Wir drehen uns im Kreis, oben wurde ausgeführt, dass die Information über die Abwesenheit eine Bringschuld der Schule ist, wenn das Kind nicht abgemeldet ist. I
Da widerspreche ich gar nicht.
Ist ein Kind nicht abgemeldet, tun wir alles, was möglich ist, um Klarheit zu schaffen. Denn auch wir müssen ja wissen, was mit dem Kind ist, nicht nur aus Pflichtgefühl heraus.
Die Frage ist aber: "Wann gilt ein Kind als abgemeldet?" Denn bei der Methode hagelt es die Kritik.
Wirklich nur, wenn ein Elternteil morgens beim Sekretariat anruft oder persönlich vorbeikommt?
Weiß die Sekretärin denn, dass es sich wirklich um die Mutter des Kindes handelt? Hat sie alle Stimmen aller Eltern im Kopf? Oder ist es vielleicht ein Elternteil eines anderen Kindes, das gerade das eine Kind entführen will (weil wir dieses sehr heftige Beispiel hatten)? Merkst du, es KANN gar nicht absolut sicher sein, es sei denn, ein Elternteil kommt persönlich vorbei und meldet das Kind ab. Und ich bin mir sicher, dass das niemand machen möchte. Frisst zu viel Zeit.
Warum sollte es also nicht ausreichen, wenn ein Elternteil über seinen eigenen Account morgens in der Erwachsenengruppe der Eltern Bescheid gibt: Mein Kind kommt heute nicht, es ist krank und die Eltern das über eine schriftliche Notiz über das eigene Kind an die Lehrkräfte weiterleiten? Da ist doch klar beweisbare Kommunikation gelaufen, genauso wie bei einem Anruf in der Schule, wo die Sekretärin dann den Anruf entgegennimmt und auf einem Zettel die Abmeldung eines Kindes notiert.
Und ja, natürlich wäre es besser, das Elternteil schriebe eine MAIL an die zuständige Lehrkraft, was fast dieselbe Zeit kostet - allerdings ist es auch da schon passiert, dass die Mail bei der Klassenlehrerin liegenblieb, während ich die ersten zwei Stunden Unterricht hatte, dann anrufen musste und verschlafen zusammengestanzt worden bin, dass die Mutter ja wohl schon längst Bescheid gesagt habe (!!!!).
Daher ist für meine Begriffe die Abmeldung über eine Gruppe tatsächlich die sicherste, was das Weitergeben von Informationen angeht, wenn nicht persönlich angerufen oder in der Schule selbst entschuldigt wird. Ein Kind gibt den Zettel ab: "NN ist krank". Darauf stürzen noch drei weitere mit demselben Zettel zu mir: "Sollen wir auch sagen!". Geht kaum klarer. Und da auch die anderen Wege unsicher sind (denn wer es drauf anlegt, kann betrügen, ohne dass wir das rauskriegen), habe ich mich nur gegen die Kritik gewehrt, dieser Weg sei schlecht und nur gewählt, weil wir bequem seien.
In heutigen Zeiten ist es doch wichtig, Wege zu suchen, die für alle gangbar sind.
Ich verstehe übrigens völlig, was du meinst. Und ich pflichte dir bei, dass Pflichtverletzungen vorliegen, wenn eine Schule sich nicht kümmert, weil sie es nicht als ihre Pflicht sieht. Wenn aber einfach nur ein anderer Weg der Abmeldung erfolgt, sollte das doch möglich sein.