Beiträge von Quittengelee

    Wenn ich sehe, mit welcher Vehemenz hier die Schlechterstellung von TZ-Lehrkräften verteidigt wird, mag ich mir gar nicht vorstellen, wie eine Arbeitszeiterfassung gelenkt / beschönigt / sabotiert werden würde.

    Die letzte AZ-Erfassung durch den Freistaat SN hat ja kürzlich wieder mal ergeben, dass insbesondere Schulleitungen und Teilzeitkräfte zu viel arbeiten.

    Da muss man als Arbeitgeber praktischerweise gar nichts sabotieren, solange man Personen beschäftigt, die das Unterwandern der Rechte der Beschäftigten direkt selbst übernehmen.

    Ich finde den Ansatz, dass Kollegen (m/w/d) mit besonderen Bedürfnissen (kleine Kinder, zu pflegende Angehörige, Lehramtsanwärter (m/w/d)) ein Zugeständnis erhalten (z.B. an Tag X frei, erst ab Stunde Y oder nur bis Stunde Z) und im Gegenzug selbst ein Zugeständnis anbieten (also irgendeine Sache übernehmen, die innerhalb des Kollegiums eher unbeliebt ist), gut und das sollte auch trotz der zuvor genannten (berechtigten) Herausforderungen bei der Stundenplanung umsetzbar sein.

    Verstehst du eigentlich irgendwas in diesem Gespräch?

    Tom123 , du redest dich um Kopf und Kragen. Wenn die Schwimmhallenzeiten feststehen, muss die Schwimmlehrkraft um 8 da sein. Und nun? Wenn sie Teilzeit arbeitet braucht sie angemessene Entlastung. Du machst es dir zu einfach, wenn du mit den Schultern zuckst und sagst, dass das leider alles nicht geht.

    Es geht überhaupt nicht um Wunschstundenpläne, sondern darum, dass die außerunterrichtliche Arbeit ANTEILIG vergeben wird, zwingend stattfindende Ganztagesvernstaltungen woanders entlastet werden. Und wenn ihr euch darum nicht schert, dann wollt ihr nicht, das hat nichts mit können zu tun.

    Und den Hinweis aufs Grundgesetz hast du ins Lächerliche gezogen, WillG hat nirgends geschrieben, dass im Grundgesetz steht, dass Frau Müller erst um 9 kommen darf.

    Deswegen bekommen sie den Hinweis, daass sich die Note vielleicht noch zum Guten ändert. Wenn ich beim Nachgucken den Eindruck habe, dass mit einer Aufgabe etwas nicht stimmt.

    Das geht m.E. gar nicht. Wozu auch dieses Durcheinander? Die Noten gibt's, wenn alles korrigiert ist. Sonst haben die SuS zu Recht das Gefühl, als sei Notengebung willkürlich.

    Straßenbahn ist ein guter Indikator für Großstadt, finde ich, unter "ländlich" hätte ich alles verbucht, wo man Viehzucht und Ackerbau betreibt...


    ...Kann man davon ausgehen, dass ländliche Gesamtschulen eine verhaltensunauffälligere Schülerschaft hat? ...

    Genau umgekehrt, würde ich sagen, da wo es Stadtviertel gibt, gibt es auch Einzugsgebiete und wo es Einzugsgebiete gibt, gibt es Schulen mit überwiegend so oder so lebenden Familien.

    Das hört sich sehr gönnerhaft von dir an. Wir haben gelernt, dass es im aktuellen nicht besser umsetzbar ist. Letztlich hat bei uns keiner ein Problem, wenn sich eine Teilzeitkraft ihren Ausgleich nimmt. Wenn Kollegin Y nicht auf Klassenfahrt fährt, meckert keine. Weil wir gut zusammenarbeiten, sprechen wir uns i.R. im Jahrgang ab. Das verhindert viel Stress mit den Eltern. Dann fährt halt der Jahrgang nicht auf Klassenfahrt. Oder halt nur 2-3 Tage. Aber das löst das Teilzeitproblem natürlich nicht.

    In einem guten Kollegium nimmt man halt so oder so Rücksicht. Vielleicht die VZ-Kraft gerade nicht belastbar, weil die Eltern pflegebedürftig sind. Vielleicht geht gerade jemand kaputt, weil die Klasse oder Eltern einfach "doof" sind. Wir versuchen das zu merken und die Person zu entlasten. Wenn jemand wegen kleiner Kinder oder was auch in Teilzeit ist, versuchen wir den Stundenplan so gestalten, dass es passt. Aber das hat weniger etwas mit Teilzeitvorgaben zu tun. Das ist eine Frage des Miteinanders.

    Dann würde ich jeder deiner Kolleginnen raten, sich Vollzeit bezahlen lassen und dann in dein Büro zu kommen, um von ihren privaten Problemen zu erzählen, um Sonderrechte einzufordern.

    Genau das ist nämlich bei uns auch das Problem: im kleinen Kollegium holt sich jeder, der mag, seine Sonderrechte ab egal ob es fair ist oder nicht. Und jeder, der nicht mag, verzichtet auf Rechte. In diesem Fall: Anspruch auf Ausgleich.

    Schade, dass Du keinen Bezug auf die gemachten Beiträge nimmst. Ich habe da relativ ausführlich dargestellt, wo die Probleme liegen.
    Bei euch an der Schule scheint das alles etwas anders als im Rest von Deutschland zu laufen aber bei uns ist es tatsächlich so, dass auch Vollzeitkollegen mit ihrer Arbeit ausgelastet sind. Jetzt musst Du auch noch bedenken, dass wir bereits geschrieben nur 2 VZ und rund 13 TZ haben. Sollen dann die beiden VZ die gesamte Vorbereitung für alle Klassen alleine machen? Und solche Verhältnisse sind an Grundschulen nicht unüblich. Da arbeiten einfach sehr viele in Teilzeit.

    Es ist total toll, wenn es an deiner Schule anders läuft. In der Praxis lässt es sich halt an unseren Schulen nicht umsetzen. Am Ende fehlen den meisten einfach zusätzliche Stunden.

    Aber Du kannst gerne einmal euer Konzept verlinken oder hier darstellen. Ich denke viele finden es spannend, wir ihr das Problem gelöst habt. Ich finde es toll, dass es bei euch so einfach umsetzbar ist. Wenn man das auch auf Grundschulen wie uns übertragbar ist, übernehmen wir dein Konzept gerne. Also erzähle. Wie löst ihr das konkret?

    Nein, bei uns läuft es leider auch nicht super, weil da Leute sind, die wie du einfach leider keine Möglichkeiten sehen.

    Wieso sollte irgendwer die Unterrichtsvorbereitung von jemand anderem machen, das ist Quatsch.

    Wenn an deiner Schule fast alle Teilzeit machen, dann können nicht alle Aktivitäten stattfinden, die in Schulen mit 3x so vielen Stunden stattfinden können.

    Möglich. Wobei ich ziemlich sicher bin, dass die ahnungslosen Frauen dieser Fremdgehtypen ihre Männer durchaus auch zu "den Guten" zählen - hart arbeitende Familienväter, die "Überstunden" schieben, ständig auf "Dienstreise" sind und sich für die Familie abstrampeln eben 😊

    Oder du bist das ahnungslose Dummchen, das immer eifrig nickt, wenn er "lass uns zu dir gehen" sagt, solange er das Essen bezahlt? Ist genauso wild spekuliert ☺️

    ... Am besten bereitet sie ihren Unterricht dann einfacher schneller vor oder korrigiert schneller.

    Klar, wenn mir nicht sofort eine Lösung einfällt, stelle ich mich dumm. Das Leben kann so einfach sein!

    Oooder, wenn es nicht möglich ist, dass Konferenzen nur anteilig besucht werden, trifft sich die Teilzeitkollegin eben nicht mit zur Vorbereitung des Weihnachtsbastelns, sondern der stellvertretende Schulleiter macht das. Der arbeitet ja Vollzeit und hat noch Kapazitäten, gerade wenn er die Korrekturen schneller macht, geht das ganz einfach.

    Ernsthaft, verplane nicht die Zeit anderer Leute mit fadenscheinigen Begründungen. Jedes Schuljahr läuft in etwa gleich ab. Man kann voraussehen, wo Arbeit anfällt und sie entsprechend verteilen.

    Und verdienst genauso viel?

    Die, die ich kenne, verdienen deutlich weniger A8 statt A13.

    Das Argument hat doch nun aber nichts mit der Problematik zu tun. Warum sollte man schlechter eingruppiert werden, wenn man vernünftige Teilzeitbedingungen wünscht? Man verdient weniger, entsprechend der Reduktion. Also 80% der A13 bei 20% Reduktion.

    Aber: erwartet wird von den Vollzeitkolleg*innen scheinbar immer, dass das mit 20 von 25 Unterrichtsstunden abgegolten ist und alles andere in vollem Umfang mitzumachen sei. Das ist einfach falsch und die falsche Herangehensweise.

    Ich selbst hab ewig Vollzeit gearbeitet, auch mit kleinen Kindern, weil ich eben weiß, dass man in Vollzeit am Ende weniger macht als anteilig in TZ. Jetzt ist es mal anders und ich ärgere mich über die TZ-Kolleg*innen die es stillschweigend mitmachen und zudem zusätzlich noch MEHR vorbereiten genauso wie über die scheinheiligen "Wer am Faschingsfest nur halb kommen will hat die Kinder wohl nicht lieb und ist ein großer Miesepeter"- Argumente.

    Bei einseitiger Schwärmerei kann man davon absehen. Wenn mit "Wenn ich mich verliebe" impliziert wird, dass auf beiden Seiten Gefühle vorhanden sind und man sich treffen möchte, dann ist doch die Frage nach Kindern bzw. der allgemeinen familiären Ausgangslage mitunter eine der ersten Fragen, die beim Kennenlernen gestellt wird. Oder hast du die Erfahrung gemacht, dass diese Frage erst (deutlich?) später gestellt wird?

    Normale Menschen führen keine Listen, wenn sie sich Kennenlernen.

    Wie ist eigentlich dein Status? Deine Partnerschaft? Erfahrungen mit Kindern in Patchworkfamilien?

    Du hast meine erste Nachfrage mit Verwirrung gekennzeichnet, daher noch mal genauer: du liest irgend welche Infos im Netz und wirfst es dann hier rein, um noch mehr Infos aus Dritter hand zu lesen. Warum? Wo bist denn mal du als Mensch, als soziales Wesen? Was möchtest du wirklich wissen, was mal selbst preisgeben?

    Ich habe erst in hohen Alter erfahren, dass es Eltern gibt, die sich tatsächlich noch lieben. Oder sogar noch anfassen :huh:. Meine Elter hätten sich vor 20-25 Jahren scheiden lassen können/sollen. Sie sind immer noch verheiratet. Auf dem Dorf trennt man sich halt nicht.

    Ich habe erst als Erwachsene erfahren, dass es Paare gibt, die sich nicht nur "auseinandergelebt" haben, sondern so hassen, dass sie sich nur noch anschreien/schlagen und in keinem Zimmer schweigend halbwegs gewaltlos gemeinsam aufhalten können.

    Natürlich trennen sich diese Paare auch zuliebe ihrer Kinder besser.

    Schule und Teilzeit ist per se schwierig umsetzbar. Also könnte man sagen, dass für Vollzeitkräfte der Lehrerberuf durchaus familienfreundlich ist. Aber für Teilzeit der Lehrerberuf grundsätzlich Nachteile bietet. Das gilt ja nicht nur für Eltern.

    Wieso sollte es schwierig sein? Das halten immer nur die Vollzeitkräfte für schwierig, weil sie ihre Vorteile nicht abgeben möchten.

    Wenn man konsequent Ausflüge, TdoT, Konferenzen, Elterngespräche, Klassenleitungsaufgaben, Aufsichten etc. prozentual anteilig vergeben würde, müssten die Vollzeitkräfte diese Aufgaben bis zu den 100% übernehmen. Oder eine Klasse macht weniger Ausflüge, das Sommerfest hat einen Stand weniger Aber da quengeln dann nicht nur Kollegen sondern auch Schulleitung und Eltern oft genug.

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