Beiträge von Quittengelee

    Gymshark , ich finde schon, dass es darum geht. Wieso muss immer aus allem ein Gesetz werden, dessen Nichtbeachtung zur Kindeswohlanzeige führt?

    Die Diskussion gibt's auch an vielen anderen Stellen. Zum Beispiel Frühförderung: in vorbildlichen Ländern begleiten Hebammen werdende Mütter bis zum 3. Lebensjahr des Kindes, ganz ohne Zwang, es ist Teil der Gesundheitsvorsorge. Ist doch besser als zu warten, bis Vernachlässigung und Überforderung in der ersten Klasse auffallen.

    Ich tue nichts, da ich keine Sportlehrkraft bin.

    Du schreibst aber immer von "wir".

    ...rechtlich gleichzusetzen mit anderen Verstößen gegen die elterliche Erziehungspflicht via Grundgesetz.

    Wie wäre es, wenn erst mal ausreichend Angebote ganz niedrigschwellig zur Verfügung stünden? Im Moment kriegen nicht mal alle Familien einen Platz im Schwimmkurs, die einen haben wollen.

    Aber grundsätzlich sollte es, genau wie Lesen, für alle Grundschulkinder zugänglich sein, weil es eine lebensnotwendige Kompetenz ist. Es müssen nicht 32 Kinder gleichzeitig ins Becken und es werden auch nicht 32 nicht schwimmen können.

    Ich würde darauf achten, dass die Module bifazial sind. Der Wechselrichter maximal 800 W Ausgangsleistung hat und einen möglichst guten Wirkungsgrad. Je nachdem wie du die Anlagen installieren willst, schauen ob das entsprechende Montagematerial enthalten ist.

    ...

    Danke noch mal, ich bin letztlich einer Empfehlung der FAZ gefolgt...

    Das Aufbauvideo allerdings war ein Witz, weil die Typen auf festem Boden standen und von beiden Seiten drangekommen sind :lach:

    Die Dinger kriegst du von Amazon bis hin zum Discounter inzwischen überall. Normale Schuko-Stecker sind schon seit 3 Jahren Standard. Ich wüsste auch nicht, was man da basteln soll - du packst das Ding aus, schraubst es an die Halterung und hängst es auf. Das Problem ist höchstens das Gewicht in Kombination mit der Unhandlichkeit, man braucht 2, besser 3 Personen um so ein Teil vernünftig aufzuhängen.

    So, nun hängt unser kleines Kraftwerk seit ein paar Monaten und ja, es war ein ziemlicher Akt, es über das Geländer zu wuchten. Zumal wir fest installierte Balkonkastenhalterungen haben, das hatte ich nicht bedacht.

    Aber es läuft und ich bin gespannt, ob man das bei der nächsten Abrechnung merkt :tanz:

    Jedenfalls macht es Spaß, in der App 1:1 zu sehen, wie stark die Sonne draufbrezelt.

    Leider sind es maximal 600 Watt und am Tag höchstens 2,5 kWh, das erscheint mir nicht das volle Potenzial zu sein, aber vielleicht geht auch nicht mehr in unserer Lage.

    Ich lese gerade: die Bayernhymne hat folgenden Text abgelöst. Ich könnte mir vorstellen, dass Söder zuers damit geliebäugelt hatte😎

    Heil unserm König, Heil!

    Lang Leben sei sein Teil,

    Erhalt’ ihn Gott!

    Gerecht und fromm und mild,

    Ist er dein Ebenbild,

    Ist er dein Ebenbild,

    Gott, gieb ihm Glück!

    Fest ist des Königs Thron,

    Die Wahrheit seine Kron’

    Und Recht sein Schwert;

    Von Vaterlieb’ erfüllt,

    Regiert er gross und mild,

    Regiert er gross und mild,

    Heil sei ihm! Heil!

    O heil’ge Flamme, glüh’,

    Glüh und verlösche nie

    Fürs Vaterland!

    Wir alle stehen dann

    Voll Kraft für einen Mann,

    Voll Kraft für einen Mann,

    Fürs Vaterland.

    Sei, edler König, hier

    Noch lang’ des Volkes Zier,

    Der Menschheit Stolz!

    Der hohe Ruhm ist dein,

    Der Deinen Lust zu sein,

    Der Deinen Lust zu sein.

    Heil, Herrscher, dir!

    Quittengelee : Ich bin mir ziemlich sicher, dass das andere Ansätze sind, als das was man im deutschen zu "traumasensibel" findet

    Du hattest geschrieben, dass das grundsätzlich unwissenschaftlich ist und dem ist offenbar nicht so.

    Zum Thema Dissoziation: das ist so außergewöhnlich nicht, man sieht es halt nicht von außen.

    M.E. wird hier auch gerade viel miteinander vermengt, nicht jeder, der ein schlimmes Erlebnis hatte, leidet unter einer PTBS. Und nicht jede Darstellung von Gewalt ist im ursprünglichen Sinne ein "Trigger" für Menschen mit PTBS. Man weiß es aber halt nicht vorher.

    Zum Umgang mit der Shoah im Unterricht: Die Pädagog*innen des Yad Vashem gehen sehr vorsichtig mit der visuellen Darstellung der Grausamkeiten um. Fotografien werden eingeordnet, Perspektiven erklärt, Absichten der Fotografen erläutert. Dass man historische Quellen einordnen muss ist grundsätzlich natürlich klar, aber es geht auch speziell darum, dass Schockeffekte emotional überfordern, statt Jugendlichen ein vertieftes historisches Verständnis zu vermitteln. In Schulbüchern sind bewusst keine Fotos von Leichenbergen mehr zu finden.

    M.a.W. ich würde im Unterricht keinen Film mit einer Vergewaltigung zeigen, um zu schockieren, auch wenn ein Schüler provokant unangemessene Gesten, Witze oder gar Zustimmung zur Straftat signalisiert.

    Aber: auch wenn das Zeigen historischer Quellen etwas anderes ist als die Präsentation künstlerischen Materials, gibt es m.E. auch Gemeinsamkeiten. Man versucht, die Interpretation dessen nachzuvollziehen, der das Werk geschaffen hat. Der Dokumentarfilmer und die Schriftstellerin haben einen Weg gewählt, anderen etwas zu übermitteln und je mehr man darüber weiß, desto angemessener kann man es wiederum mit SuS besprechen.

    Ich bin jedenfalls froh darüber, dass selbst erfahrene Lehrkräfte sich so viele Gedanken zu ihren SuS machen.

    ...
    Wieso kommt die Frage nicht, WARUM reagiert das Kind so?

    Das wissen wir: weil es psychisch krank ist und mit großer Wahrscheinlichkeit misshandelt, vernachlässigt oder missbraucht wird.

    Zitat


    ...
    Hier sei auch die Frage erlaubt, WAS bringt es dem Kind wenn es nur zwei Stunden da ist?
    Haben sich die „KOLLEGEN“ mal gefragt, wie berufstätige Eltern das logistisch schaffen sollen?

    Klar, die Frage ist erlaubt, normalerweise aber nur von Kollegen ohne Anführungszeichen: Dies ist ein Lehrerforum.

    Da du aber schonmal fragst, kann ich dir die Antwort gerne geben: kümmere dich um einen Platz in der Psychiatrie für das Kind und suche dir selbst eine Therapie und/oder Familienhilfe. Wenn ein 6-Jähriges Kind unbeschulbar ist, dann lief 6 Jahre bei euch was falsch und jedes Leugnen ist unterlassene Hilfeleistung. Wenn Eltern genötigt sind, ihr Kind nach 2 Stunden abzuholen, sind sie gezwungen, endlich zu handeln.

    Hier sind doch eher die ausgebildeten Pädagogen gefragt!

    Nein. Die Pädagogen reißen sich den Allerwertesten auf, um allen Kindern der Klasse gerecht zu werden. Sie kümmern sich um alle Bedürfnisse und bringen Lesen, Schreiben und Rechnen bei. Zusätzlich bemühen sie sich nach allen Regeln der Kunst, jedem Kind pädagogisch zu helfen.

    Wenn Eltern aber notwendige psychologische und psychiatrische Hilfe verweigern, können sie sich das Frustabladen bei den Lehrkräften getrost sparen. Die Schule kann und muss nicht reparieren, was die Eltern verbockt haben.

    Ah, diese Direktheit tat mal gut.

    Wen es interessiert: Es gibt offenbar doch fundierte Ansätze in Bezug zu "Traumasensibilität".

    Z.B. traumainformierte Gesprächsführung:

    https://www.thieme-connect.de/products/ebook…dth=412&lang=de

    Oder traumasensible Betreuung:

    https://www.aap.org/en/patient-car…-informed-care/

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK207204/#part2_ch1.s2

    Umgekehrt gibt es ja auch Vorgehen, was retraumatisierend sein kann, erneute Gewalt, Entzug von Selbstbestimmung etc., es muss konsequenterweise also auch das Gegenteil geben.

    Hat jetzt nicht direkt was mit der Abi-Lektüre zu tun, aber wir arbeiten ja als Lehrkräfte mit ner Menge Menschen...

    Ad hominem also?

    Dann scheint mir als Replik geeignet, dass Humorlosigkeit häufig mit geringer Intelligenz einhergeht.

    Vielleicht mag ich beim Thema Vergewaltigung und PTBS auch einfach nicht lachen. Ich weiß aber, dass Menschen, die selbst keine ernsthaften Probleme haben, sich nicht vorstellen können, wie sich psychische Erkrankungen anfühlen. Das solltest du bei deiner hohen Intelligenz als Kritik ja dann reflektieren können.

    Wie mir die letzjährigen Abiturient*innen nach dem Abitur, als ich gefragt habe, was dran kam, ist es in Deutsch genauso. (Ich bin ja erst "dieses Jahr" dran).
    Fast alle Schreibenden wussten von Anfang an, sie nehmen die Klausur mit Aufgabentyp IV, Materialgestütztes Schreiben, man brauche nicht dafür zu lernen. (und haben es auch nicht getan)


    Das war doch früher auch nicht viel anders, man konnte im Zweifel die Gedichtinterpretation nehmen, dazu brauchte man nur die Stilmittel wissen, die man irgendwann mal erarbeitet hatte. Oder erinnere ich das falsch?

    In Englisch mussten wir zwar noch Themen inhaltlich kennen. Wer da über die 2 Jahre mitgemacht hatte, wusste aber auch einigermaßen Bescheid. Oder auch nicht, aber da war dann kurz vorm Abi eh nix mehr aufzuholen.

    ...

    Böse zugespitzt ist die Antwort auf viele der Themen "einerseits gut, aber andererseits nicht so gut" oder "wenn wir Menschen uns alle lieb haben, haben wir eine bessere Welt." ...


    Das klingt erst mal witzig, wie du es formuliert hast, aber so lustig ist es vielleicht gar nicht. Macht ihr als Vorbereitung dann gezelt genau diese Art der Erörterei im Kurs oder ist im Lehrplan inhaltlich alles gleichgeblieben mit Ganzschriften, politischen Themen etc.?

    Vielleicht schaffen es alle, sich auch nur dort dazu zu äußern?

    Bolzbold
    31. Juli 2026 10:43

    Das bin ich leider auch. Wie sich der Stoff übers Jahr verteilt wurde nie gesprochen. Ich habe aber das Buch zur Orientierung und die Klassenleitung hat mir mitgeteilt, dass sie nicht viel Zeit zur Wiederholung verschwenden möchte. Ansonsten wäre ich ziemlich frei in der Themenwahl, da alles andere darum geplant werden würde. Wie man Unterrichtsreihen plant lernt man auch nur durchs machen. Wie man Ziele formuliert haben wir natürlich besprochen. Nur erstmal Themen zu finden finde ich immer unglaublich schwierig, weil ich mich zu schnell verunsichern lasse und mich nicht gut festlegen kann.

    Es hat aber keinen Sinn, dir alle Themen aufzulisten, die es im 2. SJ gibt, die kannst du selbst nachlesen. Es ist ein typischer Anfängerfehler, nach tollen Themen zu suchen, die angeblich irgendwer sehen will. Das Seminar hat aber alle Themen schon 1000 mal gesehen. Du solltest m.E. in die Planung kommen, zum Beispiel, wie du den Zahlenraum erweitern willst und in welchem Zeitraum. Erst dann kannst du wissen, wo du bis zum UB sein wirst und diese Stunde dann ausgestalten und dann auch hier gezielter nachfragen.

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