Beiträge von Quittengelee

    Der Wortlaut:

    In den Grundschulen werden doch auch kaum 5 und 6 vergeben, durchfallen ist nahezu unmöglich - erzählen zumindestens befreundete GS-Lehrkräfte. Und auch die GS verlassen Schüler ohne grundlegende Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen. Oder ist das nur an meinen Zulieferschulen so?

    Wenn Kinder, ohne lesen und rechnen zu können mit 4 in Deutsch und Mathe aus der 4. Klasse entlassen werden, ist das doch ein Appell an die Grundschulen oder verstehe ich das falsch?

    Gemeint sind wohl eher Kinder, die mit "guten" oder befriedigenden Noten an weiterführenden Schulen anlanden und faktisch wenig bis gar nichts können.

    Ich fasse mal wieder zusammen: Die weiterführende Schule macht alles richtig, bekommt leider nur Dumme geschickt und Kinder, denen die Grundschullehrerinnen zu gute Noten gegeben haben, kann dann aufgrund mysteriöser Umstände selbst aber nur 4en verteilen und das bei jahrelangem Vermitteln von Regenbogenthemen, zu denen das Schulbuch zwingt. Es muss sehr belastend sein, so gar nichts im Berufsleben selbst verantworten zu können.

    Klar, wir sind faule Lehrkräfte, die natürlch nicht erklären und üben lassen.

    Nein, ich bezog mich darauf, dass Kairos bemängelte, dass dies oft Thema wäre.

    Im übrigen fällt es Außenstehenden wirklich schwer, das Problem nachzuvollziehen:


    Für die intensive Auseinandersetzung mit Shakespeare, Orwell oder Atwood bleibt unter diesen Bedingungen nicht nur schlicht keine Zeit. Eine solche Lektüre wäre für viele meiner SuS zum jetzigen Zeitpunkt auch eine maßlose Überforderung. ...

    Wenn man die Ansprüche selbst runterschraubt, werden die Noten logischerweise besser. Man könnte auch jedes Jahr eine bestimmte Lektüre als Voraussetzung lesen, so dass nur die mit C1-Niveau mindestens eine 3 erreichen. Wer das Buch nicht versteht, sollte in keinem Bundesland eine 4 in der Klausur schaffen.

    Es tut mir leid, wenn ich es bis heute nicht verstehe, ich weiß, dass dich das nervt. Ich meine es aber nicht persönlich, dass sich hier alle den A*** für ihre Lerngruppen aufreißen ist mir sehr bewusst, chilipaprika

    Weil?

    ...Bayern und Sachsen nicht NRW sind, offenbar ticken die Uhren dort anders.

    Wobei ich es auch nicht für eine besondere Zumutung halte, im Englischunterricht zu erklären und zu üben, wie man Texte verfasst und liest und SuS zum Vokabellernen zu nötigen.

    Ich hatte (damals...) auch keine Lust auf "Wuthering Heights" und das hat das Verständnis nicht gerade gefördert. Edit: Habt ihr euch früher nicht durch die Lektüre gemogelt und nur immer so viel wie nötig gemacht? Es gibt ja noch 15 andere Fächer zum Lernen und nicht jedes ist das Lieblingsfach.

    Ich kann zumindest für Englisch schon nachvollziehen, was meine Vorredner sagen. Natürlich sind die Themen als solche (Globalisierung, Postkolonialismus, Diversität …) Themen, die alle betreffen und selbstverständlich in die Schule gehören. Aber die Textauswahl sowohl in den Schulbüchern als auch in den Prüfungen ist politisch auffällig einseitig. Zufällig deckt sie sich meist mit meiner persönlichen Meinung, aber gerade deshalb muss ich immer wieder darauf achten, auch andere, konservativere Stimmen zu Wort kommen zu lassen, da der Unterricht ansonsten überhaupt nicht ausgewogen wäre.

    Hallo Kairos, Kris hatte gestern schon mal gefragt, mich würde das auch interessieren: Was für konservative Positionen musst du extra kopieren, die nicht im Buch vertreten sind? Derart "Manche Menschen finden Schwulenehe abstoßend", oder wie muss man sich das vorstellen?

    Also abgesehen davon, dass Schule natürlich kontrovers diskutieren soll und ich hoffe, dass Lehrkräfte nicht ausschließlich mit Schulbuch unterrichten, interessiert mich, wie etwa Postkolonialismus oder Klimawandel, die überhaupt erst seit wenigen Jahren Thema sind, zu einseitig beleuchtet werden.

    Moment, mir fällt gerade ein, wie wir vor 35 Jahren gelernt haben, dass Flüsse zu begradigen um die Schifffahrt zu fördern eine ganz schlechte Idee für Flüsse, Ökosystem und Hochwasser ist. Was heutige Politiker nicht daran hindert, bei akutem Wassermangel vom weiteren Ausbaggern zu schwadronieren...

    Übrigens, der stellvertretende Vorsitzende der Afd-Sachsen Anhalt über Schulen:

    "Wir werden dafür sorgen, dass die Schulen unsere Kinder zu mündigen, mutigen, klugen, selbstbewussten und freigeistigen Bürgern heranbilden und nicht mehr versuchen, sie zu gehirngewaschenen und kompetenzlosen, feigen Gesinnungssoldaten des Regenbogenimperiums umzuerziehen", ruft Tillschneider den Delegierten beim Parteitag zu.

    Und da gibt's- auch hier, unter Lehrkräften, die einen Hochschulabschluss und Berufserfahrung haben- Leute, die dumm gucken, wenn man über Parteienverbote spricht. Da bleibt einem die Spucke weg.

    … oder welche internationalen Ergebnisse auf deutsche Systeme adaptierbar sind d welche angesichts anderer Systeme nicht vergleichbar und nicht umsetzbar sind…

    ...oder warum laut PISA schon wieder Deutschland besonders schlecht darin abschneidet, sozial benachteiligte Kinder angemessen zu fördern.

    ...oder ob Vanilleeis besser schmeckt als Schokolade. Das ist ja nun seit JAHREN ein ungeklärtes Rätsel.

    Vor allem gäbe es so viele interessante Forschungsgebiete in der pädagogischen Psychologie. Zum Beispiel in Bezug auf die Zockerei und ob die Konzentration dadurch nur gefühlt nachlässt oder tatsächlich und wie Schule darauf reagieren kann, wenn sich sonst an den Bedingungen nichts ändert.

    Oder diese ganze Schulbegleitungsdiskussion, wer da wirklich von profitiert und unter welchen Bedingungen oder wann das nur rausgeworfenes Geld ist.

    Oder wie muslimische Familien eingebunden werden können und wo sie sich abkapseln und warum eigentlich.

    Oder was es im Schulkontext bedeutet, wenn Lehrkräfte selbst gefühlte "Diagnosen" verteilen und wie sie dann mit verhaltensauffälligen SuS interagieren, also sowas wie Subjektive Theorien.

    Oder...

    Einige Eltern haben sich beschwert, es sei unfair,...

    Es ist aber auch echt lächerlich, worüber sich Eltern alles beschweren. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn ihre Kinder etwas verweigern.

    OT: Eltern haben sich mal beschwert, dass das Kind in Hauswirtschaft 1€ pro Mahlzeit bezahlen sollte, das Kind in Klasse soundso nur 50ct. Sie waren Bass erstaunt, dass die Klasse a) mehr Stunden hatte, sich alle b) sattessen durften und vor allem: die Hauswirtschaftslehrerin c) die Lebensmittel alle privat vorgestreckt hat. Da war die Diskussion vom Tisch.

    Aber immer erst mal entrüstet sein.

    es handelt sich hierbei lediglich um den Bias und nicht um das deutsche Schulsystem. Ich muss mich nicht mit eurem Kram beschäftigen um über mein Fachbereich zu schreiben. Einfach teilzunehmen ohne viel TamTam wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Aber nett sein in Deutschland ist ein Fremdwort <3 gute Besserung euch allen

    Geht's auch eine Nummer kleiner? Du musst nicht das ganz große Fass aufmachen, es sind nicht alle Deutschen böse.

    Vielleicht war ich nicht sonderlich nett, aber es ist deine Aufgabe, eine vernünftige Arbeit zu erstellen. Und wenn dabei auch noch suggeriert wird, dass Lehrkräfte ihren Job nicht ordentlich machen, dann solltest du ihnen auch Ärger zugestehen.

    Es kostet meine Zeit und daher mache ich nicht "ohne viel tamtam" mit, ich bin ja freiwillig hier. Ich helfe aber gerne, wenn ein vernünftiges Ergebnis abzusehen ist.

    Wenn Nachhaltigkeit und Globalisierung bereits "linke und grüne Regenbogenthemen" sind, die einen als Erdkundelehrkraft überfordern, muss man sich nicht wundern.

    Die AfD will ja mindestens den Geschichtsunterricht inhaltlich verändern, sobald sie entscheiden darf und leider wird da nichts entzauberndes passieren, sie werden das tun, was sie ankündigen, wie alle Rechtsradikalen vor ihnen.

    Das Verbot eines Landesverbandes ist zwar möglich, es ist aber unklar, ob ein solches Verbot ausdrücklich beantragt werden kann. Sollte ein Verbotsverfahren gegen die ganze Partei geführt werden, könnte das BVerfG das Verbot auf einzelne Gliederungen beschränken, es gibt aber keine rechtliche Grundlage, dieses Teilverbot sofort zu beantragen.

    Im Übrigen sind die Folgen eines Teilverbots auch noch gar nicht richtig durchdacht worden. Dürfte die Partei dann in dem Land einen neuen Landesverband gründen, sofern dieser nicht verfassungswidrig ist? Was passiert mit Parteimitgliedern, die in das Gebiet eines nicht verbotenen Landesverbands umziehen und andersrum? Alles ungeklärte Fragen.

    Okay, danke, aber wenn sich der Landesverband verfassungsfeindlich betätigt, könnte man dann mit größerer Erfolgsaussicht das Verbotsverfahren der gesamten Partei bestreiten? Oder ändert das nichts an der Gesamteinschätzung? Das Gericht müsste sich dann nicht nur auf Parteiprogramme und menschenverachtende Zitate einzelner stützen.

    Vielleicht strebt der Bundesrat zumindest das Verbot des Landesverbandes an. Das geht doch auch nach Übernahme von Regierungsverantwortung, oder?

    Wenn die AfD in Sachsen-Anhalt zum Beispiel Schlägertrupps ("Bürgerwehr") einrichtet, den Rundfunkstaatsvertrag aufkündigt, eigene Sender platziert, Kindern mit Behinderung Schulabschlüsse verwehrt usw., das Handeln also verfassungsfeindlich ist, kann der Bundesrat dann noch die Reißleine ziehen und das Verfassungsgericht anrufen?

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