Eben, Methode wird nach Lernziel ausgewählt. Was meinst du mit "im modernen Sinne"?
Jepp. Ich habe Ziele in meinem Unterricht, daran passe ich die Kompetenzsetzung, die Methode und die Medien an. Und tatsächlich darf ich das alles sogar variieren. Und darf sogar auch mal frontal unterrichten. Und neben: "Jetzt erfindet ihr mal ein Rad" darf ich auch "ich erklär euch mal was". Und dass meine SuS sich in komplexen Situationen was erarbeiten, dabei ihre Analysefähigkeit oder Anwendungskompetenz schulen, dass wir Situationen gestalten, in der das Lernen in sinnstiftende Kontexte eingebettet ist, wobei wir uns nicht nur an konkreten Problemen etwas erschließen sondern daran auch die Fachsystematik anknüpfen und verständlich werden lassen, das habe ich tatsächlich in meinem Ref. gelernt und ergibt bis heute Sinn. Klar könnte ich alles fachsystematisch sauber strukturiert abhaken, aber wenn meine SuS eben jedes Thema "mal hatten", stellt sich die Frage, ob sie daran etwas gelernt haben oder eben nur im Klassenbuch vermerkt wurde, dass jede Variante von XYZ durchgerechnet wurde. Aber was wurde daran wirklich gelernt? Rechnen? Super!
Teils lese ich hier in diesem Thread (und in anderen) immer mal wieder raus: Medien sind doof, weil Plakate doof sind, Methoden sind doof, weil ich Placemat nicht mag, Kompetenzen sind doof, weil da nix gelernt wird... Es ist doch das, was ihr draus macht. Manche Methode oder Medium etc. war für mich auch nicht zugänglich, aber dann lass ich das doch bleiben. Das macht doch Methoden und Medien nicht per se "böse".