Bzgl. Waldorf ist die Sachlage nicht so einfach.
Steiners Meinung zum Thema "Impfen":
"Man könne das Risiko einer Ansteckung durch Furchtlosigkeit minimieren. D.h. eine positive Einstellung stärkt das Immunsystem."
Er soll aber auch, als er sich gegen die Pocken impfen ließ, gesagt haben:
"Wenn die Bevölkerung definitiv Angst vor einer Ansteckung habe, seien Erziehungsmaßnahmen in Richtung Furchtlosigkeit sinnlos. Dann würde eine Impfung auch notwendig sein."
Nicht ganz passt da etwas rein, was sich mal zum Thema "Inkarnation" von Steiner gelesen hatte. Dort hieß es, es sei gut, wenn Kinder krank werden und Fieber bekämen, denn das würde der Inkarnation helfen.
Siehe auch hier.
Also, Waldorfler können sich aus den verschiedenen Aussagen alles zusammenstellen, was sie brauchen. Je nachdem, was sie wollen und wie die Grundeinstellung zu Corona ist.
- sei furchtlos, dann passiert nichts!
- es ist keine gefährliche Pandemie, also braucht mal sich auch nicht impfen lassen!
- Impft euch bitte, denn es ist eine Pandemie vor der viele Leute Angst haben und daher ist es sinnvoll.
Die Waldorfler über einen Kamm zu scheren, dürfte also wenig Sinn machen.