Beiträge von Quittengelee

    ...

    Ich finde, es macht auch einen Unterschied, ob ich mir einen großen Bildschirm für daheim kaufe, den ich auch noch privat nutzen kann oder ob ich bei IKEA eine Ausstattung für den Klassenraum kaufe. ...

    Naja, problematisch ist es vor allem, wenn es zum Gruppendruck erhoben wird. Aber eine Abwägung ist es immer, wenn du den Bildschirm auch privat nutzt, nutzt du ihn trotzdem dienstlich und er geht schneller kaputt, als wenn du ihn nur privat nutzen würdest.

    In der Grund- oder Förderschule verbringt man einfach unheimlich viel Zeit im Klassenzimmer. Vergleichbar wäre, wenn jemand ein Büro in einem Unternehmen hat und eine Schüssel mit Bonbons auf den Tisch stellt, in die Kunden reingreifen dürfen oder ein Bild in einem teuren Rahmen aufhängt, auf das auch der Chef gucken darf.

    Unterrichtsmaterial kaufe ich, wenn ich es nicht selbst erstellen will oder kann aus welchem Grund auch immer. Ich weiß, dass jemand an der BBS auch mit dem Lehrbuch von 1978 unterrichten würde, wenn nichts anderes da wäre, aber seien wir ehrlich: ihr habt Beamer, elektronische Tafeln, Laptops, digitale Lehrbücher... und natürlich 3-lagiges Klopapier. Daher stellt sich die Frage real nicht.

    Herrje, das Paracetamol war ein Beispiel für etwas, das man vielleicht einem erwachsenen Schüler geben würde, deswegen schrieb ich auch:

    ...oder keine Ahnung was man der Berufsschule mal so ausgibt, einfach weil man es mit Menschen zu tun hat.

    Wenn ich Lust habe, meinen SuS einen Adventskalender mitzubringen, dann mache ich das, ob das hier irgendwer gut findet oder nicht ist mir toootaaaal egaaaaal.

    s3g4 , ich verstehe nicht, warum du auf diesen Beitrag:

    Zitat

    Genau, mit den 200€/ Monat wird die Heizung (alle 15-20 Jahre je 7-30k), die Fenster, die Türen, die Elektrik/ Leitungen/ Dach (ca. alle 20-60 Jahre) getragen?

    Sorry, dann ist die Wohnung für dich ein kostspieliges Hobby, aber kein Investment oder Geldanlage.

    ...das

    Menschen aus reichen Familien verstehen das nicht. Ich würde es dabei belassen.

    antwortest.

    Wer versteht was nicht?

    ...

    Nein du stattest die Schule mit deinen Mitteln aus.

    Das ist tatsächlich so, wenn man irgendwas anschleppt, geht es in den Besitz des Schulträgers über.

    Aber weil wir die Diskussion schon eine Milliarde Male geführt haben: jeder handhabt es anders. Und ich vermute mal, auch du hast schon einen Lieblingskugelschreiber mit roter Mine gekauft oder zu Hause ein Blatt ausgedruckt? Oder einem Schüler mit Kopfschmerzen eine Paracetamol gegeben oder keine Ahnung was man der Berufsschule mal so ausgibt, einfach weil man es mit Menschen zu tun hat.

    Wenn die Eltern euch erzählen, wir schlecht ihr seid, dann legt ihnen nahe, die Schule zu wechseln, sie finden sicher eine bessere.

    Ich wundere mich wirklich, was ihr euch bieten lasst. Der Schulleiter muss das Kind regelmäßig aus dem Unterricht holen und hat keine Idee, wie es weitergehen soll? Die Eltern haben keine Lust, das Kind abzuholen aber die Lehrer schauen zu, wie es die Mitschüler terrorisiert? Das Kind ist nicht in der Lage, am Unterricht einer Regelschule teilzunehmen aber seine Lehrkräfte tun nichts, als mit den Eltern zusammen auf eine Diagnose zu warten? Ich würde sagen, dann müsst ihr einfach damit leben, ihr verdient euch gegenseitig.

    Alles zutreffend, und genau deswegen wirst du hier keine ernste Antwort bekommen. Da fehlen dann irgendwie doch die entzaubernden Argumente aus der "linken Blase".

    Was für eine Antwort sollte er denn bekommen? Ich hab keine Frage gesehen. Aber sich von einem, der Häuser besitzt und Wohnungen vermietet was von schwindendem Wohlstand erzählen zu lassen, ist per se schon aberwitzig.

    Dass so etwas heutzutage noch passiert, ist hoffentlich extrem unwahrscheinlich.

    Oh doch, selbst erlebt. Eigenes Kind (pfiffig) und Freund von Kind (hochbegabt und Asperger) durften nicht lesen, durften nichts machen, was Eltern mitgegeben hätten und Lehrer fühlte sich auch durch die Beratung einer Hochbegabtenberatungsstelle gestört. Das ganze ist keine 10 Jahre her und die Lehrkraft war jung.

    Nein, ich bin von meinen Grundeinstellungen lange klassischer SPD-Wähler (gewesen). Wer erinnert sich noch an Helmut Schmidt?! Viel mehr muss man dazu nicht mehr sagen...im Vergleich zu heute.

    Und ja richtig, auch diese genannten Migranten wären mit einer anderen Politik nicht mehr traurig. Ja, tatsächlich traurig über/ für Deutschland, um es noch einmal zu betonen. Und sie erkennen, dass es keine Partei mehr gibt, die die klassischen zwei Aufgaben eines Staates zu ihrer Aufgabe macht: Wohlstand und Sicherheit.

    Und nein, ich fühle mich wirtschaftspolitisch nicht von der AfD vertreten.

    Nochmal: Wohlstand und Sicherheit für ein freies und unversehrtes Leben/ Entfaltung sind die Aufgaben eines demokratischen Staates.

    Viele Menschen spüren, dass dies in D bald unwiederbringlich in weiten Teilen verloren gehen könnte. Und es jetzt schon der Fall ist.

    Sprich doch zur Abwechslung mal von dir. Wo geht deine Sicherheit verloren? Wie ist dein Wohlstand gefährdet?

    Nein, viele dieser Menschen haben sich ihren (kleinen) Wohlstand, oftmals als Fabrikarbeiter o. Selbstständige, über Jahrzehnte mit ehrlicher Arbeit aufgebaut.

    Sie sind traurig und erschrocken darüber, wohin sich das gesellschaftliche Leben um sie herum entwickelt. Denn auch sie tragen ihr zweites Heimatland Deutschland im Herzen. Sie sehen und sprechen als Migranten klar aus: Menschen, die (angeblich) vor (religiöser) Verfolgung flüchten, hier jedoch patriarcharlische Lebensweisen um sich herum pflegen- geprägt von rückständigem, ignorantem Verhalten ggü. Mitmenschen, Machtdemonstrationen in deutschen Innenstädten, keine (innerliche) Toleranz gegenüber anderen (Religionen), Hass und Gewalt gegenüber Minderheiten wie Homosexuellen usw.

    Wie viele von denen jetzt Geflüchteten sollen ihnen denn "ihre Errungenschaften" wegnehmen (können)?

    Durch Arbeit, wie sie? Nein, wenn dann durch Ausschröpfung unseres Sozialstaats. Und ja, dieses Geld fehlt dann an allen Ecken und Enden. Und das spüren die Menschen in Deutschland zunehmend.

    Wer sind denn "viele dieser Menschen", "die Menschen" und "die Menschen in Deutschland"? Oder redest du nur nebulös von deinen eigenen irgendwie gefühlten Sorgen?

    Mir scheint, du hast dich bei deinem Kind eh schon entschieden und möchtest hier gerne hören, dass dein Kind ganz besonders begabt ist und dass der einzig richtige Weg die frühere Einschulung ist.

    Welche Aussage lässt diesen Schluss zu?

    ...

    Ich mag es nicht, wenn eigene Kinder als etwas Besonderes dargestellt werden, die eine besondere Behandlung brauchen.

    Eine Hochbegabung ist nichts besonderes, finde ich...

    Das wundert mich, gerade weil du an einer Förderschule arbeitest, wenn ich recht erinnere. Ich denke, jedes Kind ist etwas Besonderes und manche benötigen besondere Unterstützung.

    Gerade wenn jemand schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist es doch nur allzuverständlich, dass er sich schon im Voraus Sorgen macht, dass es Probleme geben könnte. Vielleicht wäre die Botschaft aufmunternd, dass es auch total problemlos laufen kann? Ohne die persönlichen Angriffe.

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