Beiträge von Marthereau

    Ich muß ganz ehrlich sagen, als Lösung würde ich das noch nicht bezeichnen. Ist es ein Ansatz ? Ja. Kann man was draus machen ? Ja.
    Ob das passiert, steht auf einem anderen Blatt.

    ich freue mich, wenn ich falsch liege, sicher. Aber gelöst ist da immer noch gar nichts.

    Meiner Meinung nach haben wir im Moment 2 Möglichkeiten:

    - Verbotsverfahren, trotz Gefahr eines möglichen Scheiterns weil irgendeiner wieder Mist baut.

    - Kein Verbotsverfahren, weil es scheitern könnte.

    Mal ganz ehrlich, 2 ist das, was man immer wieder hört, aber das ist wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Was für eine Botschaft würde das senden, wenn wir die trotzdem weitermachen lassen ?

    tl;dr Ist extremistisch, muss weg.

    :skeptisch:

    Verschwörung! Das Böse ist immer und überall... :neenee:

    Ba-Ba-Ba

    Ba-Ba-Ba

    Ba-Ba-Banküberfall...

    Über das Thema Zensur kann und werde ich nichts sagen, außer daß der Begriff heutzutage sehr schnell und teilweise auch unreflektiert gezogen wird. Tee trinken und abwarten, anyone?

    Hm, die Versetzungswarnungen heißen manchmal auch "Aprilwarnungen", weil sie bei den Erziehungsberechtigten spätestens am 30. April eingehen sollen.

    Es gibt dann noch einen weniger bekannten Nachwarntermin, der laut Erlass 6 Wochen vor den Sommerferien liegt. Genutzt werden soll der für die Fälle, bei denen sich unerwartet eine Leistungsverschlechterung nach dem Apriltermin eingestellt hat.

    Kenne ich so auch, könnte mit der Lage der Osterferien zusammenhängen. Das Halbjahr ist ja schon recht kurz, letzten Endes legt halt die SL die Termine.

    Anekdotenzeit!

    An unserer Schule (Oberschule) haben wir eine Gymnasiallehrerin direkt aus dem Ref bekommen (ehemalige Schülerin, deshalb wollte sie wohl auch an die Schule, was... nicht so oft vorkommt). Fächerkombination Englisch-Chemie.

    Faktisch wurde sie mit einer halben Stelle an die Grundschule abgeordnet, wo sie sofort eine Klassenlehrerin im Jahrgang 3 wurde.

    Soll nur zeigen: Wenn die Umstände passen, ist vieles möglich, drauf verlassen sollte man sich aber nicht.

    Beleidigungen/Verspottungen:

    Höflicher und respektvoller Umgang sind Bestandteil der Schulregeln. Kriegen Sie das nicht hin, gibt's zwischen die Hörner.

    Was Schüler hinter meinem Rücken über mich sagen, ist mir ziemlich egal und ahnden tu ich sowas, weil es mich als Lehrer angreift. Mir persönlich fällt wenig ein, was ein Jugendlicher sagen könnte, was mich persönlich angreift, da pelle ich mir mit Verlaub ein Ei drauf.

    Ich habe mir angewöhnt (weil ich viele Wechsel des Schulgebäudes zwischen meinen Stunden habe), am Ende des Schultages meine Notizen zu machen. Was Störungen angeht ? Was ich am Ende des Tages noch weiß (weil es mich besonders geärgert/beschäftigt hat...) schreibe ich auf. Zusammen mit den anderen Notiozen (Verspätungen im Untis, Tafelanschriebe für Fehlverhalten, die ich am Ende der Stunde abfotografiere...) ist das zwar nicht zwingend so konkret wie es sein könnte, für eine Tendenz/Entwicklung und Darstellung von Pröäzedenzen meiner Meinung nach generell ausreichend.

    Nach einer Weile kennt man die üblichen Pappenheimer (Quatschköpfe, Zeugvergesser, Störer, 'Ihr Fach ist mir scheißegal'-Sager, Verweigerer) ja auch und weiß, wo man ggf genauer hinsehen und vllt auch genauer aufschreiben muß.

    Naja, '"Nö, mache ich nicht." ist ja erstmal nur eine Haltungskommunikation, das hat mit Respekt ggü der Lehrkraft für mich mitunter wenig zu tun, bzw. da sind oft auch andere Baustellen beteiligt (Schüler hat keine Lust, ist über- oder unterfordert, ist geistig mit anderen Sachen von zuhause oder so beschäftigt...). Sowas würde ich nicht persönlich nehmen, dem Schüler sind in dem Moment andere Sachen wichtiger. Sei dem Schüler auch unbenommen, aber da sind wir wieder bei Stringenz und Konsequenz.

    Der Schüler MUSS nicht mitarbeiten, aber wenn er das nicht tut, wird er sanktioniert. Das sollte von vornherein klar und transparent sein. Was bei mir immer wichtig ist: Massnahmen werden (vor der Klasse) nicht diskutiert. Hat eure Schule eine Eskalationstreppe oder ein anderes Konfliktlösungskonzept ? Unsere Konflikttreppe finde ich sehr hilfreich (wie auch das Trainingsraumkonzept), weil man Sicherheit gewinnt. Man hat Optionen und weiß, wann man sie ziehen kann.

    Sind Schüler zu laut /unruhig ? Ich hänge die Minuten hinten dran.
    Viele haben die Hausaufgaben oft vergessen ? Seitdem kommt in dieser Klasse nur noch raus, wer die Hausaufgaben von der Tafel abschreibt und mir das gezeigt hat.
    Schüler stört zu viel ? Trainingsraumfrage, bessert sich das Verhalten nicht ? Und Tschüss.
    Bei uns ist Befolgen der Anweisungen des Schulpersonals aber auch eine explizite Schulregel, halten die Schüler sich nicht dran, gibt es einen verweis, beim dritten Verweis gibt es einen zentralen Nachsitztermin am Freitag nachmittag.

    Klaut mir das echt viel Zeit ? Ja, aber gerade das mit den Hausaufgaben ziehe ich konsequent durch und das hat sich auch tatsächlich gebessert. Die, die nur noch ihre zeit bis zum Ende der Schulpflicht absitzen, kriegt man damit nicht, aber das Problem hast du ja nicht in der Form.

    Wir haben aber auch Supportkarten, um uns andere Lehrkräfte aus nahen Räumen ranzuholen wenn der Baum brennt und der Schulleiter hat klargestellt, daß er wenn er Bescheid kriegt, Schüler auch selber aus dem Unterricht holt. Insofern, mach dich mit den Konzepten und Möglichkeiten vertraut, die die Schule schon hat, zur Not sprich dich mit bestimmten Kollegen ab.

    Laut werden tu ich auch nicht gerne, ich habe schonmal ein Wörterbuch auf den Tisch geknallt, das wirkte auch, darf man halt nur nicht in jeder zweiten Stunde machen.

    Um beim Schüler zu bleiben: Weigert sich der Schüler wiederholt, mitzuarbeiten oder stört offensiv, bekommt er die Trainingsraumfrage. Ändert sich nichts, geht er in den Trainingsraum. Ist er wirklich mies drauf, gibt es einen Eintrag (Anweisungen der Mitarbeiter nicht befolgt), oder sogar zwei (Weitere Schulregel: Wir gehen höflich und respektvoll miteinander um), wenn die Schülerin besonders pampig wird.

    DaZ so nebenher mit abzudecken ist immer so eine Sache. Ich finde das schwierig, unabhängig von der Arbeitseinstellung der SuS. Habt ihr dedizierte DaZ-Lehrkräfte?

    Aber das Problem ist verbreitet. In meinem G-Kurs 8 Englisch sitzt seit letzter Woche eine neue Ukrainerin, die anscheinend weder Deutsch noch Englisch spricht. Ich beschränke mich darauf, ihr Englisch beizubringen, aber da der Kurs als solcher ziemlich schwach ist, habe ich keine so große Binnendifferenz was Leistung angeht.

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