Beiträge von Dr. Caligiari

    Alles klar, wenn du das glaubst mach das bitte weiter. Ist ja auch super, wenn man glaubt dass A13 eine überdurchschnittliche Bezahlung ist. Ich gönne dir das Gefühl.

    Hier kann man in einer Nussschale einen der Gründe dafür bestaunen, dass viele Lehrkräfte als weltfremd gelten.

    Diese Zahlen widerlegen ja sehr deutlich, dass es eben kein „Gefühl“ ist. Bei den wirklich großen Berufsgruppen verdienen nur Ärzte im Schnitt besser als wir, das muss man sich mal klarmachen.

    Ich bin nur eine " einfache " Grundschullehrerin..und ich freue mich, dass es " bald" mal A13 gibt für unsere Arbeit.

    Das finde ich auch gut. Ich bin an einer Gesamtschule und habe das immer so gesehen, dass mein höheres Gehalt berechtigt ist, weil ich den gleichen Job mache wie meine SekI-Kollegen PLUS eben die Oberstufe. Wenn die aber bald das gleiche bekommen, werde ich keine G-Kurse mehr machen müssen, dann hat jeder sein Spezielgebiet ;).

    Mir ging es natürlich um das Geld und um die Aufstiegschancen. Anerkennung gibts ohne Stelle mehr.

    Sind die Eltern Ingenieure, Techniker, generell im MINT-Bereich oder im Bereich Wirtschaft, dann lockt eine A13 niemanden hinterm Ofen hervor.

    I call bullshit. Ich kenne promovierte Chemiker, die mit über 40 unter 3000 netto bleiben und viele Biologen, die froh sind, überhaupt einen Job zu haben, der über 2000 netto kommt. Was meinst du, warum es in dem Bereich so viele Quereinsteiger gibt? An Biolehrern mangelt es nicht. Ingenieure sind IM DURCHSCHNITT auch keinesfalls über verbeamteten Lehrern bei netto.

    Wenn es bei Behörden mal ne A13-Stelle für Nawis gibt, bekommen die Wäschekörbe mit Bewerbungen. Beim BKA gibt es alle paar Jahre so eine Kriminaltechnikerstelle, wenn ich es richtig im Kopf habe gibt es da um die 1000 Bewerbungen von Biologen. Dazu gab es ein Interview mit Mark Benecke, in welchem der Leiter der Abteilung dies sagte.

    Das wird bei vielen keine besondere Motivation auslösen.

    Was führt dich zu dieser Ansicht? Das Nettogehalt einer Lehrkraft liegt deutlich über dem des durchschnittlichen Akadamikers, demnach müsste es in den meisten Fällen zu der Erkenntnis führen, dass mit einem Lehramtsstudium ein finanzieller Aufstieg einhergehen könnte.

    Die kann man ja nicht mal mehr privat verkaufen, es besteht doch kaum noch Nachfrage.

    Bei uns liegen hunderte (keine Übertreibung) dieser Tests im Lehrerzimmer und keiner weiß wohin mit all dem Plastikmüll. Ich habe noch 2-3 zu Hause und habe letztens einen gemacht, als ich erkältet war. Maske tragen bei uns Leute, die erkältet sind und 1-2 Leute mit schweren Vorerkrankungen.

    Alles in allem interessiert das Thema fast niemanden, die Diskussion hier wirkt auf mich irgendwie wie vom andern Stern.

    Ja und? Wenn Du mit dem Führerschein Klasse 3 bzw. B mit einem VW-Bus unterwegs bist und die maximal erlaubten 8 Passagiere dabei hast, dürfte bei einem Unfall der Personenschaden ähnliche Dimensionen erreichen.

    Danke für diesen völlig übergeschnappten Vergleich, ich bin immer auf der Suche nach erheiternden Beispielen für den Unterricht.

    Das war bei mir haargenau so. Ansonsten hätte die Dezernentin das Ganze auch nicht eingefädelt. In meinem Fall wäre die Verärgerung ja womöglich noch heftiger ausgefallen, weil der Platzhirsch oder die -hirschin ja keine Chance gehabt hätte, da ich ein so genannter Versorgungsfall war.

    Bei A15 wundert mich das nicht. Diese Stellen liegen ja oftmals lange rum, weil viele die Verantwortung scheuen. Alle wollen lieber eine gemütliche A14-Stelle.

    Meine anekdotische Erfahrung, nicht als externer Bewerber, sondern als langjähriger Kollege an einer Schule, die auch immer mal wieder externe Bewerber auf Stellen gesetzt bekommen hat, dass die Empörung im Kollegium und das Mitleid für den internen Kollegen, der "übergangen" wurden, für den Moment sehr groß ist - wenn dieser gemocht und als kompetent wahrgenommen wird -, dass sich das aber sehr schnell legt und dass Kollegen, die auf eine Funktion kommen, schnell in dieser Funktion akzeptiert werden.

    Danke fürs Mutmachen ;). Letzten Endes sind solche Beförderungskisten nie wirklich fair. Man muss eben für sich entscheiden, ob man von den Regeln, die mir bereits zum Nachteil gereichten, auch mal profitieren möchte, oder ob man moralisch gegensteuert.

    Es geht eher um die Besetzung von Aufgaben, für die man intern keine interessierten und geeigneten Lehrkräfte hat, für die es aber einen externen Kandidaten gibt. Mir fällt da spontan z.B. die IT-Betreuung ein.

    Sowas gibts bei uns nicht, selbst bei IT gab es bei uns 4 Bewerber. Aber klar, so eine externe Stelle ohne Platzhirsch wäre mir lieb. Ich habe für mich aber auch noch nicht entschieden, ob ich auch "gegen Platzhirsche vorgehe". Das wird die Situation wohl zeigen.

    Da bin ich voll bei dir und insbesondere das "nicht einfach passiv warten dürfen" möchte ich hervorheben. Ich hatte damals auch entsprechend ein Gespräch mit der SL gesucht, meine bisherigen Tätigkeitsfelder, Zielvorstellung und letztlich Ambitionen erläutert und mich damit überhaupt erst einmal ins Blickfeld gebracht. Schlussendlich hatten sich dann zeitnah mehrere Optionen zur beruflichen Weiterentwicklung ergeben, auf die ich auch aktiv hingewiesen und dazu ermuntert wurde. Nur waren die halt nicht an der ursprünglichen Schule, weil dort schlicht für absehbare Zeiträume alle Stellen blockiert waren.

    Ist man dir als externer Lehrkraft dann professionell oder eher mit Verärgerung begegnet?

Werbung