Beiträge von Quittengelee

    Im Moment ist der Mangel noch so groß, dass du an einer Oberschule eine Stelle finden würdest. Was in ein paar Jahren ist, weiß natürlich niemand, aber ich verstehe nicht so ganz, warum du jetzt andere Fächer für eine andere Schulart studieren willst? Geht's dir wirklich um Einstellungschancen? Dann würde ich lieber das, was ich mache gut machen. Oder geht's um generelle Unzufriedenheit?

    Die Welt hat mehr zu bieten als Ost- und Nordsee sowie Mittelmeer, nur werden dies nur die wenigsten Lehrer dir bestätigen, weil sie in ihrer Selbstverliebtheit nie aus Europa raus gekommen sind. Sie wissen halt nicht was sie alles in ihrem Leben verpassen.

    Meine jungen Kollegen jetten in der Weltgeschichte rum, dass es zum Weinen ist. Die beschissene Fliegerei macht den wunderschönen Planeten, den du bereisen willst, kaputt, falls du noch nie was davon gehört haben solltest.

    Nee, man muss nicht im Frühjahr für 10 Tage nach Asien und im Herbst eine Woche nach Südamerika fliegen, nur um sich für weltgewandt zu halten. Wer wirklich in eine Region, in eine Kultur eintauchen möchte, möge bitte ein halbes Jahr dort bewusst verbringen und nicht die Korallenriffe kaputtschnorcheln und den einheimischen das Trinkwasser entziehen.

    Wer Tourismus immer noch für was Fortschrittliches hält, ist selbst in den 60ern hängen geblieben.

    Dafür bräuchte es eine Materialdatenbank

    War nur ein Beispiel. Klick mal auf den Beitrag in "Englisch" und sage mir, wer damit Unterricht vorbereiten soll.

    Es ist bestimmt gut gemeint, aber wie gesagt, jeder ist doch recht spezifisch unterwegs in seiner Schulart und seinem Fach. SteffenW , was ist denn das Ziel? Wieso machst du die Sammlung nicht für deine Fächer gezielter? Dann kannst du auch beurteilen, was didaktisch empfehlenswert ist und es wäre für bestimmte Kolleg*innen ein wirklicher Mehrwert.

    ...Der Konsens war leider oft, dass das klassische Lehramtsstudium veraltet ist und nicht wirklich auf den Unterricht vorbereitet.
    ...

    Das halte ich so pauschal für falsch und dass du mit einem anderen Studiengang besser vorbereitet wärest auf den Unterricht, ist noch weniger plausibel. Ist aber auch egal, dafür bist du ja nicht verantwortlich.

    Viel Erfolg in jedem Falle, die Ausbildung geht zwei Jahre, da wird man hoffentlich gut eingearbeitet. Kannst ja mal berichten, wie es so läuft :wink2:

    ...

    Der Weg über die Schwerbehindertenvertretung scheint der Richtige zu sein.

    Kann der richtige sein, wenn es klappt. Ich drücke dir die Daumen.

    Aber das:

    ...

    Ich und viele andere der 140 Kolleginnen und Kollegen, von denen ca 30 Pendelfahrten machen, wollen keinen Krieg mit der SL anzetteln indem sie sagen: ich mach das nicht!

    Der Stundenplan bei 1300 SuS und 140 Lehrkräften ist nicht so zu basteln, dass man immer genug Zeit zum Pendeln hat.

    Ich persönlich habe einmal zur dritten Stunde, 4 Nachmittage.

    Trotzdem muss ich dann die 10-11 km pendeln pro Weg, wenn ich keine Springstunde habe.

    ...ist ja wohl armselig. Weil keiner Lust auf Konflikte hat, bleibt alles wie es ist? Warum ist es nicht möglich, die Stundenpläne der Schulen aufeinander abzustimmen, so dass man tageweise hier oder dort ist? Warum muss man auch noch Pausenaufsichten schieben, wenn man pendelt, warum gibt es keine Hohlstunden am Pendeltag oder Abminderung etc.pp. Dass es keinen ÖPNV gibt, ist doch keine Entschuldigung für die Organisation. Die du verteidigst, aber gleichzeitig nicht mittragen willst.

    Bei häufigem, unentschuldigtem Fehlen ist eine Attestpflicht angebracht. Das ist doch an so ziemlich allen Schulen Tagesgeschäft.

    Das wird doch bei euch ebenfalls gang und gäbe sein? Dann sammelt er halt die unentschuldigten Fehlstunden mit allen Konsequenzen, bis hin zur Entlassung von der Schule (oder Bußgeldverfahren, je nachdem).

    So sieht's aus. Und ich wundere mich auch über das Googeln von Verkehrsstaus, wenn ein Schüler noch zu keiner einzigen Stunde pünktlich war. Warum sollte man da jeder Geschichte hinterherrecherchieren?

    Hallo, ich finde die Sammlung viel zu unspezifisch. Wenn ich auf die Suche nach Seiten gehe, brauche ich zum Beispiel konkrete Fördervorschläge im Bereich der phonematischen Bewusstheit oder gute Übungen für den Aufbau des Symmetrieverständnisses. Habe jetzt aber kein Interesse daran, das alles nochmal rauszusuchen, damit andere es in eine Seite einpflegen, googlen ist einfach die schnellste Variante.

    Gibt auch Länder mit Lernmittelfreiheit.

    Sachsen zum Beispiel ist so ein Land. Workbook wird gestellt oder es gibt keins.

    Ändert aber nichts an der Tatsache, dass Workbooks hilfreiche Arbeitsmittel sein können. Ich denke, den meisten Eltern ist das Workbook auch deswegen lieb, weil sie sehen wollen, was das Kind macht und kann. Jegliche Freiarbeit und sonstige Methoden in der Schule bleiben den Eltern nämlich verborgen.

    Haben andere Kolleg*innen kein Interesse an einer Änderung? Man muss sich nicht krank machen lassen. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, eine Überlastungsanzeige zu schreiben, sodass Abhilfe geschaffen werden muss.

    Die Unfähigkeit von Vorgesetzten sollte man nicht auf seinem Rücken unendlich abreiten lassen.

    Die Frage muss lauten: Gibt es hier jemanden, dem es nicht so ging ;)

    Nein, das ist nicht die Frage. Der/die TE schrieb:

    ..., dass mein Gehirn denkt "Dieses Thema/diese Hürde ist jetzt endgültig die Stufe, an der du entlarvt wirst ald jemand, der hier nicht hingehört". Das macht einfach alles schwer!

    Ich glaube, der Perfektionismus ist wirklich ein großes Thema. Ich möchte keine Fehler machen und den SuS nicht schaden...

    Das sind nunmal Symptome mit krankheitswert. Panikattacken sind aber zum Glück gut behandelbar und kein Grund, an seiner Berufswahl zu zweifeln.

    Du vermischst Sozialverhalten mit Leistung. Einer der alles weiß und schlecht gelaunt ist, weiß trotzdem alles. Er muss es halt parat haben, wenn du danach fragst, aber du kannst nicht "mangelhaft" für schlechte Laune geben. Oder gibst du umgekehrt für brave Kinder, die nichts wissen 1en? Wäre wenigstens konsequent.

    Ja, ich weiß dass das übertrieben formuliert ist, genauso wie

    ... (und auch hier im Forum) sehr viel Durchschleifmentalität verbreitet.

    Es ist wichtig, angehenden Lehrkräften in Seminaren Leistungsbewertung beizubringen. Das passiert im Fach- und im Schulrechtsseminar, mit Pädagogik hat das nur entfernt zu tun.

    Da hilft nur eine Therapie und ggf. Medikation zur Überbrückung. Wenn du keine Zeit für Therapie hast, geh zum Arzt, SSRI brauchen eine Weile, bis sie wirken, ich würde bald einen Termin ausmachen.

    Ich glaube, der Perfektionismus ist wirklich ein großes Thema. Ich möchte keine Fehler machen und den SuS nicht schaden. Das Paradoxe ist ja auch, dass ich dank der Angst gar nicht in der Lage bin ansatzweise "perfekt" zu sein.

    Das Paradoxe an Perfektionismus ist, dass man findet, nichts gut genug zu machen, genau das ist das Wesen des Perfektionismus :P

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