Beiträge von Quittengelee

    Warum sollte ich mich mit Lehrern in den USA vergleichen, die fürs Lehramt nur einen Bachelor benötigt?

    Das wäre bereits ein Vergleich :)

    ...

    Mal ganz abgesehen davon geht der Lehrer mit seiner Ausbildung auch noch voll ins Risiko...


    Auch das wird in anderen Ländern anders gehandhabt. Dass man nicht ganz so festgelegt ist. Ich finde diese Vergleiche bei Reformgedanken sinnvoller als zu rufen "Aber der Friseur!" "Aber der Arzt!"

    Warum sollte ich mich mit Lehrern in Polen oder Ecuador vergleichen? Das ergibt doch absolut keinen Sinn. Werde ich in Deutschland angemessen bezahlt, weil eine arme Lehrerin in Ecuador mit viel weniger leben muss? Oder was ist da der Gedanke hinter?

    Mit Ecuador hast du natürlich eines der ärmeren Länder gewählt, aber Mitteleuropa, USA und die vielgelobten asiatischen Hochleistungsstaaten kann man schon als Vergleich hernehmen.

    Wer ist dort verbeamtet? Durchschnittsverdienst? Qualifikation? Habe nicht so recht Lust, das zu recherchieren, aber wenn man die Bevölkerung und die Regierung davon überzeugen will, Lehrkräfte auch weiterhin zu verbeamten, braucht man ja ein paar Argumente. Für Skandinavien erinnere ich mich gelesen zu haben, dass nur die besten Absolventen einen Arbeitsplatz kriegen und nicht diejenigen, die mit einem 3,2er-Schnitt Sport und Englisch auf Lehramt machen.

    In der Regel verdient man als Beamter weniger als jemand mit vergleichbarer Qualifikation. Wir hatten vor Kurzem Klassentreffen. Meine ehemaligen Schulkameraden sind Ingenieure, Ärzte, Selbstständige... die grinsen nur. Häuschen am Chiemsee etrcpp...
    Aber ich beklage mich nicht.

    Hältst du denn das Medizin- und Ingenieursstudium für vergleichbar mit deinem Lehramtsstudium? Inklusive Facharztausbildung bei den Medizinern mit Chiemseehaus.

    Wobei Letztere wahrscheinlich auch bereits nicht aus dem Nichts gestartet sind. Gerade Ärzte aus dieser Generation sind doch schon häufig aus Familien, wo es was zu erben gibt, das Studium samt Eigentumswohnung und erstem Auto finanziert wurde etc.

    Ich wollte aber sowieso nicht tauschen. Insbesondere der Schichtdienst in der Klinik und die Hackordnung in bestimmten Fachgebieten wären nichts für mich.

    Edit: allerdings was ich mir manchmal wünschte, wären mehr Aufstiegschancen. Dass mal honoriert wird, was man so macht, dann lieber nicht von Anfang an so ein hohes Gehalt/Sold...

    Immobilienmakler haben keine vergleichbare Qualifikation, es sind doch recht häufig überbezahlte Halsabschneider mit dubiosem Hintergrund.

    Wie wäre es ansonsten, Lehrkräfte mal weder mit Ingenieur*innen noch mit Absolventen von Ausbildungsberufen zu vergleichen, sondern mit KuK im Rest der Welt?

    Liebe Lehrkräfte,

    derzeit bereite ich einen Vortag zum Thema "Vorlesen & Lesen im GS-Unterricht" für einen Lehrkräfte-Fachtag vor. Ich möchte bereits im Vortrag möglichst alle Herausforderungen ansprechen (und Lösungsimpulse geben), die dabei auftreten können, also z. B. Störungen beim Vorlesen, Mangelende Motivation, heterogene Klassen, keine Zeit etc. Auf welche Probleme beim Thema "Vorlesen & Lesen im Unterricht einbinden" stoßt ihr und hemmen euch? Vielen Dank um Voraus dafür, eure Erfahrungen zu teilen

    Beste Grüße

    Alex

    Vielleicht habe ich es übersehen, aber: wer bist du? Einen Vortrag auf einem Fachtag halten und so gar keine Idee haben, worüber man reden will, was könnte das für eine Veranstaltung sein?

    Gerade zu diesem Thema werden häufig durch Statistik auch andere Themen verschleiert. Zum Beispiel, dass Alter und Geschlecht ein größerer Prädiktor für Gewalt/Kriminalität ist. M.a.W. junge Männer sind überproportional häufig vertreten, die sind in der Migrantengruppe ebenfalls häufiger. Oder Kriminalität, die nur Ausländer begehen können werden mit erfasst, etwa ohne Pass einreisen. Auch dass in der Statistik Tatverdächtige gelistet werden statt Verurteilte.

    ... "Nein, in der polizeilichen Kriminalstatistik soll keine zweite Staatsangehörigkeit erfasst werden, wenn jemand die deutsche Staatsbürgerschaft hat, steht der da als deutsch drin." Faktisch korrekt, aber ganz offensichtliche Verschleierung von Tatsachen ...

    Den brauche ich nicht finden. Mich interessiert, ob ein Artikel so geschrieben ist und biteeschön alle Informationne enthält, so dass ich mir ein eigene Meinug bilden kann. Dass verstehe ich unter gutem Journalismus.

    M.a.W.: solange es kein Gerichtsurteil gibt, willst du dich nicht mit dem Fall beschäftigen. Das ist legitim, die taz hat aber auch keine Glaskugel und kann somit nichts für dein Desinteresse am Thema.

    Was journalistische Qualität anbelangt, bleibt es trotzdem bei Kriterien jenseits von Privatwünschen.

    Es ist halt echt tragisch, wenn insbesondere Menschen, die in totalitären Staaten aufgewachsen sind, die zugrundeliegenden Prinzipien offenbar genau nicht verstehen.

    ... aber ich kann leider nicht immer steuern worüber sich mein Gehirn Sorgen macht bzw. mit welchen Themen es sich beschäftigt. Und das Thema kommt leider immer wieder hoch, je näher der Start ist...

    Deswegen habe ich versucht, möglichst klar zu beschreiben, worauf ein Amtsarzt achten muss. Er entscheidet nicht aufgrund bestimmter Diagnosen nach Aktenlage sondern anhand Prognosen, er ist der Typ mit der Glaskugel... Niemand kann dir die Unsicherheit nehmen, da es keine Garantien gibt, die Wahrscheinlichkeit ist aber recht hoch.

    Daher würde ich das Grübeln darüber tatsächlich einstellen, innerlich mit beiden Möglichkeiten abschließen. Meine Kolleg*innen sind zur Hälfte angestellt, weil Sachsen erst vor wenigen Jahren verbeamtet hat und das nur bis 43. Natürlich ist das enttäuschend, aber erst seit die Option besteht, vorher hat niemand etwas vermisst.

    ...

    Ja, sie sind niedrig. In der Hofpause davor hatten halt schon 5 Kinder ein Prügel-Treit-Schubs-Spiel gespielt, welches so heftig war, dass die Aufsicht mitkam und mir das erzählte. Stellt sich raus: Das spielen sie täglich in wechselnder Besetzung und maulen dann rum, wenn sie jemand tritt oder sowas.

    Fühl ich.

    So gesehen: Ich freue mich heute darüber, dass die Raumtemperatur unter 30° lagnund ich eine Flasche Wasser bei mir hatte. Ich bin gestern völlig desolat-dehydriert nachmittags zusammengeklappt, habe Stress in Kombination mit Wärme voll unterschätzt.

    Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist ein anderer, der Zugang zur Sprache ist ein anderer, die Anzahl an Kindern in den Familien glaube ich auch (selbst, wenn es "nur" "+1" ist.). Ein paar Hypothesen ...

    Und daraus lässt sich schlussfolgern, was getan werden müsste, um mehr Menschen Zugang zu Arbeit zu ermöglichen.

    Es sei denn, es geht nur darum, rechte Sprüche zu klopfen, dafür braucht man aber weder ein getürktes noch ein glasklares Diagramm.

    Eben auf Instagram gesehen...


    Selbst wenn man das denken sollte, also dass 5,6% der Bürgergeldempfänger Deutsche seien und der Rest migrierte Personen, macht es die Aussage m.E. nicht wesentlich dramatischer. Ohne zu rechnen hat man sowieso keine Ahnung, wie viele Menschen das beträfe.

    Ich finde es ehrlich gesagt problematischer, dass fast die Hälfte aller Menschen aus Afghanistan und Syrien nicht arbeiten gehen kann. Bei den Ukrainer*innen geht es offenbar wesentlich schneller in Lohn und Brot zu kommen und ich frage mich eben, woran das liegt. Werden ihre Abschlüsse leichter anerkannt? Lernen sie schneller Deutsch?

    Heute nur eine Verletzte und 2 weinende Kinder beim theaterpädagogischen Workshop mit meiner Klasse. Das muss gefeiert werden. :bete:

    Abgesehen davon, dass mir etwas die Fantasie fehlt, wie man sich da verletzen könnte (von der Bühne gefallen? Schminkstift in die Nase gesteckt?), deine Ansprüche an freudige Ereignisse möchte ich als niedrig bezeichnen.

    Die AFD ist ja nicht gesichert rechtsextrem. Nur ein Verdachtsfall.

    Willst du uns vergackeiern? (Schönes, altes deutsches Wort)

    Natürlich ist sie das. Es geht hier um Sachsen-Anhalt.

    https://www.deutschlandfunk.de/verfassungssch…ch-ein-106.html

    Vorher arbeitete er in Brandenburg, das war da, wo er mit dem Tode bedroht wurde.

    https://www.tagesschau.de/inland/innenpo…tz-afd-100.html

    Es sei denn, du hältst Tagesschau und Deutschlandfunk für unseriös und den Verfassungsschutz für linken Staatsfunk oder umgekehrt, dann ist Hopfen und Malz wohl endgültig verloren.

    Genau das tut sie m.E. nicht. Hätte sie das getan, hätten wir genug Information um uns eine eigene Meinung zu bilden (siehe auch hier).

    Nur weil du dich selbst zitierst, wird die Antwort nicht richtiger.

    Wenn du einen allgemeinen Grundsatz findest, gegen den die taz verstößt, dann lass uns teilhaben.

    Hier findest du konkrete Kriterien, die du überprüfen kannst:

    https://www.presserat.de/pressekodex.html

    Es steht auch da "Anteil je Herkunftsgruppe", das ist recht gut verständlich. Ist halt leider auch nicht so super.

    Wichtiger fände ich aber, die Gründe zu erläutern, zum Beispiel, dass es für viele Zuagroaste bürokratisch kompliziert ist, überhaupt arbeiten zu gehen und dann schwarz gearbeitet wird oder dass Sprachkurse gestrichen werden.

    Bitte die taz nicht mit einer seriösen Quelle verwechseln.

    Und deswegen hast du gleich weitere Quellen gecheckt oder bleibt es bei dieser Behauptung?

    "Berichtet mein Kind, dass du Faschistenschwein es aufforderst zu irgendwas, komme ich und lege dich um." Hat der Kollege offenbar in Brandenburg von einem Elternteil mitgeteilt bekommen.

    Andere Lehrkräfte, eine Schulleitung in Bayern etwa, werden von Neonazis in der AfD systematisch "gemeldet", Behörden als "Instrument der Altparteien" bezeichnet. Dass diese Rechtsextremen (in besagter Partei) demokratische Strukturen nutzen, um systematisch genau diese Strukturen abzubauen, wissen wir.

    Vielleicht können wir uns alle aber nicht wirklich vorstellen, wie sich das Leben als Lehrkraft in extrem rechten Wahlkreisen anfühlt. Hier im Forum ist m.E. niemand, den es direkt betrifft.

    Achso, die Quelle ist ARD, das zählt hoffentlich:

    https://www.rbb-online.de/kontraste/arch…uck-setzen.html

    Naja, es gab Zeiten, da sind "Atomkraft Nein Danke"-Aufnäher zum Stein des Neutralitätsanstoßes geworden. FCK-AFD-Klamotten und den Correctiv-Bericht (auf dem hier auch schon rumgehackt wurde) mit 6.-Klässlern zu besprechen, sind sicher nicht politisch wertneutral gemeint.

    Zum Kotzen ist natürlich trotzdem alles, was diese Schmierlappen machen, aber der Rechtsweg steht dem Kollegen ja offen.

    Edit: ich persönlich wünsche ihm ganz viel Rückhalt aus seinem Umfeld. Sympathischer Mensch mit stabilen Ansichten und super Engagement in einer eher traurigen Gegend. Ich feiere jeden Vernünftigen mit Herz , der dort bleibt und Einfluss auf die kommende Generation hat.

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