Beiträge von Quittengelee

    Was sind denn "patriotische Gründe"?

    Berufssoldat werden nur wenige, die meisten sind Soldat auf Zeit, im (freiwilligen) Wehrdienst oder Reservist.

    Sein Land so toll finden, dass man dafür sterben würde. Damit muss man ja nun als Soldat eher rechnen als in vielen anderen Berufen.


    Antimon schrieb:

    ...

    In meiner Wahrnehmung tut man sich in Deutschland besonders schwer mit einem Verständnis für einen gewissen Patriotismus. Den muss man ja selber nicht haben, aber man sollte zur Kenntnis nehmen, dass es den im Ausland gibt. Ich weiss nicht, wie ernst zu nehmen diese Zahlen sind, die ich mal irgendwo verlinkt habe, wie viele Leute in einem Land bereit wären, dieses zu verteidigen. Dass das in Deutschland besonders wenige sind, scheint mir nicht ganz aus der Luft gegriffen zu sein.

    Ich finde die Patriotismusfrage interessant. Schmidt , du schriebst doch weiter oben, dass du irgendwas beim Bund warst, kann den Abschnitt gerade nicht finden. Wird man aus patriotischen Gründen Berufssoldat?

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    "Glaube" gehört auch dazu. Immerhin hat man bei der Schlagzeile noch ein Fragezeichen angehängt.

    Genau, eine Frage ist keine Lüge. Und wenn du den Artikel gelesen hast, wirst du hinterher Fakten und die darauf beruhende und begründete Meinung voneinander trennen können, weil im richtigen Journalismus beides voneinander getrennt wird.

    Eine Lüge unwidersprochen stehen zu lassen, vor allem als einflussreiche Person, die Musk nunmal ist, trägt nicht zur Meinungsbildung bei sondern ist Meinungsmache. Und das hat dann halt eher was von (Aber-) Glaube.

    Meine Fachmittelschülerinnen würde weinen, würde ich versuchen ihnen den gleichen Stoff wie am Gymnasium reinzustopfen. Für die ist das ganz OK, dass ihre Lernziele "einfacher" sind. Den allermeisten ist das auch bewusst und sie haben kein Problem damit. ...

    Das mag aber tatsächlich ein großer Unterschied zu Deutschland sein. Niemand wird leugnen, dass hierzulande zu viele aufs Gymnasium gehen und das hat ja Gründe. Wenn alle Schularten einen gleichwertigen Ruf hätten, hätten wir dieses Problem nicht.

    Ich verstehe dein Problem leider wirklich nicht.

    Die Schularten führen zu unterschiedlichen Abschlüssen. Ich habe zum Beispiel absolut kein Problem damit, zu sagen, meine Kinder haben unterschiedlich hohe Schulabschlüsse gemacht (Abitur / MSA).

    Es geht ihm darum, dass die Abschlüsse unterschiedlich sind aber nicht hoch und niedrig, ergo gut und schlecht im wertenden Sinne.

    Dass du kein Problem damit hast, zu sagen, ein Kind von dir habe den Hauptschulabschluss gemacht gilt nicht für alle Familien. Übrigens, dass du dazu sagst, dass dein anderes Kind das Abi gemacht habe, lässt auch vermuten, dass du das immer direkt verteidigend dazu sagst. Hätten beide Kinder "nur" Hauptschulabschluss könnte noch jemand denken, es liege an den Eltern, die etwas falsch gemacht hätten oder nicht so intelligent seien. Stimmt's ein bisschen?

    Naja, im Grunde geht's doch vor allem um Vorurteile und Desinteresse. Wie ein Arsch hat sich nur einer verhalten, keine ganze Nation. Schade ist es allemal, dass man seine Nachbarn so wenig kennt.

    Man kann den Gegenangriff bei Kursk ja skeptisch sehen, bemerkenswert an der aktuellen Situation ist aber definitiv, dass Russland offenbar nichts aus beinahe-Putsch von Wagner gelernt hat. Das Ganze geht nun schon zwei Wochen und nach allen neutralen Quellen rückt dort immer noch die Ukraine vor. Russland führ Krieg gegen ein Land mit einer 1000 km langen Front, an der massiv gekämpft wird, aber an dem Grenzabschnitt, an dem man nicht selber einmarschiert ist, bewachen offenbar eine Hand voll Wehrpflichtige die Grenze, weil man es sich offenbar überhaupt nicht vorstellen konnte, dass die Ukraine da ihrerseits angreift.

    Und dann schafft man es 2 Wochen lang nicht, dort für Verstärkung zu sorgen, bis man dann auf die Idee kommt, Einheiten aus Kaliningrad (1000 km) entfernt nach zu führen. Russland mag nominal viel mehr Soldaten haben, aber es ist der Ukraine definitiv gelungen zu zeigen, wie schmal das Budget an tatsächlich einsatzfähigen, professionellen Einheiten tatsächlich ist, wenn man mal die außer acht lässt, die in der Ukraine bereits im Einsatz und da unabkömmlich sind.

    Die Bevölkerung hat ja auch einen Hilferuf gen Moskau gesendet, vielleicht hat diese Erkenntnis unter Russinnen und Russen ja einen positiven Effekt.

    Wenn alle Ukrainer geflohen wären, hätte Putin dann sein Ziel erreicht?

    Wenn man andere für einen in den Krieg ziehen lässt, meldet sich da nicht das Gewissen? Ich würde lieber selbst an die Front gehen, als meinen Sohn oder meine Töchter zu opfern. Oder andere 20jährige..

    1. Weiß nicht, hätte er? Was will Putin mit einem riesigen Staat, den keiner bewirtschaftet?

    2. Ich würde eben deswegen lieber gehen, ich will weder selbst sterben, noch meine Kinder sterben sehen. Was die anderen machen, ist ihre Entscheidung, es gibt Menschen, die freiwillig zum Militär gehen, sie nehmen in Kauf, dass der Beruf gefährlich ist. Ich bin Lehrerin für Kinder mit Behinderungen geworden, guess why.

    Edit

    Eine Empfehlung an dieser Stelle: "Black Hearts" eine spannende französische Serie über den Einsatz einer Spezialeinheit 2016 zur Bekämpfung des IS in Irak.

    Naja, wenn man dem Argument zu Ende folgen würde, könntest du ja grundsätzlich keinerlei Mail mehr nutzen, denn du weißt auch nie vorher, ob in der Mail etwas steht, was gegen Nutzungsbedingungen oder Gesetze verstößt. ;)

    Deswegen ist das Dienstgerät geeigneter als das Smartphone. Dass das viele lax handhaben weiß ich, aber es gibt auch Lehrkräfte, die über WhatsApp mit Eltern kommunizieren, mache ich trotzdem nicht.

    a) Dabei geht es um die Daten von Schülerinnen, Schülern und Eltern. Mrs Pace hat nicht von datenschutzrechtlich bedenklichen Emails gesprochen.

    Das kann auch eine EMail wie "Du hast morgen in der 5. Stunde Vertretungsunterricht" sein.

    Natürlich darf man die auf dem Privatgerät abrufen.

    ...

    Erstens sind Mailadressen und Namen auch personenbezogene Daten und zweitens weißt du nicht, ob in der Mail nicht steht "meine Tochter hat nächste Woche einen Psychiatrietermin".

    Die abstrakte Reduktion auf "für das Vaterland abknallen" ist zu billig.

    Es geht nicht um einen symbolischen Tod für das Vaterland, sondern darum sein Leben, mit dem was man aufgebaut hat und die Gesellschaft, in der man leben möchte, zu verteidigen. Als jemand, der flieht oder sich den Besatzern ergibt, wird das nicht mehr möglich sein, Flucht ist fast immer mit Armut verbunden, egal ob mal flieht oder sich ergibt, wird man nicht mehr nach den demokratischen und gesellschaftlichen Prinzipien leben können, nach denen er das jetzt tut. Selbst wenn einen andere Länder aufnehme werden massenhafte Kriegsflüchtlinge bestenfalls geduldet. Die Entscheidung "dann fliehe ich halt" basiert hier glaube ich bei vielen auf einer unrealistischen Erwartung, dass ein Großteil der Privilegien, die wir genießen, dabei erhalten bleibt. Einfach mal die Syrischen Kriegsflüchtlinge in der Türkei fragen, ob das dem Realitätstest standhält, auch Frankreich, England oder die USA werden 10 Millionen deutschen Flüchtlingen nicht den roten Teppich ausrollen.

    Wer verweigert, "sich für das Vaterland abknallen" zu lassen, müsste konsequenter weise anderen Angriffen auf unsere Grundordnung mit der gleichen Apathie begegnen und zum Beispiel auch sagen "wenn die AfD hier demnächst den Laden übernimmt, ist mir das egal, ich passe mich halt an".

    Den durchaus nicht uninteressanten Bezug zum Verteidigen der Demokratie habe ich doch in dem Beitrag selbst erst hergestellt.

    Aber mache es doch konkret: Kannst du dir denn ernsthaft vorstellen, eine Waffe in die Hand zu nehmen und im Schützengraben zu liegen? Den Realitätstest kannst du wohl selbst ebensowenig ziehen.

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