Exakt das. Ich "analysiere" auch ziemlich viel. Kolleginnen und Kollegen, die mir nahe stehe, wissen aber auch sehr genau, was ich so "analysiere", das ist gar nicht heimlich und hintenrum. Das ist eben der kleine, aber feine Unterschied. Ich bin oft diejenige, die irgendwann findet ... meine Güte, wenn etwas so offensichtlich stört an einer Person, dann geh doch hin und sag es ihr. Das ist doch nur fair. Es hat ein paar ganz wenige Personen im Kollegium, über die ich wirklich die Augen verdrehe, was dann aber auch auf Gegenseitigkeit beruht. Ich habe genügend "Informanten" im Schulhaus, dass ich jederzeit weiss, wer was über mich lästert.
Eben, dann ist es ja kein Lästern, denn dass man Dinge verschieden macht oder sieht ist ja logisch. Aber dass sich Kollege A über Kollegin B echauffiert und eigentlich genau dieselben Probleme in seiner Klasse hat, finde ich schon irgendwie seltsam. Was soll ich denn dann sagen? "Kollegin B ist ja wirklich doof. Neulich hat sie auch das und das gemacht, meine Güte..." oder lieber "Pff, guck mal deine eigenen unerzogenen Gören an."?
Wenn ich etwas genauso sehe, wie die sich beschwerende/lustigmachende Person, fällt es mir aber nicht leicht, mir auf die Zunge zu beißen. Naja, ich versuche weiterhin, mich an Leuten zu orientieren, die den Austausch meckerfrei hinbekommen.
Wie sagte irgendwer Weises einst? Lasse deine Worte durch drei Tore schreiten. Sind die Worte wahr, notwendig und freundlich? ![]()