Beiträge von Lilo85

    Die richtige Reakion auf eine solche Anweisung kann nur ein Versetzungsantrag sein. Entweder die Aufgabe wird - wie alles andere, für das es keinen konkreten Gegenwert gibt - auf alle/mehrere Schultern verteilt oder mein Engagement für diese spezielle Schule würde ein sofortiges Ende finden.

    Danke euch, aus dem was ich so mitbekomme bei anderen Kolleg:innen, der Versetzungsantrag kann mehrfach seitens der Schulleitung abgelehnt werden, oder?

    Und was macht der Kollege dann?

    Wenn man es auf die Spitze treiben möchte. Ich habe in der Vergangenheit immer wieder Kollegen erlebt, die aus Belastungsgründen ihr Beförderungsamt zurück abgewickelt haben. Das war wohl immer möglich. War natürlich damit verbunden wieder auf A12 zu kommen. Was hindert mich daran, auch jetzt mein Beförderungsamt zurück zu geben. Dann werde ich auf A13 nicht Beförderungsamt zurückgestuft, dass ist dann ohne Zusatzaufgabe.

    Gehe ich soweit mit dir, Problem ist eben, das die Schulleitung bereits angekündigt hat die Aufgabe per Anweisung weiterhin zuzuordnen.

    Das sagte Herr Baals diese Woche im ASB. Es bleibt abzuwarten, was im Gesetzestext, der ja im Herbst kommen soll, stehen wird. Bis dahin ist das hier alles nur Kaffeesatzlesen.

    Okay, demnach geht man also davon aus, dass alle Betroffenen ihre Aufgaben, die sie bislang im Rahmen des Beförderungsamtes übernommen haben, ab dem 1.8. zunächst weiterhin „umsonst“ ausführen, bis im Herbst ein offizieller Gesetzestext vorliegt?

    Mir fehlt in der gesamten Situation ehrlich gesagt die Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Der Personalrat konnte mir dazu bisher auch keine wirkliche Auskunft oder konkrete Hilfe geben. Der Hinweis lautete lediglich: Dann gebt die Beförderungsstelle doch jetzt auf.

    Wenn die Schulleitung anschließend jedoch per Anordnung verlangt, genau diese Aufgaben weiterhin zu übernehmen, dreht man sich letztlich im Kreis. Man hat dann den Eindruck, dass man seine Rechte praktisch gar nicht durchsetzen kann.

    Genau das bedeutet es. Ich versuche es hier schon länger zu erklären.
    Das Zitat ist aus der Verordnung zur Ausführung des § 93 Abs. 2 Schulgesetz (VO zu § 93 Abs. 2 SchulG).
    Darin ist geregelt, wie mit Anrechnungsstunden umzugehen ist.
    https://bass.schule.nrw/6218.htm

    Danke dir,


    Zwei Fragen bleiben für mich weiterhin offen.

    Ist ab dem 1.8 dieses Beförderungsamt nicht nichtig? Dann wäre die Ermöglichung von Ermäßigungsstunden wieder offen, oder?


    Was passiert wenn jemand diese Beförderungsstelle heute kündigt? Ist er dann komplett raus aus diesem, in meinen Augen, Dilemma? Die Schulleitung kann da aktuell ja auch nichts dazu, dass seitens der Landesregierung so etwas beschlossen wurde.

    Auch wenn der Topf voll, ist kann der Kollege keine Entlastung erhalten, denn:
    "Die Gewährung von Anrechnungsstunden ist nur zulässig, soweit sich die entsprechende besondere Belastung nicht bereits aus einem Beförderungsamt ergibt."

    Auch hieran sieht man nochmal, dass sich zugewiesenen Aufgaben direkt aus einem Beförderungsamt herleiten und mit ihm verbunden sind.

    Danke dir, woher hast du das Zitat?

    Das würde ja praktisch wirklich bedeuten das alle Beförderungsstelleninhaber ihre Aufgabe weiter machen müssten, ohne jegliche "Ausgleich", sei es nun finanzieller oder zeitlicher Natur?

    Das wäre ja noch viel schlimmer als ich es bislang verstanden habe.

    Guten Abend,

    Ich verstehe die Situation leider ähnlich wie Bromme.

    Kollege A hat nun seit etwa zehn Jahren bei der Erstellung des Stundenplans mitgearbeitet und erstellt zudem zweimal pro Woche morgens den Vertretungsplan. Bisher wurde diese Arbeit zumindest teilweise durch das A13-Beförderungsamt abgegolten – auch wenn das angesichts der unzähligen Stunden, die er dafür aufgewendet hat, ohnehin schon eher symbolisch war.

    Ab dem 1.8. werden nun jedoch alle Lehrkräfte A13 erhalten.

    Die Schulleitung sagt ihm nun sinngemäß: Danke für die jahrelange gute Arbeit – du führst diese Aufgaben einfach weiterhin aus. Entlastungsstunden kann es dafür nicht geben, der entsprechende Topf sei leer.

    Der Kollege hat daraufhin mitgeteilt, dass er die Aufgaben unter diesen Bedingungen nicht weiter übernehmen möchte. Daraufhin wurde ihm gesagt, dass die Schulleitung die Tätigkeit dann eben anordnen werde.

    Was soll der Kollege in einer solchen Situation tun? Eine Überlastungsanzeige bringt faktisch oft wenig. Diese landen bei der Bezirksregierung in einem Ordner, und der Alltag läuft weiter. Die Schulleitung wird vielleicht angewiesen, auf Entlastung zu achten – effektiv ändert sich aber häufig nichts. Ich habe von genügend Fällen gehört, in denen es genau so abgelaufen ist.

    Die entscheidende Frage wäre daher: Was passiert, wenn der Kollege diese Beförderungsstelle „kündigt“, also noch vor dem 1.8. von der Funktion zurücktritt? Wäre er damit aus der Verantwortung heraus, oder könnte die Schulleitung ihm die Aufgabe trotzdem weiterhin anordnen?

    Guten Abend,

    ja, genau so verstehe ich es inzwischen auch, mit etwas Abstand betrachtet.

    Die Schulleitung hat letztlich lediglich mitgeteilt, dass es eine A13Z-Stelle geben wird. Sie sagte, dass sich darauf grundsätzlich jede Person bewerben kann, also auch diejenigen, die bereits eine Beförderungsstelle innehaben. Mehr wird es erstmal nicht geben.

    Genauere Gespräche sollen im März folgen.

    War das überraschend?

    Wenn ich etwas daran überraschend finde, dann dass es immerhin eine A13Z-Stelle geben wird.

    Ich persönlich hätte – so jedenfalls mein derzeitiges Empfinden – lieber ganz auf diese Stellen verzichtet.
    Sollen wir uns nun untereinander zerfleischen, um zu entscheiden, wer sie erhält?
    Oder soll die Schulleitung festlegen, welcher von uns Sieben die beste, wichtigste oder sonst wie zu bewertende Arbeit leisten?

    Guten Abend,

    vielen Dank für die zahlreichen Beiträge. Ich habe sehr aufmerksam mitgelesen.

    Heute hatte unsere Schulleitung ein Telefonat mit der Bezirksregierung. Demnach wird es im Sommer bei sieben entsprechenden Stellen insgesamt eine A13Z-Stelle geben. Die übrigen Kolleginnen und Kollegen gehen leer aus, wobei dennoch erwartet wird, dass die Aufgaben weiterhin übernommen werden.

    Die Schulleitung zeigte sich darüber sprachlos und hat uns unmittelbar zu einem Gespräch eingeladen, um uns diese Informationen mitzuteilen. Nun arbeitet man schulintern an möglichen Lösungen.

    Ja, ineffizient ist sicherlich an einigen Stellen der passende Ausdruck.

    Aber mal eine andere Frage - Wie wird denn der Bereitschaftsplan / Aufsichtsplan an anderen Schulen erstellt? Das schluckte schon einiges an Stunden Arbeit in den letzten Tagen.

    Wir machen das wirklich noch mit Handlisten. Untis kann das wohl auch, aber das Ergebnis soll wohl nicht wirklich gut sein.

    Ja, ich hatte oben geschrieben, dass ich in den vergangenen acht Tagen einiges an Zeit für verschiedene Dinge aufgewendet habe.

    Das ist erfahrungsgemäß zu Beginn des Schuljahres immer recht viel. Sobald die entsprechenden Pläne fertiggestellt sind, wird das natürlich nachlassen.

    Wie viel Zeit ich im Regelbetrieb benötigen werde, kann ich derzeit noch nicht sagen. Daher notiere ich mir die Werte und werde sie später einmal überprüfen.

    Vielen Dank für eure Rückmeldung.

    Ich sehe es ähnlich und empfinde die Arbeitsbelastung ebenfalls als zu hoch.

    In den letzten acht Tagen habe ich meine Arbeitszeiten notiert und bin bereits auf 15 Stunden zusätzlich zu meinem regulären Unterricht und meiner Tätigkeit als Klassenleitung gekommen. Dabei habe ich noch nicht einmal an der Vertretungsplanung mitgearbeitet.

    Es ist sicherlich verständlich, dass zu Beginn des Schuljahres eine Vielzahl von Aufgaben ansteht, wie die Erstellung des Stundenplans, des Bereitschaftsplans, des Aufsichtsplans, sowie die Arbeit mit WebUntis und der Import in Schild für die Oberstufe.

    Wenn ich jedoch bei meinen 25,5 Stunden auch noch teilweise die Vertretungsplanung übernehme, fehlt mir die Zeit für meine Familie und meine Hobbys.

    Eine Beförderung auf A15 oder höher war für mich nie ein Thema. Allerdings frage ich mich manchmal, welche zusätzlichen Aufgaben in der stellvertretenden Schulleitung zu meinen jetzigen Aufgaben noch hinzukämen, abgesehen von der Vertretungsplanung und der damit verbundenen Verantwortung. Aber das ist ein anderes Thema.

    Entschuldigt bitte, es ist eine Gesamtschule mit 1100 Schülern, circa 100 Lehrkräften.

    Wir sind in der SI 6 zügig, in meinen Augen ein eher großes System. Ich habe da aber auch keinerlei Vergleich, da ich mein Referendariat an einer kleinen Hauptschule gemacht habe.

    In Webuntis haben wir Lehrer-, Schüler- und Elternaccounts, welche es zu administrieren gilt. Zudem natürlich die ganzen Klassenbücher.

    Danke für eure Rückmeldung, ich stelle mir an dieser Stelle nur die Kosten/Nutzen Frage. Ich habe auch viel im Forum gelesen zu dem Thema.

    Alleine die Erstellung des Stundenplans mit um die 200 gerechneten Pläne verschlingen alleine 60 Zeitstunden in den Ferien.

    Webuntis ist je nachdem aufs Jahr gerechnet 1 bis 2 Zeitstunden. Ich glaube ich besorge mir eine Stechuhr und notiere mir die Werte.

    Nun noch die Vertretungsplanung hinzu, das sprengt in meinen Augen einfach die Aufgaben einer A14 Stelle. Das sind ja größtenteils Aufgaben der stellvertretenden Schulleitung, welche dafür sicherlich ihre Ermäßigungsstunden bekommt. Ich weiß es nicht genau, aber meine es wären um die 8 Stück bei uns in NRW.

    Die stellv. SL macht natürlich noch viele andere Aufgaben, aber meine genannten Aufgaben sind sicherlich ein nicht kleiner Teil davon.

    Guten Abend,

    Ich habe folgendes Anliegen:

    Ich arbeite seit mittlerweile 3 Jahren im Team an der Erstellung des Stundenplans. Wir beginnen in der Regel zwei Wochen vor Ende der Sommerferien mit dem Rechnen, vor den Sommerferien wurden bereits etliche Stunden in die Datenpflege investiert. Webuntis administriere ich ebenfalls nebenbei. Im 2. HJ läuft es ähnlich ab, dann parallel zum Unterricht.

    Nun hat mich die Schulleitung angesprochen, die stellv. Schulleiterin ist langzeiterkrankt. Diese macht den Vertretungsplan mit anderen Kollegen im Team. Ich soll nun einen Teil der Arbeit für eine Ermäßigungsstunde übernehmen.

    Ich selbst habe A14, in meinen Augen ist schon die Erstellung des Stundenplans und die Webuntis Administration eigentlich für eine A14 Stelle zu viel Arbeit. Die eine Ermäßigungsstunde für den Vertretungsplan kommt mir dann doch sehr wenig vor, ich denke man wird wohl pro Tag den man ausplant, je nach Krankenstand, 2 Stunden aufwärts benötigen, oder?

    Wie sieht das an anderen Schulen aus? Was wird da an Entlastungsstunden für diese Arbeit angeboten bzw. Auf welchen Beförderungsämtern sitzen Leute mit diesen Aufgaben?

    Vielen Dank für die ausführliche Schilderung.

    Sonderpädagogen gibt es, leider, viel zu wenige.

    Das hört sich nach einem guten Kompromiss an. Sind die Kolleginnen und Kollegen dieser GL Stunden in irgend einer Art und Weise fortgebildet worden?

    In NRW gab es wohl mal ein Programm, nachdem leer laufende Sonderpädagogen Stellen auf andere Stellen umgeschrieben werden konnten. Das ganze ohne Fortbildung für den sonderpädagogischen Bereich. Da hat man in meinen Augen viel Kapazität ungenutzt gelassen. Durch eine Fortbildung bzw. Zusatzkurs hätte man viele auf die anspruchsvolle Aufgabe vorbereiten können.

    Danke dir,

    das ist interessant.

    Wie macht ihr das effektiv mit der Zuteilung der Sonderpädagogen?

    Also werden die bei der Stundenplanberechnung schon mitgerechnet oder machen sich die Sonderpädagogen im Nachgang selbst einen Stundenplan und schauen wann sie welches Kind in welcher Stunde begleiten?

    Danke dir für die schnelle Antwort. Das ist auf den ersten Blick auch eine gute Idee. Behalte ich einmal im Hinterkopf.

    Mir fiel eben noch ein das ich mal vor Jahren mit einer Kollegin gesprochen hatte, welche Ähnliches berichtete.

    Da wurden die Kinder im Prinzip gleichmäßig auf alle Klassen aufgeteilt.

    Der Sonderpädagoge hat die Kinder dann in verschiedenen Stunden aus dem Regelunterricht rausgenommen und z.B. mit denen zwei Stunde Englisch gemacht. Das lief dabei losgelöst vom normalen Stundenplan, da ja jede Klasse Englisch zu einer anderen Zeit haben konnte.

    Kennt jemand so ein System und hat damit Erfahrungen in der Umsetzung?

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