Mal sehen.
Ein Berufskolleg wäre ja auch gut. Im beruflichen Gymnasium hat man eben ausschließlich den gewünschten Sek II Unterricht, in der Berufsschule allerdings unterschiedliche Klientel. Vom Bankazubi mit Abi bis zum Malerazubi, der kaum seinen Namen schreiben kann.
Jo an BBSen hast du alle. Im BVJ Sprache Geflüchtete, im normalen BVJ SuS ohne Abschluss, die schulmüde sind, in der BF1 Hauptschüler/innen ohne Lehrstelle. Und alles sind Pflicht-SuS, die du nicht - wie von dir unten geschrieben - elegant loswirst. In den Klassen wirst du mit deiner charmanten Art, der Offenheit gegenüber den SuS, deiner Motivation... die SuS mitreißen und für Schule begeistern. Und ob die KuK im ber. Gym. dich mit offenen Armen empfangen und dir ihre besten Kurse geben, klar, läuft. Ich denke, du würdest deine Wünsche vollumfänglich erfüllt bekommen.
Immerhin: Machen die Azubi-Schüler Schwierigkeiten, kann man sie in den Betrieb schicken.
Kommen sie öfter unentschuldigt nicht zur Berufsschule ist das ein Kündigungsgrund für den Betrieb und man ist solche Problemfälle auch elegant los ohne seine Nerven zu ruinieren.
Das wird genauso laufen nach deinem Plan. Ich verspreche dir an der BBS einen entspannten "lowen" Job. Nervige SuS sind zack zack weg. Der Rest lässt sich dann von dir entspannt unterrichten, ohne dass du vorbereitet oder motiviert sein musst. Jetzt mal so ganz ehrlich unter uns Betschwestern.
Das Problem ist eher, dass die Berufskollegs in der Nähe, die ich angefragt habe, mit meiner Fächerkombination nicht zufrieden waren, denn nur 1 Fach ist da praktisch nutzbar. Ich hatte das Gefühl, dass man dort lieber Kollegen einstellt, deren beide Unterrichtsfächer dort nutzbar sind. Idealerweise eins davon BK-typisch (wie Gestaltungstechnik, BRC etc) und eben nicht Latein, Französisch oder Ethik.
Ach was, glaub das nicht. Wofür bräuchten wir an der BBS berufsbildende Fächer? Berufsbildung, berufsbildende Fächer? Das wird eh völlig überschätzt an der BBS. Wie sollte man denn jemanden einsetzen, der/die Bau und Deutsch kann? Oder Metall und Mathe? Oder Elektro und Englisch? So was ist - wenn überhaupt - dritte Wahl. Die ganzen beruflichen Fachrichtungen überschätzen sich VÖLLIG was ihren Marktwert angeht. Und dann sind - ehrlich gesagt - die ganzen Berufler/innen schon auch so ein bisschen, ähm, wie formuliere ich das ohne die zu beleidigen? Äh, lass ich lieber.
Eine Position an der Uni wäre sicher auch interessant als akademischer Rat, fraglich nur, wie begehrt diese Stellen sind. Hat da jemand Erfahrung?
Ach Gott, die Stellen gibt's wie Sand am Meer. Das mit Kettenverträgen im Angestelltenstatus, das ist richtig geil in der Wissenschaft. Das wollen die Forscher/innen. So ne Verbeamtung ist dagegen total unattraktiv. Ergo: Viele Stellen kein Interesse. Läuft.
Ideal wäre es, die eigene Promotion voranzutreiben im Rahmen einer solchen (Teil-) Abordnung. Allein um wieder die Initiative zu ergreifen für ein spannendes Thema mit Mehrwert für einen selbst und interessierte Studierende anstatt täglich 10x von Kindern mit Trivialitäten ohne Mehrwert angesprochen zu werden (im Sinne von: „Ich wollte nur sagen, dass der X mir den Stift weggenommen hat.“), die mich noch verrückt werden lassen.
Ach Gottchen, Lehrkräfte, die jammern: "Ich wollte nur sagen, dass der X mir mein WBK weggenommen hat." Unvorstellbar. Kann ich verstehen, dass du so was Ähnliches bei SuS nicht ertragen willst.