Beiträge von kleiner gruener frosch

    Zitat

    "Verbot in der Schule"
    Geht's darum überhaupt?

    *kurzer Blick aufs Threadthema" - ja, darum geht es.

    Zitat

    Wer definiert denn "nachvollziehbar"? Du argumentierst viel zu sehr aus deiner individuellen, ganz persönlichen Sicht.

    Das machen alle, die fürs Mützen-Verbot plädieren (um das es in diesem Thread geht). Ist auch grundsätzlich okay. Aber die persönliche Sicht "Mützen trägt man nicht im Klassenraum" sollte man den Kindern nicht aufdrücken (solange es nicht nachvollziehbare Gründe gibt, nach denen man fragen kann und die man konkret benennen kann). Explizite Gründe sind übrigens nicht "Mir gefällt es nicht." oder "Ich will das nicht" .... das ist die individuelle, ganz persönliche Sicht der entsprechenden Lehrperson, die die Mützen nicht will.

    Meine Tendenz ist da halt "Leben und leben lassen".

    Zitat

    Ich möchte auch die nackten Brüste einer Frau auf offener Strasse nicht sehen und eine öffentliche Mehrheit wird diesbezüglich meine Meinung teilen.

    Mir wäre es egal. Wenn die Frau so rumlaufen möchte. Kann sie doch.

    Beim Penis sind wir (wie du geschrieben hast) soweit, dass aus der gesellschaftlichen Wahrnehmung ein Gesetz wurde. (Ich denke sogar, aus guten Gründen, weil es einfach zu viele negative Erfahrungen mit dem bewussten öffentlichen Zeigen seiner primären Geschlechtsorgane gab.)

    Und damit schließe ich den Bogen zu den Mützen. Wenn es ein Gesetz (nicht eine Schulordnung) gibt, die das Mützen tragen aus guten (nachvollziehbaren) Gründen einschränkt, können wir über ein Verbot in der Schule reden.

    Wie gesagt: wir waren weiterhin in lera1s Beispiel beim Oberkörper.

    Aber lera1s Beispiel zeigt genau das, was auch bei der "Mütze auf dem Kopf" eine Rolle spielt. Nämlich die Außensicht.

    Der Unterkörper ist evtl. eine ganze andere Dimension. Wie man das einschätzt, dass ein Mann mit heruntergelassener Hose herumrennt ist da noch eine andere Frage, da das einen sehr unangenehmen Beigeschmack hat. (Stichwort: "exhibitionistische Handlung" und die mögliche Intention dahinter.)

    Daher bezog ich mich explizit nur auf das Beispiel von lera1.

    lera1, Nur um es mal zu sortieren.

    • Du sagst "Es gibt Regeln, die man nicht hinterfragen soll".
    • Als Beispiel bringst du: mit freiem Oberkörper einkaufen gehen.
    • Wenn das aber dann unangenehme Auswirkungen auf eine Oben-ohne-Frau hat, sagst du "Das hat sie auch nicht verdient".
    • Also ist das, was sie macht okay. Der logische Grund, warum man es nicht machen sollte, sind die Sprüche der anderen, die ein Problem damit haben.
    • Aber das ist deren Problem.
    • Also kann man die Regel hinterfragen und es dann machen. Denn wenn es jemand doof findet, ist / hat er ja das Problem.

    Worauf ich hinauswill: ich glaube, dein Beispiel zeigt gerade, dass (ähnlich wie bei "Mützen auf dem Kopf im Unterricht") das Problem nicht in der Sache liegt, sondern in den Mitmenschen, die dafür kein Verständnis haben.

    verdienen tut sie es nicht - erhalten wahrscheinlich schon

    Danke. Es gibt deiner Meinung nach die unausgesprochene Regel, dass man nicht mit freiem Oberkörper herumrennt und wenn man das macht, wird man schief angeguckt und bekommt Sprüche eingedrückt. Du schreibst aber selbst, dass die Frauen (und logischerweise dann auch die Männer) das nicht verdient hätten. Denn man kann es ihnen nicht verbieten.

    Ja, soll er - dann muß er aber auch damit rechnen, daß er nicht für "voll genommen " wird, bzw., wenn das eine weibliche Person tun sollte, dann muß sie halt mit Pfiffen, Blicken, und anzüglichen Bemerkungen leben...

    Was jetzt aber weniger über den mit nacktem Oberkörper als über die Leute, die du erwähnt hast, aussagt. Oder um es mit "Simon sagt" zu sagen: "Chill Digga". ;)

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    Nachtrag: ich finde übrigens nicht, dass eine Frau, die mit nacktem Oberkörper herumrennt automatisch anzügliche Bemerkungen verdient. Warum?

    Wenn ich mich mit 50 Sachen der roten Ampel nähere, ist keine Zeit (und wohl auch nicht die passende Gelegenheit), die entsprechende Vorschrift zu diskutieren - dann ist einfach der Anordnung des Fahrlehrers (bzw. den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung) folgezuleisten und zu bremsen

    Ich glaube, das mit der roten Ampel lernt man nicht erst in der Fahrschule, wenn man auf die Ampel zufährt.

    Das lernt man viel früher. Und mir haben meine Eltern auch erklärt, warum ich bei einer Roten Ampel stehen bleiben muss.

    Unsere Schulkonferenz hat gerade beschlossen, dass bei uns in der Schule weiterhin Maskenpflicht gilt. Ich bin mal gespannt auf die Diskussionen und ob das so durchgezogen werden kann...

    Nein, kann es nicht.

    Wenn sich alle freiwillig dran halten, ist es kein Problem. (Aber dann bräuchte man auch den Beschluss zur Pflicht nicht.)

    Wenn Kinder / Eltern sich nicht dran halten möchten, müsste die Schule entsprechende Maßnahmen einleiten. Gegen das Kind. (Es sei denn, der Beschluss zur Pflicht ist mehr ein Beschluss zur eindringlichen Empfehlung.)

    Die Eltern des Kindes können dagegen dann Einspruch vorlegen, sich ggf. bei der Schulaufsichtsbehörde melden. Die wiederum würde dann dem Schulleiter sagen, dass er auf ganz dünnem Eis steht und den beschluss der Schulkonferenz natürlich NICHT gegen eine Anweisung des Ministeriums durchsetzen könne.

    Also: nein, kann es nicht.

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