Beiträge von Morse'


    Wofür auf den Zugriff auf eine Lernplattform dringend ein 2FA nötig sein soll, sehe ich nicht.

    Für die Wende an der Ostfront. Damit der Iwan nicht unsere Unterrichtsmaterialien klaut!
    Ich habe das so verstanden, dass wir noch etwas weniger Zeit mit Unterricht verbringen sollen.

    Wo der zweite Faktor herkommt, hat sich auch niemand überlegt. Sowohl die Schulleiterin als auch die Mitarbeiterin der „Firma“, die die Schulträgerin stümpern lässt, waren etwas erstaunt, dass ich gar kein Mobiltelephon betreibe. In einer Mischung aus Naivität und Unverschämtheit waren sie davon ausgegangen, dass sie darauf Zugriff hätten.

    Allerdings. Auch wenn ich eines hätte, stünde ein privates Gerät nicht zur Verfügung. Ich finde das echt eine Frechheit, sich immer und immer wieder darauf zu verlassen, dass die Lehrerinnen mit privaten Ressourcen dienstliche Lücken füllen.

    Ich möchte nicht verpflichtet werden, ein solches Gerät im Dienst unentwegt mit mir zu führen. Ist es als zweiter Faktor etabliert, kann ich es auch nicht einfach so außer Betrieb nehmen. Nee, dass sind mir zu weitgehende Eingriffe ins Privatleben.

    Das sehe ich genau so wie Du.

    Leider habe ich den Fehler begangen mich dazu drängen lassen mein privates Gerät zu nutzen. Das kam daher, dass ich (alleine) an meiner Schule dafür zuständig/"verantwortlich" war und eine viel zu kurze Frist genannt wurde in der das alles statt finden sollte.

    (Das ganze Thema um eine Migration von Moodle ist danach landesweit ziemlich hochgekocht, aber da war diese 2FA nur ein Detail am Rande.)

    In Baden-Württemberg wird abermals der Versuch einer neuen Bildungsplattform (Schule@BW) für alle Schulen gestartet.

    Um zukünftig Dienste, wie z.B. Moodle nutzen zu können, müssen sich Lehrkräfte zuerst auf einer Bildungsplattform einloggen - per 2FA.
    Dafür wird seitens des KuMis eine kostenlose App (Open OTP) empfohlen.

    Aber auf welchen Geräten soll diese genutzt werden? Private Handys? Schul-Tablets?

    Wie läuft das an Euren Schulen?

    "Eine Absichtserklärung reiche aber nicht, es müsse im Politik-Unterricht zum Ukraine-Krieg und zur gesamteuropäischen und globalen Bedrohungslage gelehrt werden, sagte Düll. Jugendoffiziere seien dabei eine "sinnvolle Unterstützung". Der Unterricht zur "Demokratie- und Friedenserziehung" könne fächerübergreifend stattfinden, in Wahlunterricht und Projekten, erklärte der Verbandspräsident."


    Was für Lernziele wären das?

    weder die Polizei noch die Schule haben da ein Fass aufgemacht. Das hat ganz allein die rechte Blase auf allen Kanälen veranstaltet, nachdem sie da anscheinend Wind bekamen. Und wie immer - alles, was der AfD Aufmerksamkeit bringt, wird von ihr gnadenlos ausgenutzt. Egal, wer da auf der Strecke bleibt.

    Ja.

    Was das Ausnutzen angeht: das ist sicher kein Alleinstellungsmerkmal dieser Partei.

    Das rein formal der Fall sein. Die Art und Weise ist aber in meinen Augen völlig überzogen und dazu geeignet andere Schüler einzuschüchtern.
    [...]

    Da ich diesbezüglich nicht an Zufälle glaube, gehe ich davon aus, dass absichtlich und zielgerichtet genau so vorgegangen wurde um o.g. Effekt zu erreichen.


    Falls es tatsächlich so wäre, wäre das ganz schön kurzsichtig, da das (bisherige) Medienecho, wie hier schon genannt wurde, der AfD Sympathien bringt.

    Das ist ja niedlich, dass hier gewünscht ist, AFD-Wahlwerbung zu verlinken... :autsch:

    Ich würde mir gerne ein Urteil bilden über die Reaktion des Schulleiters - unabhängig von der Partei um die es geht.

    Dafür wäre es hilfreich diese Clips zu sehen.

    Falls Du mir unterstellen willst, ich würde für (irgend)eine Partei werben wollen, insbes. die AfD, täuscht Du Dich. (Ich meine das müsste auch in anderen Beiträgen von mir zu politischen Themen deutlich geworden sein.)

    Vorsicht! Nachdem arbeitsverweigernde Matrosen den Kaiser gestürzt haben und irgendwelche Provinzler durch Generalstreik Hitlers Machtübernahme verhindern wollten, sind politische Streiks in der BRD verboten.

    Wenn das nicht gefällt, dann muss man eben noch mehr verbeamten.

    ...oder das Streikrecht einschränken oder Gewerkschaften zerschlagen...

    Das gibt es nicht nur in Diktaturen. Die Thatcher Regierung hatte sich regelrecht gegen die Gewerkschaften verschworen - einfach mal "Ridley Plan" googeln.

    Stelle mir vor, Lehrer wären alle Angestellte und würden, wie plattyplus angedeutet hat, in den Prüfungsphasen streiken.

    Was ja in anderen Ländern durchaus vorkommt (falls das manchen hier noch nicht bekannt war);
    Lehrergewerkschaften nutzen gerade die Prüfungsphasen (!) um Druck auf den Arbeitgeber auszuüben.


    (In England z.B. haben sogar Hochschullehrer so gestreikt, dass Abschlussprüfungen nicht korrigiert wurden und sich die (eigentlichen) Absolventen keine Zeugnisse bekamen mit denen sie sich hätten bewerben können - die teilweise über 100 000 € Studiengebühren gezahlt hatten.)

    Das sog. "Fachkräftemangel"-Problem betrifft quasi alle Branchen - allein schon aufgrund des demografischen Wandels.

    Es ist auch ein Teufelskreislauf. Da es an [Arbeits]kräften mangelt, können die Stunden nicht gesenkt werden. Da (auch) die Stunden nicht gesenkt werden, mangelt es an [Arbeits]kräften.

    Einerseits könnten die Jungen profitieren - ihre Arbeitskraft wird von sehr vielen und reicheren Älteren nachgefragt.
    Andererseits wird sie wohl auch mehr arbeiten müssen z.B. durch die Erhöhung des Renteneintrittsalters.

    Ich bin gespannt wohin diese Entwicklung führen wird auf den Märkten und welche staatlichen Eingriffe es dort geben wird bzw. ob dabei die Jungen oder die Alten besser wegkommen (das ist ja eine politische Entscheidung).

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