Wenn man sich aber für dieses Modell entschieden hat, wird dann der andere gezwungen zu arbeiten? Weil es nicht mehr Zeitgemäß sein soll?
Etwas zynisch zugespitzt: Es kann dann passieren, dass man für ein Modell, in dem man sich auf eine bestimmte individuelle Art und Weise dafür entscheidet, mehr Zeit für den eigenen Nachwuchs zu haben und um dem Gesamtstress des Lebens im Griff zu behalten, eine Steuererhöhung bekommt. Das mit dem Ziel in eine andere Konstellation hinein genötigt zu werden.
Eine Aufteilung bspw.70%/70% ist eine genauso individuelle Entscheidung wie 100%/50%. Da ist es eine Abwägungssache, ob und wie man zwischen den Polen der Teilzeitfalle und der individuellen Freiheit der Lebensgestaltung den Eingriff in die persönliche Freiheiten anderer durchführt.
PS: Weil man hier im Forum schnell mal extreme konservative Einstellungen unterstellt bekommt: Meine Frau hat unsere zeitliche Konstellation festgelegt. Ich wäre bereit für andere Aufteilungen, da ich aber extrem effizient arbeite und trotz VZ viel Care-Arbeit (Kinder zu Terminen bringen, Hausaufgaben, Lernen, Haushalt) leiste, hält sie - auch aus finanziellen Gründen - meine VZ für angebracht. Es ist aber extrem stressig mit Care-Arbeit und VZ. Das ist aber für die Kinder und deren Zukunft und damit ok.