Beiträge von Quittengelee

    hm... doch... ?!

    Naja, ohne das Geld zöge 'man' nicht dahin. Aber:

    Genau das, was Du schreibst, ist problematisch. Aber tatsächlich aus anderer Perspektive. Wer macht das denn bitteschön so wie von Dir beschrieben? Wenn es all diese Dinge braucht, um in der Pampa zu unterrichten, dann würde ich trotz des Geldes darauf verzichten. Ich verkaufe Lebenszeit und -qualität, die in keinem Verhältnis zu den paar Kröten steht, die ich dafür erhalte.

    Was wäre die Alternative?

    Ich meinte: die Leute haben nicht vor, dort zu bleiben um des Geldes Willen, sondern nehmen für die Ausbildung und ein, zwei Dienstjahre den Kaffstatus in Kauf, da scheint die Prämie für viele eine angemessene Entschädigung.

    Ich hatte den Artikel so verstanden, dass sie erst kurz vor Dienstantritt informiert wurden. Aber Seph schrieb, dass der Sachverhalt schon länger bekannt sein muss.

    Davon abgesehen finde ich das Erwarten der Prämie, die mir versprochen wurde, überhaupt nicht komisch. Warum auch? Die Stellen sind begrenzt in den beliebten Städten. Natürlich zieht niemand extra für 1200€ ins hässliche Kaff. Aber es ist offenbar für manche ein Anreiz, im Gegensatz zu den Alternativen (Wegzug, Warteschleife auf Vertretungsstellen) und der Kultusminister i.V. braucht die Leute ja.

    Problematisch finde ich Aussagen wie "das Geld habe ich bereits eingeplant." Da frage ich mich, wie das die LehramtsanwärterInnen in den Jahrzehnten zuvor hinbekommen haben?

    ...

    Entweder durchgehalten mit Aussicht auf Versetzung oder gleich in Sachsen-Anhalt verbeamten lassen und von Leipzig pendeln oder nach Berlin ziehen und dort Ref machen.

    Ich kenne sogar junge Kolleginnen, die sich gar nicht verbeamten lassen, um flexibler und unabhängiger zu sein.

    Es gibt halt Regionen, wo insbesondere junge Menschen nicht wohnen wollen. Wenn sie sich dann für eine Zulage breitquatschen lassen und sich damit etwa ein Auto zum Pendeln oder eine kleine Zweitwohnung leisten wollen, nach oder kurz vor Antritt der Stelle so zu hintergehen, das ist einfach arschig.

    Zumal, zumindest in Sachsen, in Thüringen weiß ich es nicht, der Kultusminister und andere Zuständige sich im letzten Durchgang schon übel ggü den Anwärter*innen geäußert haben. Sie persönlich angegangen sind, sie könnten ja in andere Bundesländer gehen, wenn es ihnen in Sachsen nicht passe, es gebe halt nicht nur Leipzig und Dresden und die armen Kinder in der Lausitz bekämen kaum Unterricht und die armen Kolleginnen erst... Anstatt, dass die Infrastruktur ausgebaut wird etc. . ...

    Letztlich sind wir da alle in einem Boot. In einem funktionierenden Kollegium versucht man Lösungen zu finden und allen entgegenzukommen. Da stellt sich durchaus die Frage, was man erwarten kann/soll und was nicht.

    Ist doch okay, du kannst es ja aus deiner Perspektive als planende Person sagen.

    Aber wenn 95% unserer Eltern das Schulausfallproblem lösen, dann sollten es auch die Lehrkräfte hinbekommen.

    Aber meinst du, es geht auch ohne Klugscheißen?

    Vielen Dank für eure vielen Antworten. Ich werde nächste Woche nochmal das Gespräch suchen und der SL mitteilen, dass ich den zuständigen Fachberater gern kontaktieren möchte. Sollte sie dem nicht zustimmen, gebe ich schriftlich per mail an, dass ich den Brenner und die Chemikalien nicht nutzen werde, da zu riskant ohne Kenntnisse. Ich glaube, sie weiß gar nicht, dass ich da wirklich völlig fachfremd bin und denkt, dass ich ein halbes Chemie-Studium hinter mir habe. Sollte es ganz arg werden, kann ich immer noch kündigen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut einsteigen (besser als gekündigt zu werden).

    Nochmal dazu: Kündigen ist mitnichten vonnöten. Die Schulleitung kann in deine Akte gucken oder du sagst ganz in Ruhe, mit welchen Fächern und welcher Erfahrung du dich beworben hast. Bislang ist Chemie an dieser Schule ausgefallen und alles was den SuS Grundkenntnisse und eine Note im Zeugnis einbringt, ist gut. Sie hat kein Interesse daran, dich loszuwerden.

    Du hast nie behauptet, ein abgeschlossenes Chemiestudium und einschlägige Erfahrung zu haben, daher kann auch niemand davon ausgehen oder dich deswgen kündigen.

    Guck dir die Lehrplanthemen an, damit du souverän sagen kannst, womit du beginnst, bis die Gasanlage geprüft ist.

    Und: die SL hat auch ein Interesse an Sicherheit, da sie die letzte Verantwortung trägt, selbst wenn sie dir den Auftrag erteilen sollte.

    Nachtrag: Bei SuS mit impulsivem Verhalten, die da sogar etwas diagnostiziert bekommen haben und Förderschwerpunkte haben, würde ich eh keine Schülerversuche mit Brennern oder Wasserkochern machen.


    1. Unbedingt!!

    Mach zunächst nur Theorie und suche dir die einfachen Themen für den Anfang raus. Du musst erst schauen, wie du mit der Gruppe klarkommst, es kann sonst wirklich gefährlich werden. Solange du die Lehrplanthemen einhältst, machst du alles richtig, wie du unterrichtest, ist dir überlassen. Also auch ohne Gas darfst du unterrichten, das würde ich dem SL zunächst nicht unter die Nase reiben.

    2. Die Fachberater kannst du einfach so kontaktieren, die sind im Internet zu finden.

    3. Ob du Gefahrstoffbeauftragter werden kannst, weiß ich nicht, wenn nicht (Risu? UK Sachsen?) dann ist es halt so, da gibt's nix zu remonstrieren (Begriff aus dem Beamtenrecht), sondern du gibst das so weiter und unterschreibst nichts dergleichen. Wenn der Schulleiter dich beauftragen darf, liest du dich ein und beantragst die entsprechende Fortbildung der UK Sachsen.

    Rechtlich ist doch das eine, was im Alltag dann gut funktioniert das andere.

    Mich nervt's, dass "Außenstehende" ihre Gefühle und Vermutungen in selbst so bezeichnete "doofe Fragen" kleiden.

    Andere Eltern haben die Oma um die Ecke wohnen, können im Homeoffice arbeiten oder ihre Schichten tauschen. Ist auch völlig egal, die TE wollte wissen, wie es rechtlich aussieht und nicht wie der doof Fragende das alles lösen würde, wenn er Kinder hätte. Macht euch doch ein paar Kinder und berichtet dann von euren Erfahrungen.

    Der Elternteil, der krank ist, arbeitet 50%, der gesunde ist Vollzeit unterwegs. Ob die drei Kinder in der Lage sind, den Haushalt alleine zu schmeißen weißt du nicht und es ist nicht nur keine sachdienliche Antwort, sondern natürlich auch ein Angriff auf eine dir unbekannte Familie.

    Außerdem: Dass man in der PKV bestimmte Sachen nicht bezahlt bekommt, ist grundsätzlich auch für andere nicht irrelevant zu wissen.

    Also die Frage ist ja eigentlich: wozu braucht es den Pseudoanlass des angeblichen gemeinsamen Fastens?

    Wieso kann man, wenn man an der Religion anderer interessiert ist, nicht einfach nachfragen oder sich zu deren Festen einladen lassen?

    Palim , mich verwundert der Beitrag, weil er nichts mit dem Problem zu tun hat, was ich zu beschreiben versuche. Ich weiß, dass Menschen weltweit alles mögliche machen, auch verzichten sie mal bewusst auf irgendwas aus unterschiedlichen Gründen. Ich habe nicht angezweifelt, dass diese Aktionen existieren.

    Das beste Beispiel für das Problem sehen wir doch hier: "Kirche ist Leib Christi". Hast du einen Schimmer, was das für Plattenspieler bedeutet? Ich nicht. Es ist aber ganz offenbar keine Spitzfindigkeit in den Begrifflichkeiten, sondern es geht um fundamentale, ich nenne es mal Glaubens-Wahrheiten. Zu sagen "wir fasten doch alle irgendwie" oder "wir sind doch alle abrahamtisch" wird allen jenen nicht gerecht, die sich da nicht eingemeindet fühlen.

    Oder wie klingt das?:

    Im Heidentum gibt's irgendwas mit Glocken, mit denen man böse Geister und Hexen vertreibt. Lasst uns doch zusammen Glocken läuten, um das Gemeinsame mit dem Christentum zu betonen.

    Ich unterstelle nicht mehr oder weniger als da steht. Du schriebst, es gebe ja auch Klima-Fasten. Du hast diese Beziehung hergestellt, nicht ich.

    Es war auch nur ein Beispiel, ich habe mir diese Fragen schon in dem anderen Thread gestellt und ich bin offenbar nicht die einzige. Einen jüdischen Wissenschaftler habe ich zitiert, ich suche aber gerne weiter Belege für das, was ich offenbar nicht verständlich ausdrücken kann.

    Wer setzt hier Fasten mit einem Livestyle-Event gleich oder würdigt es herab?

    Du, möglicherweise, wenn du sagst, Fasten gebe es überall und hätte ja im Kern dieselbe Bedeutung. Für Moslem XY ist sein Fasten aber was völlig anderes als für den, der Klima-Fasten betreibt.

    Ich halte es für ein Beispiel dafür, dass die christliche Sicht, "wir haben doch ganz viel gemeinsam" und zwar so, wie ich es verstehe, weil ich nicht aus meiner Haut kann" möglicherweise untergräbt, was wir eben NICHT gemeinsam haben. Was die Religionen fundamental unterscheidet. Was die Identität der Personen ausmacht.

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