Beiträge von Quittengelee

    Da sind viele von uns allerdings auch einem falschen Begriff von Zuverlässigkeit aufgesessen und haben ihn mit Integrität verwechselt.

    Auch Russland war es in dem Sinn zuverlässig, dass Putin so gehandelt hat, wie er es für sich am positivsten eingeschätzt hat.

    Das wird auch ein Punkt beim Kriegsende. Die Situation muss sich für ihn dadurch im Vergleich zur Fortführung des Krieges verbessern oder zumindest eine Verschlechterung abwenden.

    An dich dieselbe Frage: welche Situation meinst du und wie soll sie sich deiner Ansicht nach verbessern, damit Frieden einkehrt?

    Ihr müsst ja einen durch Kompromisse lösbaren Konflikt zwischen zwei Staaten sehen, der ist mir bislang verborgen geblieben.

    Deswegen sollte man keine Kompromisse mehr mit ihnen erwirken? Lieber Krieg, aber nicht bei uns.

    Du denkst, dass ein Kompromiss möglich wäre, mit dem der Krieg enden und zu dauerhaftem Frieden führen würde? Wie soll der lauten?

    Man muss einfach Kompromissbereit sein.

    Russland muss akzeptieren, dass es einige seiner Gebiete an die Ukraine abtreten muss, um Frieden zu schließen, da man diesen Krieg auf dem Schlachtfeld ganz offensichtlich nicht gewinnen kann...

    Genau, Russland hat sich in den letzten 20 Jahren auch als unheimlich zuverlässig erwiesen, was Kompromisse und daraus folgenden Frieden anbelangt, da müssen wir einfach Vertrauen haben.

    Aus dem Ärzteblatt von 2013:

    "Das individuelle Beschäftigungsverbot ist in § 3 Absatz 1 MuSchG geregelt. Dort heißt es, „werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist“. Demnach können normale Beschwerden der Schwangerschaft (Erbrechen bei bestimmten Gerüchen), aber auch das Vorliegen einer Risikoschwangerschaft oder die Neigung zu Fehlgeburten ein individuelles Beschäftigungsverbot begründen. Für die Aussprache eines individuellen Beschäftigungsverbots ist somit maßgeblich, ob durch die Fortführung der Beschäftigung die Gesundheit von Mutter oder Kind konkret gefährdet wird, und nicht, ob von dem Arbeitsplatz eine spezielle Gefährdung ausgeht. Ein individuelles Beschäftigungsverbot kann im Ausnahmefall auch durch besonderen psychischen Stress begründet sein (1). Werden ärztlicherseits einzig Bedenken gegen die Fahrten zur Arbeitsstätte geltend gemacht, begründet dies hingegen kein Beschäftigungsverbot im Sinne des MuSchG (2).

    Das ärztliche Zeugnis muss klar abgefasst sein und sich auf die Rechtsgrundlage beziehen. Art, Umfang und Dauer der Beschäftigungsverbote und -beschränkungen sind zu vermerken. Es besteht die Möglichkeit, ein totales oder ein partielles (nur bestimmte Tätigkeiten oder Zeiten) Beschäftigungsverbot auszusprechen."

    Es ließe sich also ärztlicherseits bescheinigen und rechtfertigen, dass du nur zu bestimmten Zeiten beschäftigt wirst. Wenn dir das schon ein schlechtes Gewissen macht, verstehe ich diese Aussage nicht:

    Dazu kommt, dass ich in der 15. Woche schwanger bin und meinen Stundenplan im Hinblick auf Arbeitszeiten und Verhältnis zwischen Frei- und Unterrichtsstunden als sehr "schwangerschaftunfreundlich" empfinde - mir ist bewusst, dass ich deswegen kein Anrecht auf kurze Tage oder wenige Freistunden habe, aber eine Berücksichtigung dieses Umstandes hätte ich nett gefunden.

    ...

    Ich verstehe, dass du das Vorgehen der Schulleitung arschig findest, was es natürlich auch ganz objektiv ist. Dennoch war es die letzten Jahre scheinbar nicht so belastend, dass du eingeschritten wärst. Jetzt, mit Schwangerschaft, ist es das aber geworden, daher muss dir ein individuelles BV keine Bedenken auslösen, das hat auch nichts mit moralischem Kompass zu tun.

    Vor allem, wie heuchlerisch ist das denn: weil jemand Angst vor Russland hat, Ukraine das Recht auf Selbstverteidigung abzusprechen und von "Friedensverhandlungen" zu reden. Es geht nicht um Frieden, sondern um Beschwichtigen, damit man selbst endlich Ruhe von dem nervigen Thema hat. Macht das BSW wieder ein Stück unsympathischer

    Mit so einen Plan muss niemand leben, egal ob schwanger oder nicht, der ist eine Unverschämtheit.

    Ja, leben oder nicht leben, dagegen vorgehen oder es lassen. Die Schwangerschaft wurde aber nunmal erwähnt und dann kann man sich nicht übers System beklagen. Wenn eine Schwangere mit bestimmten Bedingungen nicht ohne Gefährdung für sich und ihr Baby arbeiten kann, hat sie das Recht auf besondere Arbeitsbedingungen und das ist fantastisch und nichts, was zu beklagen wäre.

    Meine SL fragte mich in der letzten SS auch, ob ich ein individuelles BV bekommen könnte, da sie mich dann beleihen und besser planen könne. Ich bin jetzt eine "Belastung". Falle u.U ständig aus, gehe mitten im SJ in den MuSchu und der BAD sagte mir sogar, dass ich während meines Unterrichts in der Sek I jederzeit jemanden anrufen können muss, der mich vertritt, wenn ich mal auf Toilette oder mich hinlegen muss :autsch: . Aber das kann ja nicht die Lösung sein. Das System ist einfach undurchdacht. Es ist einfach Mist, dass auch so viele andere KuK dadurch belastet werden. Also ob ich im Lehrerzimmer anrufe und eine/n KoK aus seiner Pause rufe, um mich zu vertreten. Das schlechte Gewissen lässt grüßen.

    Verstehe ich nicht. Mist ist doch der Plan, den du bekommen hast, der liegt aber in der Verantwortung eures Planers.

    Und ein individuelles BV kann durchaus eine Lösung sein, weil du eben nicht voll belastbar bist. Wenn du das doch bist, dann musst du mit den Hohlstunden leben, wie jeder andere Kollege.

    In meinem Umfeld lassen sich Schwangere ab positivem Schwangerschaftstest ins Beschäftigungsverbot schicken. Keine Ahnung, warum das so einfach geht, das ist m.E. erst seit Corona so. Die Begründung bei der Ärztin ist dabei natürlich nicht die Kinderbetreuung, sondern die unsägliche Belastung durch die Arbeitszeiten oder die Ansteckungsgefahr mit *Kinderkrankheit*.

    Es gibt auch eingeschränktes BV, soweit ich weiß, zum Beispiel, dass du nur von 8-12 arbeiten darfst und dann muss sich die SL dran halten.

    Das steht da nicht.

    Doch, das steht da. Ein Kollege mit Symptomen von Burnout/ Depression fragt um Hilfe, ein anderer Kollege sagt, wechsle an die Grundschule, dort muss man nicht so viel korrigieren. Das bedeutet, alleine die Korrekturen wären für den Burnout verantwortlich, sonst gäbe es keine Belastungen bei der Arbeit an Grundschulen oder in der Person liegende Ursachen. Burnout und Panikattacken haben ganz grundsätzlich aber gar nichts mit Korrekturen zu tun.

    Wirklich niemand hat in diesem Thread behauptet, dass Grundschullehrkräfte keinen Belastungen ausgesetzt sind. Was soll die Unterstellung?

    Doch, haargenau das hat jemand behauptet:

    wenn du zwei korrekturfächer studiert hast (ich habe mit absicht nur eins und dazu ein anderes studiert), könntest du auch überlegen, dich an einer grundschule zu bewerben (am besten auch noch teilzeit und vielleicht etwas mehr als schontyp - die kinder profitieten davon, wenn lehrkräfte ausgeruht sind und durch zeit für eigene interessen glücklicher sind). ...


    Aber um mal auf die Ausgangsfrage "Was würdet ihr an meiner Stelle tun?" einzugehen:

    - eine Therapie machen, um an meinem Perfektionismus zu arbeiten

    - Die Nebentätigkeit aufgeben oder, wenn die große Freude bringt, darüber nachdenken, Teilzeit zu arbeiten

    - Kollegentipps einholen, wie man die Anzahl von Korrekturen senkt: es gibt noch andere Formen der Leistungsmessung neben der Textproduktion und -korrektur. Mein am Gymnasium unterrichtetes Kind hat in seinem bisherigen Leben erst einen einzigen aufsatzähnlichen, benoteten Text geschrieben, scheint also zu gehen.

    ...

    Die MPT-Kraft sitzt bei uns im Unterricht hinter einem Schüler und macht gefühlt gar nichts. Manchmal ist es sogar eher störend, ...

    Wenn man zu zweit arbeiten muss, ist es immer wichtig, die Aufgaben und Zuständigkeiten abzuklären. Ich frage inzwischen anwesende Erwachsene als erstes, wie ihre Jobbeschreibung lautet. Also etwas umgangssprachlicher natürlich aber dennoch, ich will wissen, was derjenige darf, nicht darf oder tun muss. Dann kann man sich noch verständigen, wie man diese Aufgaben persönlich zu füllen gedenkt und zu welchen Zeiten man sich absprechen kann und das dann auch tun.

    Was genau ist dein Problem?

    Wahrscheinlich lässt er sich nicht für dumm verkaufen, kein x für ein u vormachen und er liest bestimmt keine Systempresse. Außerdem kämpft er vermutlich gegen Umvolkung und die Ökodiktatur, in der man nichts mehr sagen und machen darf, während der Verfassungsschutz der herrschenden Klasse jeden gerechten Widerstand der Unterdrückten im Keim erstickt. Und nicht zu vergessen: die alte Freundschaft zu Russland muss wiederbelebt werden, Putin ist auch so ein Entrechteter im Widerstand, der nichts für den Krieg kann und am Ende ist die USA auf alle Fälle irgendwie Schuld an allem und man muss möglichst alle Beziehungen zum Ami abbrechen.

    Habe ich an alles gedacht?

    Unter "jenseits des Berufsauftrags" verstehen nur manche schon alles, was wahlweise über fachlich fundierten Unterricht oder 13:15 Uhr hinaus geht. Pädagogik? Lächerlich, die Kinder sind schon verwöhnt genug! Kindgemäßheit? Kuscheltiere sind ja wohl ebenso peinlich wie laminieren! Schulentwicklung? Machen nur karrieregeile Männer! Methodik? Lasst mich doch mit dem Zirkus aus dem Referendariat in Ruhe!

    Neben dem vielleicht bei manchen finanziellen Aspekt (darf man Geld einnehmen mit seinem eigentlich genau so wenig wie Geld ausgeben für seinen Beruf?): Das sind alles Beiträge zum Churermodell, das für eine Balance aus Autonomie und Kontrolle der Kinder steht, für ein Zusammenspiel aus Raum, Pädagogik und Methodik. Kontrolle über einen klar strukturierten Klassenraum, klar definierte Regeln für bestimmte Räume im Raum und klare methodische Abläufe (Erklärung im Sitzkreis, Erarbeitung an den Arbeitsplätzen). Stichwort Raum als dritter Pädagoge. Autonomie der Kinder in der Wahl aus individuellen Angeboten mit viel Anschauungsmaterial und damit natürlicher Differenzierung und auch in der freien Sitzplatzwahl in der Erarbeitungsphase.

    Danke auf jeden Fall für den Accounttipp, da gibt es doch total viel inspirierenden Input: beispielsweise fächerübergreifender Unterricht zum Thema Frösche mit Kinderliteratur und Bastelei - und mit im Klassenraum metamorphosierenden Kaulquappen :love:

    Klar ist Instagram auch verbunden mit Schickimickie, findet man auch auf dem Account. Aber ich schätze auch methodisch-didaktische und fachliche Inhalte zum Mathematik- oder Deutschunterricht, Beiträge zu Inklusion oder kritische Beiträge über Instagramisierung / Edukisierung, die es dort auch gibt. Und auch einfach schöne, aber ebenso funktionale Klassenräume.

    Und zum Sendungsbewusstsein gehört sicherlich auch dazu, und das kenne ich persönlich vor allem auch aus dem #twlz, dass man Teil einer Community ist, die sich vernetzt, gerne teilt und sich bestärkt. Da entstehen richtig wertvolle Sachen, wie im #twlz zum Beispiel das kollaborativ erarbeitete Buch #moodlekannmehr. Ist es dann Arbeitszeit, wenn ich dort Kapitel beitrage? Macht es einen zum heldenhaft-hobbylosen Mann, wenn man das in seiner Freizeit macht?

    Es geht nicht darum, ob das schön und gut ist, was jemand macht, sondern dass er oder sie der nachfolgenden Lehrkräfte-Generationen vermittelt, die Einrichtung eines Klassenzimmers müsse 1000 Euro kosten. Der Otto-Normallehrer bezahlt sowas selbst, Schulen stellen weder farblich sortierte Ablagekästen zur Verfügung, noch Zimmerpflanzen, noch laminierte Peacezeichen. Und dies sage ich, WEIL ich ständig Krempel auf meine Kosten besorge und es daher weiß. Edit: inzwischen hole ich bei ebay-Kleinanzeigen zu Verschenkendes ab, da lernt man die ablegensten Stadtviertel kennen. Das hat einen zusätzlichen Nutzen :D

    Also haben wir jetzt einen Favoriten aus wikipedia genannt bekommen (Quittengelee)

    Ich hab dir keinen Favoriten geliefert, du hast Wikipedia zitiert und gesagt, dass du den Text nicht verstehst.

    Ansonsten: Lies selbst das Urteil oder die Zusammenfassung dazu, ich habe keine Ahnung, warum du an unserer Justiz zweifelst. Ich glaube auch nicht, dass dich jemand anders mehr überzeugt, du willst einfach bloß ein bisschen gepflegt vor dich hinzweifeln, darauf habe ich keine Lust.

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…-a-1289131.html

    kleiner gruener frosch , ich kann dein Zitat nicht zitieren, aber das ist nicht logisch, was du aufeinander beziehst. Woran erkennst du, dass allen irgendwas klar ist? Oder gehst du einfach mal davon aus, weil sich bei dir noch niemand beschwert hat?

    Im übrigen habe ich ein ganz normales Kollegium mit wohlwollenden, engagierten Menschen, die natürlich trotzdem Konflikten haben. Mangelnde Transparenz ist da m.E. eine Ursache für.

    ...

    Gleiches gilt für die Investition in das sonstige Deko- und Unterstützungsmaterial. Wenn es dazu führt, dass ich eine super Atmosphäre im Unterrichtsraum habe, mich wohl fühle und somit letztlich meine psychische Gesundheit fördert, dann ist das alle male eine gute Investition.

    ...

    Schon, aber mit welchem Sendungsbewusstsein postet man sowas?:

    https://www.instagram.com/reel/C-e6CR2sG…3Mwb2gwazY3OGNu

    Externer Inhalt www.instagram.com
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    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Oder...

    https://www.instagram.com/reel/C-XgRqZsE…TZpbTBkcDZ6MTMx

    Aber beim letzten Beispiel habe ich es gerade selbst gesehen: "bezahlte Werbepartnerschaft" ist die Motivation.

    Ich glaube, der Thread mit den aufwändigen Abschlussfeiern war ein anderer, oder?

    Aber egal:

    a) liegen die Abschlussfeiern bei uns in der Hand der Eltern

    b) sind sie auch nicht sonderlich aufwändig.

    (Aber wenn es anders wäre, wäre jedem von uns klar, dass man sich da nicht unter Druck setzen muss um der Abschlussfeiern von anderen nachzueifern. )

    Das ist doch der Punkt: was jedem klar ist, weißt du nur, wenn du es transparent vermittelst und auf Einhaltung achtest. Die vielen unausgesprochenen, subtilen Botschaften sind das Problem. Wenn Abschlussfeiern immer größer und teurer werden, muss mal jemand ansprechen, dass das zu viel ist- im Idealfall die Chefin, weil die Parallelkollegin ja gerade den Druck verspürt und es nicht anzusprechen traut.

    Und das gilt für alles Mögliche andere auch.


    Ich finde das fast ein Paradebeispiel. Jemand, der mich überhaupt nicht kennt und gar nicht weiss, was ich jenseits von Abschlussfeiern an Arbeit für meine Jugendlichen leiste, meint ein solches Fass aufmachen zu müssen. Ganz genau so läuft das auch unter Kolleginnen und Kollegen, wer weiss denn schon so genau, was der oder die andere arbeitet um derartig urteilen zu können? Das steht alleine der Schulleitung zu und deren Aufgabe ist es, sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen.

    Ja, wahrscheinlich mangelt es in einem Kollegium auch an Wertschätzung von oben, wenn das Kollegium untereinander das Gefühl bekommt, ständig betonen zu müssen, wer was leistet. Klar, am Coolsten wäre es, einfach sein Ding zu machen und auf niemandes Lob angewiesen zu sein, aber das können nicht alle.

    ... Im weiteren Sinne werden auch in anderen Ländern bestehende Bewegungen und Parteien der extremen Neuen Rechten so bezeichnet, die sich zum Führerprinzip, zu völkisch bzw. rassisch begründetem Elitedenken bekennen sowie einen übersteigerten Nationalismus, militanten Antikommunismus sowie eine latente Gewaltbereitschaft pflegen. In der Bundesrepublik Deutschland trifft dies auf die Neonazis zu.[1]

    Das ist alles recht unkonkret.

    Nein, das ist äußerst konkret. Es sei denn, man versteht Führerprinzip, rassisch begründetes Elitedenken, Gewaltbereitschaft, Militanz und Neonazi nicht.

    Was hast du eigentlich studiert, dass dir das Definieren so schwer fällt?

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