Beiträge von Quittengelee

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    Welche Fächer wären denn Deiner Ansicht nach weniger problematisch?

    Du argumentierst gerade wie Eltern: Lehrer kann ja jeder, weil waren ja alle mal in der Schule. Natürlich ist fachfremdes Unterrichten immer qualitativ schlechter, sonst könnten wir uns das Studium sparen. Ob man aber in Musik Theorie macht und Stücke abspielt statt zu singen oder in Gesellschaftslehre erst mal selbst googeln muss, wer die Präsidentin von Frankreich wählt, ist gleichermaßen ungünstig wie machbar.

    Edit: Das Hauptproblem ist dabei ja der potentielle Aufbau von Fehlvorstellungen bei den SuS, wenn es über das Raussuchen von Fakten hinausgeht.

    Eigentlich fallen nur Fremdsprachen raus, die man nicht ansatzweise beherrscht, in die kann man sich nicht vor jeder Stunde einlesen.

    Ganz grundsätzlich wäre es halt schön, wenn eine Schulleitung nichts erzwingt und die Kolleg*innen fragt, wo Bedenken sind, statt für sie zu wissen, was ja wohl machbar sein müsse.

    Eben, deswegen finde ich die Formel "dies und das wird schon gehen, das und jenes wird schon keiner verlangen" zu einfach.

    Fragst du denn, weil es eine konkrete Ansage der Schulleitung gibt? Ich vermute, dass diese weisungsbefugt ist und das festlegen darf, daher gibt es wohl auch keine genauen Richtlinien. Ich weiß es aber nicht.

    Bei uns bleiben Referendarinnen nie, weil keine Stelle frei ist. Unser Kollegium ist doch deshalb nicht schlecht.

    Sicher nicht. Ich bin so dankbar lernen zu können von allen Kolleginnen jenseits der 60, die sich durchsetzen können, klare Regeln haben, liebevoll und eindeutig in ihren Ansagen sind, genau wissen, wie viel Faschingsparty Kinder verkraften, strukturiert unterrichten, den Klassen schlicht und ergreifend Lesen beibringen und alle im Blick behalten. Ein Kollegium allein mit 25-jährigen Neueinsteigern würde ich meiden.

    Elphaba wird wohl nicht fragen, weil sie als Chemikerin Biologie unterrichten soll.

    (Übrigens war Ethik lange Zeit etwas, das nicht fachfremde unterrichtet werden durfte bei uns. Geht also nicht nur ums Hinbekommen).

    Aber ich glaube nicht, dass man sich grundsätzlich weigern kann. Aus Sicherheitsgründen kann man ohne Versuche mit Strom/Chemikalien arbeiten o.ä.

    Bei ZON wird in der Kommentarsektion hart durchgegriffen. Aber auch dort werden gerne die lustigen Emojis gesetzt, die das Stimmungsbild schon auch in die andere Richtung ergänzen.

    Du meinst bestimmt, dass ZON keine Hasskommentare zulässt und vernünftig moderiert?

    Dass die Leserschaft der beiden Zeitungen eine andere ist, dürfte jedem klar sein. Intellektuelle Konservative lesen nicht die Welt und intellektuelle Linke machen sich nicht die Mühe, die Welt zu lesen, um dort zu kommentieren oder Smileys zu setzen.

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    Dann doch ein bisschen uns "näher": Die ganzen alten Menschen, Kinder, Schwache und Kranke, die bei jeder Hitzewelle...

    ...und Schwangere! Vielleicht überzeugst du damit? Die deutsche Mutter muss geschützt werden, Wärmepumpe jetzt! Strom aus deutscher Sonne und deutschem Wind! Klimaschutz ist Heimatschutz! Und dann natürlich noch einen Bratwurststand anbieten, sonst kommt keiner.

    Wichtig ist bei solchen Projekten, dass für die Bevölkerung der Sinn unmittelbar erkennbar ist, dann sind die Menschen auch bereit, sie zu unterstützen. Mir fällt z.B. sowas wie "essbare Stadt" ein - damit hast du einerseits die von dir angesprochene Entsiegelung, aber auch eine unmittelbare Einbindung der Bürger (m/w/d).

    Na dann mach das mal. Engagiere dich und überzeuge "die Bürger". Ich weiß zwar nicht, warum du dich nicht zugehörig fühlst und meinst, andere bräuchten eine Extrabelohnung auf die Hand, um mitzumachen aber wenn das dein Weg ist, dich politisch zu engagieren, ist das doch auf jeden Fall einen Versuch wert.

    Ich habe mich mal eine Zeit lang damit beschäftigt und während sie in der Tat oft auf private Initiativen zurückgehen, gibt es aber durchaus auch einige staatliche Fördermaßnahmen und -modelle. Ich würde sagen, beides greift ineinander.

    Unter Urban Gardening versteht man halt landläufig sowas wie Kartoffeln im Eimer auf dem Balkon großzuziehen. Städte brauchen Entsiegelung im großen Stil. Solche Projekte gibt's und es braucht offensichtlich noch mehr davon. Vernünftige Investitionen zahlen sich halt nicht immer sofort in baren Euro aus.

    Es ist doch müßig, sich mit Leuten rumstreiten zu wollen, die man um Hilfe gefragt hat. Es dürfte Dr. Rakete völlig egal sein, ob du umziehst oder nicht. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht, wenn das alles nicht geht, kann dieses Forum offenbar nicht helfen.

    Einzig sinnvolle Alternative: du fragst freundlich, ob dir jemand für deinen ganz speziellen Spezialfall eine neue Idee präsentieren kann. Es gibt ja immer geduldige Menschen, die auch schwierigen Sonderlingen ihre Hilfe anbieten. DAS ist das Wesen dieses Forums.

    Indien hat wohl Blackouts wegen der Klimaanlagen. Wenn nicht nur 10% der Bevölkerung eine hätte, würde die ganze Stromversorgung zusammenbrechen, so las ich.

    In jedem Falle muss man in Deutschland beim Bauen umdenken und Städte begrünen und nicht noch mehr Flächen versiegeln.

    Möge die nächste Regierung wieder grün und mit Plänen sein. Die derzeitige Larmoyanz ist ja nicht auszuhalten :P

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