Beiträge von Quittengelee

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    Ich verstehe auch nicht was die Beilage Rotkraut besser macht als die Beilage Kartoffelsalat? Rotkraut lässt sich vorbereiten, warmer Kartoffelsalat nicht.

    Geht mir genauso. Man Rotkraut aus dem Glas warm machen, dazu Klöße aus fertigem Teig erhitzen, fertig ist die billigste Beilage.

    Nachvollziehen kann ich, wenn Leute alles selbst machen, weil es dann besser schmeckt und weil sie Freude am Kochen haben. Mir fällt aber kein Essen ein, das man niemandem zumuten kann. Höchstens die Gans dem Veganer.

    Ich will jetzt nicht gemein sein, aber glaubt hier irgendwer ernsthaft, dass ein heutiger LK Schüler mathematisch besser kommunizieren kann, als jemand der vor 30, 50 oder 70 Jahren Abitur gemacht hat? Wir haben noch alte Klausuren hier in der Schule liegen, das ist sowohl von der Fachwissenschaft, als auch von den kommunikativen Anforderungen her heute nicht mehr möglich solche Klausuren zu stellen. (Hat sicher auch was mit dem Zentralabitur zu tun, das hat halt jeglichen Tiefgang gekillt)

    Zentralabitur war früher immer DAS Kriterium für hohen Standard. Baden-Württemberg und Bayern haben sich stets damit gerühmt, Abiturient*innen seien im letzten Jahr vorm Abschluss nach Hessen umgezogen, so das Gerücht.

    Juhu, du duldest und bejubelst renitentes, rebellisches Verhalten, das die Lernbedingungen aller anderen beeinträchtigt (Störung des Unterrichts). MMn. eine sehr naive Auffassung von Mündigkeit.

    Du fängst schon wieder an. An welcher Stelle hat s3g4 irgendwas bejubelt, geschweige denn renitentes Verhalten, das andere stört? Zitiere doch bitte mal ein einziges Beispiel.

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    Es hieß bei mir im Seminar einmal, dass Lesestunde etwas schwerer sind oder "unpassender" für die Lehrprobe, da man den Lernzuwachs nicht sooo gut erkennen kann. ..

    Grundsätzlich sollte man auf die Tips vom Seminar hören, die machen die Noten. Allerdings hat Bilderbuchbetrachtung genau wie jedes andere Thema Lernziele, du machst es ja nicht einfach nur so aus dem hohlen Bauch.

    Deswegen würde ich auch wegkommen vom "was wäre möglicherweise hübsch anzusehen für andere in drei Monaten", was dich immer in der Schwebe halten wird, weil du dich nicht festlegen kannst. Und stattdessen zum konkreten Planen kommen: Sobald du anfängst, Sachanalysen zu verfassen und Lernausgangslagen der Kinder zu ermitteln, sobald wirst du auch überprüfbare Lernziele finden.

    Musstet ihr eigentlich nicht schon eine grobe Jahresübersicht erstellen?

    Doch, ständiges Umhergerenne, Türen öffnen / schließen stört bei der Konzentration in Arbeitsphasen, zumindest in fachlich anspruchsvollerem Unterricht. Begreift und gestaltet man den eigenen Unterricht als vollkommen austauschbares Fun-Event, kann das natürlich anders sein.

    Außerdem steht dahinter natürlich auch noch die Frage nach der Aufsicht. Wenn sich SuS verschiedener Kurse oder Klassen sich vorab besprechen / verabreden, um zu einem bestimmten Zeitpunkt im Unterricht auf Toilette zu gehen und dort Quatsch zu machen, hat man unter Umständen ein Problem, wenn dann dort etwas passiert.

    Ständiges "Auf Toilette rennen" wird den SuS spätestens in der Ausbildung oder im Berufsleben auf die Füße fallen, Stichwort Nutzung von Pausen, Arbeitszeitbetrug etc., daher ist es für mich sehr verwunderlich, wie ein Kollege an einer beruflichen Schule wie du, s3g4 , so eine laissez-faire - Einstellung zur Schau stellt. Und doch, ein zivilisierter Mensch hat eine gewisse Kontrolle über die meisten Körperfunktionen, ansonsten stelle ich mir deinen Unterricht recht amüsant vor, wenn alle pinkeln, pupsen, rülpsen, wie sie wollen, denn es ist ja unmöglich, das zu kontrollieren – denkt man deine Argumentation mal zu Ende...

    Wieso übertreibst du eigentlich so maßlos? Bei allen Kolleginnen und Kollegen die sich hier unterhalten funktioniert der Unterricht. Nur bei dir braucht es offenbar scharfe Regelungen mit komplettem Verbot von Grundbedürfnissen. Deine SuS dürfen offenbar weder trinken noch aufs Klo gehen, normal ist das nicht. Das ist auch in keinem Beruf, Ausbildung oder Studium normal, für die du dich offenbar auch noch verantwortlich fühlst.

    Kompetenzen waren m.E. mal als Idee gedacht, dass jede Lehrkraft selbständiger entscheidet, auf welchem Weg SuS ein Ziel erreichen. Also um am Ende Klasse 2 sinnentnehmend fließend lesen zu können, muss ich die zwei Jahre so einteilen und methodisch gestalten, dass das passiert. Das Problem dabei ist, dass man, insbesondere am Anfang seiner Lehrtätigkeit, mehr Struktur und Klarheit braucht, was "durchschnittliche Kinder wann können müssen".

    Auch deswegen schneiden Bundesländer wie Sachsen und Bayern regelmäßig besser ab in Schulleistungsstudien, weil die Lehrpläne differenziert und schlicht und ergreifend voll mit verpflichtenden Themen und kleineren Lernzielen sind. Das erhöht Druck, berücksichtigt gleichzeitig die "stärkere Mitte".

    Die besonders starken SuS werden dabei aber auch bloß nicht berücksichtigt. Wer schnell denkt und leicht lernt ist auch bei vollem Lehrplan mit viel stupidem Zeug unterfordert/gelangweilt.

    Ich behaupte mal, die "große Mitte" profitiert von ausführlichen Lehrplänen, weil Lehrkräfte sich eher trauen, bestimmte Anforderungen zu stellen.

    Besonders Schwache und besonders Starke profitieren von mehr Freiheit und Individualisierung, was bei Kompetenzlehrplänen eher möglich ist. Denke ich mir, vielleicht liege ich falsch.

    An deiner beruflichen Schule scheinst du wohl nicht mehr viel damit zu tun zu haben. Das sei dir gegönnt. Bemerkenswert, wie du und Quittengelee meinen Fragen ausweicht und gleichzeitig weiter von oben herab kommentiert.

    Ich muss die Fragen überlesen haben. Ob ich eine halbe Flasche, dann einen Liter und schließlich ob ich 2 Liter während einer Aktivität trinke, habe ich für ein gereiztes rhetorisches Stilmittel gehalten.

    Edit: Aber wenn es dich interessiert: Ich trinke etwa 3 Becher Wasser während eines Schulvormittags. Ich muss mich eher daran erinnern, etwas zu trinken, damit es nicht zu wenig ist. Außerdem mag ich abends Kräutertee. Und du?

    Es sind Vorgaben der Schule und der Schulleitung.

    Als ich mal krank war, ist durch den Vertretungsnterricht aufgeflogen, das ich anders als die Parallelkollegen gearbeitet habe. Danach hatte ich ein Gespräch mit der Schulleitung ...

    Alle müssen den gleichen Wochenplan haben, damit der Unterricht im Vertretungsfall auch reibungslos ablaufen kann (weil man notfalls die Parallelkolleginnen fragen kann).

    Alle müssen die gleichen Hausaufgaben aufhaben, damit es für die Hausaufgabenbetreuung leichter ist.

    Das geht rechtlich eigentlich nicht, m.W. in keinem Bundesland. Ist die Frage, ob du Energie und Mut hast, dagegen vorzugehen. Hast du "Verbündete" in dieser Problematik?

    Und wie würdest du das machen? Das Problem ist m.E. eher, dass man eben keine Hierarchie hat. Wir sind nicht weisungsbefugt, müssen demnach hinnehmen, wenn Dinge nicht gut laufen. Dass Absprachen zwischen zwei Personen funktionieren ist ja nun keinesfalls automatisch gegeben. "Bitte arbeite nicht in dem Fach weiter, für das ich verantwortlich bin und Noten geben muss" "Doch, ich arbeite da weiter, wo ich es für richtig halte." Hm. Und nun?

    Ich sehe nur den Unterschied zu anderen Kolleg*innen nicht so recht. Klar kann es ärgerlich sein, wenn der Vertretungsunterricht meine Planung betrifft. Das hat aber ja nichts mit der Profession der Person zu tun, die meine Planung durcheinander bringt. Ob Lehrkraft oder SEP man muss dann an der gemeinsamen Absprache arbeiten. Das Reduzieren des Problems auf die Rolle als SEP deutet für mich sonst nämlich schon auf ein Hierarchie-Denken hin, das ich bei der Arbeit in multiprofessionellen Teams als Hindernis sehe.

    Klar geht es um Absprachen aber die sind einfacher, wenn Aufgaben definiert werden und nicht zwischen zwei Personen "auf Augenhöhe" erfolgen. Wenn aus Personalmangel irgendwann unser Hausmeister Kinder betreut, soll er bitte auch nicht im Workbook arbeiten. Deswegen mag ich den Hausmeister trotzdem als Mensch und habe keinerlei Hierarchie-Denken-Probleme. Bislang jedenfalls, weil er komplett getrennt arbeitet.

    Unpopuläre Meinung aber als jemand, der in den letzten beiden Jahren fast keine Woche ohne zwei bis vier Stunden Vertretung war, bin ich mittlerweile so weit, dass ich in Vertretungsstunden das mache, was ich für angemessen halte. Und dazu gehören nicht die Aufgaben, die eine erkrankte Kollegin stellt. Zu oft hatte ich es jetzt, dass da Aufgaben waren, die die Lerngruppe nicht bearbeiten konnte oder die ich nicht angemessen begleiten konnte, weil das einfach nicht mein Fach ist. Ich wüsste auch nicht, wie ein Kollege da etwas zu unterbinden hat. Von mir erteilter Unterricht wird von mir verantwortet, nicht von der zu vertretenden Person oder von dem Klassenlehrer.

    Erstens: Du bist Lehrkraft und kein Sozialpädagoge, der für Einzelförderung eingestellt wurde.

    Zum zweiten machst du dann genau das, was du kannst und eben nicht das, was du nicht kannst aber vertreten sollst. Hier überschreitet möglicherweise die Person ihre Kompetenzen.

    Und klar, wenn ich wochenlang krank gewesen wäre, müsste ich wohl mit dem leben, was in der Zwischenzeit schiefgelaufen ist. Ich gehe aber von dem Fall aus, dass ich viel in meiner Klasse bin und wenn jemand dort Murks machen würde, würde ich die Schulleitung darauf hinweisen. Irgendwas ist nicht immer besser als nichts.

    Wieso sollte die Person aus dem Ausgangsbeitrag nicht mit den Kindern all das machen, wozu sie ausgebildet wurde? Ist halt die Frage, ob sie "vertritt" oder "beaufsichtigt", das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Aber letztlich eben Sache der Schulleitung, wenn was schief läuft.

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