Beiträge von Quittengelee

    Wenn man nicht weiß, ob es Privat- oder Dienstzeit ist, kann man sich sicher sein, dass es Privatzeit ist. Noch mehr, wenn man es nicht wissen will.

    Wenn man es nicht wissen WILL, geht's einem aber vielleicht auch gut damit? Es gibt ja offenbar Leute, die Freude daran haben, in "ihrem" Schulhaus rumzulaufen und für Ordnung zu sorgen oder eben mit SuS ihr Hobby zu teilen.

    Ich erinnere mich an einen Projekttag, den ein Lehrer von uns organisiert hat, der hat aufgrund der Art des Themas heraus spätabends stattgefunden. Hätte er nicht machen müssen, wollte er aber. Auch heute kann man ihn noch inzwischen mit weißem Haar in diesem Hobby im Internet finden, mit seinem Schulfach aber nicht. Und ich erinnere mich eben heute noch, an die gefühlt 500 Schulstunden etwa anteilig gleichermaßen wie an diesen Abend.

    Ich bin total dafür, seine Arbeit so zu gestalten, dass man nicht im Burnout landet. Aber sie darf einem tatsächlich auch Spaß machen.

    Sorry, aber das ist naiv. "Machen wir halt so", "machen andere auch so" und "gab bislang keine Beschwerde" sind doch keine vernünftige Handlungsgrundlage.

    Wir sind damit alle zufrieden.

    Darum geht es dabei nicht.

    Verpassten Stoff zu schicken finde ich nett, aber den ganzen Umgang mit den diversen Apps (Datenschutz, Altersfreigabe, Urheberrechte etc.) muss man schon ein bisschen unter die Lupe nehmen.

    Bilder von Kindern rumschicken geht natürlich gar nicht. Aber du meintest wahrscheinlich Arbeitsergebnisse, oder?

    Was unterscheidet eigentlich die alte von der neuen Nutellarezeptur Quittengelee ?

    Man munkelt, mehr Milchpulver, mehr Zucker, weniger Kakao. Schmeckt mehr wie fettige Kuchenglasur und weniger nach Schoki-Nuss. Ist auch so ne Konsistenzsache, etwas streichzarter, weniger Nougatfestigkeit. Ich hoffe, das ist total verständlich, was ich hier sommeliermäßig zusammenfantasiere.

    Sie stehen in Brandenburg, Loriots Geburtsort. Wie der Brunnen mit dem trinkenden Exemplar heißt, weiß ich aber nicht. Vielleicht erinnert sich jemand genauer? Ich hab sowieso gerade keine Urlaubsbilder. Einen Feldweg im Sonnenuntergang könnte ich bieten oder einen Käfer auf einer Blüte, aber das wäre vielleicht ein klein wenig aussichtslos ^^

    Das kann man so nicht stehen lassen.

    Du sagst, dass Menschen, die 10% der Bevölkerung ausmachen, nicht normal sind. Damit sind auch Ausländer nicht normal (13%), Schwerbehinderte (9%), blonde Menschen (2% der Weltbevölkerung) oder Schwarzhaarige in Deutschland (5% in DE).

    Wenn es nur nach Anzahl ginge, könnte man natürlich sagen, blond sei abnorm im Verhältnis zur Haarfarbe der Weltbevölkerung. Aber warum sollte man das tun? Dann halt "verhältnismäßig selten" o.ä., wenn man den Anteil eines Merkmals in einer größeren Gruppe beschreiben will. (Ab)norm hat halt einen anderen Beigeschmack, i.S.v. "unnormal, nicht dazugehörend"

    Und es muss ja auch ohne Handy gehen...

    Tut es doch. Geht halt alles länger, man verpasst Veranstaltungen, übersieht gute Restaurants, muss überall, wo man ist, Reiseführer, Wanderkarten und jährlich einen aktuellen Autoatlas kaufen, (auf der Wanderung neben Kamera ein Blumen-, Schmetterlings- und Vogelbestimmungsbuch nicht vergessen), nachts in der Gegend rumgondeln, wenn man die Apotheke mit Notdienst sucht, auf die Samstagszeitung aus dem Raum Nürnberg warten, wenn man dort eine Wohnung oder Stelle finden will, seinen Menstruationsverlauf und andere wichtige Termine in einen Papierkalender eintragen, Musik, Hörbücher und Meditationsübungen auf Kassette aufnehmen und einen Walkman mit ins Ferienhaus bringen, alle Campingplätze an Kroatiens Küste spontan abklappern, ob noch was frei ist, bei Rohrbruch den Klempner in den gelben Seiten suchen. So wie früher eben. Oooooder man nutzt ein Smartphone.

    ...

    Meine Schwiegermutter hat schon 3 Handys in die Toilette fallen lassen.

    Das ist fast schon witzig :rotwerd:

    Aber es gibt noch viele andere ebtwicklungslogische Gründe für mich, warum ich Grundschulkindern kein Smartphone in die Hand drücken würde. Dass du den Umgang mit einem Tier mit dem Gebrauch eines teuren Gerätes vergleichst, geht in diese Richtung. Aber ich sehe nicht den Untergang des Abendlandes, weil viele Familien es anders handhaben. Über Erziehung kann man sich ja immer streiten/es lassen.

    Na ja, ein Kollege hat mir eine App gezeigt, mit der er immer den genauen Aufenthaltsort seiner Kinder UND seiner Frau sah. Ich wusste nicht, dass es so etwas gibt und fand es sehr bedenklich.

    Wenn das Einzelfälle sind, bin ich aber beruhigt.

    Wir tracken uns nicht gegenseitig.

    Meine Kinder mussten eine Zeitlang mit Öffentlichen zur Schule fahren. Einmal ist K1 (damals 11) in der Bahn eingeschlafen und wusste vor Schreck nicht, wo es ist. Zum Glück hat ein netter Mensch weitergeholfen. Früher hatte man Groschen in der Tasche und konnte diesen in einen Münzfernsprecher werfen, um Mutti zu erreichen. Heute gibt's sowas aber nicht mehr. Bis Klasse 6 reicht m.E. auch eins ohne Internet, so richtig klar kommen sie mit WhatsApp und Co sowieso nicht. Und ab dann kommt man nicht mehr drumrum und die zähe und langwierige Aufklärungsarbeit und Kontrolle beginnt.

    Ich würde auch keinem Drittklässler ein Smartphone in die Hand drücken, schon allein weil es mindestens einmal runterfallen wird, nicht ohne vorher in ausgelaufener Apfelschorle einzuweichen. Aber andere handhaben es offenbar anders.

    Ich weiss nicht, woran ihr so denkt. Deutschland ist in gewissen Dinge einfach nur hysterisch, "atombombensicher" ist wahrscheinlich nirgendwo sonst überhaupt ein Kriterium.

    Tja, offenbar wird woanders kein Fallout gespielt und man geht naiv durch die Welt (edit: :_o_P sinnlose Witze muss man manchmal mit Smileys kenntlich machen)

Werbung