Beiträge von Quittengelee

    Der Scheiß ist halt, dass die Rechnungen jedes Mal so hohe Beträge sind, teilweise mehrere davon und das im 3-Wochen-Rhythmus. Ich hab auch schon Sachbearbeiter erreicht, die dann Rechnungen zusammen bearbeitet haben. Es muss doch aber eine vernünftige Lösung geben, zumindest auf Abschläge und offiziell, dass ich nicht ständig hinterhertelefonieren muss und gleichzeitig beim Labor, ob sie gnadigerweise Mahnsperre einlegen? Wie ein Bittsteller mit Schulden.

    Was macht man denn sonst als Dialysepatient oder was es da an teurem, regelmäßigem Zeugs ambulant gibt?

    Welches Land wäre denn ein gutes Austragungsland, das keinen Grund zu einem WM-Boykott geben würde

    Eines, das schonmal einen Haufen Zaster für die Infrastruktur ausgegeben hat vielleicht? Brasilien, irgend ein europäisches Land oder mehrere Nachbarstaaten.... Skandinavien? Was ist mit Australien?

    Halli Galli fällt mir als erstes ein.

    Für strukturierte Mengenbilder gibt es auch allerlei, aber immer mit didaktischem Hintergedanken und weniger mit Aufforderungscharakter.

    Qwixx ist ganz gut zum Kopfrechnen mit bisschen Spannung, weil man Entscheidungen treffen muss. Allerdings für ganz schwache SuS eher ungeeignet.

    Zur Förderung von Vorläuferfertigkeiten/Wahrnehmung fielen mir noch Sachen ein, aber ich weiß nicht, ob das passt?

    Ist das denn so einfach? Direkt nach dem Studium als Lateinlehrkraft etwa... Man ist weder Führungskraft eines Konzerns, noch spezialisierte Industriemechanikerin auf Montage- für einen Konzern. Dafür hat man keine Verantwortung.

    Edit: vielleicht verkaufe ich unsere Arbeit auch unter Wert, aber sich etwas versagen, worauf man Lust hat, weil andere das nicht machen würden, ist doch unsinnig.

    ...Die Konsequenz die ausgehandelt wurde ist folgende: sollte einer der Schüler, welcher bei Störungen immer dabei ist, noch einen Klassenbucheintrag bekommen, wird er in die Parallelklasse versetzt.

    Gestern habe ich mit einem Kollegen gesprochen, der meinte, dass es anscheinend keine Wirkung auf die Klasse gemacht hat und in seinem Unterricht wieder kein Stationenbetrieb/Spiele etc. möglich waren. Das einzige, dass half war einfach schreiben. ..

    Daran ist Mehreres etwas problematisch:

    Das Versetzen in die Parallelklasse ist (in Deutschland zumindest) eine Ordnungsmaßnahme und gleicht etwas dem Schießen mit Kanonen auf Spatzen. Wenn sich ein Schüler extrem verhält, kann man das machen, vorher sollten aber Erziehungsmaßnahmen greifen. Nacharbeit, Elternanrufe etc. Aber gut, nun ist es höchstschulleiterlich beschlossen, was für euch wiederum gut ist. Ihr müsst das jetzt also unbedingt durchziehen. Nichts ist tödlicher für Disziplin als nicht umgesetzte Androhungen. Der Kollege muss also das Versetzen in die andere Klasse anleiern, mit allen Punkten, die dabei zu beachten sind (Elternanhörung? Steht im Schulgesetz)

    Außerdem: es gibt zwischen "Abschreiben lassen" und "Stationenbetrieb/ Spielen" noch Zwischenschritte der Freiheit. Etwa zunächst mal zu zweit Arbeitsaufträge erfüllen oder zwischen zwei Aufgaben wählen.

    Bei Stationen: stark angeleitete Stationen (Pflicht vs. Wahl von Aufgaben, Partner*innen, Orte wo gelernt wird etc.). Man kann also von "in absoluter Stille eine Wahlstation, wenn drei Pflichtstationen bearbeitet wurden" bis hin zu "jeder macht, wann er wozu Lust hat mit wem er will, wo er will" 100 Abstufungen in der Freiheit festlegen.

    Für schwierige Klassen ist es übrigens keine Belohnung, Spiele zu spielen, für die sie sich zusammenreißen würden oder können.

    Daher bliebe meine Frage: ab wann wird es unruhig? Kannst du überhaupt die Aufgabe stellen, die zu bearbeiten ist? Was auch immer du vorhast, zuallererst müssen alle still sein und zuhören.

    Es geht nicht darum Kritik zu unterbinden. Die WM ist kein Politikum, sonst hätten viele WMs aus unterschiedlichen Gründe nicht stattfinden dürfen.

    Ich sehe es so, dass die WM in Katar nicht hätte stattfinden dürfen. Die Zustände auf den Baustellen waren öffentlich bekannt.

    ...Wer entscheidet es denn, dass die jeweilige Nationalmannschaft aus politischen Gründen nicht dran teilnehmen darf? Es geht nicht um die Unterstützung der Politik eines Landes, sondern um ein Fußballtunier (und in dem Zusammenhang auch um relativ viel Geld)...

    Keime Ahnung, ich finde auch nicht, dass es den Sportlern gegenüber fair ist. Jedenfalls ist es aber hochpolitisch, Sportler*innen bestimmter Nationen auszuschließen, das wirst du wohl kaum abstreiten?

    Alleine 2026 wird es etwa 50-60 Weltmeisterschaften in diversen Sportarten und verschiedensten Nationen geben. Warum nun gerade die Fußball-WM so politisch aufgeladen wird, ist mir ein Rätsel.

    Das war doch schon immer so. Wahrscheinlich geht es bei der Fußball-WM um unfassbar viel Geld.

    Weil es eine der wenigen Weltmeisterschaften ist, die medial Beachtung finden. Also wird daraus ein Politikum gemacht. Während man dabei sein Apple IPhone in den Händen hält und auf Amazon nach dem nächsten Schnäppchen sucht.

    ...

    Mit dem Argument kann man alle Kritik an jeglichen Zuständen unterbinden. ICE führt sich auf wie die SS? Egal, an meinem Smartphone klebt Blut. Wie praktisch, der Rest der Welt kann mir also egal sein, weil ich nicht als Selbstversorger im Wald lebe.

    Besten Dank!
    Ich hätte nicht gedacht, dass trotz des Einsatzes im Ersatzschuldienst auf die Bezüge des Landes zurückgegriffen wird – interessant.

    Das stimmt so pauschal auch nicht. Die Bezahlung im Ersatzschuldienst (Privatschulen in freier Trägerschaft) orientiert sich zwar an den Gehältern des öffentlichen Dienstes, muss jedoch nur bei mindestens 80% des Grundgehalts vergleichbarer, also angestellter Lehrkräfte liegen.

    Was in der Schule m.E. noch belastend ist, ist die Arbeit mit den Eltern. Man muss sich sicher fühlen, um gut durch Konflikte zu kommen. Nicht alle natürlich, es gibt aber immer wieder Eltern, die die Lehrkraft und ihre Arbeit infrage stellen und dann kritische Fragen stellen oder auch frontal angreifen. Da hilft es dann, ruhig bleiben zu können, weil man die Kritik schnell von der Person trennen kann. Das ist für viele Kolleg*innen schwer, wenn es einem schlaflose Nächte und innere Zerrissenheit beschert, muss man aber damit leben und fit und fröhlich sein am nächsten Tag.

    Ich verstehe deinen Wunsch nach Normalität und Gesundheit. Allein ob mit harter Arbeit alles erreicht werden kann, bin ich persönlich skeptisch. Auf der anderen Seite sind Ziele im Leben gut und geben Kraft. Wie groß ist dieser Wunsch, ist er über die Zweifel erhaben? Du alleine lebst mit der Entscheidung, egal was wir hier erzählen.

    Wie wäre die Vorstellung, mit Kindern einzeln zu arbeiten, zum Beispiel in Logo- oder Ergotherapie?

    Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was man da raten kann. Die Frage ist, denke ich, welcher Art deine Erkrankung ist, wie die Prognose und welche Belastungen das Problem verschlimmern könnten. Dabei halte ich die Angst vor Druck im Referendariat für passgenauer als die diffuse Angst vor den "Kindern von heute", Kinder sind immer und überall Kinder und werden es immer sein.

    Grundsätzlich halte ich es für eine gute Idee, gesund in den Beruf zu starten, krank werden genug Leute auch noch später. Auf der anderen Seite hast du vielleicht durch deine Erfahrungen und Behandlung eine realistischere Einschätzung als jemand, der mit 19 nach der Schule blauäugiger da reintappt.

    Was bringt dich denn zum Berufswunsch?

    Die Ausschreibung ist in der Tat arg wortkarg, trotzdem ist der Kreis der infrage-Kommenden doch sowieso recht gering.

    Hier geht's immer nur darum zu betonen, wie wenig man woanders verdient und dass sich das doch niemand für dieses Gehalt antut etc., der erste Beitrag ist ja bereits ausgelacht worden. Hätte ich als Arbeitgeber wohl auch keine Lust zu. Diese Schulen haben oft Vereine als Träger, da kann das Gehalt nicht fürstlich sein.

    Dafür ist man an einer kleinen Schule, taucht im Land richtig ein... Wer's mag wird schon anrufen, denke ich.

    Schon, aber die Schule hat eine Homepage, wer Interesse an einem Jahr Italien hat, wird in der Lage sein, zu googeln.

    Was ich gerne wissen würde: Ich war mal im Praktikum an einer Deutschen Schule und die SuS mit anderer Erstsprache hassten Deutsch. Fand ich schade. Ob das überall so ist?

    Die Frage ist ja auch immer so ein bisschen, was man in den Fokus nimmt und was man interessant findet:

    Unterrichtsstoff, Interaktion mit der Gruppe, Didaktik für die jeweilige Lerngruppe, Methodik für die jeweilige Lerngruppe, Classroommanagement,... Es gibt so viele Dinge.

    Nicht jeden Aspekt wird man in jeder Lerngruppe und jeder Schulform interessant finden. Aber irgendwas davon doch eigentlich immer, wenn man dann sein eigenes Interesse passend umswitchen kann.

    Oder man wechselt den Beruf, wenn einem nichts daran gefällt, muss man das weder sich noch den Kindern antun.

    Kannst nur den Personalrat vorsprechen lassen oder es selbst tun.

    Bedenke dabei, dass es keine 'Doppelbesetzungspflicht' gibt, im Zweifel fängst du dir eine Rüge und ewig schlechte Laune der angefressenen Schulleitung. Ich würde mich lieber damit abfinden, dass die Person nicht anwesend ist. Abfinden hilft gegen Ärger und in diesem Falle ist es vielleicht sogar besser, wenn du dein Ding machen kannst.

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