Beiträge von kleiner gruener frosch

    Exceltabelle: Reallohnverlust berechnen, mit Inflationsrate das inflationsindexierte Lohnniveau bestimmen und daraus den Stundenlohn einer 41h Woche berechnen. Dann aus der Differenz der beiden Löhne über den Stundenlohn die Anzahl der Stunden berechnen, die der Differenz der Löhne entspricht. Diese Stunden werde ich dann krankfeiern. Bei uns an der Schulform wird wenig bis gar nicht vertreten, sodass sich der Effekt fürs Kollegium in Grenzen hält. Bei akkumulierten 15-20% Reallohnverlust kommen da 30-40 Krankentage bei raus. Aktuell bin ich bei weniger als 5 pro SJ, womit ich bei uns im Kollegium aktuell eher im Durchschnitt rangieren würde.

    Krankfeiern mit Ansage?

    Wenn du das woanders genauso offen kommunizierst, musst du dir über den Reallohn-Verlust als Lehrer wohl keine Gedanken mehr machen.

    Ich arbeite seit mehreren Wochen- ohne einen Vertrag unterschrieben zu haben- an einer Schule, weil alle davon ausgegangen sind, der Vertrag würde bald kommen (und ich dachte das alles kann man rückwirkend regeln) und jetzt ist rausgekommen, dass ich für diesen Zeitraum nicht bezahlt werde… ist das jetzt mein Pech?

    Herzlichen Glückwunsch.

    Du bist unbefristet vom Schulleiter an der Schule angestellt worden.

    Nachteil: du musst das evtl. rechtlich durchsetzen.

    Kl. Gr. Frosch

    P.S.: ich weiß jetzt auch nicht wie gut die Idee ist, das dem Schulleiter im anstehenden Gespräch so unter die Nase zu reiben. Das müssen kündige PRler sagen.

    Weil ich eben mal was von "nur 36 Aufgaben, die gelernt werden müssen" geschrieben habe.

    Mit minimaler Herleitung sind es nur 36 Aufgaben, die gelernt werden müssen. Sollte klar sein, aber hier sind sie.

    Die 1er - Reihe braucht nicht gelernt werden. (1*1, 2*1, 3*1, ...)

    Ebenso wenig deren Tauschaufgaben. Das "Tauschen" kriegen die Kinder nach meiner Erfahrung hin.

    Die 10er-Reihe braucht nicht gelernt werden. Die Kinder müssen "nur" wissen: *10 heißt, ich hänge eine 0 an. (1*10, 2*10, 3*10, ...)

    Ebenso wenig deren Tauschaufgaben. Das "Tauschen" kriegen die Kinder nach meiner Erfahrung hin.

    Gelernt wird:

    die 2er-Reihe ab 2*2:2*23*24*25*26*27*28*29*2
    die 3er-Reihe ab 3*3:2*33*34*35*36*37*38*39*3
    die 4er-Reihe ab 4*42*43*44*45*46*47*48*49*4
    die 5er-Reihe ab 5*52*53*54*55*56*57*58*59*5
    die 6er-Reihe ab 6*62*63*64*65*66*67*68*69*6
    die 7er-Reihe ab 7*72*73*74*75*76*77*78*79*7
    die 8er-Reihe ab 8*82*83*84*85*86*87*88*89*8
    die 9er-Reihe ab 9*92*93*94*95*96*97*98*99*9


    Die ausgegrauten Aufgaben ergeben sich aus den Tauschaufgaben.

    Das gehört am Ende zum "Zahlengefühl". Die häufige Anwendung von Grundrechenarten führt ja zwangsläufig zum ungewollten auswendig lernen. Ich hoffe es ist auch an Grundschulen ein ungewolltes auswendig lernen.

    Nein. Denn wie Plattenspieler schreibt: das ist leider nicht bei allen Schülern möglich.

    Ich würde mich sogar aus dem Fenster lehnen und sagen, dass sich das eher bei der Minderheit der Schüler automatisch einspielt.

    Wenn man z.B. das 1*1 anwendet, ohne dass die Kinder es memoriert haben, gehen die auf die unterschiedlichsten Wege ans Lösen heran - aber speichern es damit trotzdem nicht ab. (ich habe z.B. einen Schüler im 3. Schuljahr, der an die Aufgabe 3*4 noch so rangeht: 1,2,3,4, ... 5,6,7,8, ... 9,10,11,12) Das Prinzip der Multiplikation als "wiederholte Addition" hat der Junge drauf. Es hilft ihm nur nicht weiter.)

    Zauberwald, in weiterführenden Schulen fällt das Auswendiglernen (wie s3g4 sagt) sicher in den Hintergrund.

    Aber in der Grundschule müssen die Kinder neben dem Verständnis für die Mathematik auch erst einmal das mathematische Handwerkzeug lernen:

    - Rechenverfahren

    - 1*1 (notfalls zumindest die Kernaufgaben, wobei: es gibt nur 36 zu lernende Aufgaben im kleinen 1*1)

    - 1+1

    - verliebte Zahlen

    - Begrifflichkeiten (addieren, subtrahieren, multiplizieren, ...)

    ...

    Für weiterführende Schulen mag s3g4s Aussage aber (eher) zutreffend sein.

    Ich kann das nur unterschreiben. 13 Std. MA die Woche sind nicht in Ordnung und du setzt die Messlatte damit, gewollt oder ungewollt, extrem hoch. Implizit wird so Druck auf das Kollegium aufgebaut, sich ebenfalls heldenhaft in die Arbeit zu stürzen und dem Burn Out u.U. ein klein wenig näher zu kommen.


    Ja, man muss es dir nicht nachmachen, aber der Druck, der Vergleich mit dem "Superschulleiter" ist da. Ich finde das nicht positiv vorbildlich.

    a) wir du schreibst - es muss niemand nachmachen. Wer sich dadurch unter Druck gesetzt fühlt, wäre im Grunde selber schuld.

    b) was meinst du, wer die 13 Stunden auffangen müsste, wenn ich es nicht täte. Muss aber niemand. Eine weitere Teilzeitkollegin macht freiwillig 2 Stunden mehr. Das war es.

    Damit sind wir aus dem Schneider.

    Sprich: wenn ich sie nicht machen würde, müssten andere zum Abdecken ran. Das wissen auch alle. Der "Superschulleiter fordert"-Effekt tritt nicht ein. Sondern es ist klar, dass ich damit die ansonsten notwendige zusätzliche Belastung der Vollzeitkolleginnen wegpuffere.

    Nachtrag:

    vielleicht noch einmal zur Einschätzung der Situation. Wir sind keine große weiterführende Schule und auch kein Berufskolleg mit zig-hundert oder tausenden Stunden im Plan. Da fallen 13 Stunden, die fehlen, vielleicht nicht weiter auf.) Wir sind eine kleine Grundschule.

    Das heißt

    a) verlässlich (wir können die Kinder nicht nach der 3. Stunde nach Hause schicken)

    b) wir müssen ein Minimum von ca 190 Stunden für die Stundentafel abdecken. Ohne meine Stunden hätte wir ca. 177 Stunden. Uns fehlen also mal eben 8% (überschlagen) der Lehrerstunden dafür.

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