Danke!
Exakt. Die Lösung eines Verbotes nimmt die Spannung aus einer Sache, die eh niemals durchsetzbar ist. Das Aussprechen des Vertrauens seitens der Lehrkraft hilft ebenfalls. Meiner Erfahrung nach halten sich Regeln dann leichter, wenn die SuS das Gefühl haben, ihnen wird echtes Vertrauen entgegengebracht.
Dann müssen sie nicht gegen ein Verbot antrinken.
Du hältst die Erlaubnis bestimmter alkoholischer Getränke für einen Vertrauensbeweis und hoffst, dass sich dann niemand betrinkt.
Ich finde es vertrauensvoll zu sagen, dass eine Schulfahrt ohne Alkohol auskommen muss und ich hoffe, dass sich niemand betrinkt. Falls doch, muss die Person dann heimreisen. Somit habe ich ihr das Vertrauen entgegengebracht, sich an Grundregeln zu halten und kann diese auch durchsetzen.
Meine Erfahrung ist, dass Gruppen am besten zusammen funktionieren, wenn sie wissen, welche Regeln gelten und wenn es eine zuverlässige Person gibt, die die Regeln durchsetzt. Das gibt Klarheit und Verlässlichkeit.
Wenn die Lehrkraft natürlich selbst Alkohol trinken will und findet, Alkohol gehöre selbstverständlich dazu, auch auf Bildungsfahrten mit Jugendlichen, wird's natürlich schwierig mit einem Verbot.
Es geht also nicht darum, dass man etwas nicht durchsetzen könne, sondern dass man es nicht will. Deswegen ist Kiffverbot für einige hier auch möglich, Alkoholkonsum aber angeblich unvermeidbar.