Beiträge von ABC_123

    Hallo alle zusammen,

    die Frage ist ernst gemeint: Wie teuer ist es, wenn man fachfremd, ohne bisher ein einiziges Material zu besitzen, Sachunterricht in Klasse 3 oder 4 unterrichten muss? Die Schule hat kaum Material und die Kinder haben kein Lehrbuch.

    Wo bekomme ich als Lehrerin gutes Material her, das am besten kostengünstig ist und sofort eingesetzt werden kann?

    Und ist es möglich, sich einen Materialpool digital aufzubauen? Platz im Arbeitszimmer ist begrenzt ...

    Wer von euch hat Erfahrungen und gute Tipps? :)

    In den Aufgabenplänen selbst ist zudem schon Differenzierung vorgesehen. Dann braucht man nur einen Plan für die Kinder, die die normalen AH nutzen. (also zielgleich, aber differenziert).

    Wie sehen die Pläne denn dann aus? Differenzieren sich die Kinder selber? Also nach Schnelligkeit oder nach Schwierigkeitsgrad? Müssen die Kinder die Pläne am WE beenden, wenn sie nicht fertig geworden sind? Und gibt es Aufgaben im Plan, die erst nach einer Einführung im Plenum bearbeitet werden dürfen? Oder ist der Plan unabhängig von Schulstunden, in denen zum Beispiel neue Inhalte eingeführt werden?

    Es sind Vorgaben der Schule und der Schulleitung.

    Als ich mal krank war, ist durch den Vertretungsnterricht aufgeflogen, das ich anders als die Parallelkollegen gearbeitet habe. Danach hatte ich ein Gespräch mit der Schulleitung ...

    Alle müssen den gleichen Wochenplan haben, damit der Unterricht im Vertretungsfall auch reibungslos ablaufen kann (weil man notfalls die Parallelkolleginnen fragen kann).

    Alle müssen die gleichen Hausaufgaben aufhaben, damit es für die Hausaufgabenbetreuung leichter ist.

    Ich wäre auf jeden Fall für Zebra. ABC der Tiere ist zu stumpf und zu schwierig gleichzeitig... Einfach nicht mehr zeitgemäß.

    Ich finde Zebra auch gut, weil es mehr Freiraum und ABC der Tiere teilweise wirklich schwer ist. Beim ABC der Tiere gibt es super Kopiervorlagen dreifach differenziert. Aber in den Heften sind die Aufgaben oft zu schwer.

    In der Lernzeit, die drei eigene Unterrichtsstunden pro Woche umfasst, arbeiten die Kinder dann an einem differenzierten Wochenplan, wobei für meine eigene Stuktur der Wochenplan bei mir auch die Aufgaben umfasst, die wir im Deutsch- und Mathematikunterricht bearbeiten.

    Also habt ihr 5 bis 6 Schulstunden Deutschunterricht und dann zusätzlich die drei Schulstunden Lernzeit für den Wochenplan?

    Danke für die ganzen Antworten!

    Also wir arbeiten mit dem ABC der Tiere und alle Kinder in allen Klassen bekommen den gleichen Wochenplan. Auch die Hausaufgabe (Seite aus dem Heft oder Arbeitsblatt) muss für alle Kinder aller Klassen gleich sein :(

    Mein Problem:

    - Die Wochenpläne sind zu voll, viele Kinder schaffen das nicht.

    - Ich selbst würde einige Seiten aus den Heften nie für alle Kinder auswählen, denn sie sind zu voll, zu bunt, zu schwer (alte Ausgabe, nicht die Neubearbeitung).

    - Ich würde Unterrichtseinheiten teilweise anders aufziehen, als es das Heft vorgibt.

    - Diese Struktur mit den Wochenplänen kollidiert mit meinem individuellen Anspruch, wie ich selbst Einheiten aufbauen und wie ich differenzieren möchte.

    - Die Vorgabe der Hausaufgaben stresst mich, denn auch diese müssen erklärt werden und zum vorherigen Unterricht passen. Für mindestens die Hälfte der Kinder sind die Aufagben zu schwer. Die Parallelkollegen sagen: "Da müssen die Kinder durch. Ggf. muss man in der Hausaufgabenbetreuung helfen oder die Eltern müssen helfen.

    - Ich auch vom Wochenplan ab, gebe den differenzierte Aufgaben, auch aus anderen Lehrwerken. Das stresst mich aber, denn wenn das Kind dann trotzdem Schwierigkeiten hat und nicht das Gmynasialniveau erreicht, könnte ich Schuldzuweisungen bekommen, weil das Kind ja nicht die schwierigen Aufgaben bearbeitet hat?

    - Leseübungen gibt es gar nicht, denn wir haben die Zeit nicht dazu :( Die Kinder haben als Hausaufgaben auf, im Lesebuch zu lesen. Aufagben und Besprechungen zu den Texten und Geschichten gibt es eher nicht. Mache ich manchmal und habe dann wieder Zeitstress mit dem Wochenplan.

    - Kurz: Der vorgegebene Wochenplan passt nicht zu meiner Art, wie ich Unterricht planen und durchführen würde :(

    - Auch die Rituale wie "das Wort des Tages" bringen mich ins schleudern, weil dadurch weniger Zeit für die Aufgaben im Wochenplan sind. Die Parallelkollegen machen das nicht. Mir ist das so wichtig, weil ich es im Ref so gelernt habe und da auch gute Erfahrungen mit gemacht habe.

    Danke für die Antworten! Und wie differenziert ihr denn mit den Lehrwerken?

    Wenn man mit Wochenplänen arbeitet, kann man ja auf dem Plan angeben, welche Seiten aus dem Heft, welche ABs und welche Lernspiele in der Woche gemacht werden sollten. Hierbei kann man dann gut nach Umfang und Niveau differenzieren, aber die Kinder müssen die Pläne dann auch bestmöglich selbstsändig lesen können.

    Allerdings macht man dann ja nicht unbedingt den "klassischen Unterricht" mit Einführung im Plenum, Erarbeitung und Sicherung.

    Aber auch beim "klassischen Unterricht" kann man nicht so gut die Aufgaben in der Sicherung vergleichen, wenn die Kinder die auf verschiedenen Niveaus bearbeitet haben.

    Wenn man dann als Lehrer herumgeht oder Kinder kommen zum Pult um die Aufgabe kontrollieren zu lassen, fehlt wieder die Zeit, um anderen Kindern zu helfen oder etwas erklären zu können.

    Wenn man die Aufgaben dann zuhause korrigiert, muss man die Kinder ja in der Schule trotzdem beim Überarbeiten unterstützen, wenn sie das nicht zuhause mit den Eltern überarbeiten sollen (was ich nicht so günstig finde).

    Also ich glaube meine Frage zielt ab auf Unterrichtsvorbereitung und Koordination des Materials im Unterricht. Wenn man Hefte und Arbeitsblätter und Spiele hat, man muss das ja auch auf verschiedenen Ebenen managen können. Manchmal bereitet ein Lehrwerk ja eine Einheit anders auf als man es selber Planen würde, sodass man da in den Materialien dann hin und her springt. Versteht ihr, was ich meine?

    Und wenn man in der Schule dann gleichzeit aber S. X bis S. Y im Lehrwerk in der Woche geschafft haben muss, dann kollidiert das mit der eigenen Planung, wie man das Thema gerne unterrichten würde.

    Hallo,

    mit welchen Lehrwerk arbeitet ihr im Deutschunterricht?

    Zufällig jemand mit dem ABC der Tiere oder mit Zebra?

    Ich kenne beide Lehrwerke und ertappe mich immer wieder dabei, Methoden zu mischen. Silbenhäuschen genauso wie Fresch anzubieten zum Beispiel. Und die Methode "Wort des Tages" mag ich auch sehr gerne.

    Nun habe ich immer das Gefühl, das Lehrwerke eine gute Grundlage bieten, aber ich trotzdem meine eigenen Strukturen und Rituale finden möchte und Lehrwerke dann auch einschränken können, wenn man durch die Schule gezwungen wird, alle Seiten zu bearbeiten. Insbesondere bei Schulen, die mit dem ABC der Tiere arbeiten, habe ich das so erlebt. Das Lehrwerk ist so umfangreich, bietet gleichzeitig aber auch super Ideen und Anregungen! Aber nicht alle Aufgaben sind für alle Kinder geeignet und hilfreich ...

    Welche Erfahrungen habt ihr? Nutzt ihr überhaupt ein Lehrwerk in Deutsch?

    Wie schafft ihr es als Lehrer euch zu erinnern, wer sich wie oft gemeldet hat und wie gut die Beiträge waren? Ich bin oft nach mehreren Unterrichstunden so reizüberflutet und direkt im oder nach dem Unterricht kann ich auch nicht immer alles aufschreiben, weil ja zum Beispiel auch Pausenaufsichten gemacht werden müssen etc ... Außerdem konzentriere ich mich im Unterricht auf den Fortgang des Unterrichts ... Natürlich kenne ich die 1 bis 2 "Überflieger" in der Klasse und auch ganz leise stille SuS. Aber die SuS dazwischen? Ich kann mich manchmal noch erinnern, wen ich drangenommen habe. Aber nicht wieviele und wer sich sonst noch gemeldet hat ...

    Niemand verbietet es einem, auch in den unterrichtsfreien Zeiten zu arbeiten und es sich so gleichmäßiger zu verteilen, damit man während der Unterrichtswochen nicht auf 46 - 48 Zeitstunden kommt.

    Das stimmt. Ich kann Unterricht in den Ferien vorbereiten.

    Elterngespräche, Elternabende und Konferenzen finden aber nach dem Unterricht statt.

    Pausenaufsichten finden während der Schulwochen statt und nicht in den Ferien.

    Viele Korrekturen muss ich während der Schulzeit durchführen, das kann ich nicht alles bis zu den Ferien aufschieben.

    Habe ich im Ganztag auch eine Mittagsbetreuung, dann mus ich 90 Minuten arbeiten und bekomme 45 Minuten bezahlt, auch hier kann ich die zusätzlichen 45 Minuten nicht auf die Ferien legen.

    Speziell mal an die Grundschullehrer: Schafft ihr es bei einem Deputat von 28 Schulstunden während der Schulzeit nur 40 Stunden zu arbeiten? Falls ja, wie strukturiert ihr das, habt ihr Tipps?

    Wenn dich das normale Pensum überfordert, ist das wohl eher auf deinen jetzigen Gesundheitszustand zurückzuführen, der wiederum sehr wohl für die Genehmigung eines Teilzeitantrags herangezogen werden kann. Der/die Ärztin muss das nur bescheinigen ohne Diagnose.

    Aber das würde man ja erst machen, nachdem man verbeamtet wurde ... nicht vorher.


    Mal angenommen, eine Lehrkraft hat präventiv Teilzeitanträge gestellt und diese wurden mehrmals abgelehnt. Sie geht seit mehreren Jahren über ihre Grenzen und jetzt kann sie nicht mehr und geht tatsächlich zum Arzt. Kann die Lehrkraft nun kurzfristig in Teilzeit arbeiten?

    Könnte sie zum Beispiel kurzfristig nach den Herbstferien in Teizleit weiterarbeiten? Oder muss sie bis Januar warten, um einen neuen Teilzeitantrag zu stellen, der dann hoffentlich im August genehmigt wird? Dann müsste die Lehrkraft ja über ein halbes Jahr weiter über ihre Grenzen gehen .. ?!

    Hallo,

    gibt es eigentlich Lehrer:innen, die in Teilzeit arbeiten, um ihre Gesundheit zu schützen?

    In Vollzeit hat man ja während der Schulzeit eine Soll-Arbeitszeit von 46 bis 48 Zeitstunden. Die 6 - 8 Überstunden sollen in den Ferien wieder abgebaut werden, sodass man im Jahresdurchschnitt auf eine 40 Zeitstundenwoche kommt.

    Es gibt ja wissenschaftliche Studien, die zu dem Ergebnis kommen, das Arbeitszeiten von mehr als 40 Zeitstunden pro Woche das Risiko für Burnout und zum Beispiel für Schlaganfälle erhöhen.

    Nun kann man sich als Lehrer ja schützen, indem man in Teilzeit arbeitet, um auch während der Schulzeit maximal 40 Zeitstunden zu arbeiten. Hierbei muss man aber eben darauf achten, das man im Jahresdurchschnitt auch nur so viel arbeitet, wie man tatsächlich bezahlt bekommt.

    Macht ihr das?

    Was ist, wenn eine Lehrkraft immer wieder einen Antrag auf Teilzeit stellt, um ihre Gesundheit präventiv zu schützen. Die Anträge werden aber immer wieder abgelehnt und die Lehrkraft muss mehrere Jahre während der Schulzeit immer mehr als 40 Zeitstunden arbeiten und wird dann krank. Kann sie dann die Schulbehörde verklagen?

    Haben angestellte Lehrkräfte eher das recht, in Teilzeit zu arbeiten, um ihre Gesundheit zu schützen? Im Falle eines Burnouts sind sie ja nicht abgesichert wie verbeamtete Lehrkräfte.

    Ich würde ganz klar Regeln für die Zukunft besprechen und es dokumentieren, das es alle gehört haben.

    1) Man geht präventiv VOR der Klassenarbeit auf Toilette.

    2) NUR in einer Ausnahme während der Klassenarbeit und hierbei einzeln. Uhrzeit wird aufgeschrieben sowie Stand der Arbeit dokumentiert (z.B. fotografiert).

    Unterwegs im Bus oder in der Bahn muss man auch warten, bis man zuhause ist, falls man aufs Klo muss.

    Mal eine andere Frage: Wie oft muss man denn maximal einen Versetzungsantrag stellen, bis es klappt? 2 Jahre? 5 Jahre? 10 Jahre?

    Wenn man zu jedem möglichen Termin einen Antrag stellt, dann muss es doch irgendwann mal klappen?

    Wie ist das denn, wenn man zum Beispiel in die GEW eintritt und sich dort Unterstützung holt, ist so etwas möglich? Hat jemand Erfahrungen?

    Nun grabe ich mal ein altes Thema aus, denn ich bin erstaunt, dass das schon 2005 diskutiert wurde!

    ich bin immer noch der Meinung, dass das Aufgabe des Elternhauses ist. Kinder, die keine Schleife binden können, den helfe ich einmal. Am nächsten Tag müssen sie mit anderen Schuhen in die Schule kommen, wenn sie es nicht können.

    In der Vergangenheit habe ich aber auch schon Viertklässlern in der Pause beigebracht, wie man Schleifen bindet ...

    Chat GPT ist ein Werkzeug. Nur wenn ich Inhalte verstanden und durchdrungen habe, dann kann ich ChatGPT gut als Werzeug nutzen und dann kann es auch arbeitserleichternd sein. Wenn ich kein eigenes Wissen habe, dann kann ich auch nicht überprüfen, ob die Inhalte, die Chat GPT generiert, richtig sind.

    Die Erfindung des Taschenrechners hat auch den Mathematikunterricht auch nicht ausgelöscht!

    Spannend.

    Ich habe es schon mehrfach erlebt, im Lehrerzimmer oder auch in Dienstbesprechungen.

    Zum Beispiel: "Uns fehlen in diesem Schuljahr 10 Lehrerstunden, wir müssen unser Bestes geben, um den Mangel intern auszugleichen. Ich habe für den Zeitpunkt XY bei der Behörde beantragt, das wir an der Schule eine neue Lehrkraft einstellen möchten, denn wir haben Bedarf an Z Stunden. Hoffentlich dürfen wir eine Stelle ausschreiben."

    Und später: "Unser Antrag wird abgelehnt, wir dürfen keine Stelle ausschreiben."

    Der Mangel wird dann

    a) gar nicht behoben, Schule selbst schauen, wie sie damit umgeht

    b) wenn die Schule Glück hat, bekommt sie eine Abordnung

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