Beiträge von Dr. Caligiari

    Aber darum ging es gar nicht, sondern darum, wie man denn in den Spiegel schauen könne, wenn man den Repekt vor der Leistungsüberprüfubg verloren habe. Insbesondere im Mündlichen kann die Schere sehr weit auseinandergehen, wer was wie bewertet. Wer etwas anderes behauptet lügt mMn.

    Das liegt aber nicht an unüberwindbaren systeminhärenten Faktoren, sondern an unzureichend ausgeschärften Maßstäben.

    In Schwubbelfächern mag das simmen, in Mathematik kann man in schriftlichen Prüfungen sehr eindeutig festlegen, welche Kompetenzen erreicht wurden.

    Ich dachte, dass die Hauptaufgabe der Lehrkraft die Wissensvermittlung ist. Erst im zweiten Schritt kommt die Bewertung, die zurecht immer wieder in der Kritik steht.

    Ich habe doch gar keine Abwägung zwischen diesen beiden Bereichen vorgenommen. Diesen Vergleich zwischen Bewertung und Wissensvermittlung hast DU dir herbeigesehnt.

    Wenn es in meiner Macht stünde, dann würde ich es tun.

    Klaro, weg mit den Noten. Dann kann man sich ein Zeugnis übrigens auch sparen, außer vielleicht mit nem lieben Text wo drin steht "Du schaffst das Studium schon". Da es Studienplätze aber nicht unbegrenzt gibt, wird das ganze Prüfungsprozedere dann an die Unis ausgelagert. Dort gibt es dann die A13-Stellen, denn die Aufgabe ist ja staatlich hoheitlich. Die Schulen sind dann pure "Wir haben alle den gleichen Applaus verdient, egal wer am fleißigsten ist"-Anstalten, wo man sicher niemanden im höheren Dienst benötigt.

    Ich kann nur schwer hoffen, dass in deiner Macht nur wenig mehr steht als die Noten deiner Schülerinnen und Schüler. Und dass dies auch so bleibt.:gruss:. Aber ich spreche über dieses kontroverse Thema immer gern, finde ich tatsächlich interessant. Auch ein interessanter Beitrag zum Diskurs:


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    Das funktioniert aufgrund unseres Schulorogramms nicht. Macht auch car keinen Sinn. Man fährt immer nur als Klassenlehrer mit seiner eigenen Klasse alle 3 Jahre.

    Auf die Abschlussfahrt nach 6 Jahren Klassenlehrer würde ich jetzt auch nicht verzichten wollen.

    Ich mag die Jugendlichen an sich gern, aber diese Fahrten sind für mich hart anstrengend. Ich hoffe, dass ich das nur noch einmal machen muss und dann vllt nen Leitungsposten oder so etwas habe, wo ich das nicht mehr tun muss.

    Da sehe ich persönlich den Grund für die Noteninflation. Keine*r möchte der/diejenige sein, der/die das Wunschstudium vermasselt (klar ist der Schüler selbst dafür verantwortlich). Aber man passt sich den ansonsten gegebenen Noten und es bringt nichts, seine eigene kleine autarke Insel zu sein.

    Wenn man den Respekt vor der Leistungsüberprüfung verloren hat, sollte man sich einen anderen Beruf suchen. Bei Lehrkräften, die so vorgehen, sehe ich auch keinen Grund mehr für eine Verbeamtung. Den Spiegel im Bad sollte man dann besser abhängen.

    1. Wie kommst du zu der Annahme, dass Sprachen einfacher sind als MINT?

    Natürlich nicht!

    Nur wenige packen D/E-Leistungskurs.

    Mit nem Schwubbelabitur mit M/Ph-Leistungskurs kannst du dich hingegen nirgendwo blicken lassen.

    Das ist ja das Problem, deshalb ist der Lehrermangel in diesen Fächern selbst am Gymnasium so groß.

    Wenn ein Sportlehrer noch notgedrungen ein zweites Fach sucht, dann denkt er sich "Ha, ich nehm Mathe, da kann man sich immer irgendwie durchschwurbeln".

    In Deutsch setzt man hingegen hauptsächlich auf Quereinsteiger mit mäßig verwandten Fachrichtungen. Da werden lauter Computerlinguisten in die Schulen gelockt, das hohe Gehalt überzeugt einfach.

    Das einzig wirklich schwere MINT-Fach ist Biologie, doch leider wird jeder Biolehrer sofort vom Umweltamt abgeworben, weil es einfach nicht genug Molekularbiologen, Molekularmediziner, Biotechnologen, Biochemiker, LifeScientists, ..., Chemische Biologen und Biomediziner gibt.

    Jeder Mensch hat narzisstische Anteile. Wenn diese ausgewogen sind, spricht man auch von einem guten Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, aber auf keinen Fal von Narzissmus.

    Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung und insofern ab einem gewissen Grad immer pathologisch und auch da unterschiedlich stark in ihrer Ausprägung sein. Es gibt die gemeinhin bekannten grandiosen Narzissten aber auch die andere, eher subtilere Form des vulnerablen Narzissmus. Es ist also ein Kontinuum, auf dem sich alle Menschen bewegen.

    Danke für diese ausführliche Ausführung als Unterstützung.

    Komische Denkweise. Gerade Narzissten sind besonders auf Außenwirkung erpicht. Da ist die Zufriedenheit der Elternschaft, die eigene Selbstdarstellung und vielleicht noch die Präsenz in der regionalen Presse das Wichtigste. Darunter leiden dann die Kollegien. Ich habe selbst schon erlebt, dass solch ein selbstgefälliger Schulleiter dem Kollegium eben nicht den Rücken stärkt. Er interessiert sich nur für sich selbst und will, dass die Lehrkräfte nach seiner Pfeife tanzen

    Funktioniert doch über die Bewunderung durch Lehrer genauso. Der Gorilla will doch seinem Harem gefallen und nicht irgendlichen Schimpansen.

    Was hat denn Narzissmus mit natürlicher Autorität ("breiter Rücken...") zu tun? Kollegialität, Empathie, Kompetenz... das ist alles wichtig. Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung. Die kommt leider oft in Führungspositionen vor, schadet aber mehr, als dass sie nützt.

    Nee, mit „breiter Rücken“ meine nicht Autorität sondern Einsatz für KuK gegenüber Außenstehenden, wenn die Lehrkraft im Recht ist.

    Der korreliert auch nicht positiv mit Narzissmus, aber eben auch nicht negativ. Letzteres tut Idealismus meiner Erfahrung nach aber durchaus.

    Narzissmus ist in jedem Menschen bis zu einem gewissen Grade ausgeprägt und ist nur in extremen Fällen pathologisch.

    Meine Frage, welchen Antrieb eine SL sonst haben könnte, kannst du nicht beantworten?

    Warum nicht? Die letzte grössere Diskussion hab ich mir mal zur "Ehe für Alle" gegeben. Wer sich in meinem Zimmer zu sowas äusserst, muss damit rechnen, dass ich ein Fass aufmache. Da vergesse ich dann mal kurz, dass ich eigentlich was über Chemie erzählen wollte.

    Definitiv, das ist unser Job.

    Du merkst dann auch schnell, dass du eigentlich gegen Imame und Eltern diskutierst, die Phrasen sind teilweise auswendig gelernt. Da gibts ne Menge Arbeit zu tun.

    Zwei von der Sorte hatte ich auch. Das waren allerdings die SL, die man wirklich niemandem wünscht.

    Wie soll denn außer einer moderaten Portion Narzissmus der Antrieb deiner SL sein?

    Geld? ...

    Idealismus? Viel Spaß, wenn du mal nen SL mit breitem Rücken brauchst, weil die Eltern auf der Matte stehen, weil du es gewagt hast, den "lieben Kleinen", der Chantal gestern als Hure beschimpft hat, in die Schranken zu weisen. Dann wird nämlich das Fehlverhalten schnell mit der schweren Kindheit begründet und die Ursache für die Eskalation in deiner fehlenden pädagogischen Expertise gesucht.

    Ist das eigentlich so eine Legende oder gibt es jemanden im Forum, der dort arbeitet und das bestätigen kann? Es gibt Schülerinnen an der Schule bei uns, die behaupten, man müsse sich vor mir fürchten. Ich kenne die gar nicht und die hatten nie auch nur 1 Lektion Unterricht bei mir

    Ich war ein Jahr an einer Gesamtschule in einer NRW-Großstadt. Ich fand die muslimischen Schüler mehrheitlich ausgesprochen nett, aber die typischen Indoktrinationen saßen mehrheitlich echt tief:

    Israel, Homosexualität, Evolution...alles Granit. Schon ab der 5. Klasse kamen selbst bei Schülern, die ansonsten eher nicht durch Redegewandheit auffielen, sehr geschachtelte Erläuterungen à la "Ich respektiere jeden/alles, ABER...". Die meisten Lehrer wollten da mit der Kneifzange nicht ran.

    Den Bereich Islamismus darf man eindeutig nicht unterschätzen, da er genauso wie der Rechtsextremismus auch ein Teil zunehmender antisemitischer Haltungen ist in Deutschland. Das Hauptproblem ist er national betrachtet aber eindeutig nicht.

    Ich stimme dir zu was die polizeiliche Arbeit und den Schutz vor Gewalt in unserer Gesellschaft betrifft.

    Was UNSERE Arbeit als Lehrkräfte angeht, stimmt das aus meiner Sicht nicht.

    Der Besuch einer Gesamtschule in Duisburg Marloh (vgl. jede andere weiterführende Schulform in finanziell schwachen Bezirken einer Großstadt in NRW außer dem Gymnasium) dürfte für jüdische Schüler doch eher problembehaftet sein.

    Der Vergleich mit A14 am Gym und Konrektor hinkt zumindest ein klein wenig, da es um eine geringere Schüler und Kollegenzahl geht. Aber dennoch ist da eine Schieflage, absolut. Nun, vllt wird die ja bald geschlossen innerhalb von A13-für-alle (Gibts da was Neues?).

    Bei Leitungsstellen spielt das Geld für mich dann doch die entscheidende Rolle, bei A16 für Konrektor + eigener Sekretärin würde ich es mir überlegen. Ich finde es ein Unding, wie viele einfache Arbeiten SL am Computer machen müssen, das frisst Zeit ohne Ende.

    Führungspersonal sollte für das Entscheiden, Moderieren und Beurteilen bezahlt werden, nicht für Schreibarbeit in diesem Ausmaß.

    Nicht vergessen die deutlich besseren Aufstiegsmöglichkeiten zu A14 und A15 für Gymnasiallehrkräfte. Die beginnen zwar auch mit A13 (plus Amtszulage!), gehen aber im Gegensatz zu Sek.-I- oder Sopäd.-Lehrkräften selten damit in Pension.

    Humbug. A14 liegt für die Sek1er in NRW praktisch auf der Straße. Will nur keiner machen, weil es sich aufgrund der geringeren Schulgrößen meist um Konrektorenstellen handelt. In meiner Gegend gab es vor einem Jahr mal ne Drittausschreibung einer Stelle als 2. Konrektor für eine Realschule mit gutem Ruf.

    Da wird mMn einfach extrem schlecht geplant vom Staat und den Hochschulen. In Hessen gibt es z.B. schon ewig A13 für HR, trotzdem ist der Mangel an Lehrkräften auch hier sehr groß. Mehr Geld scheint also kein wirklich entscheidender Faktor zu sein.

    Ich glaube, selbst wenn es am Gym A12 gäbe und an der Förderschule A14, hätte ersteres trotzdem Überhang.

    Meine Meinung zu deiner Einstellung ist klar, aber es ist offensichtlich, dass du nicht an Kritik oder Meinung interessiert bist, sondern nur provozieren möchtest. Daher spare ich mir meine Lebenszeit.

    Wenn man also nichts zu sagen hat, unterstellt man also, ich wäre nicht an gehaltvollen Aussagen interessiert? So kann man sich auch von der Bühne stehlen...

    Außer diffamierenden Adjektiven wie "widerwärtig" und "ätzend" kam nur heiße Luft bislang.

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