Das passt mehr zu dem, was ich in dem anderen Thread zur AfD geschrieben habe, was bei Corona so von der politischen Mitte ausging. Auch die kann verdammt autoritär sein, nicht nur die Ränder.
Das hattest du zwar geschrieben, das heißt aber nicht, dass es automatisch durch Wiederholung richtig wird.
Ich habe mich seinerzeit mit einer Juristin unterhalten und diese war absolut entspannt, was die erlassenen Gesetze anbelangte. Solange klar zeitlich und auf die Erkrankung bezogen beschränkt wurde, welche Maßnahmen im damaligen Infektionsschutzgesetz zu gelten hatten, sei dies verfassungskonform.
Mancher scheint (sonderbarerweise, wir müssen die Kenntnisnahme regelmäßig abzeichnen) nicht zu wissen, dass bei geschätzten 50 Erkrankungen Meldepflicht besteht, teilweise namentlich, und weitere Maßnahmen notwendig werden.
Als bei uns ein Masernfall auftrat, durften wir nicht zur Arbeit kommen, bis der Impfschutz nachgewiesen war. Hätte ich mich geweigert, hätte ich kein Gehalt mehr bekommen. Die Impfpflicht bestand da wohlgemerkt noch nicht.
Die meisten Erkrankungen auf der Liste kennt bloß niemand mehr, weil sie erfolgreich ausgerottet oder zurückgedrängt wurden. Aber wehe, wenn ein Fall von TBC, Meningitis oder Tollwut in der Klasse auftaucht...
Dass irgend eine Lehrkraft sich falsch verhalten hat, sagt überhaupt nichts über die Rechtmäßigkeit der damaligen Sachlage aus. Im Gegenteil, der erwähnte Kollege hat sich offenbar gerade nicht an die damals geltenden Vorschriften gehalten.
Es war eine epidemiologische Lage von nationaler Tragweite. Dass da bis heute Leute eine Verbitterungsstörung davongetragen haben ist echt tragisch, hat aber erst mal nichts mit der AfD zu tun. Nur insoweit, dass Letztere sich am Anfang überhaupt nicht grün war, die sind erst auf den Schwurblerzug aufgesprungen, als sie gewittert haben, dass da eine Wählergruppe abzugreifen ist.