Beiträge von Quittengelee
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Kinder müssen heute verwahrt werden.
Keine Erziehung mehr, kein Vertrauen, dass die eine Mikrowelle selbst bedienen können oder bei 3 Stunden Nichtbeaufsichtigung nicht die Bude in die Luft jagen, etc. Ist halt so.
Geht's auch mit weniger Kultur-Pessimismus? "früher" war Mutti zu Hause und stellte mittags das Essen auf den Tisch. Da will auch niemand mehr hin.
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Bernd das Brot
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Das geht nicht so ohne Weiteres. Dazu bräuchte man eine entsprechende Erlaubnis. In meinen Augen ist es die Aufgabe der Eltern erstmal deswegen in die Sprechstunde zu kommen und nicht die Aufgabe der Nachhilfelehrerin. Vielleicht könnte man dann etwas bezüglich der Nachhilfe arrangieren und sich gemeinsam weitere Schritte überlegen.
Ich traue dem/der TE zu, einen Kontakt herzustellen, insbesondere weil das Kind verwandt ist.
M.E. Sinnvoller als eine Tippsammlung, bei der dem Laien unklar ist, was er in welcher Reihenfolge wie lange oder überhaupt tun soll.
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Hallo,
ich hoffe, es ist okay, hier als nicht-Lehrer reinzuschreiben, ich brauche ein paar Tipps von Menschen, die sich auskennen. 😅
Ich gebe aktuell einer Verwandten von mir Nachhilfe in Mathe, sie ist in der 3. Klasse, aber hat die 2. Klasse wiederholt. Das ganze klappt einigermaßen, auch im 1000er-Bereich kommt sie klar.
Nur bei Textaufgaben hat sie riesige Probleme, weil sie ziemlich schlecht liest (und nach eigenen Angaben Lesen „hasst“).
Sie versteht, nachdem sie etwas gelesen hat, gar nicht, was eigentlich drinstand, kann Textaufgaben auch nicht ohne Hilfe in Matheaufgaben „umwandeln“ und ist dann sehr schnell frustriert von den Aufgaben.
Meine Frage lautet also: Wie übe ich das am besten mit ihr und habt ihr Tipps, wie ich ihr das Lesen an sich näherbringen kann? (Da es ja eher daran, als an den Zahlen scheitert)
MfGVariousfruits
Sprich am besten mit der zuständigen Lehrkraft, die kennt das Kind, die Schwierigkeiten und Förderbedarf. Das Kind hat nicht umsonst das zweite Schuljahr wiederholt.
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...das stupide absitzen von Dienstzeit, um die 41 Stunden zu füllen, ist keine Dienstpflicht (wie hier mancher fälschlich zu glauben scheint).
Das glaubt niemand. Du kannst das Konzept auch in der Hängematte oder auf dem Klo tippen, das Problem ist offenbar, dass mancher hier annimmt, nur weil er 14 Uhr nach Hause geht, wäre nichts mehr zu tun.
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PaPo , ich meinte das mit den unleserlichen Texten. Die Klammern, Anführungszeichen und Bindestriche, um Gedankennebenstränge einzufügen, zerreißen deinen Text. Mit den überflüssigen Leerzeichen zerpflückt das Handy zusätzlich alles.
Bitte erkundige dich, was die Begriffe "regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten" und "[w]öchentliche Pflichtstunden der Lehrerinnen und Lehrer" eigtl. bedeuten - danach diskutieren wir dann, was du wünschst, wie die übrigen n bis 22 Stunden an "Arbeitszeit" nach den "[w]öchentliche[n] Pflichtstunden" zu füllen seien, wenn sämtliche verpflichtende "[w]eitere Aufgaben" gem. § 10 ADO erfüllt sind, bevor du hier (abermals) Anwürfe von "Arbeitszeitbetrug" formulierst.
Wenn dir das egal ist und du zusätzlich im Gegenangriffsmodus alle anpflaumst, werden wohl viele deinem Rat folgen, ist auch ne Lösung.
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Ach, der Kerngeschäftsbegriff taucht schon irgendwo auf. Die anderen Aufgaben gehören deswegen trotzdem dazu.
Solange aber Kollegen davon überzeugt sind, sie allein entschieden, was wichtig ist und was man getrost weglassen könne, braucht man die Diskussion nicht weiterzuführen.
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Dann lies meine Texte doch einfach nicht, wenn sie dich quantitativ überfordern...
Die überfordern nicht nur quantitativ, sondern auch durch ihre Verschachtelung und eigenwillig verteilten Satzzeichen.
Den Tip, man solle doch nicht lesen, was einen störe, finde ich immer einigermaßen seltsam, insbesondere in einem Diskussionsforum.
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Doch, ist doch total logisch: Wer schneller unterrichtet, darf auch früher nach Hause gehen. Hauptsache, er hat den Stoff vermittelt, den er für relevant hält.
Ist das in anderen Berufen nicht so? Wenn die Ware zügig ausverkauft wurde, schließt man die Filiale früher. Wenn man alle Räuber gejagt hat, darf man die Polizeiuniform schon vor Dienstschluss an den Haken hängen. Man muss eben effizient verkaufen und Kriminelle jagen und dann darf man auch früher ins Bett.
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Wäre es sinnvoll mit der offiziellen Diagnose bis nach der Lebenszeitverbeamtung zu warten? Was würde dafür und was dagegen sprechen?
Du musst beim Amtsarzt wahrheitsgemäß Vorerkrankungen, zurückliegende Operationen, Therapien usw. und Risiken wie Rauchen angeben, jedoch keine Symptome.
Was verstehst du unter sinnvoll? Sinnvoll ist es, sich bei Problemen in Behandlung zu begeben.
Es wird dir niemand dazu raten, eine festgestellte Diagnose zu verschweigen, weil dich das in Teufels Küche bringen kann. Es wird auch niemand raten, mit einer notwendigen Therapie jahrelang zu warten, um die Verbeamtung nicht zu gefährden.
Ob du einen GdB beantragen solltest, kann nur eine professionelle Beratung dir sagen, die dich und deine Aktenlage kennt.
Du scheinst auf der Suche nach einer Person zu sein, die dir sagt, dass die Verbeamtung bei ihr geklappt hat, obwohl sie dieselben Diagnosen hat. Das Problem ist, dass das nichts bringt, weil jeder Amtsarzt (mwd) über den Einzelfall entscheidet.
Ob es dir also so schlecht geht, dass dir ein GdB zuerkannt wird, oder es dir so gut geht, dass deine behandelnden Ärzt*innen und Therapeut*innen dir aufschreiben, was für eine gute Prognose du hast, kann hier niemand wissen.
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Du schriebst "erfahren hat", das klingt arg zufällig und passiv. Im Normalfall geht man mit Symptomen zur Fachärztin und will rausfinden, was einen belastet.
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Vielleicht guckt ihr mal in euer SchulG, was eure Aufgaben sind.
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... Seminar sagt sie müssen noch mehr betreuen,
Frech und falsch. Spiel mal versuchsweise den Ball zurück und frage die Kolleg*innen vom Seminar, wie es sein kann, dass die Referendarin noch nie was von einem Lehrplan gehört hat, wieso sie nicht in der Lage ist, eine Stunde zu konzipieren und warum sie gravierende Mängel in ihrem studierten Fach hat.
Oder: rufe direkt die Seminarleitung an und sage, dass du erhebliche Zweifel am Lernerfolg der Referendarin hast und dass die das mehr in den Blick nehmen müssen. Sie können sich gerne mit deinem Schulleiter absprechen, der wird hospitieren müssen, um dazu irgendwas Vernünftiges sagen zu können.
Oder geringster Aufwand: 45 min pro Woche investieren oder was dir zugestanden wird und viel Erfolg wünschen.
Du selbst hättest die Erwartungen an deine Mentorin damals nie gehabt, oder?
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Literate_Vulcano Ich komme darauf, weil du es so darstellst, als gäbe es nur Unterrichtsvorbereitung und alle anderen Tätigkeiten seien überflüssiger Mumpitz, der dich nichts anginge. Du musst für eine 40h-Woche also recht viel Zeit in die Vorbereitung investieren, damit du mit 30 Tagen Urlaub hinkommst. Außerdem muss dein Kollegium alles andere abfangen.
Es müsste doch noch eine Mitte geben.
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Ich habe nirgends was von illegitim geschrieben, sondern von kurzsichtig.
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Die Zeiterfassung wird zu ganz vielen Problemen führen - sofern sie überhaupt annähernd realistische Werte für einzelne Tätigkeiten ausweist.
Es läuft dann alles auf zu wenig Personal hinaus, das eben nicht auf Bäumen wächst. Also muss dann getrickst werden, dass das Ganze trotz Zeiterfassung wieder passt. Es wird dann Pauschalen für einzelne Tätigkeiten geben, die lächerlich gering bemessen sein werden. Beispielsweise 10 Minuten durchschnittliche Korrekturzeit für eine vierstündige Deutsch-LK-Klausur.
Das Ganze wird vielen derjenigen, die noch motiviert und engagiert sind, den Rest geben.
Wie kommst du denn darauf? Bislang hat jede Zeiterfassung in etwa dasselbe ergeben.
Und ich finde es verwunderlich, dass du immer noch davon sprichst, dass es die Motivierten und Engagierten gibt und den faulen Rest (den habe ich ergänzt, aber der bleibt ja offenbar übrig).
Habt ihr an eurer Schule mal eine Umfrage gestartet, wer welche Aufgaben erfüllt? Ich meine nicht eine Liste mit A14ern zusammenstellen, sondern dass jede*r seine Tätigkeiten aufschreibt, die er oder sie nach dem Unterricht noch macht.
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PTBS äußert sich zum Beispiel in Flashbacks, Dissoziation, emotionaler Abstumpfung, Reizbarkeit, Schlafproblemen etc. Das ist, wie der Name sagt, eine hohe Belastung. Die Symptomatik kann auch ohne Trigger auftreten.
Wenn du das alles im Blick hast, ist das gut. Ich finde generell die regelmäßig hier wiederkehrende Frage nach der Verbeamtung und was man tun muss, um diese noch zu erreichen, arg kurzsichtig.
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Kopie an die Schulaufsicht nicht vergessen
Und bitte unbedingt regelmäßig anrufen und nach dem Bearbeitungsstand erkundigen.
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Okay, anders formuliert: hältst du es für eine gute Idee, in einen Beruf einzusteigen, von dem der Arzt sagt, dass du wahrscheinlich "nicht alt wirst". Das sind ja keine leeren Beamtenworte. Ein Beruf, in dem man zeitlich getaktet mit Kindern und Jugendlichen stets präsent und gut gelaunt interagieren soll, wenn du von dir selbst sagst, ich habe Symptome aus dem Autismusspektrum und ein unverarbeitetes Trauma durchgemacht.
Dass es möglich ist, habe ich nicht bezweifelt und dass viele Lehrkräfte psychische Probleme haben natürlich auch nicht, sondern gerade deswegen: die Belastungen des Berufs kommen noch oben drauf.
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