Beiträge von Quittengelee

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    Von AGs, Nachhilfe, als Tagesmutter oder in der VHS kann man nicht wirklich leben. Klinikschule, Strafvollzug und BVB sind normale, staatliche Schulen und somit nicht geeignet für jemanden, der aussteigen möchte.

    Ich halte einen gleichwertigen Ausstieg aus dem Schuldienst für sehr schwierig, aber letztlich ist es eine Frage von Mut. Man muss ggf. Abstriche machen, aber Leute mit Soziologie oder Kulturwissenschaften haben auch irgendwelche Stellen bekommen, auf die könnte man sich als EX-Lehrkraft genauso bewerben. Allein ob man sich mit 45 oder 50 noch traut, was Neues zu machen, woanders zu bestehen, weniger zu verdienen... Als grundständig studierte Lehrkraft musste man sich nie irgendwo bewerben und ehrlicherweise auch nicht beweisen. Gefühlt vielleicht schon, aber es gab nie ein Projekt, das man versemmeln und damit seine Stelle verlieren konnte oder so.

    Zur Ausgangsfrage: ja, würde ich wohl wieder machen. Vielleicht auch einen Job, in dem man mehr draußen ist und mehr mit Tieren zu tun hat, Försterin mit Rückepferden im Wald wäre ich manchmal gerne ^^ Aber ich fürchte, ich mache genau das, was ich mache, weil's so sein soll.

    ...

    Ich habe in einem Ghetto gelebt, wo viele aus diesen Ländern gelebt haben, da gab es auch welche drunter, die echt verkorkst waren, üble Burschen.

    Den Begriff "schrecklich" hat Maylin85 gar nicht benutzt und wo ihre Aussage sich in deiner unterscheidet, ist mir jetzt nicht so recht klar.

    Interessanter finde ich eigentlich die Frage, wie man in solchen Ghetto-Wohnvierteln für Ordnung sorgen kann. Im Osten Deutschlands leben viele Menschen ganz ohne Migrationshintergrund in Vierteln, die vor sich hin gentrifizieren. Da wird dann zum Beispiel versucht, mit Jugendclubs und Begegnungsstätten für Ältere im Quartier für Wohnlichkeit zu sorgen.

    Wäre ja mal ne Maßnahme, sich im Ort ehrenamtlich zu engagieren, statt sich an Remigrationsfantasien aufzugeilen, aber wer erklärt's den Völkisch-Wählenden?

    Wir hatten Lektürehilfen, die musste man am Ende aber auch lesen und auch das YouTube-Video muss man sich ansehen und nachvollziehen. Ich sehe noch nicht, warum Noten besser geworden sein sollten, weil man nun mehr Kanäle zur Verfügung hat. Eigentlich finde ich es eher traurig, dass Leute ihre Kinder vor Lehrer Schmidt setzen müssen, weil in der Schule irgendwas nicht so vermittelt wurde, dass es den SuS klar geworden ist.

    Und ich muss mich nirgendwo anders bewerben, da ich mit meinem Job wie er aktuell ist zufrieden bin.

    Achso, na dann verstehe ich nicht deine Aussage:

    Das kann man auch laut anmerken. Ich merke wirklich, wie ich in diesem Job Jahr für Jahr gelinde gesagt verblöde.

    (Ja, das wird jetzt für einige eine Steilvorlage sein, ist in Ordnung)

    Oder verblödest du gerne und bist zufrieden dabei?

    Und wenn es okay für dich ist, "Steilvorlagen" für irgendwas zu legen, warum dann so empört?

    Edit: hab den anderen Beitrag gelöscht, ich wollte dich nicht angreifen. Ich habe eigentlich nur das Gefühl, dass du ständig andere angreifst, zum Beispiel weil du Beiträge bestimmter User nur mit Lachsmileys versiehst, ständig erzählst, wie easy, anspruchslos und doof unser Beruf ist und dass alle in deinem Kollegium, die nicht Mathelehrer sind, hohle Trullas mit Batikgewändern sind. Ich frage mich dann, warum jemand seinen Beruf nicht einfach quittiert, sondern jahrelang anderen madig machen möchte.

    Überhaupt nicht, ich habe sie nur nicht beendet...

    Tja, und dann meinte mein Doktorvater nach 3 Monaten, dass die Finanzierung doch nicht gesichert ist

    Drei Monate ist ja auch schon fast "nicht beendet".

    Ich kann absolut nachvollziehen, dass jemand aus diversen Gründen unzufrieden in unserem Beruf ist. Nicht nachvollziehen kann ich persönlich jahrelanges Gejammer- love it, change it or leave it.

    Im Grundschulbereich zählt Philosophie in SH aktuell als Mangelfach…

    In Bayern ist die Kombi Deutsch und Ethik am GY mittlerweile so gesucht, dass sie für den Quereinstieg geöffnet worden ist. Du müsstest also nicht mal was nachstudieren.

    https://www.km.bayern.de/lehrer/lehrera…ereinstieg.html

    In Sachsen-Anhalt wird auch dringend gesucht, vor allem Sek I, da könntest du dann noch fachfremd alles andere unterrichten...

    Im Ernst, informiere dich in den infragekommenden Bundesländern, so einfach wie jetzt wird's nie wieder.

    Welcher schlaue Jurist hat sich denn die ISO 9001 ausgedacht? Und hättest du überhaupt gewusst, was das ist?

    Nein, habe ich auch nicht behauptet. Du schreibst:

    ...Es heisst zu diesem Lieferkettengesetz, bei einem entstandenen "Schaden" solle EU-Recht gelten und nicht das Recht vor Ort. Was das genau bedeuten soll, lässt sich nicht rausfinden, nur ziemlich viel Geschwurbel. Was meint man denn mit "Schaden"?

    Etc.

    Dann kommen lauter Beispiele, was alles nicht geht, weil Bangladesch ganz andere Gesetze hat.

    Hast du dich denn selbst damit auseinandergesetzt?

    "Unternehmen sollen menschenrechtliche und bestimmte umweltbezogene Risiken in ihren Wertschöpfungsketten ermitteln, Präventions- und Abhilfemaßnahmen ergreifen und darüber berichten. Unternehmen sollen dabei nur das tun, was vor dem Hintergrund der Schwere des Risikos und ihrer individuellen Einflussmöglichkeiten angemessen ist."

    "Die Annexe der Richtlinie beinhalten die international verpflichtenden Abkommen sowohl zu den international geschützten Menschenrechten als auch zu internationalen Umweltabkommen, aus denen konkrete Verhaltenspflichten für Unternehmen abgeleitet werden."

    https://www.csr-in-deutschland.de/DE/Wirtschaft-…der-eu-art.html

    Und zum dritten Mal, es geht vor allem darum, dass ein oder zwei Politiker jetzt eine, von Deutschland durchaus mit unterstützte Initiative, plötzlich ganz kippen wollen. Und zwar nicht mit fundierten Hinweisen dazu, welche Probleme im Produktionsland auftauchen könnten, sondern mit der allgemeinen Aussage, Bürokratie sei doof und das koste ja auch alles irgendwie viel Geld. Ja, Menschenrechte kosten Geld und das darf man H&M zumuten, T-Shirts müssen nicht für 2,99 am Haken hängen, das streitet doch auch hier niemand ernsthaft ab, hoffe ich.


    Du beschimpfst hier aufs übelste die Minister der FDP, ...

    Gut, vielleicht wären weniger wütende Worte besser gewesen, im Grunde kommt die Einschätzung aber aus dem Verhalten, das bestimmte Politiker durchaus bereits an den Tag gelegt haben. Sich für Entscheidungen bezahlen zu lassen usw. IST nunmal geldgierig etc.

    Wirklich niemand spricht sich gegen das Ziel aus, dass die Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern besser werden sollen.

    Es kann aber auch niemand beurteilen, ob das Gesetz dafür wirklich geeignet ist.

    Die Kritik ist und bleibt sonderbar. Wenn das niemand beurteilen kann, kann es die deutsche FDP auch nicht. Im Dezember hätte schon niemand dafür stimmen können und auch keine fundierte Kritik üben können, weil kann ja niemand beurteilen. Ob dein politischer Diskurs da mal besser ist als meiner darfst du gerne kurz überlegen: sprichst du nicht selbst dem EU-Parlament jede Fähigkeit zur politischen Handlungsfähigkeit ab?


    Was kann passieren, wenn es keine schriftliche Ankündigung durch die LK gab?

    Was möchtest du mit dieser Frage bezwecken? Kannst du der Lehrkraft nicht einfach sagen, dass du dir Sorgen gemacht hast und das nächste Mal unbedingt um Rückmeldung bittest? Oder geht es dir ehrlicherweise um irgend eine Form der "Vergeltung"? (Etwa, der Lehrer muss jetzt richtig Ärger kriegen...)

    Es wäre schön, wenn man sich auf die Beantwortung der Frage beschränkt.

    Das wäre für dich schön, für andere wäre es eventuell wichtig, etwas anderes mitzuteilen. Zum Beispiel, dass hier Eltern keine Schreibberechtigung haben oder dass du die Lehrer unterstützen sollst, indem du ihnen nicht in den Rücken fällst. Immerhin opfert die Person eine Stunde, damit dein Kind lernt, sich an Absprachen zu halten. Wenn es der Lehrkraft egal wäre, wäre dir das wahrscheinlich auch nicht Recht.

    Leider nein, klingt aber toll. Ich kenne eine Schule, die versucht, dass sich jedes Kind zumindest ein Ziel setzt, dafür gibt es kurze, getaktete Gespräche mit dem Kind und einem Elternteil einmal im Jahr.

    Nachteile:

    - wenn die Lehrkraft das, warum auch immer, nicht gut heißt, wird es mäßig produktiv.

    - Es kostet für Lehrkräfte wahnsinnig viel Zeit

    - sich zurück zu nehmen und wirklich das Kind entscheiden zu lassen, was es für sich und wichtig findet, fällt Lehrkräften schwer (du möchtest doch eigentlich gerne regelmäßiger Hausaufgaben machen, oder?)

    - Eltern einzubeziehen ist nicht einfach. Will die Schule deren Ansichten hören, oder diese bloß mit erziehen?

    Vorteile:

    - Kinder haben die ernsthafte Möglichkeit, über ihre Lernprozesse zu reflektieren und gehört zu werden

    So wird's sein. Im EU-Parlament sitzen lauter Pappnasen, die alle nicht beurteilen können, was das von ihnen geplante Gesetz bewirken soll. Es gibt keinerlei Jurist*innen dort und natürlich auch keine definierten Standards, die überprüft werden müssen und die deutsche FDP allein rettet alle armen, kleinen Betriebe ab 500 Mitarbeitenden und über 150 Mio Jahresumsatz. Zum Glück ist das dem Lindner jetzt plötzlich noch eingefallen.

    Moebius , du hast doch auch von nichts so eine Ahnung, dass du bis in letzte Konsequenz alle Folgen beurteilen kannst, das kann niemand. Es geht darum, dass eine Sache schon fertig diskutiert wurde und Lindner, wieder mal, fünf Minuten vorher alles ins Wanken bringt. Das alleine ist schon ekliges Verhalten.

    Muss man eigentlich echt erklären, wie die Arbeitsbedingungen in anderen Ländern aussehen? Es reicht einfach nicht, derlei Entscheidungen auf den Verbraucher abzuwälzen.

    Zumal die Euro-FDP sich gar nicht quergestellt hatte, das sind unsere beiden Hansel, die kurz vor knapp etwas kippen wollen, worauf sich alle Europäer endlich geeinigt hatten. Aber wen interessieren schon die Arbeitsbedingungen von Menschen, die ganz weit weg wohnen? Die sieht man ja nicht mal, wenn man dort Urlaub macht.

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