Beiträge von Marie_September

    Vielen Dank für eure lieben Beiträge.

    Ich mache emotional gerade eine ziemliche Achterbahnfahrt durch.

    Ich wollte die Krankschreibung ja eigentlich nur, um zur Ruhe zu kommen. Nie hätte ich geahnt, dass sich dabei so etwas ergibt.

    Am Ende der Woche ist das MRT und am Anfang der Woche der Schall mit Kontrastmittel. Bis zum Endergebnis werde ich mich sicher erst einmal krankschreiben lassen. Ich drehe durch, wenn ich jetzt noch zusätzlich Schikanen in dieser problematischen Klasse habe.

    Ich würde bis zum Beweis des Gegenteils erst einmal davon ausgehen, dass es sich um eine gutartige Veränderung handelt.

    Die Ärztin klang leider nicht so erbaut und 6 cm sind laut ihr schon recht viel.

    Daneben gab es noch kleine Läsionen, die sie aber nicht als Metastasen einschätzt. Fragt mich nicht, wie ich jetzt in den Feiertag gehe.

    Leider hat der Sachverhalt eine Wendung genommen, die sich im Moment eher nach Alptraum anfühlt und bei der ich nicht mehr weiß, was schlimmer ist. Das was mir noch bevorsteht oder was ich an der Schule erlebt habe.

    Ich hatte euch ja geschrieben, dass ich mich ein paar Tage krankschreiben lassen will und war mit dem Vorsatz auch zum Arzt gegangen.

    Dummerweise habe ich dabei angesprochen, dass ich auf Leberhöhe immer so ein Druckgefühl habe.

    Meine Ärztin kam dann auf die Idee einen Ultraschall zu machen und hat dabei eine 6 cm große Raumforderung festgestellt.

    Nächste Woche muss ich ins MRT und bekomme einen Kontrastmittelultraschall der Leber. Ich bin nervlich sehr runter. Das war ich durch die ganzen Schikanen ja davor schon, aber das gibt mir jetzt gerade den Rest.

    Bitte drückt mir die Daumen, dass es da irgendwie einen positiven Ausgang gibt und ich jetzt nicht auch noch eine Krebsdiagnose bekomme.

    Meine Stammschule hatte ein Gespräch mit mir, in dem das Fazit leider war, dass man das vorübergehend nicht ändern könnte und ich mindestens aufgrund von Personalmangel noch 6 Monate durchhalten muss.

    Ich setze gerade alles in Bewegung, dass es dann wenigstens bei den 6 Monaten bleibt und lasse mich ab morgen erst einmal krank schreiben.

    Ich weiß, dass das möglicherweise nicht die beste Lösung ist, aber das Gespräch bei einer Beratungsstelle hat mir die Augen geöffnet, dass ich das so nicht mit mir machen lassen kann.


    Das Problem ist, dass ich die Klasse noch einige Male habe und ich kann mich nicht bis zum Schuljahresende krankschreiben lassen.

    Ich ringe gerade mit mir, ob ich nicht doch direkt das Gespräch mit der Schulleitung suche.

    Da ich aber nur 2 Mal die Woche da bin, ahne ich schon wie das ausgehen wird.

    Für mich sehe ich aktuell aber keine andere Option, weil ich kaum noch schlafen kann und mich das wirklich sehr belastet.

    Ganz losgelöst vom Schulkontext ist immer die Frage, ob man mit Mobbing besser damit umgeht, dass man es direkt adressiert oder indem man aus der Mobbingsituation flüchtet. Ich kann persönlich beides versteht, daher keine Wertung an der Stelle, sondern bloße Feststellung. Flüchtet man zu früh, könnten die Aggressoren das noch eher als Lob für sich interpretieren: "Ha, die sind wir losgeworden!". Du musst aber auch keinem etwas beweisen, daher würde ich zumindest einmal (!) das Mobbing konkret adressieren (an die übergeorderte Stelle), am besten nicht alleine, sondern mit einer Person, die dir den Rücken stärkt.

    Mit der Schulsozialarbeiterin würde ich nicht sprechen, da es so klingt als wäre keine Vertrauensbasis vorhanden und die Gefahr besteht, dass sie sich eher noch auf die Seite der Schüler stellt.

    Ich bin mir unsicher, ob du dich bereits jetzt krankmelden oder erst noch ein Gespräch abwarten solltest. Würdest du es im Zweifelsfall noch wenigstens 2 Wochen aushalten oder geht gar nicht mehr? Wenn letzteres, dann auf jeden Fall krankmelden, bevor du uns zusammenklappst.

    Ich habe die Klasse nächste Woche zum Glück nicht, insofern könnte ich mir schon vorstellen, dass ich das noch eine Woche durchziehe und das Gespräch mit der Schulleitung suche. Um die Klasse in der darauffolgenden Woche aber nicht den halben Tag am Stück zu haben, würde ich danach in die Krankschreibung gehen. Meine Arbeit, die ich mit ihnen schreiben wollte, möchte ich eigentlich direkt an einen Kollegen weiterreichen, damit sie geschrieben werden kann und es dann nicht heißt, es wären nicht genug Noten vorhanden. Die Fachbereichsleiterin hat mich bereits mehrfach unter Druck gesetzt, dass ich den Plan unbedingt zeitgemäß schaffen muss. Meinst du, dass das eine gute Idee wäre?

    Ich weiß aktuell nicht mehr, was noch richtig oder falsch ist.

    Mein Ziel ist es momentan überhaupt mal eine Nacht durchschlafen zu können und nicht ab 3:30 Uhr wach zu liegen und zu grübeln.

    Vielleicht heißt das so bei euch. Um welches Bundesland geht es denn? Hier in BW wäre das der Bezirkspersonalrat beim Regierungspräsidium, in NRW wäre das der PR, der bei der Bezirksregierung sitzt. Die Bezeichnungen unterscheiden sich etwas je nach Bundesland, auch wenn die föderale Grundstruktur sich ähnelt.

    Ich schreibe es dir als Nachricht. Wenn das hier gelesen und zugeordnet wird, ist es ganz vorbei.


    Da wirst du so schnell nicht mehr glücklich werden. Schulsozialarbeiter können einen Superjob leisten und sich sehr positiv auf die schulische Atmosphäre auswirken - manche neigen aber auch zu Überaktionismus und nehmen alles, was Schüler sagen, für bare Münze. Das hat dann wiederum den gegenteiligen Effekt.

    Ehrliche Meinung? Meld dich krank. Die Bedingungen dort machen ja auch krank. Wenn man sich wundert, wieso du an den Tagen krank bist, kannst du ja ehrlich antworten, was es bei dir auslöst. Es ist ja nicht gelogen. Du machst ja nicht blau. Und sonst bist du halt nicht nur an den Tagen krank, sondern länger, um dich wirklich vollständig zu erholen.

    In dem Fall ist es wohl so wie du schreibst und sie scheint den Kindern mehr zu glauben als mir.

    Das Problem ist, dass ich an meiner eigentlichen Schule ungern fehlen würde und es dazu käme, dass ich dann lückenhaft immer an der Abordnungsschule fehle. Es sind jetzt noch wenige Wochen bis Schuljahresende.

    Am Ende bin ich allerdings, wenn ich die Klasse nächstes Jahr weiterführen muss.

    Hast du irgendeine/n Vertraute/n im Kollegium? Wenn ja, würde ich mit der anderen Person einen zeitnahen Termin bei der Schulleitung ausmachen, berichten, dass du dich sowohl von einigen Kollegen als auch Schülern gemobbt fühlst (Benenne konkrete Beispiele und auch Personen!), dass du gesundheitlich hierunter leidest und erbittest, dass sich die Schulleitung um Besserung kümmern solle, da du sonst deinen Dienst nicht angemessen durchführen kannst. J

    Es gibt noch einen übergeordneten Chef, der für die gesamte Schule zuständig ist.

    Ich hadere mit mir, ob ich das mache, weil ich andererseits auch Angst habe, dass das Mobbing dann noch heftiger wird und die Fachbereichsleiterin ihre Wut noch extremer (was kaum noch geht) an mir auslässt, indem sie dies auf die Schüler überträgt und sie weiter gegen mich aufhetzt.

    Da ich eben nur 2 Mal pro Woche an der Schule bin, habe ich dort bislang nur oberflächliche Kontakte geknüpft.


    Deine Hinweise bringen mir wirklich sehr viel. Danke dafür.

    Mit der Schulsozialarbeiterin würdest du dich auch nicht auf eine Aussprache einlassen, oder?

    Sollte man sich vorab erst einmal krank melden?


    Danke, dass ihr für mich da seid.

    Eine Krankschreibung wäre angesichts der gesundheitlichen Probleme sicherlich hilfreich, damit du dich psychisch wieder fassen und planen kannst, wie du weiter vorgehen möchtest.


    Ich weiß nicht, um welches Bundesland es geht, aber normalerweise gibt es noch einen übergeordneten Personalrat bei der übergeordneten Behörde (hier in BW wäre das der Bezirksperdonalrat auf RP- Ebene), der mehr Abstand hat, da er nicht an derselben Schule (oder bei Schularten, die keine eigenständigen Behörden sind nicht im selben Schulamtsbezirk) ist. An den könntest du dich wenden, genau wie an deine Gewerkschaft, um dich beraten zu lassen zur weiteren Vorgehensweise.

    Ich danke dir sehr.

    Ist das der Personalrat des Kreises?

    Liebes Forum,


    ich habe mich hier registriert, weil ich mir einen Rat von euch als erfahrene Lehrer erhoffe.

    Seit etwa einem dreiviertel Jahr habe ich das Ref hinter mir gebracht. Relativ kurzfristig hieß es damals im Sommer, dass ich an einer zweiten Berufsschule gebraucht werde und an 2 Tagen die Woche dorthin abgeordnet werden soll.

    Ich hatte mir nichts dabei gedacht und bin relativ sorglos damit umgegangen, bis ich im Januar das böse Erwachen erlebt habe.

    Wann es genau angefangen hat, weiß ich nicht genau, aber nachdem ich wegen Corona 3 Wochen ausgefallen bin und meine Tochter immer wieder krank wurde und aus der Kita einen Infekt nach dem anderen anschleppte, ging das Mobbing durch eine Kollegin und die Schulleitung los. Man sah mich scheinbar als Eindringling, der zwei Mal pro Woche kommt und hat mir das auch zu verstehen gegeben. Angeblich wäre ich nicht belastbar und ständig Kind krank.

    Ich bekam den unmöglichsten Stundenplan, den Schlüssel sollte ich vor und nach dem Unterricht wieder abgeben, ,meine Sachen wurden versteckt, Unterrichtsmaterial fehlte und viele weitere solcher Späße.

    Mit den Schülern bin ich anfangs noch ganz gut klar gekommen. Ich hatte wirklich liebe Klassen, bis ich im Tandem mit einer anderen Kollegin eingesetzt wurde.

    Die Modulinhalte waren sehr engmaschig vorgeschrieben. Es ist mir von Anfang an extrem schwer gefallen als von außen Kommende die Vertretung für die ausgefallene Kollegin (oder besser ebenfalls gemobbte Kollegin, wie ich später erfahren habe) zu übernehmen.

    Es hat damit begonnen, dass ich von der Fachbereichsleiterin eine Mail erhalten habe, warum ich denn ein Rollenspiel durchführe, obwohl das mehrmals behandelt worden ist. Es wäre nicht Bestandteil der Modulinhalte. Ich habe ihr meine Beweggründe geschildert und wurde ermahnt, dass ich mich besser mit der Kollegin abzusprechen habe. Die war leider grundsätzlich nicht erreichbar und wenn sie auf Mails geantwortet hat, dann anderthalb Wochen später. Da die Kollegin selbst sehr oft gefehlt hat oder zu der Zeit, in der ich dort war selbst Unterricht hatte, waren Absprachen stark erschwert. Das alles ist aber noch nicht zu dem was sich ab April abgespielt hat.

    Weil schon wieder eine Kollegin ausgefallen ist, bekam ich die gleiche Klasse noch in einem anderen Modul.

    Ende April fingen dann zwei Schüler (Mädchen und Junge) an, immer wieder im Unterricht zu stören. Nach mehrmaligem Ermahnen, habe ich eine Umsetzung vorgenommen.

    Plötzlich rastete Schülerin Maxi (ich nenne sie jetzt einfach mal so) aus und fing an meine fachlichen Kompetenzen anzuzweifeln. Sie würde zur Fachbereichsleitung gehen und sich beschweren, ich könnte das nicht und sollte besser mal an meinem Unterricht arbeiten. Ich habe sie dann sehr ruhig und sachlich darauf hingewiesen, dass ihr Ton mir gegenüber vollkommen unangebracht ist und es ihr nicht ansteht, auf diese Weise meinen Unterricht zu kritisieren. Ich habe sie aufgefordert nach dem Unterricht zu einem Gespräch da zu bleiben, was sie leider verweigert hat. Sie lief einfach aus dem Raum und störte weiter, was ich im Klassenbuch vermerkt habe.

    Nach der Stunde, als ich das Klassenbuch wegbringen wollte, wurde ich dann von der Fachbereichsleiterin empfangen.

    Ob ich kurz Zeit hätte. Maxi und die anderen Schüler hätten sich bei ihr beschwert, dass ich schon wieder die Rollenspielsituation als Praxisbeispiel angeführt hätte. Warum ich denn das Rollenspiel schon wieder thematisiere und sie ermahnen würde?

    Ich war so perplex, dass mir regelrecht die Sprache weggeblieben ist. Selbst im Referendariat ist niemand auf so eine Art und Weise mit mir umgegangen.

    Relativ gefasst habe ich ihr dann entgegnet, dass ich mit meinen Entscheidungen einen Sinn verfolge und ich den Eindruck habe, dass uns die Schüler gegeneinander ausspielen und sie scheinbar nicht mehr objektiv bleibt.

    Spätestens ab ihrem Kommentar war mir nämlich klar, was hinter den Worten der Schülerin steckt. Sie hat sofort alles abgestritten.

    Noch am gleichen Abend erfolgte dann von mir eine Mail an die Klassenlehrerin. Sie versprach, sie würde sich darum kümmern und mit den Schülern reden. Sie erkundigte sich, ob ich am Gespräch teilnehmen kann, aber ich schrieb zurück, dass ich an diesem Tag leider selbst an meiner Schule im Unterricht sitze. Meine Bitte das Gespräch an einem anderen Tag zu führen, wurde nicht erhört.

    In der darauffolgenden Stunde war Maxi dann abwesend und der Unterricht lief regulär und ohne Störungen ab. Die SuS arbeiteten super mit.

    Als sie eine Woche wieder da war, eskalierte es komplett.

    Wieder störte sie mit ihrem Nachbarn das Unterrichtsgeschehen, den ich daraufhin in eine komplett andere Bankreihe setzte. Ihr Banknachbar (Finn genannt) veranstaltete daraufhin eine Show, setzte sich im Schneckentempo auf seinen Platz, verrückte die Bänke und provozierte weiter.

    Als er dann auf Toilette ging, blieb er 20 Minuten meiner Stunde fern.

    Als ich ihn darauf angesprochen habe, wo er denn so lange war, flippte Maxi aus, zweifelte im unterirdischen Tonfall meine Kompetenzen an, betitelte mich als ignorant und dass ich sie und Finn benachteiligen würde und die anderen nicht sanktioniere. Ich sei unfähig und der Rest der Klasse würde es genauso sehen (Wortlaut). Ich verwies sie des Raumes, den sie nicht verlassen wollte.

    Daraufhin erfolgte mein Gang zur Schulleitung und zur Fachbereichsleiterin. Die Klassenlehrerin war nicht erreichbar. Ergebnis des Gesprächs war, dass es ja daran liegen würde, dass ich zwischenmenschlich nicht mit den Schülern umgehen könnte. Mein Empfinden, dass die Schüler uns gegeneinander ausspielen, wurde sofort niedergeredet. Genau wie Sanktionsmaßnahmen. Die Schüler hätten das ja ganz anders widergespiegelt. Und außerdem wäre ich ja nur 2 Mal pro Woche an der Schule und könnte das gar nicht beurteilen.

    Noch am gleichen Nachmittag kam dann die Mail der Schulsozialarbeiterin. Plötzlich würden sich die Schüler ein Gespräch mit mir wünschen, samt Aussprache und der gesamten Klasse. Es würde ja zwischenmenschliche Probleme geben. Ich habe ihr dann die gesamte Situation beschrieben. Darauf kam zurück, dass sie mein Problem nicht versteht und auf einen Gesprächstermin besteht.

    Die Schüler hätten ja ein Recht auf Meinungsäußerung.

    Ich hätte mich durchaus auf ein Gespräch eingelassen. Allerdings ging aus der Nachricht der Schulsozialarbeiterin eindeutig hervor, dass es nicht auf ein neutrales Gespräch hinaus laufen sollte, sondern dass Partei für die Schüler ergriffen wird.

    Ich habe dann gar nicht mehr reagiert.

    Wie ich zwei Tage später erfahren habe, ist die Schulsozialarbeiterin ganz eng mit Fachbereichsleiterin und Schulleitung befreundet.


    Ich selbst bin mit der Situation maximal überfordert. Ich habe zeitweise mit dem Gedanken gespielt, den Personalrat zu informieren, aber wenn der seine Kollegen täglich sieht und mich nur 2 Mal die Woche liegt doch auf der Hand, für wen er sich engagiert.

    Langsam bin ich den Schikanen auch nicht mehr gewachsen.

    Ich habe Schlafstörungen und mein Blutdruck ist dauerhaft jenseits des Erträglichen.

    Meine Gedanken kreisen ausschließlich um diese Situation.

    Die Vorfälle häufen sich.

    Gestern ist dann angeblich der Schlüssel, den ich in den Briefkasten geworfen habe, weil niemand von der Schulleitung mehr da war, weg gewesen. Ich habe den Schlüssel im Beisein der Putzfrau aber dort hineingeworfen. Und dann gibt es noch andere Sachen, die ich hier aus Angst mich zuzuordnen lieber nicht schreibe. Über mich werden Gerüchte erfunden, die ich dann hinterücks erfahre.


    Mir geht es schlecht damit und ich weiß mir langsam keinen Rat mehr. Was machen?
    Krank schreiben lassen? Dass ich auf Ende der Abordnung bestehe ist klar, aber wie gehe ich mit der Schülerin um? Wie reagiere ich auf die Kollegen und wie darauf, dass die Fachbereichsleitung die Schüler gegen mich aufbringt?

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