Beiträge von Quittengelee

    Nach dem 1000. Gespräch derart:

    "DER HAT ABER ZUERST GEHAUEN!" vs. "Wie hast du dich da gefühlt/was könntest du das nächste Mal anders machen?/was wünschst du dir von xy?/bzw. halt jetzt endlich die Klappe, es ist mir scheißegal, wer angefangen hat!"... Nein, das sagt man natürlich nicht.

    Jedenfalls geht mir langsam das Repertoire an Konfliktlösungsmöglichkeiten aus, wenn immer dieselben 3 Hanseln betroffen sind und ich das Gefühl kriege, sie WOLLEN den Ärger. Was macht ihr dann? Mit Boxhandschuhen in eine Kampfarena sperren? Strafarbeit? Schulausschluss? Therapieempfehlung? Any Wörter, die ich noch nicht gesagt habe und die den Durchbruch bringen?

    Hoffe auf schlichterprobte Aufsichtssenioren oder junge, dynamische Schulhofexpertinnen mit neusten Erkenntnissen aus der Psychologie, die mir weiterhelfen können.

    Wie gesagt, auf einer Konferenz wurde das mal nebensächlich erwähnt, daher bin ich davon ausgegangen, dass es so ist. Müsste ja aber für alle gleich geregelt sein und nicht von Schule zu Schule unterschiedlich oder?

    Zumindest von Bundesland zu Bundesland und von GKV zu PKV gibt's manchmal Unterschiede.

    Wir mussten immer ab Tag 1 einen Schein vom Kinderarzt haben. Es sei denn, du hast auch Magen-Darm/Erkältung, dann gibt man das durch, dafür braucht's nicht sofort einen Schein. (Edit: zahnen würde ich dann nicht angeben :zahnluecke: )

    Zum nebensächlich erwähnen: das müsste in einem Protokoll stehen. Schneller hast du aber im Sekretariat angerufen.

    ... (So ein Gespräch führen ja auch Personen, die sich damit auskennen.)

    Welche Personen sollen das sein? Es geht hier die ganze Zeit darum, dass ganz offenbar niemand so recht weiß, wie zu verfahren ist. Der einzige Schluss war bislang: an die Schulleitung weiterreichen und die ist kein*e Ärzt*in.

    Wäre ich betroffen, würde ich sagen "Danke für euer offenes Auge. Es war unnötig, aber gut dass du auf deine Mitmenschen so aufpasst. ... ." Finde es richtig, wenn Menschen auf ihre Mitmenschen aufpassen und sich Gedanken machen.

    Sorry, aber die Naivität nehme ich dir nicht ab.

    Reden wir möglicherweise über verschiedene Gremien? Der Bezirkspersonalrat ist ja nicht an der Schule, der TE aber schon.

    ...wenn der Fall so allgemein dem BPR vorgetragen wird, kann der kaum von der Ferne (es sei denn ein BPR Mitglied arbeitet zufällig an dieser Schule) entscheiden, ob die Beschwerde berechtigt ist. ...

    Dementsprechend würde ich den anfragenden Kollegen dahingehend beraten, dass er sich mit seinem SL austauscht. Erst wenn dann gesagt wird, dass der SL konkrete Erkenntnisse hat, aber nicht reagiert, dann könnten wir auf die Dienststelle einwirken um beim SL nachzufragen.

    Ansonsten schreibst du, dass sich der Kollege d.E. an die Schulleitung wenden soll und das hat er gemacht.

    Ja, das ist Hörensagen - aber dem Kollegen, der sich Sorgen macht und das meldet, deswegen zu sagen dass er sich nicht weiter darum kümmern solle, ist zu kurzgefasst und zu kurzgedacht.

    Kommt darauf an, wenn es nicht Job des PR ist, sich darum zu kümmern, wäre es angemessen zu sagen: es ist nicht Job des PRs, sich darum zu kümmern, außer:

    ...Wenn der [Schulleiter] seinen Job machen würde und ein Verfahren gemäß der Dienstvereinbarung Sucht in die Wege leiten würde, wäre der PR beteiligt und zwar in der Regel als Vertrauensperson zur Begleitung des betroffenen Kollegen. Das beißt sich massiv damit, wenn man das Verfahren selber ausgelöst hat...

    Edit: die Suchtberatungsstelle könnte man übrigens auch seinen Kollegen und Kolleginnen empfehlen, die sich Sorgen machen und fragen, was man tun solle.

    Ich finde es übrigens interessant, dass es immer noch so zu sein scheint, dass Alkoholismus mit dem Peinlichkeitsding behaftet ist. Oder wäre es auch üble Nachrede, wenn sich jemand fragt, ob der Kollege irgend eine andere, orthopädische oder neurologische Erkrankung hat?

    Das sehe ich auch so. Aber der Tonfall nervt mich mehr als die Trolle. Trolle kann man melden und ignorieren, und gut ist.

    Übrigens bist du, was die allgemein nicht angemessenen Umgangsformen einiger User*innen angeht, nicht vorrangig gemeint.

    Ich weise dich das nächste Mal darauf hin, wenn du dich im Ton vergreifst. Du machst dich nämlich selbst regelmäßig über andere lustig, meinst aber offenbar, anderen überlegen zu sein und diese so ganz allgemein im Rundumschlag korrigieren zu müssen. Wenn es Humblebee nicht war, deren Äußerung dich gestört hat, sprich doch das nächste Mal die Person an, deren Tonfall dir nicht gepasst hat.

    Ich verstehe noch nicht, was du von uns erwartest. Entweder du hast ein Problem, weil du nicht weißt, wie du mit alkoholabhängigen Kollegen umgehen solltest, dann lass dich in der Suchtstelle beraten.

    Oder du hast kein Problem, weil du als PR damit nichts zu tun hast und selbst keine besorgniserregende Situation beobachtet hast, dann brauchst du dir keine Gedanken weiter machen.

    In jedem Falle würde ich mit der Person selbst sprechen. Das und jenes wird erzählt, die und die Sorgen mache ich mir (persönlich, als Nicolas oder als Kollege oder als Personalrat oder als Vater) denn selbst wenn dir der Gesundheitszustand egal wäre, äußerst du Sicherheitsbedenken bzgl. Klassenfahrten usw.

    Auch wenn ich mich an den Chef oder die Chefin wende, sage ich der Person vorher Bescheid.

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