...Männer und Frauen sind so ganz grundsätzlich mal verschieden, das kann und sollte man nicht leugnen. Man sollte nur kein Problem draus machen, sondern sich überlegen, ob man was Sinnvolles damit anfangen kann. Was ich über die Jahre beobachte ist, dass junge Männer nicht weniger an sich selbst verzweifeln wie junge Frauen, die Frauen sich aber eher getrauen auf eine Lehrperson zuzugehen und auszusprechen, dass es ihnen nicht gut geht. Die Männer schämen sich immer noch eher dafür. Mehrfach habe ich es dabei schon erlebt, dass es daheim eine "Drachen-Mutti" gibt, die an ihrem Sohn nur rumnörgelt, was er alles nicht kann und macht. Frauen haben oft die "klassischen" psychischen Probleme, wie Depressionen und Essstörungen, Männer neigen eher zu sowas wie Spielsucht. ...
Hm, wenn die Tochter anorektisch ist, hilft ihr das Gemecker vom Vater, sie solle mal mehr essen, auch nicht. Das hat ja nichts mit dem Geschlecht zu tun.
Und wenn sich junge Männer nicht trauen, über ihre Probleme zu sprechen, dann ist auch das in aller erster Linie ein sozial konstruiertes Problem und kein angeborenes.
Also ob so ganz grundsätzlich eine angeborene "binäre" Verschiedenheit mit deutlichen Grenzen in beiden Richtungen vorliegt, finde ich persönlich jetzt nicht so klar.