Das Risiko, einer Existenzbedrohung sieht aber schon anders aus. Wenn man ehrlich ist, könnte man (zumindest in unserer Einkommensklasse) die Krankenversicherung problemlos auf ein System umstellen, bei dem jeder 2000 € Eigenbeteiligung hat und gesamtgesellschaftlich würden wir damit vermutlich einiges sparen. Wichtig ist eine Krankenversicherung, wenn ich mit dramatischen Dingen im Krankenhaus lande und fünf- oder sechsstellige Beträge auf mich zukommen würden, wenn ich sie nicht hätte. Das Risiko ist in der Größenordnung einer Dienstunfähigkeit.
Interessanter Gedankengang. Ich fürchte zwar, dass Menschen dann zu selten zum Arzt gingen, um Geld zu sparen, Prävention ist jedoch wichtig...
Aber generell schon richtig, was die Behandlung schwerer Erkrankungen kostet, wissen Menschen, die blauäugig durchs Leben tappen nicht. Man sieht's ja hier im Thread, einfach nur weltfremd.
Habt ihr so eine?
Ja. Damals wäre ich auch nicht selbst auf die Idee gekommen, man hält sich ja mit Ende 20 für unverwundbar. Aber ein Verwandter hat dazu geraten und ich halte es inzwischen auch für sinnvoll. Wenn sie je zum Tragen kommt, geht es dir so schlecht, dass du nicht arbeiten kannst, das bedeutet, dass zumindest die Versorgung sichergestellt sein sollte, um dir nicht noch mehr Sorgen zu machen. Man verdient ja auch Geld für spätere/schwierige Zeiten und besondere Situationen, nicht ausschließlich, um es für Konsumgüter auf den Kopp zu hauen.
