Hausaufgaben: ich bewerte sie nicht. Sie sind mir auch mehr oder weniger egal. Sie dienen üblicherweise nur der Übung und Vertiefung und haben für mich dann nicht so die Relevanz. Wichtiger sind sie für die Kinder. Daher sage ich den Eltern immer: "Sehen Sie zu, dass die Hausaufgaben gemacht werden. Aber wenn was zeitlich nicht mehr klappt - alles gut. Ihr Kind muss am Tag nur 45 Minuten Hausaufgaben machen (in NRW, Klasse 3/4) und wenn die Zeit um ist und ihr Kind nicht 45 Minuten lang Löcher in die Luft geguckt haben, darf es gerne aufhören."
Noten: Noten sind nicht alles. Ich habe auch schon Kinder mit einem Dreier-Zeugnis aufs Gymnasium geschickt, wenn ich mir sicher war, dass es klappt. (Hat es auch.)
Andersherum ist ein Zweier-Schnitt auch nicht zwingend ein Hinweis auf eine "Gymnasial-Fähigkeit". Wichtiger als die reinen Noten sind die "Softskills".
- - Selbstständiges Arbeiten,
- - Frustrationstoleranz,
- - Eigenmotivation, ...
Sprich: wenn ein Kind gute Noten hat, die aber nur entstehen, weil die Eltern ständig dahinter sitzen, sehe ich fürs Gymnasium Probleme.
Das wird also in der Schule ganz richtig kommuniziert.
Gespräche über den Weg mit den Kindern: hm, weiß nicht. Der Fokus in der Grundschule sollte eher auf dem entspannten Lernen und dem Spaß an der Schule und an diversen anderen Dingen liegen, aber nicht auf dem "was muss ich machen, damit ich welche Schulform-Empfehlung bekomme"-Fokus. Da machen die Eltern die Kinder (und die Kinder sich auch dann irgendwann selbst) schon früh genug verrückt genug.
Noch eine Anmerkung am Rande, die ich immer mache, wenn Lehrerinnen hier als Mutter schreiben. Wir sind das größte deutschsprachige Lehrerforum. Es besteht eine (sicherlich nur geringe, aber vorhandene) Wahrscheinlichkeit, dass sich (d)eine Grundschullehrerin in deiner Frage wiedererkennt.
kl. gr. frosch