Ich habe den Eindruck, dass es sehr vom Thema abhängt. Analysis in der Oberstufe baut auf so viel Vorwissen auf, dass ich mich ständig frage, warum es denn ausgerechnet noch Integralrechnung und e-Funktionen und Kurvenanpassung sein muss, wenn doch schon die ganzen Basics rund um Funktionen nicht sitzen. Etwas entspannter wird es immer mit Geometrie, weil wir da ja im Prinzip ganz von vorn mit Punkten im Koordinatensystem beginnen, und auch bei Stochastik starten wir fast bei 0 mit Baumdiagrammen.
Was mich dabei aber am meisten nervt, ist der unglaublich hohe Anteil von Analysis (50% der Unterrichtszeit und der Punkte im Abi). Mal ehrlich, Mathe ist nicht nur Analysis, es gibt so viele tolle Themen aus der Topologie, Zahlentheorie, Numerik etc., da könnte man anhand vieler Beispiele die Vielfalt, Schönheit und Praxisrelevanz (aber auch ihrer Losgelöstheit) von Mathematik erfahren! Aber nein, es muss unbedingt die Nullstelle der 2. Ableitung berechnet werden können.
À+