Beiträge von Quittengelee

    Man muss Rücksprache halten können, man muss aber auch selbst entscheiden können.

    Genau. Da hilft nur, dass der Schulleiter konsequent auf die Zwischenstufen zurückverweist.

    Ein Schulleiter, der bei allen Problemen gleich mit im Boot ist, ist burnoutgefährdet.

    Er ist eben nicht für alles sofort zuständig.

    Wie der Chef einer großen Firma auch nicht in jede Kundenreklamation sofort eingebunden wird. Dafür gibt es auch da die Zwischenstufen.

    Ohja, so eine Schule kenne ich als Mutter. Da delegiert einfach jeder woanders hin und du kannst als Elternteil mit niemandem einen Gesprächstermin vereinbaren. Ohne Witz, genau so. Und dann beklagt sich die Schulleitung in der Elternvertretung, dass Eltern immer gleich zum Schulamt rennen würden.

    Wenn du mit einem Problem ein halbes Jahr auf Granit gebissen hast, weil die Schule sich selbst für unfehlbar hält und Eltern für den Abschaum der verzärtelten Gesellschaft, dann bleibt nur die verzweifelte Hinwendung zur nächsten Hierarchieebene.

    Deswegen: definiere doch bitte mal, wofür du den Schulleiter für zuständig hältst, ganz konkret. Dürfen sich Lehrpersonen mit Fragen, die die Ausübung des Schulrechts betreffen, an ihre Vorgesetzten wenden, ja oder nein? Womit dürfen sie die Schulleitung überhaupt behelligen? Was hältst du selbst für Transparenz und wo schiebst du vielleicht einfach nur alle Arbeit von dir weg, weil du nicht mehr kannst? Da muss es ja auch bei euch konkrete Regelungen geben.

    ...nur kann ich da natürlich die Qualität nicht prüfen).

    Ich denke, damit hast du es selbst auf den Punkt gebracht. Sprache hat doch so unglaublich viele Funktionen, eine perfekte Übersetzung alleine ist keine Sprache.

    Außerdem: dieselbe Diskussion gibt's bei Mathe auch, wer braucht schon Mathe, das kann alles ein Computer. Wer braucht schon Informatik, das wird immer wenigen Interessierten vorbehalten bleiben etc.

    Ich denke mir bei diesen Fragen, welches Fach wie viele Stunden bekommt und ob Schule überhaupt noch eine Rolle spielt: wer hat uns denn am Ende dazu befähigt, überhaupt solche Diskussionen zu führen? Frag mal einen Taliban, der als Kindersoldat im Erziehungslager großgeworden ist, welche Fächer relevant sind. Relevant ist alles, was uns verschiedene Sichtweisen näherbringt, das selbständige informieren und Urteilen ermöglicht und Zugang zu anderen Menschen verschafft. Ob das genau zwei oder drei Fremdsprachen sein müssen halte ich nicht so für bedeutsam wie die Forderung, etwas zu streichen, weil es nicht so wichtig sei und später nach dem Abi sowieso nicht perfekt beherrscht würde. Das trifft dann tatsächlich auf alles zu.

    Wenn du diese in der SoMi überbewertest (z.B. Habe ich Kollegen die im klausurfreien Fach Biologie ihre Tests zu 50% einfließen lassen), machst du dich rechtlich angreifbar.

    Das System SoMi ist einfach Mist. Meiner Meinung nach dürfte es so etwas nicht geben, sondern wirklich nur konkrete mündliche Anfragen, Tests, Präsentationen, etc.

    Aber alles für die Abiquote in NRW. Dafür ist die SoMi nämlich gut. Schriftlich alles miserabel, "aber er hat doch gut mitgemacht", bamm, kommt trotzdem eine vier oder sogar besseres bei raus.

    Was ist denn ein klausurfreies Fach? NRW scheint ja immer wieder was Besonderes zu sein in puncto Notenwürfeln.

    Edit: Ich sehe gerade, Chili schrieb das oben auch schon. Naja, dann...

    nein, vermutlich nicht. warum?
    Es gibt viele (Schul-)Systeme, die keine Mitarbeitsnoten kennen und die Zeugnisnote nur an konkreten Leistungsüberprüfungen festmachen.

    Naja eben, state_of_Trance nutzt den Begriff der Mitarbeitsnote. Als Kopfnote (hier noch vorhanden) soll man da bewerten:

    "Mitarbeit umfasst Initiative, Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit, Beteiligung im Unterricht, Selbstständigkeit, Kreativität sowie Verantwortungsbereitschaft."

    Fragt nicht mich, was das bedeuten soll.

    Bei mündlichen Noten im Fach hat hoffentlich jeder Bewertungskriterien, das ist selbstredend auch in Mathematik möglich.

    Ja, ganz genau. Und wenn man in einer Klausur nahezu nur die Anforderungsbereiche I und II drin hat, kann man natürlich auch die Note "sehr gut" bei 95% der erreichten Rohpunkte festlegen. Wenn man hingegen knapp 20% der Rohpunkte bereits im Anforderungsbereich III findet, dann ist auch ein "sehr gut" ab 85% der erreichten Rohpunkte gerechtfertigt.

    Kann man, aber warum sollte man? Ich schrieb, dass der Notenschlüssel je Schule festgelegt wird. Dass es einzelne Lehrpersonen geben mag, die zu leichte Klausuren erstellen kann sein, aber das kann überall sein und hat nichts mit der Leistungsmessung generell zu tun. Sonst könnte man natürlich immer so argumentieren und Noten wären völlig aussagenfrei.

    Achso, fürs Abi vielleicht, da erhält man ja Punkte. Aber von Klasse 1-10 erhält man in Sachsen je nach Schule ab 95% bis 100% die 1. Plus und minus sind zwar möglich aber nicht üblich. Die Notenschlüssel legen die GLK fest und ich kenne es nur so streng. (Also wenn z.B. eine Schule ab 98% die 1 gibt, hat man mit 97% entsprechend die 2).

    Also, ich verstehe, dass es bei euch eine Abteilungskeitung gibt und die offenbar zuständig wäre, an den meisten Schularten ist es die Schulleitung.

    Zum Thema 6 geben: seit wann entscheidet die "Sorge vor einem Anwaltsbrief" was immer das ist, welche Note man erteilt? Das wäre ja noch schöner.

    Zum dritten Abschnitt: schön, wenn ein Rückhalt der Schulleitung generell zu erwarten ist, das ist nicht immer der Fall. Aber auch das ist nicht der Punkt. Angenommen, eine Entscheidung wäre rechtswidrig, würdest du dann auch blind hinter jedem Kollegen stehen?

    Jede*r Kollege*in muss doch Rücksprache halten können, ohne dass er oder sie als Kleinkind bezeichnet wird.

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