Beiträge von treasure

    Es geht doch nicht darum, dass niemand helfen will oder Lehrkräfte nie Material tauschen, sondern dass du eine Examensprüfung (!) planst und da natürlich kein fertiges Material nehmen darfst. Dazu gehört auch, Einheiten zu planen und die Stunde einzuordnen. Das ist essenzielles Handwerk, wofür du deinen Abschluss erhältst und den Rest des Berufslebens in Lohn und Brot stehen wirst. Du machst wirklich gerade den Eindruck eines Studierenden im ersten Praktikum. Also hock dich bitte erst mal hin und mach deine Arbeit soweit, dass du hier überhaupt erst vernünftige, zielgerichtete Fragen stellen kannst. "Was soll ich machen" zählt nicht dazu.

    DANKE.

    Ein "gib einfach mal alles, was du hast, gerne vor allem mit der Einheitsplanung" ist einfach null zielführend und klingt eher nach gemachtem Nest und wenig Eigenarbeit.

    Nicht alle Lehrer sind mieinander verheiratet UND an der selben Schule ;)

    Hä? Gibt's davon Ausnahmen?

    Nein, du musst dir eine Frau an deiner Schule suchen. Wenn du schon eine von außerhalb hast, wirst du dich von ihr trennen müssen.

    Wieso? Wenn alle Lehrkräfte miteinander verheiratet sind, ist es eh schon ne Viel-Ehe. Da macht so ein Frauchen außerhalb nix aus. Sie muss nur ne Geheimhaltungsklausel unterschreiben und ist hier nicht schreibberechtigt.

    Die blaue Variante ist aber nur "begrenzt viruzid", wirkt also nicht gegen normale Rhinoviren (sondern Corona-/Grippe- etc.), also behüllte Viren. Dazu muss man das "viruzide", farblose wählen, das gegen behüllte und unbehüllte Viren wirkt, also auch Rhinoviren. Die meisten Schnupfnasen sind ganz alltäglich typische Rhinoviren. Schnupfennasen werden fast immer durch eine virale Infektion ausgelöst.

    Vielen Dank für diese Info!

    Ich habe für mein Klavierstudio eine Desinfektionsstation mit Spender, weil man die Flügeltasten nicht auf so wirksame Weise desinfizieren kann (die Tasten werden dadurch schwer beschädigt) und hab immer nur das blaue Sterilium genutzt...das werde ich ändern.

    Wie steht es um deinen Stresspegel bei vier Jobs und zumindest im Schuldienst dem immensen Stress bei der Arbeit, egal wie begeistert und gut gelaunt man diese macht? Der beeinflusst das Immunsystem nämlich ebenfalls maßgeblich und wird gerne vergessen in unserem Berufsstand als auslösender Faktor.

    Heyyyyy. =) :klatsch:

    Nach einem Resilienztraining in der Schule war klar: ich bin seeeehr resilient. Zudem liebe ich das Unterdampf-Stehen ziemlich, wenn alles gut läuft und das tut es meist. Leerlauf mag ich überhaupt nicht, werde müde und träge, daher sind auch meine Klavierkinder nachmittags alle ohne Pause hintereinandergelegt. Wenn das mein Immunsystem beeinträchtigt, dann sehr unbewusst, ich merke das nämlich nicht als "schlechte Vibes"...wie soll ich es dann erkennen? :( Pausen mag ich einfach gar nicht. Ich habe mir vier Tage vollgelegt, einen Wochentag habe ich frei, das ist für mich persönlich die beste Version, um alles entspannt anzugehen.

    Was mir aber auffällt: ich bin oft nach den Ferien (Kinder waren im Urlaub) krank...also kommen vielleicht neue Virenstämme rüber. Ich habe immer Virusinfektionen (und die letzten waren allesamt stärker als meine Coronainfektionen). Zudem halten sich meine Klaviereltern öfter mal nicht an die klare Ansage: "Ist euer Kind krank, bleibt es daheim!", sondern schicken trotzdem. Und mit ner Virenschleuder ne Weile auf kleinem Raum zusammenzusitzen, killt mich dann gern mal. Aber da setzt langsam ein Lernen ein. ;)

    das alles zusammen muss der Pure Horror sein. dazu dann noch Scheidung und alleinerziehend (kenn ich glücklicherweise nicht) - ich glaube, ich hätte definitiv Schwierigkeiten, morgens aufzustehen.

    Dass eine solche Situation Mitgefühl auslöst, ist völlig verständlich.

    Allerdings sind das zwei paar Schuhe. Wenn die TE geschrieben hätte "sorry, ich muss mir mal Luft machen, das ist gerade alles so furchtbar schwer...", dann hätte sie sicherlich eher mitfühlende Beiträge bekommen. Es ging hier aber um fehlende Verlässlichkeit, nicht pünktliches Absagen/Krankmelden und ihrem Verdacht, dass sie schikaniert und angeschwärzt wird.

    Die Situation ist mit Sicherheit für sie sehr anstrengend - tut mir auch sehr leid, dass DU da durch musstest - sie ist aber doch keine Entschuldigung für unprofessionelles Verhalten im Abwesenheitsfall. Hier ging es ja darum, dass Kolleginnen nicht wussten, wo sie steckt und dann plötzlich auf sich allein gestellt waren plus der Tatsache, dass die TE die Unmutsbekundungen als Schikane empfindet. Da gehen ja Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung doch etwas auseinander.

    Dass die ganzen Punkte, wenn sie denn so zutreffen, eine Summe bilden, die sehr anstrengend ist, bleibt davon ausgenommen.

    Hallo Blaue Tasse,

    ich habe nicht den Eindruck, dass Du bewusst schikaniert wirst oder Dich jemand auf dem Kieker hat.

    Ich würde Dir empfehlen, hier unbedingt auch einmal die andere Seite anzuschauen, bevor Du Dich in einer Opferrolle wähnst. Es empfiehlt sich hier den Dialog zu suchen und Lösungen zu finden. Alles andere führt nur zu noch mehr Stress - für beide Seiten.

    Steht schon alles im Thread, aber das empfinde ich am wichtigsten, denn meiner Empfindung nach ziehst du selbst hier "vom Leder".

    Klar, du bist frustriert, aber Verlässlichkeit ist in einer Schule einfach eins der wichtigsten Güter.

    Letztens wurde ich aus meiner Förderklasse gerissen, weil einer meiner Kollegen einfach so nicht da war und musste die zwei Förderstunden in seiner Klasse verbringen. Es gab keinerlei Material, ich hatte ne halbe Sekunde, mich auf die aufgeregte Klasse einzustellen und die beiden Klassen, die mich in Förder gehabt hätten, guckten in die Röhre.

    Zudem waren wir natürlich besorgt, was da sein kann. Unfall? Schlimmer? Braucht er Hilfe?

    Irgendwann kam dann verschlafen ein "sorryyyyy...bin nochmal eingepennt, mir gehts echt schlecht..." Klar, sowas kann mal passieren (sollte sich auf keinen Fall häufen), aber die Aufregung, die damit einhergeht, ist echt unangenehm.

    Sei verlässlich, mach deinen Job gut - und du wirst sehen, wie wenig sich die SL auf dich "eingeschossen" hat und wie wenig du wirklich schikaniert wirst. :)

    ich habe gestern den 4. infekt in diesem schuljahr gekriegt, obwohl ich sogar maske trug beim unterrichten und in bus und bahn! hatte mir geschworen, das nächste mal krank hinzugehen, aber die halsschmerzen sind so stark und die stimme so angeschlagen und ich so schlapp, dass es nicht geht.

    kann man als angestellter eigentlich irgendwann rausfliegen, wenn man alle 3 wochen eine woche fehlen muss?

    same here (nur ohne Maske).

    Dicker Hals, völlig schlapp... als würde das Immunsystem sich einfach die Krankheitserreger nicht merken - denn SO oft kann man doch gar nicht nen andren Stamm abkriegen, wenn man schon jahrelang in der Schule arbeitet... NIcht lustig für mich - und für meine Schule, meine SuS und KuK, weder in der GS, noch in Klavier. Und das, obwohl ich mich psychisch wirklich gut dagegen gewappnet habe, keine Angst mehr davor habe und einfach gut gelaunt in den Tag starte.

    Eine vorbereitete Unterrichtstunde von KuK 1:1 für eine Prüfung zu übernehmen ist sowieso der sichere Weg in den Untergang.

    Natürlich, das war ja, wie gesagt, auch nicht meine Absicht. Ich habe schon öfter KuK mit Material ausgeholfen und wurde auch schon selbst unterstützt.

    Alles andere muss (!) man selbst machen. Jede Klasse hat ihre eigenen Dynamiken, ihre eigene Sprache und Verstehensweise. Etwas, das in einer Klasse klappt, geht in einer anderen unter.

    Materialien teile ich, auf Ratsuche antworte ich, wenn ich dazu fähig bin, ich habe auch für alle Jahrgänge einen Musikordner für Fachfremde erstellt, in denen einfache, allgemein funktionierende Konzepte dargelegt sind (was mittlerweile schulübergreifend genutzt wird), aber die Stunden müssen schon selbst vorbereitet und eingeschätzt werden.

    Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand so realitätsfern ist, einfach 1:1 zu kopieren, wenn er danach Rede und Antwort stehen muss.

    Lieb gemeint, aber ich finde, zumindest für die Prüfung sollte man sich selbst in das Thema eingearbeitet haben, sonst sieht man u.U. alt aus. Sorry, ich habe so eine Kollegin, die sich in nix einarbeitet, keinen Hintergrund hat und in Klassenarbeiten Aufgaben falsch bewertet. Könnte gerade k.....

    Du hast völlig Recht, ich hatte überlesen, dass er einfach "ne gut bewertete Stunde" haben möchte. In mein Material müsste man sich auch einarbeiten, um gute, aufeinander aufbauende Stunden zu planen und es ist ne ganze Unterrichtseinheit, das bringt dann ja eh nix.

    Hui, viele Beiträge und viel Diskussion.. spannend, was ich da angestoßen habe. Ich wollte eigentlich nur fragen, ob es für die GS für das Fach Sachunterricht erprobte Einheiten zum Thema Weltall gibt - die Richtung ist mir gerade egal. Es ist ein Thema, was für SU etwas außergewöhnlich wäre, aber dadurch auch "heikel", weil eben ein großes Feld und man kann quasi alles beleuchten.

    Ich habe mal ein erfolgreiches Thema "unser Sonnensystem" gemacht. Wir haben in SU die Planeten und ihre Beschaffenheit gelernt, uns im Schulhof im Maßstab in die Entfernungen gestellt, in Kunst ein Sonnensystem gebaut... War groß, das Thema, aber super. Auch die Milchstraße wurde angekratzt.

    Das ist jetzt nicht "Weltall" an sich, aber wenn es ne Stufe kleiner geht, schreib mich ruhig an und ich schaue, wie ich das Material zu dir kriege.

    Wäre immerhin größer/anders als "mein Wald".


    Edit: habe gerade gesehen, dass du "einfach EINE gute Unterrichtsstunde" für den Besuch/Prüfung willst... Das irritiert mich etwas. Sollen wir die dir bauen oder wie hast du dir das vorgestellt? Ich dachte, es geht um eine Einheit, zu der du Unterstützung brauchst, um sie dann selbst zu bauen...

    Sollen wir dir zu ner 1 verhelfen oder wie hast du das gedacht?

    *verwirrt bin*

    Doch, die Ernährungspyramide gibt es noch, sie ist lediglich abgewandelt worden.

    Hier die wichtigsten Antworten auf Fragen: KLICK

    Und hier ein Bild der neuen Pyramide: KLICK

    Du könntest Bildkarten erstellen und die Kinder die Pyramide in Partnerarbeit oder Gruppenarbeit selbst bauen lassen - ob das unter deine geforderte "Problemlösung" fällt, keine Ahnung... Wenn du die Pyramide noch nicht behandelt hast, kannst du dann auch noch fragen, warum sie so aussieht, was die Kinder meinen, warum welches Lebensmittel wo steht usw.

    Iss ein paar Kartoffeln, die wirken basisch...

    (deine Mituser witzeln einfach ein wenig basisorientiert herum. ;) )

    "An der Basis" sollte wohl bedeuten, wie der Beitrag oben zeigt, dass es um die Lehrkräfte geht, die zur ersten Stunde rennen müssen, die also gerade an der Basis "dienen" (militär.).

    Wenn ich den Prozess den Eltern gegenüber klar kommuniziere, liegt diese Verantwortung dann wiederum bei denen.

    Ich sehe auch nicht, dass ich die Eltern zwingend erreichen muss, es genügt, dass diese die Gelegenheit gehabt hätten, wichtige Informationen zu bekommen, wenn sie sich an den von der Schule kommunizierten Prozess gehalten hätten.

    Ich habe ja anfangs auch geschrieben, dass ich keine Notwendigkeit sehe im Regelfall die Polizei zu informieren, wenn ich die Eltern nicht erreichen kann, sondern nur in begründeten Ausnahmefällen.

    In der Grundschule hast du halt echt kleine Kinder und wir haben alles zu versuchen, die Eltern zu erreichen, bis wir aufgeben. Dann ist die SL zu informieren, dass wir es (mehrfach) versucht haben.

    Und ganz ehrlich, ich mache mir dann auch Sorgen und möchte wissen, dass alles ok ist, auch wenn das mein persönliches Problem ist.

    Wenn eine Kommunikation mit den Eltern der erste Grundstein ist, muss es doch auch in Ordnung sein, mit den Eltern zu kommunizieren, dass wir in der Zeit der unsicheren Sekretariatbesetzung und noch fehlender App das Abmelden per Elterngruppe erlauben.

    Ich denke nach wie vor, dass GS und Sek einfach unterschiedlich gehandhabt werden können.

    Deshalb wäre es besser, das Elternteil schriebe eine Mail an das Sekretariat (oder nutzte die schulische Kommunikationsplattform, sofern vorhanden).

    Wir sind uns völlig einig, was besser wäre. In Zeiten, wo aber nicht klar ist, ob eine Abmeldung über das (heute vielleicht nicht besetzte) Sekretariat Erfolg hat und die schulische Kommunikationsplattform noch in der Mache ist, ist eine Alternative, die gar nicht so doof ist, neben dem Telefonat doch eine gute Wahl.

    Situationen ändern sich und fordern manchmal Alternativen, bis etwas in Gang kommt, dass die Probleme löst.

    Das erläuterst du uns jetzt sicher, wie es dir gelingt, unter den aus den Grundschulen genannten Bedingungen aus dem Klassenraum heraus Kontakt samt Antwort der Eltern bis 9 Uhr herzustellen.

    Wir dürfen nicht bis neun Uhr warten. Um 8:15 Uhr, eine Viertelstunde nach Schulbeginn, ist die Abwesenheit zu klären.

    Wenn niemand das Kind abgemeldet hat, geht oben beschriebener Vorgang los, den ich natürlich verfolge, um die Lage zu klären, egal, wie blöd das momentan ist.

    Daher bin ich einfach nur dankbar, wenn Eltern, wenn sie schon nicht selbst Verbindung mit der Schule aufnehmen, dies auf eine andere Art tun.


    Danke übrigens für deinen hervorragenden Beitrag.

    Wir drehen uns im Kreis, oben wurde ausgeführt, dass die Information über die Abwesenheit eine Bringschuld der Schule ist, wenn das Kind nicht abgemeldet ist. I

    Da widerspreche ich gar nicht.

    Ist ein Kind nicht abgemeldet, tun wir alles, was möglich ist, um Klarheit zu schaffen. Denn auch wir müssen ja wissen, was mit dem Kind ist, nicht nur aus Pflichtgefühl heraus.

    Die Frage ist aber: "Wann gilt ein Kind als abgemeldet?" Denn bei der Methode hagelt es die Kritik.

    Wirklich nur, wenn ein Elternteil morgens beim Sekretariat anruft oder persönlich vorbeikommt?

    Weiß die Sekretärin denn, dass es sich wirklich um die Mutter des Kindes handelt? Hat sie alle Stimmen aller Eltern im Kopf? Oder ist es vielleicht ein Elternteil eines anderen Kindes, das gerade das eine Kind entführen will (weil wir dieses sehr heftige Beispiel hatten)? Merkst du, es KANN gar nicht absolut sicher sein, es sei denn, ein Elternteil kommt persönlich vorbei und meldet das Kind ab. Und ich bin mir sicher, dass das niemand machen möchte. Frisst zu viel Zeit.

    Warum sollte es also nicht ausreichen, wenn ein Elternteil über seinen eigenen Account morgens in der Erwachsenengruppe der Eltern Bescheid gibt: Mein Kind kommt heute nicht, es ist krank und die Eltern das über eine schriftliche Notiz über das eigene Kind an die Lehrkräfte weiterleiten? Da ist doch klar beweisbare Kommunikation gelaufen, genauso wie bei einem Anruf in der Schule, wo die Sekretärin dann den Anruf entgegennimmt und auf einem Zettel die Abmeldung eines Kindes notiert.

    Und ja, natürlich wäre es besser, das Elternteil schriebe eine MAIL an die zuständige Lehrkraft, was fast dieselbe Zeit kostet - allerdings ist es auch da schon passiert, dass die Mail bei der Klassenlehrerin liegenblieb, während ich die ersten zwei Stunden Unterricht hatte, dann anrufen musste und verschlafen zusammengestanzt worden bin, dass die Mutter ja wohl schon längst Bescheid gesagt habe (!!!!).

    Daher ist für meine Begriffe die Abmeldung über eine Gruppe tatsächlich die sicherste, was das Weitergeben von Informationen angeht, wenn nicht persönlich angerufen oder in der Schule selbst entschuldigt wird. Ein Kind gibt den Zettel ab: "NN ist krank". Darauf stürzen noch drei weitere mit demselben Zettel zu mir: "Sollen wir auch sagen!". Geht kaum klarer. Und da auch die anderen Wege unsicher sind (denn wer es drauf anlegt, kann betrügen, ohne dass wir das rauskriegen), habe ich mich nur gegen die Kritik gewehrt, dieser Weg sei schlecht und nur gewählt, weil wir bequem seien.

    In heutigen Zeiten ist es doch wichtig, Wege zu suchen, die für alle gangbar sind.


    Ich verstehe übrigens völlig, was du meinst. Und ich pflichte dir bei, dass Pflichtverletzungen vorliegen, wenn eine Schule sich nicht kümmert, weil sie es nicht als ihre Pflicht sieht. Wenn aber einfach nur ein anderer Weg der Abmeldung erfolgt, sollte das doch möglich sein.

    Und das finde ich traurig.

    An jeder Schule an der ich bisher war, waren a) (in den letzten 10 Jahren) und b) Realität.

    Ja, es ist traurig. Früher, als ich Kind war, hatten wir zwei Sekretärinnen, auch in meinem Gymnasium waren es zwei, da kannst du ganz anders Aufgaben verteilen. Bei uns haben wir eine Sekretärin, die seit einem halben Jahr ENDLICH komplett an unserer Schule ist. Vorher bediente sie zwei Schulen und an zwei Tagen war unser Sekretariat nicht besetzt. Das ist unsere Realität, weshalb die Hilfe mit den Whatsappgruppen-Abmeldungen und schriftlicher Weitergabe durchs Mitschüler und -schülerinnen dankbar angenommen wurde.

    Telefone in jeder Klasse - und das Problem wäre gegessen. Kein Geld dafür da.

    Reparatur des Stocktelefons wäre ja auch was. Hausmeister in Reha, kein Hausmeister verfügbar und der, der im Notfall kommt, ist total überlastet.

    Unsere SL ist da ja auf Zack und bemüht sich händeringend um diese App, die, wenn ich das richtig verstanden habe, aber gerade erst in der Entwicklung ist und noch nicht genutzt werden kann. Sobald sie da ist, ist das Thema eh erledigt.

    Aber das sind halt die Realitäten heute. Ich freue mich für dich, dass du so tolle Bedingungen hattest, das hilft schon enorm. Wir haben sie halt nicht, also behelfen wir uns anders mit Lösungen, die nahe am Bestmöglichen liegen.

    Ist es bei euch so, dass ihr als Lehrkräfte in WhatsApp Gruppen mit den Eltern oder Schüler seid? Ist bei uns in Brandenburg explizit untersagt.

    Wenn Elternteil X in die WhatsApp Gruppe schreibt Kind krank….und Elternteil Y teilt mir das mit, ist es nicht mehr 1:1 und ich kann nicht sicherstellen ob die Info wirklich von Elternteil X kommt oder ausgedacht ist (zB weil Elternteil Y das Kind nicht leiden kann oder direkt an der Entführung von Kind X beteiligt ist im Extremfall).

    Nein, wir sind NICHT in den Whatsappgruppen drin, ich sagte das bereits.

    Und nochmal: ich denke, es ist ein riesiger Unterschied, ob SEKII oder Grundschule.

    Ich bin echt entsetzt, dass solche Unterstellungen gegenüber den Eltern (schreiben mit Absicht ein anderes Kind krank, weil sie es nicht leiden können oder es entführt haben) wirklich reale Gefahren darstellen in der SEKI+II, sonst würdest du diese Idee ja nicht haben?

    In der Regel kennen wir Lehrkräfte die Eltern ein wenig. Wir stehen in Kontakt, wir haben Elterngespräche, wir haben Elternabende. Es gibt tatsächlich auch Elternsituationen (wo zB der Vater Gefährder des Kindes ist), bei dem ein Zettel natürlich nicht reicht. Da wird informiert und anders verfahren. Aber sonst?

    Vielleicht lebe aber auch nur ich in einer "weiße-Wölkchen"-Schule, an der sowas einfach ohne Probleme klappt. Keine Ahnung...


    Aber nochmals der Hinweis: es geht hier um die GRUNDSCHULE. Die ist Ausgangssituation. Mit den von mir oben genannten Realitäten. Für die weiterführenden Schulen würde ich sicher auch anders drüber denken, aber nicht bei den ganz Kleinen. Die taktieren nicht, die fälschen keine Elternzettel (würde man sofort sehen) und es läuft mit der gewählten Abmeldemethode gut. Man muss ja auch dazu sagen, dass viele Eltern trotzdem noch in der Schule anrufen und ihr Kind abmelden.

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