Paraibu sprach aber nicht von Lohn, sondern von Lebensqualität.
Mein Beitrag bezieht sich (offensichtlich) nur auf den Lohn.
Und Menschen, die mit schlecht bezahlten, befristeten Verträgen an der Uni arbeiten tun das trotzdem freiwillig, niemand würde die Stelle dauerhaft gegen eine am Fließband eintauschen. Deswegen kann der Fabrikarbeiter auch eine hohe Lebensqualität empfinden, der Wissenschaftler würde diese dort aber wohl auf Dauer nicht haben.
Die "empfundene Lebensqualität" kann man schlecht messen und vergleichen, oder?
Der eine formatiert gerne Excel-Tabellen, der andere wühlt gerne mit den Händen im Dreck. Der eine ist Froh, wenn er durchs Werktor geht und die Arbeit hinter sich lässt, der andere ist froh, wenn er nach der Schule auf dem Sofa zuhause liegen kann bevor er dort später korrigiert.
X Wochen lange Schichten auf einer Bohrinsel und danach Y Wochen frei - ist das jetzt Horror oder super?
Auf jeden Fall gehören zur Preisbildung am Arbeitsmarkt auch Arbeitsintensität, Arbeitszeiten, Ort, Betriebsklima usw. - aber die sind sicher schwerer zu vergleichen, weil es keine objektiv messbaren Faktoren sind.
Hat ein hochgebildeter Chefarzt, der kaum Freizeit hat um sein Geld auszugeben, eine hohe Lebensqualität? Die einen sagen so, die anderen so.
Aber darüber, dass dies auch Faktoren auf dem Arbeitsmarkt sind, sind wir uns ja einig, wenn ich Dich recht verstehe.