Beiträge von Quittengelee

    Nochmals: Ich arbeite seit >25 Jahren in Schulen und mit Lehrern zusammen. Die Anzahl derer, die soch positiv über das Ref geäußert haben, ist minimal. Jahrgänge 1940 bis 2000 würde ich mal schätzen.

    Wäre es anders gewesen, hätte ich große Lust auf die Weiterbildung gehabt. Aber vielleicht seid ihr hier die wenigen, die ein gutes Ref hatten und nicht klagen können und in sämtlichen Schulformen des Landes in meinem Einzugsgebiet sind die anderen untergekommen?

    Ich rede nicht von dem Streß, denn die Leute haben die Uni ja geschafft, das ist auch Streß. Ich rede von den Schikanen, über die berichtet wurde.

    Wie gesagt, toll, dass ihr alle hier ein gutes lehrreiches Ref hattet; vielleicht hätte ich euch früher kennenlernen sollen, dann hätte ich das Ref gemacht und kein nutzloses Lehramtsstudium.

    Man braucht BEIDES! Ist das so kompliziert?Oder man arbeitet an Privatschulen, die einen auch so nehmen. Dann muss man aber damit leben, Pappnasen ausgeliefert zu sein.

    Ich halte die Demos für nachvollziehbar, würde ich wohl auch machen. Gerechtfertigt sind sie nicht.

    Z.B.:

    "Dass die Änderungen für Betriebe unmittelbar existenzgefährdend sind, erwartet die Agrarexpertin nicht. Die Kürzungen entsprächen nur etwa fünf Prozent der Beihilfen und Zuschüsse, die die Betriebe ohnehin erhalten. Richter betonte, im Agrarsektor bestehe eine so starke Subventionsabhängigkeit wie in keinem anderen Sektor. Der stufenweise Abbau der Agrardieselvergünstigung setze ein erstes wichtiges Transformationssignal. Nötig sei aber eine Gesamtreform der Landwirtschaftssubventionen, die finanzielle Leistungen an umweltpositive Wirkungen knüpfe"

    https://www.deutschlandfunk.de/das-sagen-expe…tionen-100.html

    Pädagogisch oder gar didaktisch war der Inhalt minimal, den mir die Uni HH vermitteln konnte.

    Wie auch, wenn die Lehrpersonen keine Lehrer waren.

    Deswegen gibt es das Ref.

    1. Studium (Fachwissen) schließt mit 1. Staatsexamen ab.

    2. Referendariat (Praxiswissen/Fachdidaktik) schließt mit 2. Staatsexamen ab.

    Aber wenn du meinst, beides nicht zu brauchen, weder Studium noch Referendariat, weil du irgend einen Beruf erlernt und eine Familie gegründet hast, dann kann ich mich nur wundern. Bei keinem anderen Beruf würde man sowas sagen.

    Was mir allerdings nicht einleuchtet: Weshalb kann ich für 2 Personen ein gesundes Essen für 6 Euro (ohne Fleisch, da Vegetarier) auf den Tisch bringen? Mir ist schon klar, dass ich keine (umlegbaren) Lohn-, Energie- ... kosten habe,

    Du unterschätzt die Lohn- und Energie-... kosten. Um in Großküchen schnell zu arbeiten, braucht man entweder Fertigbestandteile, die nur aufgewärmt werden müssen oder sehr viel Personal. Ich habe dazu mal eine Doku gesehen mit einem Koch, der meinte, er könne für dasselbe Geld frisch und lecker kochen. Das Essen war 14 Uhr oder so fertig...

    RISU:

    Eine Nutzung der Lehr- und Übungsräume durch fachfremd unterrichtende Lehrkräfte ist nur möglich, wenn

    • Schülerinnen und Schüler ständig beaufsichtigt werden,
    • die Geräte und Medien sicher verwahrt (abgeschlossen) sind,
    • sich keine Gefahrstoffe im Raum befinden und
    • der Zugang vom Fachraum zur Vorbereitung verschlossen ist.

    Im Anhang: Datenblatt Gefahrstoff Natrium.

    Ich bin 57. Da muss ich echt überlegen, ob es sich lohnt. Ich habe noch ein gutes zweites freiberufliches Standbein.

    Das Studium war schlimm genug. All diese Leute, die keine Schule von innen kennen. Diese Hausarbeiten, um zu lernen, wie man "wissenschaftlich" arbeitet, aber keine Informationen oder Ausbildungen zu Didaktik und Elternarbeit...

    Meine gleichalten Freunde sind im Ref echt kaputt gemacht worden und tw ohne Prüfung durchgefallen, weil der Dozent sich profilieren wollte.

    Mittlerweile ist das Land angeschneckt gekommen und sie haben unbefristete Stellen.

    Es ist eine Katastrophe, wie hier mit Leuten umgegangen wird, die in Schulen arbeiten wollen und können.

    1. Die Leute, die Schule von innen kennen, lernt man in Ref und Seminar kennen. Genau dafür gibt es ja 2 Staatsexamina

    2. Eine Katastrophe ist ganz offenbar, wie an privaten Schulgründungsinitiativen mit Leuten umgegangen wird. Der Staat bezahlt seine Leute gut, sichert sie ab und im schlimmsten Fall lässt man sich versetzen.

    Einen Vergleich mit der AFD kann ich persönlich nur sehr schwer ziehen.

    Ich denke auch.

    Aber, wie geschrieben ist es ein Blick von außen.

    Bist du dir da so sicher? Du bist doch selbst Deutsche, wenn ich recht erinnere, Antimon meint ja auch ständig "die Deutschen" analysieren zu müssen, weil sie selbst seit ein paar Jahren im Ausland wohnt. Ehrlich gesagt halte ich diesen Abgrenzungsversuch für ziemlich deutsch, denn die hier anwesenden Schweizer und Österreicher äußern sich überhaupt nicht zu "den Deutschen".

    Es ist nichts verfassungsfeindliches dabei, auf Traditionen Wert zu legen.

    In erster Linie ist Verfassungsfeindliches verfassungsfeindlich, kommt also auf die Vorstellung davon an, was man als traditionell ansieht.

    CDL , wann hast du das letzte Mal Kitaessen gegessen? Für 4€ kann man kein vernünftiges Kantinenessen kochen. Dass Fleisch so billig ist, ist ein Problem. Dass den Kindern billiges Fertigzeug hingestellt wird ebenfalls, aber überkandidelte Eltern sind nicht das Problem, zumindest nicht in meinem Dunstkreis und bei der Arbeit schon gleich gar nicht.

    Edit: das Bundesministerium für Ernährung schreibt, dass ein ausgewogenes Essen 5,40 kosten müsste, Eltern aber nur 3,50 im Schnitt bezahlen. Die Schulträger haben zwar eine Menge Geld investiert, jedoch nur in Mobiliar und Kosten vor Ort. Die Großküche muss ihre Leute und die Lebensmittel von dem bezahlen, was die Eltern überweisen. Eigentlich müsste das Land oder der Bund das Essen bezuschussen, wenn man auch Kinder armer Familien vernünftiges Essen hinstellen wollte und da ist noch nicht mal von Bio und vegetarisch die Rede.

    • Ein Schulessen ist nach DGE-Standard nur unwesentlich teurer: In einer Grundschule ein Mittagessen nach DGE-Standard zuzubereiten, bedeutet einen Kostenunterschied von nur vier Cent (Annahme: Es wird vor Ort gekocht (Mischküche), durchschnittlich 200 ausgegebene Essen, 5,36 Euro versus 5,40 Euro für eine Mittagsmahlzeit nach DGE-Qualitätsstandard).
    • Über eine bessere Prozess-Effizienz können die vier Cent häufig eingespart werden. Eine Möglichkeit ist etwas, Prozesse im Schulverpflegungsmanagement durch Schulungen der Mitarbeiter zu verbessern. Auch über höhere Essenszahlen lässt sich die Kosteneffizienz steigern. Für höhere Teilnahmequoten sollten benachbarte Schulen und Kitas deshalb auch über Verbünde in der Verpflegung nachdenken.
    • Die Kommunen als Schulträger bezuschussen Schätzungen der Studie zufolge die Schulverpflegung mit über eine Milliarde Euro pro Jahr. Denn die Kosten für ein Schulessen liegen deutlich über dem Preis, den die Eltern bezahlen – im Durchschnitt 3,50 Euro.
    • Fast 27 Prozent der Schulträger haben angegeben, dass es einen direkten Zuschuss der Kommune pro Mittagessen der Schüler gibt. 29 Prozent stellen das Ausgabepersonal bereit. 56 Prozent übernehmen die Betriebskosten, also um Beispiel Strom und Wasser. 95 Prozent stellen das Mobiliar für den Speiseraum.

    Aber wir sind schon wieder OT :zahnluecke:

    Ich bin da schon bei dir. Klar gibt es "Lehrertypen". Das sieht man an der Grundschule ja schon an der unterschiedlichen Klassenzimmergestaltung.

    Und die korreliert automatisch mit anderen Kategorien?

    Ich meine, dass Menschen unterschiedlich sind, bezweifelt keiner. Aber vom Schal auf irgendwas anderes zu schließen ist zwar menschlich, darf aber gerne so oft als möglich hinterfragt werden.

    Apropos Mustererkennung, den Artikel hab ich gestern gesehen, kann den jemand lesen? fossi74 ?

    Man kann ja leider nicht alle Zeitungen abonnieren :crying:

    https://www.sueddeutsche.de/wissen/mustere…eorie-1.6327672

    Wie gesagt, für mich sind die Linke und die AfD auf einer Linie. Entweder ich grenze beide Parteien aus oder eben nicht. Aber in Richtung der Linksextremen öffnen und bei den Rechten zu versuchen eine Brandmauer zu ziehen, funktioniert nicht.

    "Ausgrenzen" ist irgendwie unpassend verharmlosend. In jedem Falle, wenn Die Linke in einem Land vom Verfassungsschutz beobachtet wird, wird mit ihr doch genauso umgegangen, wie mit anderen Parteien. Was genau willst du eigentlich aussagen?

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