Beiträge von Quittengelee

    Dass Alkohol auf Schulfahrten in BW laut Schulgesetz rechtlich verboten ist, stimmt nicht!

    Es gibt Schulen, die ein solches Verbot in ihrer Schulordnung haben, unsere hat das nicht. Auf Schulfesten wird bei uns auch Alkohol verkauft und von Lehrern, Eltern und Schülern konsumiert (natürlich im Rahmen des Jugendschutzgesetzes)

    Mein Kollege hat es letztes Jahr auch so gemacht und es war 100 Mal besser als das Jahr davor, wo es verboten war und dann erst recht eskalierte.

    Na denn, offenbar bist du dir deiner Sache ja sicher.

    Hier gibt es übrigens schon massig Threads zum Thema, wenn du die Suchfunktion bemühen möchtest.

    ...

    Die von dir genannte kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten findet im Religionsunterricht statt, aber nur eingeschränkt, zumindest wenn man sich an die Bildungspläne hält.

    Es scheint mir auch ein Unterschied zu sein, ob man als Christ auch mal eher folkloristisch die Feiertage und Grundregeln anderer Religionen anschaut oder ob man Religionen aus wissenschaftlicher Sicht grundsätzlich betrachtet und vergleicht. Nicht dass eine Ethik-Lehrkraft keiner Religion angehören dürfte, aber das Grundverständnis ist doch ein anderes als bei einer Religionslehrkraft oder nicht?

    Ich bin jedenfalls schon überfordert, wenn ich versuche, mich ernsthaft mit dem Buddhismus auseinanderzusetzen. Die Weltsicht ist eine ganz andere. Ich bin definitiv krass christlich geprägt, wenn ich auch noch tiefgläubig wäre, ich wüsste nicht, ob ich einen neutralen Ethikunterricht halten könnte, auch bei bestem Willen.

    Wie soll eine Schulung d.E. aussehen, wenn für dich mit viel Erfahrung diese Erkenntnis geblieben ist?

    ...bin bis heute der Meinung: wenn Messer im Spiel ist dann all in ODER run. ...


    Edit: Salman Rushdies Ärzte haben ihm mal gesagt, er könne von Glück reden, dass der Attentäter keine Ahnung von Messern gehabt habe, sonst wäre er nicht mehr am Leben.

    Das bedeutet, selbst wenn man keine Ahnung von Messern hat und zusticht, bringt man der Person in Sekundenschnelle die schlimmsten Verletzungen bei (quer durch den Darm, Auge weg etc.). Ich frage mich, wie man sich da noch groß verteidigen soll.

    Warum?

    Weil man nur Religionslehrer werden kann, wenn man sich zu Glauben und Kirche bekennt.

    "Die Lehrkraft selbst verpflichtet sich in der persönlichen Erklärung dazu, dass sie bereit ist, den Religionsunterricht im Rahmen des schulischen Bildungsauftrags in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche glaubwürdig zu erteilen sowie ein Zeugnis christlichen Lebens in Schule und Unterricht zu geben."

    Kann man das nur für den Religionsunterricht an und ausschalten?

    Das hat überhaupt nichts mit meinem Beitrag zu tun. Wenn du es aber nicht aushältst, über Ethikunterricht zu sprechen, lassen wir es.

    Wo nimmst du "mehr Neutralität" her? Wonach bemisst die sich? Du lässt halt dann den lieben Gott irgendwie weg, wenn du über das Lebensende sprichst?

    Ethik ist ein Teilgebiet der Philosophie. Nach meinem Verständnis ist die Herangehensweise eine komplett andere als die eines Pfarrers, der -zumindest zu meiner Zeit- Religion unterrichten durfte. Und mir ist klar, dass Pfarrer sehr viel wissen, Theologie ist ein komplexes Studium. Trotzdem wird die Herangehensweise immer von christlichem Weltbild geprägt sein.

    In Sachsen war es bislang verboten, Ethik fachfremd zu unterrichten. Das würde aufgeweicht wegen Lehrkräftemangel. Ich überlege gerade, ob es nicht explizit für Religionslehrkräfte untersagt sein sollte, fachfremd Ethik zu unterrichten.

    Das kann von ernstgemeinter Ermunterung über verzweifelte Suche nach Kandidaten bis hin zu vergiftetem Lob wirklich so ziemlich alles sein. Aber das kann man bestenfalls bei Kenntnis der beteiligten Personen beurteilen, im Forum leider eher nicht.

    Nach meinem Eindruck hatte der/die TE sich eher gefreut, weil er oder sie vorher nie darüber nachgedacht hatte.

    Die Zweifel haben eher wir gehegt. Ich möchte jedenfalls von jemandem vertreten werden, der nicht mit der Schulleitung allzu dicke befreundet ist, damit Anfragen nicht vorher schon abgewägt werden, ob man diese weiterleiten möchte.

    Wie ist das eigentlich bei euch, so in die Runde gefragt. Schafft euer PR es, Informationen einzuholen oder Probleme bei der SL anzusprechen, auch wenn er/sie persönlich findet, dass das kein Problem ist oder gar zufrieden mit der Situation ist?

    Es ging etwa darum, dass ein SL zum Kollegen gesagt hat, er sei doch prädestiniert für die Personalratsarbeit. Ob das als Lob zu verstehen ist, weil man so diplomatisch etc. ist, ob es als Kritik gemeint sein könnte (nach dem Motto "na einer mit Ihrer Streitlust wäre ja ein toller Gewerkschafter") oder ob es irgendwie ganz grundsätzlich nicht eher ein seltsames Ansinnen einer Schulleitung ist, sich in die PR-Wahlen überhaupt einzumischen, blieb offen.

    Es ist nervig, unsere Beihilfestelle ist z.B. nach wie vor nur postalisch zu erreichen...

    Trotzdem ist es Jammern auf hohem Niveau, insbesondere, wenn man nur mal ne Zahnspange braucht. Ich finde, dass man sich das ab und an ins Bewusstsein rufen sollte.

    Sowieso, wenn die Kinder gesund sind. Aber auch die gesundheitliche Versorgung, die Deutschland bietet und dass Rechnungen zu überweisen die größte Anstrengung bedeutet, um an Leistungen zu kommen.

    Edit: ich sitze ca. 2 Stunden im Monat an den Abrechnungen.

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