Beiträge von Quittengelee

    Naja, den "Preis" zahlen alle Kollegen, auch die kinderlosen. Und das ist mal wirklich eine der wenigen Sachen, von denen man vor Berufsantritt sicher weiß, dass sie einen erwarten.

    Was ist dann also dein Problem? Du kanntest deine Arbeitsbedingungen doch vorher ganz genau. Und hast du überhaupt schon mal versucht, eine Klassenfahrt auszulassen? Was würde passieren, wenn du sagst, dass du dieses Jahr nicht fahren willst? Ich sehe nicht recht, inwiefern das Familienleben anderer dich mehr belastet. Du könntest auch Teilzeit beantragen und darum bitten, erst zur zweiten Stunde kommen zu dürfen oder donnerstags frei zu haben. Möchtest du das denn? Oder geht's vielleicht doch bloß ums Prinzip?

    Das heißt wirklich "Fachperson(en)" in der Schweiz. Lagerlogistik habe ich jetzt noch nie bewusst gelesen, aber z. B. wird konsequent von medizinischen Fachpersonen geschrieben bei Krankenhäusern, statt von medizinischen Fachkräften.

    Gefällt mir gut, die schweizer Variante. Sprachlich finde ich sie definitiv sanfter und gleichzeitig inklusiver als das kernige "Fachkraft", dass man durchaus aus als martialisch empfinden kann. Das könnte ich mir sehr gut für unser Lehrerzimmer vorstellen, wenn das renoviert wird, dass dort einfach nur noch "Lehrpersonen" an der Tür steht.

    Witzig, ich finde "Person" anonymer irgendwie, dann lieber "Kraft", das klingt für mich sehr energetisch. Die Fachkraft weiß, was sie macht, die Fachperson ist etwas gesichtslos ^^

    Aber das ist natürlich nur Blödsinn, ich bin gespannt, was sich durchsetzt. V.a. für Schülys fehlt noch der passende Begriff.

    Ich melde einen Beitrag, wenn jemand einen anderen beleidigt und ich schreibe das hierhin, wenn mir danach ist. Wenn's dir egal ist, brauchst du ja keine 10 Kommentare dazu veröffentlichen, ist doch prima.

    Ansonsten meine ich das als Hobbypsychologin ganz ernst, schlechte Erfahrungen zu verarbeiten ist eine gute Sache, aber was du hier tust, halte ich für selbstzerstörerisch. Wir kennen dich nicht und niemand will dir als Person was Böses. Wenn du Austausch zu irgendwas wünschst, dann führe den doch einfach ganz normal und dann bekommst du auch normale Antworten. Es muss niemand deine Klischees bestätigen, das ist ein Fehlschluss.

    ...

    Wollte den Beitrag gerade melden, aber hat schon wer gemacht.

    Ich denke, nun ist hinreichend bekannt, dass du ein Problem mit mindestens einer Lehrkraft hast und ich bin froh, dass wir als Blitzableiter dienen konnten: So musst du hoffentlich nicht deine Wut an einer Person im wahren Leben rauslassen. Erwachsener wäre natürlich, mit dem Konflikt abzuschließen und für sein eigenes Leben Verantwortung zu übernehmen, aber das kannst nur du entscheiden.

    Huch, jetzt wäre ich fast besserwisserisch geworden und hätte regional von unten nach oben geschleimt, um mich anstrengend antisozial nur meinem Fach zu widmen. Ist aber gerade noch mal gut gegangen und ich hab neben die Klischeekiste ins Klo gegriffen.

    Leute, habt ihr auch Schlafprobleme oder liegt das an meinem biblischen Alter? Noch wer wach gerade?

    Findet Ihr das Spiel Galgenmännchen/Hangman noch okay?

    Ja, das ist ein zeitloses, spannendes Spiel ohne Materialaufwand, bei dem man zudem seine Rechtschreibung trainiert... Nein im Ernst, ich finde daran nichts Ungebührliches, es hat mich nie gestört und tut es auch jetzt nicht bei genauem Nachdenken. Man malt Kreidestriche an die Tafel- etwa in der Qualität des "Haus des Nikolaus"- und alle wissen, nach wie viel Strichen gewonnen wurde. Ich sehe kein ethisches Dilemma. Ist aber lediglich meine persönliche Meinung:) .

    Edit: Schlag doch vor, ein Strichmännchen am Kreuz zu malen, dann passt es zum Fach :flieh:

    Letzte Woche habe ich meiner Klasse die Quartalsnoten mitgeteilt; eine Schülerin steht bei mir zwei minus, sie sieht sich besser, wollte eine eins.

    Heute kommt eine Mail der Mutter: "(...) scheinbar fließt in die Notengebung mit ein, dass meine Tochter ein Kopftuch trägt und dies scheint Ihre Notengebung negativ zu beeinflussen."

    Ich bin wirklich sprachlos. Noch nie habe ich meine Noten vom Tragen eine Kopftuchs abhängig gemacht. Die vorherigen Teilleistungsnoten, die übrigens schlechter waren als "gut", wurden angenommen. Mittwoch kommt die Mutter in die Schule - wie würdet ihr das Gespräch angehen? Die Schülerin ist übrigens 16 Jahre alt und möchte ihre beiden Brüder auch mitbringen zum Gespräch. Auch das finde ich schwierig. Danke für Tipps.

    Ich würde mir einen Tag Zeit nehmen, darüber nachzudenken, wie ich reagiere. Mal ganz abgesehen von der lächerlichen Diskussion um eine 2(!) frage ich mich, ob man überhaupt ein Gespräch um Leistungsbewertung führen sollte. Ich denke spontan, es wäre angemessen, die Mutter wegen der geschilderten Anschuldigungen einzubestellen und gemeinsam mit der Schulleitung das Gespräch zu führen. Mein Gefühl sagt eher, selbst die Initiative zu ergreifen und das Verhalten der Mutter zu thematisieren statt rumdiskutieren, wie viele Männer da dabei sein dürfen und sich verteidigen zu müssen, warum man welche Note gegeben hat.

    Ich finde das Verhalten der Mutter nicht naiv und nicht dummfrech, ich finde es kriminell. Ich würde diesen Vorwurf ganz klar aus der Welt schaffen wollen. Die Person, die dir solche Mails schreibt, hat sich zu verteidigen und sich zu entschuldigen. Nicht du.

    Hier auch *meld*. Auch Elternteile fahren auf Klassenfahrt, wenn die Kinder nicht gerade unter 2 sind. Warum auch nicht? Die meisten Kinder haben zwei Elternteile. Anstrengend wird es natürlich für den Zuhausegebliebenen, die oder der ein paar Tage Job und Kinder alleinerziehend aushalten muss. Viele Leute ohne Kinder meinen offenbar, Klassenfahrt sei das Anstrengendste im Leben ;)

    Und was hält davon ab, daheim sich sowas zu erstellen und es dann abzuschreiben? Du kannst das gar nicht vermeiden und sehe auch keinen Grund dafür dass man vermeiden müsste.

    Was genau würdest du vermeiden oder auch nicht? Das Lernziel beim Abschreiben eines automatisch generierten Textes sehe ich nicht und ohne Quellenangaben ist er auch unbrauchbar oder was genau meinst du? Also wie nutzen deine SuS KI?


    Es ist eine gute Idee, das Kind in ein Taxi zu setzen.

    natürlich nicht?!

    Wir haben auch extra Räume. Diese nutzt das Kind allerdings nur noch, um zu spielen. Das finde ich nicht Sinn der Sache: Der Schüler muss aus der Klasse, weil er laut ist und "darf" dann spielen??? Das geht nicht. ..

    Vielleicht solltest du deinen Anspruch überdenken. Das Kind ist unbeschulbar, wie du selbst anmerkst, dann soll es aber im Nachbarraum beschult werden aber natürlich von jemand anderem als die und der soll das dann wie genau umsetzen?

    Wenn Kinder mit 6 Jahren derart verhaltensauffällig sind, wurden sie schwer misshandelt oder haben sonst irgend eine traumatische Scheiße erlebt, dass Schule das nicht in ausreichendem Maße auffangen kann. Du kannst es nicht einfach ausschulen oder mit dem Taxi in die Wüste schicken. Ruft die Erziehungshilfeschule an und lasst euch beraten. Sorgt für verkürzte Beschulung, da gibt es Möglichkeiten. Und versucht solange, einen gangbaren Weg zu finden und wenn der darin besteht, dass das Kind im Nachbarraum mit seiner Aufsicht Knete bearbeitet oder über den Schulhof wandert, dann ist das halt erst mal genau so. Redet mit dem Kind, macht ihm klar, was es (Machbares!) zu tun hat, macht wenige, klare Ansagen, solange ihr morgens selbst noch ruhig seid und sagt ihm auch, dass ihr den Notarzt rufen müsst, wenn es gewalttätig wird und sich nicht mehr unter Kontrolle hat. Nicht als Strafe sondern so ist der Weg. Und setzt die Eltern maximal unter Druck

    Morse, es geht die ganze Zeit um diesen Beitrag:

    ...

    Diese nachvollziehbaren Urteile haben jedoch nichts mit den tatsächlichen Gründen der bindenden Grundschulempfehlung zu tun. Nicht "tatsächlich" in dem Sinn, dass die genannten Personengruppen zwar betroffen sind von derlei Änderungen, aber nicht von ihnen entschieden werden und daher auch nicht aus deren Gründen. Die Gründe (tatsächlichen) Gründe sind dort zu suchen, wo diese Entscheidungen (tatsächlich) getroffen werden.

    Das Bildungswesen dient in erster Linie der Bereitstellung eines möglichst passenden Angebots an den Arbeitsmarkt.

    Die Bindung oder nicht-Bindung an die Grundschulempfehlung ist ein Steuerungsinstrument der Abiturientenquote.

    Und ich sagte, gib bitte einen Beleg dafür oder kennzeichnen es als deine Vorstellung von der bisherigen Bildungspolitik.

    ...würde ich meinen, dass diese Maßnahme, wenn, eine Verringerung der Abiturientenquote zur Folge hätte.
    (Aus meiner Sicht eben um dem Arbeitsmarkt bzw. Fachkräftemangel v.a. in Handwerklichen berufen Rechnung zu tragen. So wie Du formuliert hattest:

    Das wäre ein Plan, den man so fassen könnte. Darum ging es aber in deinen Beiträgen explizit nicht.

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