du nicht bestreiten wollen?

    PS: Ich will aber nicht ausschließen, dass das bei den einzelnen Schulträgern auch unterschiedlich gehandhabt wird. ...

    Eben. In Baden-Württemberg scheint mir zum Beispiel extrem viel Geld zur freien Verfügung vorhanden zu sein, im Osten ist das definitiv nicht so.

    Dann soll die Elternvertretung zur Schulleitung und zum Schulträger marschieren. Oder zur Presse gehen. Glaube mir. Plötzlich geht es ganz schnell.

    Klar, weil du es schon oft so gemacht und daher tolle Erfahrungen gesammelt hast. Nie musstest du irgendwas kaufen, um überhaupt Unterricht machen zu können.

    Ist es möglich, dass du kaum noch unterrichtest und wenn, dir nur ausgesuchte Fächer und Klassenstufen zuschusterst?

    Erstaunlich finde ich, dass immer Lehrkräften vorgeworfen wird, sie seien besserwisserisch. Eigentlich erlebe ich es vor allem von Quereinsteigenden, dass sie sich für was Besseres halten, mit allen Wassern gewaschen, nah an der Realität, die verstehenderen Schülerversteher, kurz: die besseren Lehrkräfte.

    Mononoke , bring gerne deiner Erfahrungen aus anderen Arbeitsverhältnissen ein, vielleicht geht's aber das nächste Mal ohne vorangestellten ihr-seid-ja-alle-so-naiv-Kommentar?

    Zu den einzelnen Punkten:

    ...Freie Wirtschaft / Business Development
    Dort war Zeiterfassung über eine App Pflicht. Homeoffice war nicht vorgesehen, ...

    1. Selbstständige Tätigkeit
      Als Selbstständige habe ich irgendwann angefangen, meine Arbeitszeit sehr genau zu erfassen – einfach um einen besseren Überblick zu bekommen. Und ich war ehrlich überrascht, wie viel mehr ich gearbeitet habe, als es sich subjektiv angefühlt hat. ...


    2. NGO / gemeinnützige Organisation
      ... Gleichzeitig wurde aber auch ein gewisses Maß an „freiwilligem“ Engagement erwartet – ...
    3. Öffentlicher Dienst
      ... Die Arbeit erscheint mir im Vergleich zu vorherigen Stationen am ineffizientesten. Viele Gespräche auf dem Gang, ausgedehntes Kaffeetrinken – ...

    ...

    0. Im Lehrerberuf findet die halbe Arbeit im Home-Office statt, Betrieb mit Anwesenheitspflicht also nicht vergleichbar

    1. Eben, und da hast du halt auch Aufgaben getrackt, die dir Freude gemacht haben. Genau das ist der Diskussionspunkt bei Lehrkräften: sind Tätigkeiten, die sich hinziehen aber Spaß machen auch Arbeit? Oder vermeidbares Tamtam?

    2. Na dann...

    3. Das Problem besteht bei Lehrkräften nicht, da alle pünktlich im Unterricht stehen müssen.

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