Beiträge von kleiner gruener frosch

    Es müssen, wenn du mich fragst, einfach radikal Ressourcen, die für unsere Gesellschaft von geringer Bedeutung sind, zusammengestrichen werden, um wiederum Ressourcen für unsere systemrelevanten Bereiche zu erhalten. Wir erlauben es uns als Gesellschaft momentan, Studiengänge wie Kulturanthropologie zu haben, während wir Probleme haben, genug Lehrer zusammenzubekommen, um Schulanfängern Rechnen und Schreiben beizubringen. Die Universitäten haben in den letzten Jahren so viele Studiengänge aus dem Boden gestampft. Irgendwie ist da noch keiner auf die Idee gekommen, dass, wenn sich junge Leute für diese Studiengänge entscheiden, sie sich wiederum für andere Studiengänge und Ausbildungen nicht entscheiden.

    Siehe dazu mein Ausgangsbeitrag:

    Zitat

    Ich weiß: die Lösung müsste sein - mehr Personal. Da unrealistisch, hilft das in der POV-Situation aber nicht weiter.

    Mir ist nicht klar, ob du für die nächsten Monate/das nächste Jahr etwas suchst, weil dich der Mangel droht, oder dich in den nächsten Jahren mit der Schule auf ganz andere Konzepte ausrichten möchtest.

    Hm. Ich hoffe zwar nicht langfristig, aber ich befürchte, dass es so ist.

    Es geht ein wenig darum, ob und wie man langfristig Schule (okay, hier: Grundschule) neu denken kann / muss. (Siehe Beitrag 17)

    Die Frage ist aber daher eigentlich auch ein Gedankenexperiment, was möglich ist und an was für Stellschrauben man innerschulisch drehen kann.

    Danke schon einmal.

    Palim: bei den Vorschlägen von Kapa und CDL muss ich an das sehr offene Arbeiten der Bielefelder Laborschule denken. Ich glaube schon, dass es ggf. entlasten kann, ohne gleich von "1 Lehrer mit zwei Klassen" zu sprechen. DAS wäre auch kurzfristig keine Option.

    CDL: die Alemannenschule schaue ich mir an. Danke.


    Nochmal zum Konkretisieren. Es geht mir nicht um kurzfristige Überbrückungen / Vertretungen.

    Ich glaube einfach, dass man Schule ... wie soll ich sagen ... anders denken muss, um der Personalknappheit gerecht zu werden.

    Stellt euch mal vor (wobei, was heißt: stellt euch mal vor. Das ist für viele eh schon Realität.)

    Ihr habt einen Personalbedarf für die Stundentafel von sagen wir 200 Stunden. Lehrerstunden habt ihr auch 200.

    Das heißt: ihr kommt ganz knapp hin. Spätestens bei Vertretungssituation explodiert euch der Laden. Aber das soll jetzt hier keine Rolle spielen.

    Ich weiß: die Lösung müsste sein - mehr Personal. Da unrealistisch, hilft das in der POV-Situation aber nicht weiter.

    Was für Lösungen fändet ihr adäquat, um irgendwo Stunden zu sparen um z.B. zusätzliche Förderstunden oder auch Teamstunden im ersten Schuljahr zu ermöglichen?

    (Anmerkung: da das Ziel zusätzliche Stunden sind, kann definitiv nicht an der offiziellen Stundentafel gespart werden. Also: die Stundentafel muss irgendwie erfüllt werden. Luxus-Stunden wie Förderstunden sind nachrangig. Rechtlich gesehen.)

    Es gab ja schon eine gute Lösung die hunderttausenden Menschen das Leben gerettet hätte.

    Verhandlung bedeutet, eine für alle brauchbare Lösung zu finden.

    Die Tagesschau hat diese beiden Punkte von Fachinformatiker gerade einmal aufgegriffen und aufgezeigt, was am 29. März (beim Ende der Verhandlungen) die Forderungen Russlands gewesen waren ... und warum diese Forderungen nicht brauchbar waren.

    https://www.tagesschau.de/faktenfinder/w…kraine-100.html

    Wolfgang, es wäre super, wenn du Menschen nicht nur auf ihre Nützlichkeit für den Arbeitsmarkt reduzieren würdest. Es ist immer super, wenn jemand sich trotz suboptimaler Ausgangsvoraussetzungen "nach oben" kämpft, aber man kann mehr zur Gesellschaft beitragen als "nur" durch Arbeit.

    Ich würde übrigens empfehlen, Arianndis Beitrag noch einmal zu lesen, denn darin ging es inhaltlich um etwas ganz Anderes

    Siehe dazu meinen Beitrag vot einigen Tagen. *kopfschüttel*

    Ok, würdest Du mir bitte sagen, wo Du kriminelle Machenschaften siehst und welche Straftaten du siehst? Ich hoffe, dass Du solche Vorwürfe, die Du hier öffentlich äußerst auch belegen kannst.

    Die Frage habe ich schon vor Monaten hier gestellt. Kam nicht wirklich was Substantielles bei rum.

    Also zumindest nichts so Substantielles, dass man von "illegal" oder "kriminellen Machenschaften" sprechen müsste.

    Jeder der weitere Kämpfe fordert sollte sich überlegen, ob er als Ukrainer seine Kinder dafür an die Front schicken würde, wenn der Präsident noch nicht einmal verhandeln möchte. Meine Familie hätte ich schon längst außer Landes gebracht.

    Hm, ich sehe nur eine Person, die Kämpfe fordert bzw . forciert.

    In gewisser Weise hast du gar nicht Unrecht, aber ich finde, es hat einen ziemlich komischen Beigeschmack, wenn man (wie du) immer an das Opfer appellierst, doch aufzugeben.

    Ich hatte mich daraufhin erfolgreich geweigert und auf einmal ging das ganze doch über das Schulkonto. An meiner aktuellen Schule ist letzteres der vorgeschrieben Standard und so soll es auch sein

    Was aber höchstwahrscheinlich nichts anderes ist als ein "offizielles Konto" auf den Namen des Schulleiters. Also auch kein schulischen Konto, sondern de facto Privatkonto des Schulleiters.

    Was soll Selensky (bzw. sollte) er sonst sagen: "Natürlich verhandeln wir. Russland, wir möchten euch bitten, den Krieg zu beenden. Dafür bekommt ihr dann die östlichen 20 % unserer Landes für euer Territorium. Hm, okay. Das ist euch zu wenig. Gut, damit ihr abzieht, bekommt ihr 50 % der Ukraine."

    Klar wären Verhandlungen schön - aber nicht zu den Bedingungen des Aggressors. (Und in diesem Sinne sind Verhandlungen mit Putin natürlich unmöglich.)

    Wobei: Putin müsste auch nicht erklären, dass es keinen Grund für Friedensgespräche mit der Ukraine gäbe ... er muss als Aggressor einfach nur seine Armee wieder zurückziehen. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür braucht er keine Friedensgespräche und Verhandlungen.

    Es hält eine SL nichts und niemand davon ab, Kinder zu bekommen. Darum gehts hier aber nicht.

    Doch, denn du hast 2 Denkfehler bei deiner Frage:

    1. kann der Schulleiter auch Kinder haben und bekommt auch entsprechend mehr. Ist das dann nicht noch mehr Anreiz als die 6100 € ohne Schulleitung?

    2. Gehst auch du von der falschen Annahme aus, dass der 6100 €-Lehrer mit 4 Kindern im Endeffekt auch mehr hat als der Schulleiter mit weniger Geld und ohne Kinder. Hat er aber nicht.

    Ich finde es menschenverachtend einen Menschen nach seinem ökonomischen Wert zu beurteilen.

    Was von den afd-Gegnern nicht gemacht wird.

    Man könnte es auch so deuten: die afd sagt "Migranten liegen uns nur auf der Tasche" ... und die afd-Gegner sagen "Migranten sind ein Teil der Gesellschaft. In allen Bereichen. Auch bei der Arbeit."

    Sehe da keine Beurteilung nach dem ökonomischen Wert.

    Ich sehe eher, dass du mit deiner Interpretation falsches Wasser auf die Argumentations-Mühlen der afd schüttest.

    Darüber, dass wohl überlegt sein will, ob sich der Ausländer auch rentiert, sind sich die AfD und AfD-Gegner ja zumindest einig.

    Ich glaube, das ist eine massive Verkürzung und Fehlinterpretation der Aussagen / Position von Afd-Gegnern.

    Wenn die afd davon spricht, dass "Migration nur kostet", ist es eine relativ eindeutige Aussage.

    Wenn ein afd-Gegner / Migration-/Ausländer-Freund davon spricht, dass Migration auch eine wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Stütze ist, ist

    a) das ein Gegenargument gegen das "Migration kostet nur"

    b) notwendig, um dieser populistische Aussage der afd etwas entgegen zu stellen,

    c) nicht automatisch ein Hinweis darauf, dass der afd-Gegner Migration nur unter diesem Aspekt sieht.

    Daher ist das negative Herumreiten auf der Aussage "Migration ist auch wichtig für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation" und die Unterstellung, es ginge nur darum, dass sich "der Ausländer rentiert"

    a) ziemlich kurzsichtig,

    b) unsachlich

    c) eine populistische Schlechtmachung der Migration-Befürworter

    d) eine ziemlich unnötige Unterstellung.

    Finde ich.

    kl. gr. frosch

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