Beiträge von Quittengelee

    ...

    Wollte den Beitrag gerade melden, aber hat schon wer gemacht.

    Ich denke, nun ist hinreichend bekannt, dass du ein Problem mit mindestens einer Lehrkraft hast und ich bin froh, dass wir als Blitzableiter dienen konnten: So musst du hoffentlich nicht deine Wut an einer Person im wahren Leben rauslassen. Erwachsener wäre natürlich, mit dem Konflikt abzuschließen und für sein eigenes Leben Verantwortung zu übernehmen, aber das kannst nur du entscheiden.

    Huch, jetzt wäre ich fast besserwisserisch geworden und hätte regional von unten nach oben geschleimt, um mich anstrengend antisozial nur meinem Fach zu widmen. Ist aber gerade noch mal gut gegangen und ich hab neben die Klischeekiste ins Klo gegriffen.

    Leute, habt ihr auch Schlafprobleme oder liegt das an meinem biblischen Alter? Noch wer wach gerade?

    Findet Ihr das Spiel Galgenmännchen/Hangman noch okay?

    Ja, das ist ein zeitloses, spannendes Spiel ohne Materialaufwand, bei dem man zudem seine Rechtschreibung trainiert... Nein im Ernst, ich finde daran nichts Ungebührliches, es hat mich nie gestört und tut es auch jetzt nicht bei genauem Nachdenken. Man malt Kreidestriche an die Tafel- etwa in der Qualität des "Haus des Nikolaus"- und alle wissen, nach wie viel Strichen gewonnen wurde. Ich sehe kein ethisches Dilemma. Ist aber lediglich meine persönliche Meinung:) .

    Edit: Schlag doch vor, ein Strichmännchen am Kreuz zu malen, dann passt es zum Fach :flieh:

    Letzte Woche habe ich meiner Klasse die Quartalsnoten mitgeteilt; eine Schülerin steht bei mir zwei minus, sie sieht sich besser, wollte eine eins.

    Heute kommt eine Mail der Mutter: "(...) scheinbar fließt in die Notengebung mit ein, dass meine Tochter ein Kopftuch trägt und dies scheint Ihre Notengebung negativ zu beeinflussen."

    Ich bin wirklich sprachlos. Noch nie habe ich meine Noten vom Tragen eine Kopftuchs abhängig gemacht. Die vorherigen Teilleistungsnoten, die übrigens schlechter waren als "gut", wurden angenommen. Mittwoch kommt die Mutter in die Schule - wie würdet ihr das Gespräch angehen? Die Schülerin ist übrigens 16 Jahre alt und möchte ihre beiden Brüder auch mitbringen zum Gespräch. Auch das finde ich schwierig. Danke für Tipps.

    Ich würde mir einen Tag Zeit nehmen, darüber nachzudenken, wie ich reagiere. Mal ganz abgesehen von der lächerlichen Diskussion um eine 2(!) frage ich mich, ob man überhaupt ein Gespräch um Leistungsbewertung führen sollte. Ich denke spontan, es wäre angemessen, die Mutter wegen der geschilderten Anschuldigungen einzubestellen und gemeinsam mit der Schulleitung das Gespräch zu führen. Mein Gefühl sagt eher, selbst die Initiative zu ergreifen und das Verhalten der Mutter zu thematisieren statt rumdiskutieren, wie viele Männer da dabei sein dürfen und sich verteidigen zu müssen, warum man welche Note gegeben hat.

    Ich finde das Verhalten der Mutter nicht naiv und nicht dummfrech, ich finde es kriminell. Ich würde diesen Vorwurf ganz klar aus der Welt schaffen wollen. Die Person, die dir solche Mails schreibt, hat sich zu verteidigen und sich zu entschuldigen. Nicht du.

    Hier auch *meld*. Auch Elternteile fahren auf Klassenfahrt, wenn die Kinder nicht gerade unter 2 sind. Warum auch nicht? Die meisten Kinder haben zwei Elternteile. Anstrengend wird es natürlich für den Zuhausegebliebenen, die oder der ein paar Tage Job und Kinder alleinerziehend aushalten muss. Viele Leute ohne Kinder meinen offenbar, Klassenfahrt sei das Anstrengendste im Leben ;)

    Und was hält davon ab, daheim sich sowas zu erstellen und es dann abzuschreiben? Du kannst das gar nicht vermeiden und sehe auch keinen Grund dafür dass man vermeiden müsste.

    Was genau würdest du vermeiden oder auch nicht? Das Lernziel beim Abschreiben eines automatisch generierten Textes sehe ich nicht und ohne Quellenangaben ist er auch unbrauchbar oder was genau meinst du? Also wie nutzen deine SuS KI?


    Es ist eine gute Idee, das Kind in ein Taxi zu setzen.

    natürlich nicht?!

    Wir haben auch extra Räume. Diese nutzt das Kind allerdings nur noch, um zu spielen. Das finde ich nicht Sinn der Sache: Der Schüler muss aus der Klasse, weil er laut ist und "darf" dann spielen??? Das geht nicht. ..

    Vielleicht solltest du deinen Anspruch überdenken. Das Kind ist unbeschulbar, wie du selbst anmerkst, dann soll es aber im Nachbarraum beschult werden aber natürlich von jemand anderem als die und der soll das dann wie genau umsetzen?

    Wenn Kinder mit 6 Jahren derart verhaltensauffällig sind, wurden sie schwer misshandelt oder haben sonst irgend eine traumatische Scheiße erlebt, dass Schule das nicht in ausreichendem Maße auffangen kann. Du kannst es nicht einfach ausschulen oder mit dem Taxi in die Wüste schicken. Ruft die Erziehungshilfeschule an und lasst euch beraten. Sorgt für verkürzte Beschulung, da gibt es Möglichkeiten. Und versucht solange, einen gangbaren Weg zu finden und wenn der darin besteht, dass das Kind im Nachbarraum mit seiner Aufsicht Knete bearbeitet oder über den Schulhof wandert, dann ist das halt erst mal genau so. Redet mit dem Kind, macht ihm klar, was es (Machbares!) zu tun hat, macht wenige, klare Ansagen, solange ihr morgens selbst noch ruhig seid und sagt ihm auch, dass ihr den Notarzt rufen müsst, wenn es gewalttätig wird und sich nicht mehr unter Kontrolle hat. Nicht als Strafe sondern so ist der Weg. Und setzt die Eltern maximal unter Druck

    Morse, es geht die ganze Zeit um diesen Beitrag:

    ...

    Diese nachvollziehbaren Urteile haben jedoch nichts mit den tatsächlichen Gründen der bindenden Grundschulempfehlung zu tun. Nicht "tatsächlich" in dem Sinn, dass die genannten Personengruppen zwar betroffen sind von derlei Änderungen, aber nicht von ihnen entschieden werden und daher auch nicht aus deren Gründen. Die Gründe (tatsächlichen) Gründe sind dort zu suchen, wo diese Entscheidungen (tatsächlich) getroffen werden.

    Das Bildungswesen dient in erster Linie der Bereitstellung eines möglichst passenden Angebots an den Arbeitsmarkt.

    Die Bindung oder nicht-Bindung an die Grundschulempfehlung ist ein Steuerungsinstrument der Abiturientenquote.

    Und ich sagte, gib bitte einen Beleg dafür oder kennzeichnen es als deine Vorstellung von der bisherigen Bildungspolitik.

    ...würde ich meinen, dass diese Maßnahme, wenn, eine Verringerung der Abiturientenquote zur Folge hätte.
    (Aus meiner Sicht eben um dem Arbeitsmarkt bzw. Fachkräftemangel v.a. in Handwerklichen berufen Rechnung zu tragen. So wie Du formuliert hattest:

    Das wäre ein Plan, den man so fassen könnte. Darum ging es aber in deinen Beiträgen explizit nicht.

    Das habe ich noch nie erlebt. Wenn ich vor mir eine Frau sehe und diese anspreche, dann benutze ich Frau als Anrede. Wenn es das nicht möchte, dann soll es mir eine Anrede nennen.

    Abgesehen davon, dass eine Person nicht sächlich ist, nur weil du ihr Geschlecht nicht anhand von Frisur oder Brustumfang bestimmen kannst, eine Frage: Wann spricht man überhaupt jemanden mit "Frau" oder "Herr" an, den man noch nicht kennt?

    Die Person muss sich ja sowieso erst irgendwie vorgestellt haben. Wenn jemand sich mit "Müller" vorstellt und nicht möchte, dass man das Geschlecht errät, dann kann die Person dazusagen, "einfach nur Müller, ohne Herr oder Frau" oder so.

    "Herr" weglassen?! Hm... "Müller, ich hab' da mal eine Frage..." klingt aber sehr merkwürdig, oder?

    Bei uns steht übrigens tatsächlich nur "Lehrkräfte" an den Türschildern der verschiedenen Lehrkräfte-Räume :) . Beim Schulleiter steht "Schulleitung" und bei seiner Stellvertreterin "stellvertretende Schulleitung".

    Bei euch gibt es wirklich immer eine Lösung oder erst gar kein Problem :lach:

    Das ist prinzipiell natürlich gut und total gesund für alle Beteiligten, aber so kann man doch keine Forumsdiskussion führen, da wäre ja sofort Schluss :doc:

    Mit entspannter Besoldung für 8 Stunden und dadurch finanzielle Abhängigkeit vom Partner. Bitte nenn auch die andere Kröte, die man dann schlucken muss. Dir steht das Modell im übrigen ebenfalls offen. Das ist nicht an Frauen gebunden.

    Nein, die armen Männer werden gezwungen, voll zu arbeiten, mehr zu verdienen und dürfen keine Kinder betreuen, keine Elternzeit nehmen, sich später nicht in Teilzeit für lau um die (Schwieger-)Eltern kümmern, das ist alles den privilegierten Frauen vorbehalten.

    Der von dir verlinkte Artikel beschäftigt sich genau nicht mit der von dir vermuteten Bildungspolitik, die für einen Arbeitsmarkt irgendwas steuert.

    Und warum du ständig von Moral redest, ist mir auch nicht klar. Ich behaupte, dass die Entscheidung, bindende Grundschulempfehlungen überall abzuschaffen nicht getroffen wurde, um mehr Abiturient*innen für einen Arbeitsmarkt mit großem Dienstleistungssektor zu produzieren. Du glaubst das offenbar und das ist dein gutes Recht, ich kenne dafür aber bislang keine Hinweise.

    Also der einzige Nachteil, den ich für Lehrer-Nichteltern sehe ist, dass diese immer die Kinderzeiten im Stundenplan ausbaden müssen. ..

    Das ist aber ein Wessi-Ding, genau wie Teilzeitarbeiterei, im Osten machen Kindergärten im Schnitt um 6 auf und um 17 Uhr zu. Das ist also eine Frage von Organisation, die die Gesellschaft auf die Kette kriegen muss. Da natürlich nach wie vor sich viel mehr Mütter um die Kinderbetreuung kümmern, wird sich daran wahrscheinlich nichts ändern.

    "künstlich" ist hier das wichtige Adjektiv. Ich halte es auch nicht für angemessen, die Sprache per Verordnung/Gesetz zu regeln. Aber letztendlich wandelt sich die Sprache wie schon seit Jahrhunderten, es tritt irgendwann Gewöhnung ein und es wird sich etwas durchsetzten - oder eben nicht. Ich finde die verbissene Genderdiskussion amüsant bis nervig, aber ob jemand gendert oder nicht, ist mir völlig egal. Ich selbst mache es da, wo ich es sinnvoll finde.

    Du machst es aber nur deswegen da, wo du es sinnvoll findest, weil sich damit öffentlich beschäftigt wird und du darüber gelesen und dir eine Meinung gebildet hast. Dein Verhalten fällt ja nicht kontextlos vom Himmel.

    Insgesamt wird sich zur Zeit viel in der Öffentlichkeit mit Nonbinarität etc. auseinandergesetzt, das zeigt sich an vielen Stellen in der Gesellschaft, Mode, Musik, Kunst... Queere Künstler*innen sind meist die interessantesten, wer leidet schafft Kunst.

    Darüber aufregen und irgendwas verbieten wollen tut nur der rechtskonservative Rand. Diejenigen, die die Idee für gut und wichtig

    halten, wollen weder was erzwingen noch per Gesetz vorschreiben.

    Inzwischen gendern halt fast alle großen Zeitungen in irgendeiner Form, es ist überhaupt nicht mehr aufzuhalten.

    Aber Söder hatte seinen kleinen Stammtischsieg, wollen wir ihm diese Freude lassen. Zusammen mit Schweinefleisch und Alkohol bildet das seine private kleine Leitkultur und wer wollte ihm die missgönnen? Wär mir aber im Berufsalltag trotzdem wurscht. Wenn ich Elterinnen und Eltern schreiben möchte, mach ich das!

    Da es an GemS mit Oberstufe genauso ist, wie Sie es hier beschreiben, obwohl die Kids viel früher mit Berufsorientierung konfrontiert werden, scheint das nicht das Problem zu sein. An meiner Schule wollen alle Kids am liebsten in die Oberstufe. Viele, die den ESA geschafft, aber nicht in die 10. Klasse versetzt wurden, haben sich trotz BO und Beratung nirgends beworben und müssen an einer Berufsschule ein Aufbaujahr absolvieren. Analog verläuft es im 10. Jahrgang, falls man sich nicht an einer Berufsschule für die Fachoberstufe beworben hat. Sehr wenige beginnen eine Ausbildung.

    Von den GemS ohne Oberstufe kriegen wir auch immer sehr viele Kids, die mit Phantasienoten in die Oberstufe versetzt wurden. Das ist oft wirklich unschön, was sich dann abspielt.

    Ich halte es für ein gesellschaftliches Problem, dass das Abitur überbewertet wird und wir gleichzeitig jungen Menschen versprechen, dass sie schon irgendwie das Abitur schaffen. Tatsächlich schaffen es viele ja auch. Wie und ob es sinnvoll ist, spielt keine Rolle.

    Auch in deinem Bundesland gibt es Gymnasien ab Klasse 5 und solange wird eben m.E. an der falschen Stelle auf die falsche Weise gesiebt. An "Gesamtschulen ohne Oberstufe" sind Haupt- und Realschüler und natürlich werden Noten dort wie überall auch an der Sozialen Bezugsnorm ausgerichtet. Deswegen wirken die starken Realschüler*innen besser als sie im Vergleich zu den Gymnasiast*innen sind und ihre Noten sind "zu gut", wenn sie zu euch kommen.

    Und dass zu viele Leute Abitur machen und studieren wollen, sieht sicher jeder ein, die Frage war ja, wie und ob man das über das dreigliedrige System steuern kann.

Werbung