Okay, andere Vorzeichen: Dürfen Schwule Töchter großziehen?
Brauchen Mädchen weibliche Vorbilder?
Sag es uns, darum geht es doch gerade. Wäre die Welt eine andere, wenn es vorwiegend Erzieher und Grundschullehrer gäbe?
Okay, andere Vorzeichen: Dürfen Schwule Töchter großziehen?
Brauchen Mädchen weibliche Vorbilder?
Sag es uns, darum geht es doch gerade. Wäre die Welt eine andere, wenn es vorwiegend Erzieher und Grundschullehrer gäbe?
Weil es evtl. dann doch an männlichen Vorbildern mangelt, insb. wenn die Jungen bei alleinerziehenden Müttern aufwachsen?
Erfahren wir eigentlich noch, was ein männliches Vorbild ausmacht oder bleibt's wieder mal bei Plattytüden?
Hat niemand gesagt, dass da nur Jungs dabei waren.
Und? Ich denke, du hast nicht verstanden, was ich sagen wollte. Die Vorstellung, Elektrizität und Feuer würde nur Jungs interessieren, halte ich für klischeehaft. Und wenn man davon ausgeht, es sollte so viele Männer wie Frauen geben an Grundschulen und in Kindergärten, damit auch männliche Vorbilder erziehen und bilden, dann könnte man sich bis das soweit ist überlegen, was genau Kindern entgeht, wenn sie ausschließlich von Frauen erzogen und unterrichtet werden. Dass Männer mal was mit Strom oder Feuer machen ist es wohl eher nicht, die Antwort ist komplexer, würde ich meinen. Wenn Männer etwas grundsätzlich anders machen als Frauen (was ich nicht weiß, ich bin keine Soziologin), dann glaube ich kaum, dass ich das mal eben genauso machen kann, damit das männliche Vorbild ersetzt wird. Ich bin kein Mann.
Mit einer Lupe Feuer entfachen haben wir als Kinder auch gemacht, das ist doch kein explizit männliches Interesse/Verhalten. Wenn man meint, irgendwas extra für Jungen oder Mädchen anbieten zu müssen, sitzt man den Klischees selbst am meisten auf, fürchte ich. Wenn es "typisch männliches" Verhalten gibt, (welches wäre das?) dann kann man es sich nicht einfach ausdenken und nachahmen.
Ich habe das jetzt nicht alles gelesen, aber wenn - ich sage mal die Lehrpläne - jungenfeindlich sein sollten, dann ist das nichts Neues. In all den Jahren als Lehrerin habe ich immer bewusst Jungsthemen eingebaut (in Sachkunde können wir teilweise auswählen) oder auch Angebote gemacht, Freiarbeitsmaterial bereitgestellt, von dem ich dachte, es spricht Jungs mehr an. In der Grundschule können wir das bissel steuern, also wir haben es eigentlich auch in der Hand, darauf zu achten, dass alle Kinder bei der Stange bleiben. Auch in all den Bereichen, die unter Schulleben fallen, hat man bei uns freie Hand. Ich hatte im letzten Durchgang eine sehr jungslastige Klasse und die Mädels haben sowieso gerne alles mitgemacht. In der GS sind wir meist Frauen und wir sollten die Jungs nicht vergessen.
Was sind "Jungsthemen" und welches Material spricht deiner Ansicht nach Jungen mehr an und warum?
Ich glaube nicht, dass es reicht, sich vorzunehmen, Jungen nicht zu vergessen. Ich bin nunmal weiblich, bereits mein Leben lang, ich kann nie ein anderes Rollenvorbild sein als für mein eigenes Geschlecht. Allerdings halte ich das auch nicht für zwingend notwendig, ich unterrichte bloß und ersetze keine davongelaufenen Elternteile.
Sicherheit am Arbeitsplatz ist dann trotzdem eine Kompetenz aus dem Curriculum, die bewertet wird. Ob die Person doofe Witze reißt und allen auf die Nerven geht, sollte aber nicht an der 1 kratzen.
...Ich lese übrigens jedes Mal "jugendfeindlich"... ![]()
Passt gerade: Sachsens Kultus befürwortet Schulbeginn ab 8.00h. Lustig, hier wurde vor wenigen Jahren erst die "nullte Stunde" um 7 oder sowas abgeschafft.
...
Nach meinem Eindruck setzt das derzeitige Schulsystem viel auf auswendig lernen.
...
Nach meinem nicht. Im Gegenteil, Balladen, Geschichtsdaten und Lateinvokabellisten war früher, heute ist eher Powerpointvortrag, Gruppenarbeit und zu Hause irgendwas portfoliomäßiges selbständig basteln.
Ich möchte mich da anschließen. Da Fleiß bei der Notenbildung doch deutlich berücksichtigt wird, schneiden Mädchen i. d. R. besser ab. Daraus würde ich aber auf keine Benachteiligung der Jungs schließen, so ist das System halt.
Wenn das System so wäre, wäre aber genau das die Benachteiligung.
Wird da nur mit Tokensystemen gearbeitet, oder bekommen die Kinder noch Therapien, Unterricht in Kleinstgruppen, Auszeiten etc pp?
Kleinstgruppen schon, Therapien leider Mangelware. Alles eher etwas traurig.
Vielleicht nochmal zur Klarstellung, ich bin nicht per se gegen Tokensysteme!
Wollte ich auch nicht unterstellen, ich bin selbst zwiegespalten. Ich sehe es wie du, es geht vor allem um Transparenz, nicht so sehr um Schokolade... Ich gehe lieber mit allen Eis essen, wenn's heiß ist, nicht nur mit den "Braven".
Also an Erziehungshilfeschulen, die ausschließlich "Systemsprenger" unterrichten, wird ganz strikt mit Token gearbeitet. Ich habe Unterricht gemacht, in dem alle 15 min das Verhalten ausgewertet wurde. Zumindest an der Schule wurde das so gemacht, wie lange ich das konsequent durchgehalten habe, weiß ich nicht mehr...
... Schulen, da gibt es jede Woche eine mindestens 90minütige Gesamt-Dienstbesprechung, ...
Worüber reden die dann so viel? Oder redet nur die Schulleitung?
Ah, ein Stadtmensch!
Vor einigen Jahren hat es eine Liv aus dem Seminar (als Empfehlung!) mitgebracht. Es hat gut geklappt, ich habe es auch ausprobiert. Die Klasse hat es als Teamspiel gesehen. Natürlich muss man gucken, von welchem Zeitraum man spricht; ich habe es oft nur für den geordneten Weg in die Pause oder für eine 5 oder 10-min- Arbeitsphase gemacht. Eine ganze Stunde oder gar einen ganzen Tag kann das ja niemand durchhalten, es sollte ja so sein, dass es zu schaffen ist….
Wobei man für 10 min auch kein "geheimes Kind" bräuchte, zu sagen "ich bin gespannt, ob ihr es schafft, so leise wie gestern.../wer es besonders leise schafft..." reicht als Wettbewerb aus, würde ich mal behaupten.
Dabei fällt mir gerade auf, wie anstrengend unser Vormittag ist. Wie macht man das eigentlich bis 65? Würde ich echt gerne wissen.
Ich habe weder zuhause noch in der Schule bisher mit positiven Verstärkern gearbeitet. In der Schule finde ich’s bei halbwegs erwachsenen überflüssig und nicht angebracht und zuhause gab es das einfach nie für Selbstverständlichkeiten.
Achso, nee, mit meinen eigenen Kindern habe ich das auch nie gemacht. Und ich lasse in der Schule auch nichts eintauschen, es geht nur ums Visualisieren, das Verrutschen auf einer Ampel/Wolke/Smiley ist effektiver als das ständige angesprochen werden. Es gibt aber keine Belohnung einzutauschen, das mag ich nicht, es hat was von Leckerlis verteilen und so wollte ich selbst auch nicht behandelt werden.
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