Beiträge von Finnegans Wake

    Wenn ich heute betrachte:

    Das Reihenmittelhaus, was mit allen Kaufnebenkosten etc. vor 1 1/2 Jahren noch 950 000 kostete und jetzt bei 850 000 steht (und ich nehme mal an, dass es am Ende für 800 000 raus geht):

    200 000 Eigenkapital

    2021: 950 000 - 200 000 = 750 000 Kredit bei 1% + 3% Tilgung -> 2500€ Rate im Monat. Uff.

    2023: 800 000 - 200 000 = 600 000 Kredit bei 3,8% und 2% Tilgung -> 2900€ Rate im Monat. Also 400€ mehr zu tragen! Das ist schon eine Hausnummer in Bezug auf die monatliche Belastung.

    Dann kalkuliere ich mal die Tilgung:

    2021 -> 2031: 513 500 Restschuld

    2023 -> 2033: 454 000 Restschuld

    Ok, interessantes Ergebnis. Die Variante 2 (höherer Zins, etwas niedrigerer Preis) führt zu einer deutlich angespannteren monatlichen Rate, die aber (in dieser Rechnung) sich am Ende durch eine geringere Restschuld am Ende der 10 Jahre ausgleicht.

    Am Ende sieht es ähnlich aus, da aber die 400€ im Monat mehr einem die Luft abwürgen können, ist die 2021er-Variante in der Finanzierung doch deutlich einfacher.

    Hm, was ein Glück muss ich das nur theoretisch berechnen.

    Mit Blick auf die Einkommensentwicklung und die sehr niedrigen Zinssätze wäre man aber vor 10 Jahren auf ziemlich gleiche prozentuale Belastungen des Haushaltseinkommens und Laufzeiten der Finanzierung gekommen, wie vor 2 Jahren. Und auch meine Eltern hatten Mitte der 90er aus heutiger Sicht natürlich einen lächerlichen Preis bezahlen müssen und dennoch vergleichbare Belastungen und Laufzeiten.

    Ja, die relative Belastung war auch schon früher hoch.

    In der Variation: Vor 11 Jahren bei der Bank und beim Notar -> Preis aus heutiger Sicht supergünstig, damals aber eigentlich über der finanziellen Schmerzgrenze -> die Belastung war da anfangs sehr stark spürbar. Heute - nach ein paar finanziellen Verbesserungen - und der perversen Entwicklung von Kaufpreisen und Mieten trägt sich das Haus problemlos mit den monatlichen Miet-Kosten einer Neubau-3-Zimmer-Wohnung. Eben aber auch mit gut getimtem Forward-Darlehen und Anschluss (Herbst 21 unterschrieben).

    Und zu den Zinsen ein paar Blitzlichter, die ich noch genau im Kopf habe:

    2004 (Herbst): 4,6%

    2011 (Frühling): 3,8%

    2012 (Frühling): 2,8%

    2021 (Herbst) Darlehensverlängerung für 2022: 1% -> 2022 zu diesem Zeitpunkt ca. 3,5%

    2021 (Herbst) Forward für Herbst 2024: 1,6%

    Also: Im Vergleich haben wir jetzt das Zins-Niveau von 2011. Die Kaufpreise sind aber pervers gestiegen.

    Wenn ich dann jetzt kalkuliere mit einen stinknormalen Neubaureihenhaus und 2% Tilgung kämen wir heute auf das 2 1/2-fache der jetzigen Rate, wenn das Haus in "Neu" finanziert werden müsste. Wenn ich dann annähme, dass wir 10 Jahre jünger wären (mit allen finanziellen Konsequenzen des Beamtenstatus), dann glaube ich nicht, dass wir uns das als Beamte heute leisten könnten.

    Fazit: Immobilienkauf hat einen schon immer an die finanziellen Grenzen gebracht, bis vor 2 Jahren mit den niedrigen Zinsen wäre die Belastung zwar belastend, aber machbar gewesen, jetzt aber mit dem immer noch sehr hohen Preisniveau aber den Zinsen von 3,8% wären wir als recht gut verdienende Beamtenfamilie komplett raus.

    ...oder eine SL, die darüber hinwegsieht und dieses (nicht selten) Fehlverhalten einfach durchgehen lässt.

    Und auch da ist es die Frage, ob und wie die SL/AL mit kleinen seltenen(!) Schusseligkeiten der LuL umgeht, da in der Regel auch SL/AL häufig darauf angewiesen ist, dass LuL nicht immer 100% auf Vorschriften beharren.

    In meiner jetzigen Schule läuft da vieles über das direkte Gespräch, dass dann bspw. die Teilnahme an einer Konferenz etc. entschuldigt wird und man selbst der AL(SL) an anderer Stelle entgegenkommt. Ähnlich auch bei den anderen Kleinigkeiten des Schulalltags. Voraussetzung dafür ist, dass so etwas nicht dauernd passiert, dass man kooperationsfähig ist (auf beiden Seiten) und offen miteinander kommunizieren kann.

    und vielleicht ist es auch eine Frage.
    Ich sage tatsächlich in ca. 70% der Fahrten "Danke" oder "Schönen Tag noch" beim Aussteigen. Das erste Mal habe ich es in Neuseeland mitbekommen, dass die Leute "Thank you" zum Busfahrer sagten und ganz ehrlich: ja, warum nicht?
    Ich sage auch Danke an der Kasse, in der Bäckerei oder bei Auskünften am Telefon. Warum nicht was Nettes sagen?
    [...]

    Und wenn ich dem Busfahrer durch meinen Danke ein Lächeln zaubere, dann gerne (und letztens hatte er sogar einen Leckerli für meinen Mitfahrer, also winwin)

    Ja mit Freundlichkeit kann man manche irritieren und viele erfreuen :)

    Und zu den Leckerli für den Mitfahrer: In dem Fall dein Hund oder dein Mann? :D

    Eben, Methode wird nach Lernziel ausgewählt. Was meinst du mit "im modernen Sinne"?

    Jepp. Ich habe Ziele in meinem Unterricht, daran passe ich die Kompetenzsetzung, die Methode und die Medien an. Und tatsächlich darf ich das alles sogar variieren. Und darf sogar auch mal frontal unterrichten. Und neben: "Jetzt erfindet ihr mal ein Rad" darf ich auch "ich erklär euch mal was". Und dass meine SuS sich in komplexen Situationen was erarbeiten, dabei ihre Analysefähigkeit oder Anwendungskompetenz schulen, dass wir Situationen gestalten, in der das Lernen in sinnstiftende Kontexte eingebettet ist, wobei wir uns nicht nur an konkreten Problemen etwas erschließen sondern daran auch die Fachsystematik anknüpfen und verständlich werden lassen, das habe ich tatsächlich in meinem Ref. gelernt und ergibt bis heute Sinn. Klar könnte ich alles fachsystematisch sauber strukturiert abhaken, aber wenn meine SuS eben jedes Thema "mal hatten", stellt sich die Frage, ob sie daran etwas gelernt haben oder eben nur im Klassenbuch vermerkt wurde, dass jede Variante von XYZ durchgerechnet wurde. Aber was wurde daran wirklich gelernt? Rechnen? Super!

    Teils lese ich hier in diesem Thread (und in anderen) immer mal wieder raus: Medien sind doof, weil Plakate doof sind, Methoden sind doof, weil ich Placemat nicht mag, Kompetenzen sind doof, weil da nix gelernt wird... Es ist doch das, was ihr draus macht. Manche Methode oder Medium etc. war für mich auch nicht zugänglich, aber dann lass ich das doch bleiben. Das macht doch Methoden und Medien nicht per se "böse".

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