Nach 10 Jahren bin ich seit diesem Wochenende keine Klassenlehrerin mehr (da meine Klasse mit den anderen zusammengelegt wurde). Kein Zetteleinsammeln, keine Vorbereitung von Zeugniskonferenzen, kein Organisieren von Klassengedöns... \o/
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Nach 10 Jahren bin ich seit diesem Wochenende keine Klassenlehrerin mehr (da meine Klasse mit den anderen zusammengelegt wurde). Kein Zetteleinsammeln, keine Vorbereitung von Zeugniskonferenzen, kein Organisieren von Klassengedöns... \o/
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Das Dokument hier kennst du wahrscheinlich schon, aber vielleicht gibt es darin ein paar mögliche Themen für das Beratungsgespräch (irgendwo ist ja immer Optimierungsbedarf):
https://www.schulministerium.nrw/system/files/m…e_welt_2020.pdf
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In Niedersachsen soll die Profiloberstufe auch abgeschafft werden, die Schüler können dann - wie früher - ihre Kurse freier wählen. Das bedeutet Mehrbelastung für den Oberstufenkoordinator und ggf. schlechtere Stundenpläne (10./11. Stunde), aber andererseits mehr Möglichkeiten für Schüler (und das Fach Informatik, das sich mit manchen Profilen gar nicht kombinieren ließ, warum auch immer).
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Wie ist das denn in der Oberstufe, wird geschaut, dass fachgerecht vertreten wird? Oder darf man sein Fach unterrichten, wenn es was komplett anderes ist?
"Eigenverantwortliches Lernen" - da wird nix vertreten (außer bei längerfristiger Krankheit).
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Ich bin gespannt, wie lange sich Arbeitszeitgesetze für Beamte noch halten, die nicht für Lehrkräfte gelten, wenn doch alle ihre Arbeitszeit erfassen sollen. Muss ja nur mal jemand klagen. Vielleicht stellt sich dann heraus, dass derartige Klauseln, Lehrkräfte aus dem Arbeitszeitgesetz für Beamte auszuschließen, ungültig sind.
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An meiner 2. Schule und an meiner Referendariatsschule leiteten die Elternvertreter komplett durch den Abend. Selbst als Klassenlehrerin bekam ich nur für einzelne Punkte das Wort erteilt, auch wenn ich die gesamte Zeit anwesend war. War schön zu sitzen und nur zuhören zu müssen bis auf einmal, als ein paar Eltern inkl. Elternvertreter einen Kollegen völlig unberechtigt angriffen. An diesem Abend habe ich mir mehr Einflussnahme gewünscht.
Bei "meinem" ersten Elternabend hatte ich mich erdreistet, zum Elternabend einzuladen und wurde prompt von den Elternvertreterinnen zurechtgewiesen, dass dies ihre Sache sei. Das waren allerdings auch die einzigen, die anderen haben sich darauf verlassen, dass ich (oder die Schule) einlade und den Elternabend leite. Danebensitzen (oder auch im Lehrerzimmer das Ende abwarten, denn Eltern möchten ja auch manchmal etwas ohne anwesende Lehrkräfte besprechen) wäre auch für mich deutlich entspannter.
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Hab ich mich auch schon gefragt. Aber da die Schule Räume zur Verfügung stellen muss, wäre es wirklich verrückt, jeden Elternsprecher einzeln mit dem Hausmeister einen Abend absprechen zu lassen. Und im Zweifelsfall würden dann die Fachlehrkräfte bestimmter Fächer dann zu 15 Elternabenden eingeladen werden.
Die Fachlehrkräfte werden bei uns nicht eingeladen, nur bei wirklich besonderen Problemen.
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Darf ich Mal fragen bis wieviel Uhr eine solche Konferenz dann geht?
Fachkonferenz: Beginn 16 Uhr, Ende zwischen 17:30 und 18:00 Uhr (meine kürzeste war um 16:15 Uhr vorbei)
Gesamtkonferenz: Beginn 17 Uhr, Ende gegen 19:00 Uhr (wobei die letzte überraschenderweise nur bis kurz nach 18 Uhr ging)
Elternabend: Beginn zwischen 19:00 und 19:30 Uhr, Ende zwischen 20:30 Uhr und 22:00Uhr (alles schon dagewesen)
Was ich dabei als so widersprüchlich finde, ist, dass auch bei Konferenzen unser Ganztag bis 15:40 Uhr stattfinden muss, damit die Kinder alle betreut sind, aber eine Betreuung für das eigene Kind manchmal nur schwer zu organisieren ist (oder kurzfristig ausfällt), wenn eine Konferenz ansteht.
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Eine Schulleitung sollte sich im Klaren sein, dass alle - wirklich alle - Projekte (und auch Konzepte, außerschulische Veranstaltungen, etc.) nur von einer Einzelperson oder einer kleinen Gruppe wirklich mitgetragen und gelebt werden. Der Rest zieht mit oder hält sich raus. Das fällt immer dann besodners auf, wenn diese Einzelperson oder Gruppe nicht mehr da ist, dann schläft das Projekt ein.
Bei jeder Aufgabe würde mir wünschen, wenn der SL die Prioritäten klärt: Ist die Aufgabe verpflichtend oder nicht? Verpflichtend = Auftrag des SL zusammen mit einer Vorgabe, in welchem zeitlichen Umfang die Aufgabe bearbeitet werden soll und was das Ergebnis daraus sein soll. Auch da kann der SL an die falsche Person geraten: Würde man mich mit der Entwicklung eines Inklusionskonzepts beauftragen, würde ich Wochen damit verbringen, mich in die entsprechende Literatur und Konzepte einzuarbeiten und dann weitere Wochen vor einem weißen Blatt sitzen, weil ich nicht aus dem Stregreif lange Texte sinnvoll formulieren kann (und mit KI höchst unzufrieden bin). Die Deutschkollegin, die sich um LRS-Förderung kümmert, schreibt dieses Konzept dagegen vermutlich schneller und inhaltlich gehaltvoller, da sie schon im Thema drin steckt und praktische Erfahrung vorweist.
Die vielen nicht verpflichtenden Aufgaben werden dann anstrengend, wenn sie zu zahlreich werden, ausschließlich von der Schulleitung kommen oder wenn Lehrkräfte sie dem Kollegium damit schmackhaft machen wollen, dass es zunächst etwas Mehrarbeit für alle ist. Wenn sich dagegen vier Lehrkräfte selbst dazu entschließen, einen Jahrgangsleseabend in den 5. Klassen zu veranstalten, why not! Vorausgesetzt, dieser wird nicht allen Lehrkräften aufgedrückt ("Das war doch letztes Jahr so toll und hat auch den Eltern gefallen, das wird eine neue Tradiotion!") Im nächsten Schuljahr findet er vielleicht dann eben nicht mehr statt, dafür haben sich zwei andere Kollegen gefunden, die eine Maker-Werkstatt einrichten wollen.
Zum Thema "Arbeitszeiterfassung" ist hier schon viel geschrieben worden. Mir fehlt da noch der Hinweis, dass die Erfassung der Arbeitszeit sich nicht nur auf die Dauer beschränkt, sondern auch auf den Zeitpunkt. Ich weiß ja nicht, wann bei euch die Konferenzen stattfinden müssen. Bei uns müssen sie so stattfinden, dass Eltern außerhalb ihrer(!) Arbeitszeit teilnehmen können. Konferenzen starten daher eigentlich nie vor 16 Uhr, Gesamtkonferenzen erst um 17 Uhr. Je nach Planung und Diskussionsbedarf kann so ein Tag mit Unterricht und Konferenz schon mal bis nach 19 Uhr und über 12 Stunden gehen. Dazu kommen Elternabende, die erst um 19 Uhr starten und bis nach 21 Uhr gehen, weil die Elternvertreterwahlen anstehen, aber niemand den Job übernehmen möchte, während man als Lehrkraft danebensteht. Oder es gibt einen Weihnachtsbasar, der bis 20 Uhr beaufsichtigt werden soll. Diese Termine finden zwar nicht wöchentlich statt (zum Glück), werfen aber bei bestehender Arbeitszeiterfassung durchaus die Fragen auf, ob ich 1. dazu anwesend sein muss, 2. in welchem Umfang ich anwesend sein muss , 3. ob der Termin selbst zu dieser Uhrzeit unbedingt stattfinden muss und 4. ob meine Anwesenheit nicht mit dem Arbeitszeitgesetz und damit zusammenhängenden Verordnungen kollidiert (maximale Arbeitsdauer pro Tag, ausreichende Pause am Tag und zum darauffolgenden Tag) und entsprechend ausgeglichen werden müsste.
Hier wird man liebgewordene Traditionen hinterfragen müssen:
- Wieso leitet die Lehrkraft den gesamten Elternabend, obwohl dies eigentliche eine Zusammenkunft der Eltern ist, um ihre Interessen zu vertreten und ggf. für weitere Informationen die Lehrkraft dazu einzuladen?
- Wieso muss der Weihnachtsbasar von 16-20 Uhr stattfinden und durchgehend durch Lehrkräfte beaufsichtigt werden? Ist das alternativlos?
etc.
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Über die Kiwibeeren aus dem Garten meines Kollegen und am Montag will er mir noch eine Dose voll hinstellen
Uih, kannte ich noch nicht.
Dabei klingt die Bezeichnung "Scharfzähniger Strahlengriffel" auch noch wie eine kreative Beleidigung ![]()
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Ich war gerade gestern bei einer Fortbildung über Hörschädigungen und meine Smartwatch behauptet, ich sei so entspannt wie nachts beim Schlafen(!) gewesen. Dabei habe ich mich während der Fortbildung nie gelangweilt, die war wirklich sehr informativ und mit viel Aktivität.
Heute habe ich dafür umso mehr die Geräuschkulisse während des gesamten Schultages wahrgenommen. Nicht nur im Klassenraum ist es permanent unruhig (Stifte klicken, Papier raschelt, Taschen fallen um, die Wasserflasche zischt - und dann reden Schüler auch noch miteinander!), sondern auch während der Pausen in den Fluren ist immer etwas los - und dann ist da noch das Lehrerzimmer! Kein Wunder, dass man sich dann gestresst fühlt!
Genießt ihr auch erstmal ein paar Minuten die Stille im Auto, bevor ihr nach Hause fahrt?
À+
Die Matheolympiade in Niedersachsen bietet ebenfalls eine AG an, mit ganz viel Material:
https://www.mo-ni.de/mathe-ag-ab-klasse-5
Und ebenfalls zur Matheolympiade in Niedersachen gehört "Mathe Plus", ebenfalls mit einigen kniffligen Aufgaben:
https://www.mo-ni.de/matheplus
À+
<-- seit heute OStR' ![]()
À+
Wieviele Leistungskurse werden dann geschrieben? Und sind alle LKs umfangsgleich?
Es sind weiterhin 3 LKs im gleichen Umfang. Allerdings sind diese nicht mehr an Profile gebunden und können somit deutlich freier kombiniert werden (toll für die Schüler, nicht so toll für den Oberstufenkoordinator).
À+
Na, ein Glück, dass bald in Niedersachsen die schriftlichen Abiturprüfungen in den Grundkursen wegfallen werden! Die mündlichen Prüfungen werden ja nicht zentral gestellt.
À+
das erwarte ich auch von einem frechdachs!😝
ich bin leider nur schriftlich einer, da mir nur alleine schlagfertige argumente einfallen. obwohl ich mittlerweile älter als viele eltern bin, machen mich die selbstbewussten herrschaften echt nervös.
Ich kann oft auch nicht spontan antworten. Daher ist meine Antwort im Fall des Überrumpelns: "Vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich werde darüber nachdenken." Und dann gibt es entweder eine schriftliche, gut überlegte Antwort. Oder eben eine Berücksichtigung bei der nächsten Sitzordnung.
À+
Eigentlich finde ich Freistunden toll, weil sie mir theoretisch eine längere Erholungspause, Zeit fürs Kopieren, für einen Kaffee und für Gespräche mit Kollegen geben. Praktisch werden bei uns regelmäßig Stunden verschoben oder Vertretungsstunden hineingelegt, so dass ich nie (wirklich nie!) sicher sein kann, diese Freistunden zu haben und sie schon gar nicht mehr einplane.
À+
zweimal null ist ....?
Aber doch nicht bei allen! Irgendein Schüler wird doch irgendwann merken, dass die doppelte Vorbereitung extrem lästig ist, zumal die Note bei vielen danach nicht besser wird. Dann sollte der Spuk der Absprache zum Nichtstun bald ein Ende haben, oder nicht?
À+
Edit: Und falls sich Schüler in Mathe Null vorbereiten, kann ein Austausch einzelner Zahlen extrem einfach zu neuen Aufgaben führen. Denn entweder wissen sie, wie man rechnen muss (dann hätten sie allerdings schon beim ersten Mal keine schlechte Note) oder nicht (dann hilft auch eine andere Zahl nicht weiter oder dass man eine ähnliche Aufgabe schon mal gesehen hat - die sie ja eigentlich schon aus dem Unterricht kennen sollten).
Würde es die Schüler nicht sehr ärgern, wenn sie damit rechnen müssten, in jedem Fach eine Klassenarbeit zu wiederholen? Das hieße doch doppelte Vorbereitung, doppelt so viel Stress und erheblich weniger Freizeit. Oder stört sie das nicht?
À+
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