"künstlich" ist hier das wichtige Adjektiv. Ich halte es auch nicht für angemessen, die Sprache per Verordnung/Gesetz zu regeln. Aber letztendlich wandelt sich die Sprache wie schon seit Jahrhunderten, es tritt irgendwann Gewöhnung ein und es wird sich etwas durchsetzten - oder eben nicht. Ich finde die verbissene Genderdiskussion amüsant bis nervig, aber ob jemand gendert oder nicht, ist mir völlig egal. Ich selbst mache es da, wo ich es sinnvoll finde.
Du machst es aber nur deswegen da, wo du es sinnvoll findest, weil sich damit öffentlich beschäftigt wird und du darüber gelesen und dir eine Meinung gebildet hast. Dein Verhalten fällt ja nicht kontextlos vom Himmel.
Insgesamt wird sich zur Zeit viel in der Öffentlichkeit mit Nonbinarität etc. auseinandergesetzt, das zeigt sich an vielen Stellen in der Gesellschaft, Mode, Musik, Kunst... Queere Künstler*innen sind meist die interessantesten, wer leidet schafft Kunst.
Darüber aufregen und irgendwas verbieten wollen tut nur der rechtskonservative Rand. Diejenigen, die die Idee für gut und wichtig
halten, wollen weder was erzwingen noch per Gesetz vorschreiben.
Inzwischen gendern halt fast alle großen Zeitungen in irgendeiner Form, es ist überhaupt nicht mehr aufzuhalten.
Aber Söder hatte seinen kleinen Stammtischsieg, wollen wir ihm diese Freude lassen. Zusammen mit Schweinefleisch und Alkohol bildet das seine private kleine Leitkultur und wer wollte ihm die missgönnen? Wär mir aber im Berufsalltag trotzdem wurscht. Wenn ich Elterinnen und Eltern schreiben möchte, mach ich das!